05 März 2015

BALTISCHE STUNDE 10.März 2015

Baltischer Frühling - mit Überraschungen!  

Neues aus ESTLAND, LETTLAND und LITAUEN bringt die
BALTISCHE STUNDE
mit viel Musik aus Estland, Lettland und Litauen und Studiogästen
Dienstag, 10.März 2015 - 19.00-21.00 Uhr 
Wiederholung am Samstag, 21.März 2015, 16.00-18.00 Uhr !

  wie immer auf UKW 92,5 und im Kabelnetz auf 101,85 (Raum Bremen).
komplette Übersicht zu allen Orten und Frequenzen:
www.radioweser.tv hören
oder nachzuhören auf
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Unser Hörangebot diesmal


Gegen jahreszeitlich bedingte Müdigkeit:
Der Schiet und das Frühjahr
Vor neuen Jahreszeiten sollte man sich nicht verstecken - und die Blumen
gleich dort ansprechen, wo sie wachsen! 
Der estnische Schriftsteller Andrus Kivirähk schrieb dieses wunderbare 
Kinderbuch, und dank der Übersetzung durch Prof. Cornelius Hasselblatt 
liegt es jetzt auch in deutscher Sprache vor. 
Vierzehn Geschichten zum Schmunzeln und Wundern enthält das Buch - einige davon stellt die 
"Baltische Stunde" in dieser Sendung vor.
Die Illustrationen im Buch stammen von Meike Teichmann. 
 Die Geschichten von Andrus Kivirähk verdrehen die reale Welt ganz leicht, und gerade so 
weit, dass wunderliche Dinge entstehen können, die sonst 
vielleicht für unlogisch oder irreal erklärt werden würden. 
Ein Buch für alle, die auf ungewohnte Weise einen Einstieg ins
Frühjahr finden wollen - und sich dabei von seltsamen Ereignissen nicht 
irritieren lassen. 
erschienen im WILLEGOOS Verlag, Potsdam, 82 Seiten, 14,95 Euro. 
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Ein Spiegel im Flur,  eine Pistole im Keller, 
und vielfach optimistische Lebenseinstellung im Wandel der Zeiten
bietet unter anderem das Buch
Das Haus in der Palissadnaja
Ja, die Straße namens "Palissadnaja" gab es wirklich in Riga. 
Heute heißt sie "Krāslavas iela", und auch ein Haus mit der Nummer 21 gibt es. 
Ob Jelena Katischonok, die in Riga geboren wurde und bis zum Jahr 1991 dort 
lebte, je das Innere des real existierenden Hauses selbst gesehen hat, verrät
sie den Leserinnen und Lesern vorerst nicht. 
Sie tauscht vielmehr ihre Perspektive als Autorin mit der des ganzen Hauses,
lässt es manchmal tuscheln und tratschen, ähnlich wie die Bewohner, die 
ab 1927 einziehen. Vielleicht hallen auch die sehr unterschiedlichen 
Lebensgeschichten der Bewohner auch nur im Hausflur wieder, oder der 
große Spiegel fängt das ein oder andere Lächeln auf.
Lehrer und Ärzte, aber auch Offiziere und Klavierstimmer, eine Künstlerin und 
ein Antiquar bilden zum Beispiel die Hausgemeinschaft.
Im Jahr ihres Einzugs erscheint das wenige Jahre zuvor 
unabhängig gewordene Lettland noch stabil und friedlich einer
blühenden Zukunft entgegen zu gehen. In den 1930er und 1940er Jahren, die in
Folgekapiteln den zeitlichen Schwerpunkt bilden, wirbeln die große Politik, 
die Kriegsereignisse, verschiedene Besatzungen und persönliche Schicksalsschläge die Lage kräftig durcheinander, im Haus selbst und auch nicht weit entfernt, wo von der Nazi-Besatzung ein Zaungezogen wird zur Einrichtung eines Ghettos. 
Und wenn auch nicht alle Bewohner direkt vom Schicksal 
getroffen werden (einige überstehen durch mehr oder weniger 
glückliche Umstände alle wechselnden Zeiten), so spiegeln sich auch in 
den Geschichten zu Verwandten und Bekannten der Hausbewohner viele Varianten
der lettischen Geschichte, der lettischen Verhältnisse und der ungewollten 
Fortsetzung nach dem Krieg als erzwungener Teil Sowjetrusslands: die einen 
schließen sich den "Waldbrüdern" an, die anderen sind Widerstandskämpfer
gegen die Nazis, die anderen gehen angesichts der erneut einmarschierenden 
Roten Armee in die Wälder, wieder andere erleiden eine Verbannung nach Sibieren. Nur wenige jüdische Schicksale enden glücklich, 
insgesamt leert sich das Haus mehr und mehr - gespiegelt auch in den 
immer mehr verblassenden goldenen Ziffern der Hausnummer 21.
"Sie kommen zurück!" meint das Haus am Schluß zu entdecken, und meint damit 
ehemalige Hausbewohner. "Nein, nicht alle kommen zurück!" lautet dann 
die Selbstkorrektur. Das Haus steht noch - und am Ende der Lektüre, während derer man sich sicherlich nach Riga versetzt fühlt - werden Leserinnen und Leser sicherlich erstaunt feststellen: "Seit 1927 ist wirklich viel passiert!" Dieses Buch erzählt davon in 
unkomplizierter Weise. Jelena Katischonok, die inzwischen in Boston / USA lebt, 
bietet sich als Chronistin der Geschehnisse in und mit einem Haus an, 
das nicht die Schlagzeilen der politischen Ereignisse in den Mittelpunkt stellt, 
sondern der Menschen, die manchmal unvermittelt davon betroffen sind. 
Auch wer Riga schon kennt, wird in diesem Buch einerseits Neues
erfahren, und andererseits die lettische Hauptstadt gut beschrieben finden. Es ist 
keinesfalls die "typisch russische" Perspektive, deren Begrenzungen
Lettinnen und Letten meist klar wird, wenn ihnen dann davon erzählt wird. Einzig die hartnäckige Beschreibung der Rigaer Petrikirche (die Beschreibung ist eindeutig!) als "Rigaer Dom" mag als vielleicht individuell geprägte Erinnerungsunschärfe der Autorin 
(sie verließ 1991 Riga) durchgehen müssen.
Alles andere ist bester Lesestoff für Riga- und Lettland-Fans!

Mehr Info dazu

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M-U-S-I-K-S-C-H-W-E-R-P-U-N-K-T


Vaida Vairaitė
 Išaušo Vasaros Diena     
Jaučiu Visur Ir Visada
Laiškas Tėvams     
Vienišas Žmogus     
Mano Mielas Drauge     
Prisiminimai     
Trokštam Mes     
Tauta
(aus der CD "Prisiminimai")


Mehr zur CD: DISCOGS / ZuziMusika / YouTube /
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DIE BALTISCHE STUNDE
nächster Sendetermin:
Dienstag, 7.April 2015 - 19.00 - 21.00 Uhr
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05 Februar 2015

BALTISCHE STUNDE 10.Februar 2015

baltisches "best of" ...  

Neues aus ESTLAND, LETTLAND und LITAUEN bringt die
BALTISCHE STUNDE
mit viel Musik aus Estland, Lettland und Litauen und Studiogästen
Dienstag, 10.Februar 2015 - 19.00-21.00 Uhr 
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Best Baltic:

M-U-S-I-K-S-C-H-W-E-R-P-U-N-K-T

Līvi
lettische Rocklegende 

Šķiršanās blūzs - Līvi
 Pārpalikums - Līvi
Saldus Saule - Līvi
 Kāpēc Nr.1 - Līvi
 Ziņģe par bailēm - Līvi
 Rock'n'roll muzikant - Līvi
Dzelzgriezējs - Līvi
Dzimtā valoda - Līvi
(aus der CD / DVD “Līvi” & Liepājas Simfoniskais orķestris, 2006)

--- zabaku dziesma - Līvi ---
(aus: "Roks pret Skrundas lokators", Skrunda live 1994)

Bruģakmeņi - Līvi 
(aus: "Mēs Liepājai 375 gadu jubilejā", 2000)
   
 Pārāk Maz
(aus "Līvi Dzīvi", 1994)

Saules Ceļš
Kurzeme
(aus "Kurzemei - Saules Ceļš", 1988)

Informationen zur Gründungs- und Bandgeschichte von Līvi, von Liven und Kuren, zur musikalischen Tradition von Liepāja, von Metalurgs Liepāja und dem Kulturhaus des Betriebes und der Gründung von Līvi. Von Rock'n Roll in Lettland, dem legendären Musikfestival "Saldus Saule", vom ebenos legendären Musiker und Komponist Ēriks Ķiģelis, von "Līvi dzīvi", und von "Roks pret Skrundas lokatoru". Zur Geschichte Kurlands und Livlands, von Gotthard Kettler, Herzog Jakob und Kurländischen Kolonien. Vom Singen über Ängste, Angst vor und um Gesang, von Pflastersteinen, dem Löwen von Kurland, von Linden und der Ostseeküste, dem Dorf "Liva" und der Stadt Saldus und dem Maler Janis Rozentāls. Von Pete Anderson und den "Arhivi", Roberts Gobziņš, Jānis Grodums, Fēlikss Ķiģelis und Māris Čaklais.

L-E-S-E-S-T-O-F-F

Franz Preissler: Bestimmungsfaktoren auswärtiger Minderheitenpolitik

Russland und die Frage der Russischsprachigen im Baltikum, 1991-2004 (unter besonderer Berücksichtigung Lettlands). Band 20 der Reihe "Studien zu Konflikt und Kooperation im Osten", Lit Verlag, Münster 2014, 472 Seiten, ISBN 978-3-643-12380-0, 49.90 EUR.

Verlagsinfo:
Instrumentalisiert Russland die russischsprachigen Minderheiten in den Nachbarstaaten primär zur Durchsetzung hegemonialer Interessen?
Am Beispiel der baltischen Staaten Lettland und Estland zeigt der Autor, dass Russland die Minderheitenfrage durchaus instrumentalisiert hat - Mitte der neunziger Jahre (und 2008 in Georgien) zur Verteidigung des sicherheitspolitischen Status quo. Noch häufiger instrumentalisierte Russland die Minderheitenfrage im Baltikum aber für politische Interessen, insbesondere die Abwehr westlichen Drucks in Menschenrechts- und Demokratiefragen. Russland setzte sich für die Minderheiten auch ein.
Insgesamt trägt die Studie zu einem besseren Verständnis der Außenpolitik Russlands seit 1991 bei. Die Erkenntnisse sind von Bedeutung für die zukünftige europäische Sicherheitspolitik. Das im Buch entwickelte Modell auswärtiger Minderheitenpolitik kann für die Analyse anderer Fälle fruchtbar gemacht werden.

Dr. Franz Preissler promovierte 2012 am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Er ist seitdem unter anderem als Lehrbeauftragter tätig.
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DIE BALTISCHE STUNDE
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08 Januar 2015

BALTISCHE STUNDE 13.Januar 2015

im 15.Jahr ihres Bestehens! ...
 
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Gesprächsgast


Nerita Pokvytytė

(Sängerin)

Eine Stimme ist eine delikate Sache die immer geschliffen werden muss!

Über Bremen, die Stadtmusikanten, sowjetische Märchenfilme, erste Begegnungen in Bremen und einem Projekt der Deutschen Kammerphilharmonie an einer Schule. Von Klaipeda und dem deutschen Memel, Umzug aufs Dorf, von Žemaitija, Plattdeutsch und Plattlitauisch, und von musikalischen Wurzeln in Litauen. Von später Begegnung mit dem Gesang, Jugendträume als Englischlehrerin, Liebe zu Büchern und plötzlicher Entdeckung des Interesses für den Gesang durch einen Schulwettbewerb.
Vom Einfluß von Lehrerinnen und Lehrern, einer Verehrerin der englischen Königin, Besuche einer jüdischen Schule, und dem "Liedchen der Lieder". Vom Auftritt beim Musikwettbewerb und der Entscheidung Musik und Gesang zu studieren. Von der Reaktion der Familie, Eltern die im Bereich Laientheater aktiv waren, und der Aufnahme am Konservatorium in Kaunas. Von Schauspielerei und Kunstgeschichte im Studium, und dem Verständnis für Regisseure durch Schauspielerfahrung. Vom Studium in Hamburg, vom Schleswig-Holstein-Musikfestival als Sprungbrett, einem Stipendium und einem guten Lehrer in Litauen. Von den Vorteilen in Hamburg zu leben, den Kontakten nach Litauen und der Bedeutung guter Zusammenarbeit mit guten Lehrern. Von Jahren der Suche, gute Rahmenbedingungen für ein Studium in Deutschland, Projekte mit Orchestern zum Abschluß des Studiums und Ausspracheübungen.
Vom überfüllten Markt und vielen gut ausgebildeten Sängerinnen und Sängern, einem schwer durchschaubaren System von Agenturen und dem Kampf um Engagements. Von der Liebe zum Kochen, von vielen anderen litauischen Opernsängerinnen in Deutschland, vom Interesse an Bühnen in Österreich und Italien, und vom der Vorliebe für den Raum Bremen-Hamburg.
Von zukünftigen Projekten in Bremen, befristeten Verträgen und Traumrollen. Von litauischen Spezialitäten die in Deutschland noch fehlen, von einem litauischen Restaurant in Hamburg, vergleichbaren Landschaften und der Suche nach guten Zeppelinis.

L-E-S-E-S-T-O-F-F

Ruta Sepetys: Und in mir der unbesiegbare Sommer

aus dem Englischen von Henning Ahrens. Carlsen Verlag, Hamburg 2011. 304 Seiten, ISBN 978-3-551-58254-6, 16,90 € (A: 17,40 € / CH: 24,50 sFr).

Verlagsinfo:
Litauen, Sommer 1941: Die fünfzehnjährige Lina trägt noch ihr Nachthemd, als man sie, ihre Mutter und ihren jüngeren Bruder Jonas abholt. Sie weiß noch nicht, dass die sowjetische Geheimpolizei auch ihren Vater an der Universität verhaftet hat. Und auch nicht, dass sie - wie Zehntausende andere Balten - nach Sibirien deportiert wird. Von einem Tag auf den anderen ist Lina konfrontiert mit unvorstellbarem menschlichem Leid, mit Hunger, Krankheiten und furchtbarer Gewalt. Doch Lina fängt an zu zeichnen, in den Staub, auf jedes kleinste Stück Papier, das sie finden kann. Und sie verliebt sich in Andrius. Lina kämpft um ihr Leben und um das ihrer Familie. Doch wird sie stark genug sein?

Ruta Sepetys, geboren und aufgewachsen in den USA, hat selbst Vorfahren aus Litauen, einem Land, das wie Estland und Lettland 1940 für fünfzig Jahre von den Landkarten verschwand. Mit ihrem Buch will die Autorin all jenen Hunderttausenden Balten eine Stimme geben, die während der Schreckensherrschaft Stalins ums Leben kamen. Ruta Sepetys lebt mit ihrer Familie in Tennessee, USA. "Und in mir der unbesiegbare Sommer" ist ihr erstes Buch.
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 Ruta Sepetys:Ein Glück für immer.

Übersetzt von Henning Ahrens. Carlsen Verlag Hamburg , 384 Seiten, ISBN 978-3-551-56002-5, 17,90 Euro. 
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Imbi Paju: Estland! Wo bist Du?

Verdrängte Erinnerungen. 392 Seiten, Verlag Inspiration UN Limited, Berlin 2014. Übersetzung: Irja Grönholm. ISBN 978-3-9451270-1-8, 18,90 €.

Verlagsinfo:
Ohne Bitterkeit oder Anklage beschreibt die estnische Filmemacherin und Autorin Imbi Paju das Schicksal ihrer Mutter, die im Alter von 18 Jahre in ein sowjetisches Lager deportiert wurde.
Vor dem Hintergrund der politischen Ereignisse des 20. Jahrhunderts, mit der die Geschichte ihrer Familie verwoben ist, zeichnet Imbi Paju zugleich ein eindrucksvolles, "impressionistisches" Bild der neuesten Geschichte Estlands und Ostmitteleuropas.
Die Politik Russlands unter Wladimir Putin hat diesem Buch drängende Aktualität gegeben. In Schweden und Finnland jahrelang ein Bestseller, erscheint dieses Buch nun auch auf Deutsch.
Mit Vorworten des estnischen Präsidenten Toomas Hendrik Ilves und von Edward Lucas.
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Reny Klas-Glass: Ein Stück Leben

184 Seiten, Mecklenburger Buchverlag 2014, ISBN 978-3-944265-33-9, 14,90 €.

Verlagsinfo:
Estland 1941. Die 29-jährige Reny ist glücklich. Zusammen mit ihrem Mann Leopold und ihrer kleinen Tochter Gaby lebt sie seit einigen Jahren in Estland und führt ein idyllisches Familienleben. Doch so vollkommen Ihr Glück auch scheint, das Leben in der Stadt Tallinn ist schon sehr bald von politischen Unruhen gezeichnet. Reny und Lolo, wie sie ihren Ehegatten liebevoll nennt, fahren an diesem schönen Junimorgen gut gelaunt zur Arbeit, als sie plötzlich schockiert mit ansehen müssen, wie Soldaten der Sowjetarmee in den Straßen skrupellos Menschen in die Lastwagen vor den Häusern drängen. Nur wenig später stehen auch sie vor Zivilbeamten und werden in einen dieser Transportwagen geführt. Eine letzte Umarmung. Ein letzter Blick in die geliebten Augen. Und die Frage, ob sie jemals zurückkehren werden...

Dieses Buch ist die Autobiografie von Reny Klas-Glass. Eindrucksvoll erzählt sie in ihrer Geschichte, wie sie einen Teil ihrer insgesamt 14-jährigen Verbannung im fernen Sibirien erlebte und überlebte, getrennt von ihrer Familie und unter brutalsten Bedingungen. Sie verstarb 2006 und doch bleiben ihre Erinnerungen, die sie mit anderen Menschen teilen möchte.

M-U-S-I-K-S-C-H-W-E-R-P-U-N-K-T

  d e r   B a l t i s c h e n   S t u n d e

 

- Vytautas Bacevičius: Septieme mot op.73, 3rd movement -
- Bronius Kutavičius. Cranes' Dances, 2nd movement -
- Bronius Kutavičius. Debate with a Stranger, 1st movement -
- Bronius Kutavičius. Debate with a Stranger, 3rd movement -
- Gintaras Sodeika. Tone Ontology No.2 -

aus der CD "Bacevičius, Narbutaitė, B. Kutavičius, Sodeika, Martinaitis
Rūta & Zbignevas Ibelhauptas
Music for two pianos"
www.mic.lt
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Ausschnitte aus
Anna Karenina
- Drei Atmosphären von Thomas Kürstner und Sebastian Vogel -
Text von Armin Petras, nach dem Roman von Leo Tolstoi
(Uraufführung am 25.10.2014 am Theater Bremen)
in der Rolle der Kitty: Nerita Pokvytytė
www.theaterbremen.de

Nerita Pokvytytė am Theater Bremen:

Anna Karenina Kitty
Carmen Frasquita
Le Nozze di Figaro Barbarina
L’elisir d’amore (Der Liebestrank) Giannetta
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VORSCHAU
DIE BALTISCHE STUNDE
nächster Sendetermin:
Dienstag, 10.Februar 2015 - 19.00 - 21.00 Uhr
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12 Dezember 2014

BALTISCHE STUNDE 16.Dezember 2014

zur Jahresendstimmung ...
 
Neues aus ESTLAND, LETTLAND und LITAUEN bringt die
BALTISCHE STUNDE
mit viel Musik aus Estland, Lettland und Litauen und Studiogästen
Dienstag, 16.Dezember 2014 - 19.00-21.00 Uhr 
Wiederholung am Samstag, 27.Dezember 2014, 16.00-18.00 Uhr !

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Gesprächsgäste

Elita Treilone und Kārlis Rācenis

(Tanzgruppe Ačkups, Riga)

Wer in Riga Medizin studiert kann bei uns mittanzen!

Von den Vorbereitungen zur Musikschau der Nationen im Januar, von der Kontaktaufnahme zum Volksbund in Bremen, von Folkloretänzen und von Bühnentanz, und von neuen Herausforderungen. Von Unterschieden verschiedener Tanztradtitionen, vom lettischen Tanz- und Sängerfest, vom Tanz in großen Hallen, auf Freilichtbühnen und in Stadien. Von Tausenden von Tänzern und von den Vorbereitungen auf das Tanzfest 2018. Von Ačkups, dem festlichen Tanz mit dem man gerne ein ganzes Konzern beginnen kann, von den Trchten in Nīca in Kurland - eine der prachtvollsten in Lettland. 
Von der Tanzgruppe Ačkups, deren Mitglieder vielfach Studierende der Stradiņš Universität in Riga sind, vom Medizinstudium, der Uni-Tanzgruppe und der Unterstützung der Universität für Reisen, Kostüme und Auftritte. Vom ERASMUS-Programm und einem Studienaufenthalt an der Charité in Berlin, von möglichen Kontakten nach Bremen und von konkreten Plänen für die Musikschau der Nationen.
Vom guten Ruf des Medizinstudiums in Riga, von deutschen Studierenden dort, von der Entwicklung der lettischen Studienpläne, von 2.000 Studierenden der Medizin und dem hohen Prozentsatz der Studierenden aus Deutschland. Von einem anspruchsvollen Studium in Riga und den Unterschieden zu deutschen Universitäten, von Theorie und Praxis, von fleissigen Studierenden und zahlenden Eltern. Von Nobelpreisträger Ostwald und seinen möglichen Nachfolgern, von strukturiertem Studium, Anschauungsunterricht in der Praxis und vom Dickicht der Theorie.
www.ackups.lv   /    www.musikschau.de

L-E-S-E-S-T-O-F-F

Magdalena Solska: Die Systemkrise des Kommunismus und die Entwicklung der Parteiensysteme in Estland, Lettland und Litauen 1988-2011

Nationale Identität, Cleavage-Politik und Parteienwettbewerb in Nordosteuropa. Reihe Osteuropa, Band 7. LIT Verlag, Berlin 2013. 328 Seiten, ISBN 978-3-643-12288-9. 44,90 Euro.

Verlagsinfo:
Die unterschiedliche Entwicklung der Parteiensysteme in Estland, Lettland und Litauen geht auf das Fortwirken der gesellschaftlichen Konfliktlinie (Cleavage) zwischen dem kommunistischen System und den neuen anti-kommunistischen Kräften zurück, die während der Systemkrise des Kommunismus (1988 - 1991) manifest wurde. Im ethnisch vergleichsweise homogenen Litauen ist dieses Cleavage ideologisch geprägt, während es in Estland und Lettland ethnischen Charakter besitzt. Die entlang dieses Konfliktes entstandene Konstellation der politischen Parteien wurde "eingefroren" und bestimmt bis heute das jeweilige Parteiensystem in den baltischen Staaten. Die Cleavage-Theorie und die Freezing-These erfahren somit eine Neufassung.
Magdalena Solska promovierte 2013 im Fach Politikwissenschaft an der Universität Regensburg. htsdidaktikerin und lehrt am Institut für Geschichte und internationale Beziehungen der Ermländisch-Masurischen Universität in Olsztyn.
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Der Herbst kommt jedes Mal zu früh ...

Jüngere Literatur aus Finnland, Estland und Ungarn. Heft 255 der Zeitschrift "Die Horen", Zeitschrift für Literatur, Kunst und Kritik. Zusammengestellt von Maximilian Murmann. Wallstein Verlag, Göttingen 2014. 200 Seiten, ISBN: 978-3-8353-1455-9, € 14,00 (D) | € 14,40 (A) | SFr 20,00.

Verlagsinfo:
Zum Buchmesseschwerpunkt »Finnland«: Eine literarische Entdeckungsreise durch Europa. Von Lappland in die Puszta, über Helsinki und Tallinn nach Budapest.
Das diesjährige Gastland der Frankfurter Buchmesse kann im internationalen Vergleich mit dem besten Bildungssystem und der niedrigsten Korruptionsrate aufwarten, aber auch mit dem höchsten Kaffeekonsum und den meisten Heavy-Metal-Bands (pro Kopf). Finnland eilt der Ruf des Sonderbaren voraus, was nicht zuletzt an der Landessprache mit ihren 15 Fällen liegt. Finnisch gehört wie das Estnische und Ungarische zu den finnougrischen Sprachen, die auf den ersten Blick recht wenig mit den großen Sprachen Europas verbindet. Die außergewöhnliche Stellung ihrer Nationalsprachen hat Finnland, Estland und Ungarn nachhaltig geprägt, doch kann man von einer finnougrischen Kultur kaum sprechen. Gemeinsame Erfahrungen gibt es dennoch reichlich. Nachwuchsautoren aus Finnland, Estland und Ungarn gewähren einen Einblick in drei europäische Literaturen im Spannungsfeld zwischen West und Ost, Gestern und Heute.
Mit Holz- und Acrylschnitten von Ari Pelkonen.

In der Sendung vorgestellt: Auszüge aus
Jürgen Rooste - Generationen
Urmas Vadi - Wie wir einer nach dem anderen gehen
Mehis Heinsaar - Die Rast

M-U-S-I-K-S-C-H-W-E-R-P-U-N-K-T

  d e r   B a l t i s c h e n   S t u n d e

ANTI-S

- Alio, alio -
- Vyturio daina -
- Kažkas atsitiko -
- Mafija -
- Funkcionieriai -
- Kažkas atsitiko -
- Zombiai -
- Lietuvos valstybė -
- Ką darai, daryk gerai (Taip, taip, taip) -
- Mes rimti! -

Alben von ANTI-S:
Antis (1987), Ša! (1988), Anties dovanėlė (1988), Bjaurioji antis (1994), Retas paukštis (1994), Geriausios dainos (1995), Dovanėlė (2003), Kažkas atsitiko (2003), Ančių dainos (2007), „Rugpjūčio 33„ DVD 2008, Zuikis Pleibojus (2009), Baisiai džiugu!  (2013)

ALGIRDAS ‘PABLO’ KAUSPEDAS - vocals
PETRAS ‘SNIEGIUS’ UBARTAS - trumpet, guitar
ARUNAS BLUSHIUS - guitar
VACLOVAS AUGUSTINAS - keyboards
LINAS BUDA - drums
GINTAUTAS RAKAUSKAS - bass
PAVELAS KOVALIOVAS - saxes
ARTURAS LUCKUS - trombone
VYTAUTAS KUBILIUS - tuba

 www.zona.lt/antis
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COSMOS
- Circenītis Ziemassvētkus -

www.dziesmas.lv
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DIE BALTISCHE STUNDE
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12 November 2014

BALTISCHE STUNDE 18.November 2014

speziell zum lettischen Nationalfeiertag!
 
Neues aus ESTLAND, LETTLAND und LITAUEN bringt die
BALTISCHE STUNDE
mit viel Musik aus Estland, Lettland und Litauen und Studiogästen
Dienstag, 18.November 2014 - 19.00-21.00 Uhr 
Wiederholung am Samstag, 29.November 2014, 16.00-18.00 Uhr !

  wie immer auf UKW 92,5 und im Kabelnetz auf 101,85 (Raum Bremen).
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Gesprächsgast

Anna Muhka

Presse- und Marketingabteilung zur Europäischen Kulturhauptstadt Riga

Am 31.Dezember wird nicht einfach alles vorbei sein!

Von der Fülle von Veranstaltungen, Ereignissen und Treffen, von der Wichtigkeit etwas von 2014 behalten zu können. Von der Zusammenarbeit mit der Bevölkerung Rigas, von Projekten die weiterführen und von verschiedenen Maßstäben von Erfolg. Von Zuwächsen im Tourismus, vom gemeinsamen Gestalten von Innenhöfen, der falschen Annahme dass Kultur nur etwas kostet, von nachhaltigen Investitionen, vom Wiederentdecken des Singens, von privatem Engagement im Stadtteil und dem Gefühl, als Bürgerin und Bürger doch etwas erreichen zu können.
Von anfänglicher Skepsis und Anschub durch die Nachbarn, von der Liebe der Rigenser zu ihrer Stadt, von gemeinsamen Aktionen und Initiativen, vom Kennenlernen der Aktiven untereinander, von Veränderungen in einzelnen Stadtteilen und von der Arbeit der Kulturhäuser. Von Leseinitiativen, Bücherfavoriten und Kultur im weitesten Sinne.
Vom Zusammenhang zwischen Richard Wagner und dem Aufräumen hinter dem Hund. Vom Angebot und von Projekten für und mit Kindern, von Schneewitchen bis Harry Potter, von der Kette der Bücherfreunde und die Geschichte der Kartoffel.
Vom Bewußtsein was es heißt Lette zu sein, die Beziehungen zum Landleben, vom Pilzesammeln und von Verwandten auf dem Dorf. Von Gurken für Stadtkinder und Bibern im Stadtkanal.
Von vielen speziellen internationalen Ereignissen 2014 in Riga, vom Rothko-Zug nach Daugavpils, dem Europäischen Filmpreis, der Chorolympiade, dem Theaterfestival Forte-Forte und einer Bernstein-Konferenz. Von privaten Besuchen der Journalisten, Mund-zu-Mund-Propaganda, von dem strahlenden Punkt namens "Riga" auf der Karte Europas. Von gestrickten Handschuhen, Geschenken für Ehrengäste und vom dicken Programmbuch. Von der Seele der Arbeit, von geänderter Stimmung in Riga, vom Verschwinden des Grimmigen und netten Rigensern. Vom Mitmachen auch bei ungewöhnlichen Angeboten, von hitzigen Diskussionen um vier große Buchstaben, von ungünstig angebrachten Herzchen und einem allseits bekannten Stadtlogo.
Von ausbleibenden Sponsoren, dem Verständnis einer Kulturhauptstadt auf Seiten der Unternehmen, von der WiFi-Ausbreitung in Riga und technologischen Neuheiten. Von Riga-Eiskrem, Riga2014-Balsam, Riga2014-Sekt, von Verkaufsstrategien und Bilanzen. Von Riga als technologischem Wunderland, der Ausbreitung von Produktwerbung in alle Bereiche, und großen und kleinen Firmen-Logos. Von den Küken im Herbst, Jahresbilanzen und Fortsetzung im nächsten Jahr. Von Netzwerken, internationalen Kontakten, vielfältigen Medienberichten und der Notwendigkeit das weiter zu nutzen. Von der gestiegenen Bandbreite der Reiseveranstalter, der Kurzfristigkeit der Medien, aktiven Bürgerinnen und Bürgern und von deutsch-lettischen Initiativen. Von neuen Kontakten nach München, Buchaustellungen und Bibliotheken, von mangelndem Interesse deutscher Verlage für Übersetzungen lettischer Literatur, und von sieben Straßen und einer Brücke. Von übermäßig strapazierten deutschbaltischen Themen, unterschiedlichen Mentalitäten, Privilegien und Gewohnheiten bei Filmemachern und Medienleuten, Stereotypen beim Blick auf Rigas Geschichte, und geänderten Sichtweisen auch bei Deutschbalten. Von Veränderungen in der Tourismuswerbung, von der Selbstdarstellung Rigas und vielfach strapazierten Stereotypen.

L-E-S-E-S-T-O-F-F

Stephanie Zloch, Izabela Lewandowska (Hg.) Das ›Pruzzenland‹ als geteilte Erinnerungsregion

Konstruktion und Repräsentation eines europäischen Geschichtsraums in Deutschland, Polen, Litauen und Russland seit 1900. Schriftenreihe Studien des Georg-Eckert-Instituts zur internationalen Bildungsmedienforschung - Band 135. Verlag V&R unipress, 1. Auflage 2014, 400 Seiten mit 30 Abbildungen, ISBN 978-3-8471-0266-3. 54,99 € (als e-book 44,99 €).

Verlagsinfo:
Das »Pruzzenland« ist eine Region im nordöstlichen Europa, die von vielfältigen kulturellen und multiethnischen Traditionen, aber auch historisch von konkurrierenden nationalen Ansprüchen zwischen Deutschland, Polen, Litauen und Russland gekennzeichnet war. Die wohl weitreichendste Zäsur stellten die Verschiebung der nationalstaatlichen Grenzen und der nahezu vollständige Austausch der Bevölkerung im Gefolge des Zweiten Weltkriegs dar. In jüngster Zeit dient der Umgang mit der Vergangenheit als wichtige Ressource für die Suche nach regionaler Identität in Polen, Litauen und Russland. Für das Medium Schulbuch ist die vorliegende Studie in einem internationalen Vergleich über das 20. Jahrhundert hinweg bis zur Gegenwart erstmals Narrativen und Repräsentationen der Region nachgegangen, systematisch gebündelt in der Analyse von mental maps und sieben zentralen Topoi: die Pruzzen, Grunwald/Tannenberg/Žalgiris, Migration, Konfessionen, Persönlichkeiten, Wirtschaft und Gesellschaft und Landschaft.

Dr. Stephanie Zloch ist Historikerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Georg-Eckert-Institut – Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung in Braunschweig.
Dr. Izabela Lewandowska ist Historikerin und Geschichtsdidaktikerin und lehrt am Institut für Geschichte und internationale Beziehungen der Ermländisch-Masurischen Universität in Olsztyn.

M-U-S-I-K-S-C-H-W-E-R-P-U-N-K-T

  d e r   B a l t i s c h e n   S t u n d e

Nepieradinātā Folka Orķestris

- Antarktīda kūst -
- Tilti sapņo par bezgalību -
- Psihopāta Mihaela deja -
- Pasaka par aizmirstu salu -
- Austrumu ekspresis -
- Saldā tuksneša upe -
- Ivans un Danmoras meitenes -
- Krepatka -
- Kalns, no kura var redzēt visu pasauli -
(aus der CD "Antarktīda kūst")

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VORSCHAU
DIE BALTISCHE STUNDE
nächster Sendetermin:
Dienstag, 16.Dezember 2014 - 19.00 - 21.00 Uhr
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DIE
BALTISCHE STUNDE
im Radio im Bremern Raum auf UKW 92.5
& ÜBERALL ZU EMPFANGEN im Internet
unter (Audio-Stream)
oder auf www.baltische-stunde.de
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Mehr Infos:
INFOBALT - Veranstaltungsübersicht
INFOBALT-Fernsehvorschau
Estland-Blog / Lettland-Blog / Litauen-Blog
 
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17 Oktober 2014

BALTISCHE STUNDE 21.Oktober 2014

die Blätter fallen - die Radiowellen bleiben!:
 
Neues aus ESTLAND, LETTLAND und LITAUEN bringt die
BALTISCHE STUNDE
mit viel Musik aus Estland, Lettland und Litauen und Studiogästen
Dienstag, 21.Oktober 2014 - 19.00-21.00 Uhr 
Wiederholung am Samstag, 1.November 2014, 16.00-18.00 Uhr !

  wie immer auf UKW 92,5 und im Kabelnetz auf 101,85 (Raum Bremen).
komplette Übersicht zu allen Orten und Frequenzen:
www.radioweser.tv hören
oder nachzuhören auf
www.baltische-stunde.de


Unser Hörangebot diesmal

Gesprächsgast

Prof. Dr. Ainārs Dimants

Journalist, Kommunikations- und Politikwissenschaftler,
Mitglied des lettischen Rats für elektronische Massenmedien
(Nacionālās elektronisko plašsaziņas līdzekļu padomes NEPLP)

Wenn alle Medien von den reichen Onkeln abhängig wären - das wäre nicht die richtige Zukunft!

Von den verschiedenen Aufgaben zwischen Journalismus, Hochschule und Rat für elektronische Massenmedien, dem Status eines in Lettland staatlich Angestellten, gewählten Amtspersonen und Sonderaufgaben für Experten. Von der Vergangenheit Lettlands mit staatlich gelenkten Medien, dem alten Pressehaus, der Sonderrolle der Zeitschrift "Schach", von umbenannten und privatisierten Zeitungen, von Namensänderungen und beständigen Lokalmedien. Von der Gründung der "Latvijas Avize", anderen noch bestehenden umstrukturierten lettischsprachigen und russischsprachigen Medien, von den Anfängen der "Neatkarīga Rīta Avize", von Abhängigkeiten und Subventionen, und von aktuellen Problemen der Zeitung "Diena". Von verschiedenen Hintergründen und möglichen Motivationen von Zeitungsherausgebern, von Oligarchen und deren Einfluß auf die Medien, von unabhängigen Redaktionen und profitablen Zeitungen. Von unterschiedlicher politischer Ausrichtung der Medien, russischsprachigem Publikum und "unseren Helden".
Von den lettischen Oligarchen, der nationalen Linie und dem Zusammenhang mit lettischer Politik. Von fehlender unabhängiger russischsprachiger Presse, "Putins Stimme" und Ähnlichkeiten zur "Rigaer Rundschau" in den 1930er Jahren, von Fusionen, der lokalen Presse in Daugavpils und von Plänen für öffentlich-rechtliche Medien.
Von Mediennutzung im Internet, von Bedürfnissen der Mediennutzer, Finanzierung durch den Staatshaushalt, Abgaben und Gebühren die neu eingeführt werden sollen, und von Konzepten der Medienaufsicht. Von politischem Proporz, vielfältigen Funktionen des lettischen Medienrats, vom Zurückdrängen des politischen Einflusses, von Professionalität und Widerstand gegen zusätzlichen Belastungen für Mediennutzer.
Über die notwendige Bestätigung der Konzeption zur Medienreform und des politischen Willens öffentlich-rechtliche Medien zu stabilisieren. Von Bettlern vor der Regierung, notwendiger Kontrolle der Nutzer, von der Tagesordnung der neuen Regierung nach der Wahl, von Projekten auf dem Tisch und stufenweisen politischen Entscheidungen. Von Werbung im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, notwendiger Zusammenarbeit von Radio und Fernsehen, gemeinsamen Internetportalen und von Entlastungen für Studierende, Arbeitslose und Rentner. Von der fünfjährigen Wahlperiode des Medienrats und der Zusammenarbeit mit einer neu gewählten Regierung.
Über Lizenzen, Medienanstalten und drei Funktionen innerhalb einer Institution. Von Verboten sich in den öffentlich-rechtlichen Medien sich schlecht zu benehmen oder zu fluchen, von "Jargon", verbotenen Worten und Verhaltensweisen bei Sendungen im Internet. Von Arbeitsaufgaben für das Ministerium für Kultur, Interessenkonflikten und Kapazitäten, einem Medienministerium, der Sicherstellung von Transparenz, Begrenzung der Medienkonzentration und der Förderung von Vielfalt der Medienlandschaft. Von der Priorität der Freiheit, von Ethik-Kodexen und dem guten Ton, von Vergleichen mit der Wirkung von Karikaturen und von der Aufsicht in öffentlich-rechtlichen Medien. Von Pfeiftönen und schnellem Ausblenden, von Interviews mit schimpfenden Gesprächspartnern, von den Interessen auf der Seite der Herausgeber, von journalistischer Ethik und gesetzlichen Vorschriften. Von Diskussionen im Medienrat, Geldstrafen, Rügen und fehlender Objektivität. Von der Möglichkeit der Überprüfung der Entscheidungen des Medienrats durch die Gerichte, vom Unterschied von Kontrolle und Zensur, von Internetmedien und europäischen Rahmenbedingungen, und von der Definition von Massenmedien. Über den Journalismus, von Privilegien und der Polizei, von proffessionellen Standards und den Grenzen zwischen Medienarbeit und Öffentlichkeitsarbeit (Reklame). Von den Publika der Medien, von der wirtschaftlichen Grundlage journalistischer Arbeit, der Glaubwürdigkeit der Medien und fragwürdigen Varianten.
Von Einschaltquoten, Nischenprojekten im öffentlich-rechtlichen Bereich, Kinder- und Kulturprogrammen, von Zwischmühlen und erfolgreichem lettischen Radio. Von Programmen für Jugendliche, der Zukunft der Demokratie und möglichem Einfluß von Medien aus dem Ausland. Von den Interessen der Nation, nationaler Identität, hoher Kultur und Unterhaltung mit Zusatzwert. Von Informationszielen, lettischen Regionalprogrammen, Kooperationen und hoher Auflage der Regionalzeitungen. Von gemischer Print- und Internetstrategie der Zeitschrift "IR", kostenlosen Mittagessen und von schweizer Medienkommissionen. Von Grenzen der Finanzierungsmöglichkeiten durch Werbung, reichen Onkeln, Bezahlfernsehen und qualitativem Journalismus.

NEPLP

L-E-S-E-S-T-O-F-F

Indrek Hargla: Apotheker Melchior und das Rätsel der Olaikirche

Ein Hansekrimi aus dem alten Reval Aus dem Estnischen übersetzt von Uta Kührt. Europäische Verlagsanstalt, Hamburg 2014, Taschenbuch 390 Seiten. ISBN: 978-3-86393-056-1. EUR 14,80.

Verlagsinfo:
Tallinn (früher Reval) im Jahre 1409: Auf dem Domberg wird ein hochrangiger Ordensritter, der von Visby unterwegs nach Marienburg ist, auf grausame Weise ermordet. Alles deutet darauf hin, dass der Mörder vom Domberg in die Stadt geflohen ist. Denn weitere Morde versetzen die Stadt in Aufregung. Stadtapotheker Melchior Wakenstede sucht gemeinsam mit dem Gerichtsvogt Wentzel Dorn nach der Lösung der Mordserie. Auf seiner Suche nach dem Mörder stößt er auf die unterschiedlichsten Menschen und deren mögliche Motive: auf festlichen Gelagen in der Gilde der Schwarzhäupter, in prächtigen Kaufmannshäusern, im Kloster der Dominikanermönche und in zweifelhaften Kneipen außerhalb der Stadtmauern. Einen zentralen Platz im Geschehen nimmt die gotische St. Olaikirche mit ihren alten, mystischen Legenden ein – damals einer der höchsten Türme der Welt.
Kaum scheint der Apotheker der Lösung ein Stückchen näher zu sein, als der Mörder erneut zuschlägt und neue Rätsel aufgibt. War es jedes Mal Mord – oder etwa Selbstmord? Unkonventionelle Mittel wie z.B. ein Schachspiel und unvollständige Gedichtstrophen helfen dem Apotheker zum Ziel zu kommen, er fügt die Bruchstücke des Rätsels zusammen und stellt so den tatsächlichen Täter bloß. Der Mörder scheint gefasst und der Fall abgeschlossen – doch am Ende des Romans wartet eine weitere Überraschung...

Indrek Hargla ist einer der beliebtesten Science-Fiction- und Fantasy-Autoren Estlands. Mit dem vorliegenden Roman hat er sich erstmals dem reinen Krimi-Genre zugewandt und damit seinen bisher größten Erfolg verzeichnet. Inspiration für den Roman fand er in der Geschichte des mittelalterlichen Tallinn und in alten Legenden, die sich um die Stadt ranken. In der Reihe über den Apotheker Melchior sollen in Estland insgesamt mindestens fünf Bände erscheinen. In den bisherigen vier Bänden, die jeweils im Abstand von einigen Jahren spielen, spürt der scharfsinnige Apotheker gefährlichen Mördern nach, die aus verschiedensten Motiven heraus die Sicherheit seiner Heimatstadt bedrohen, sei es aus über Generationen hinweg gehegtem Hass, oder aus bloßer Habgier.

M-U-S-I-K-S-C-H-W-E-R-P-U-N-K-T

  d e r   B a l t i s c h e n   S t u n d e

- Parmu matus -
- Tere õhtust -
- Sarvelugu - 
aus der CD "Teisele Kaldale" 
TUULE KANN / JAAK SOOÄÄR
 myspace
virufolk
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- Preliudas – aus „Mažasis spektaklis / the small spectacle“ (1975, für 2 Geigen, 2 Klaviere und eine Schauspielerin) -

- Monologue – aus „Mažasis spektaklis / the small spectacle“ (1975, für 2 Geigen, 2 Klaviere und eine Schauspielerin) -

- Postliudas – aus „Mažasis spektaklis / the small spectacle“ (1975, für 2 Geigen, 2 Klaviere und eine Schauspielerin) -

- Pianissimo – aus „Sonata fortepijonui / Piano Sonata“ (1975) -
- Perpetuum mobile 1979 (für Cello und Klavier) –

- Prutena / Užpustytas kaimas Prutena / sand-covered village (1977, für Geige, Orgel und Glocken) -
(Kompositionen von Bronius Kutavičius aus der CD "„Mažasis spektaklis / the small spectacle“ LMIPC 2011)

Litauisches Musikinformationszentrum

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DIE BALTISCHE STUNDE
nächster Sendetermin:
Dienstag, 18.November 2014 - 19.00 - 21.00 Uhr
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DIE
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