12 November 2014

BALTISCHE STUNDE 18.November 2014

speziell zum lettischen Nationalfeiertag!
 
Neues aus ESTLAND, LETTLAND und LITAUEN bringt die
BALTISCHE STUNDE
mit viel Musik aus Estland, Lettland und Litauen und Studiogästen
Dienstag, 18.November 2014 - 19.00-21.00 Uhr 
Wiederholung am Samstag, 29.November 2014, 16.00-18.00 Uhr !

  wie immer auf UKW 92,5 und im Kabelnetz auf 101,85 (Raum Bremen).
komplette Übersicht zu allen Orten und Frequenzen:
www.radioweser.tv hören
oder nachzuhören auf
www.baltische-stunde.de


Unser Hörangebot diesmal

Gesprächsgast

Anna Muhka

Presse- und Marketingabteilung zur Europäischen Kulturhauptstadt Riga

Am 31.Dezember wird nicht einfach alles vorbei sein!

Von der Fülle von Veranstaltungen, Ereignissen und Treffen, von der Wichtigkeit etwas von 2014 behalten zu können. Von der Zusammenarbeit mit der Bevölkerung Rigas, von Projekten die weiterführen und von verschiedenen Maßstäben von Erfolg. Von Zuwächsen im Tourismus, vom gemeinsamen Gestalten von Innenhöfen, der falschen Annahme dass Kultur nur etwas kostet, von nachhaltigen Investitionen, vom Wiederentdecken des Singens, von privatem Engagement im Stadtteil und dem Gefühl, als Bürgerin und Bürger doch etwas erreichen zu können.
Von anfänglicher Skepsis und Anschub durch die Nachbarn, von der Liebe der Rigenser zu ihrer Stadt, von gemeinsamen Aktionen und Initiativen, vom Kennenlernen der Aktiven untereinander, von Veränderungen in einzelnen Stadtteilen und von der Arbeit der Kulturhäuser. Von Leseinitiativen, Bücherfavoriten und Kultur im weitesten Sinne.
Vom Zusammenhang zwischen Richard Wagner und dem Aufräumen hinter dem Hund. Vom Angebot und von Projekten für und mit Kindern, von Schneewitchen bis Harry Potter, von der Kette der Bücherfreunde und die Geschichte der Kartoffel.
Vom Bewußtsein was es heißt Lette zu sein, die Beziehungen zum Landleben, vom Pilzesammeln und von Verwandten auf dem Dorf. Von Gurken für Stadtkinder und Bibern im Stadtkanal.
Von vielen speziellen internationalen Ereignissen 2014 in Riga, vom Rothko-Zug nach Daugavpils, dem Europäischen Filmpreis, der Chorolympiade, dem Theaterfestival Forte-Forte und einer Bernstein-Konferenz. Von privaten Besuchen der Journalisten, Mund-zu-Mund-Propaganda, von dem strahlenden Punkt namens "Riga" auf der Karte Europas. Von gestrickten Handschuhen, Geschenken für Ehrengäste und vom dicken Programmbuch. Von der Seele der Arbeit, von geänderter Stimmung in Riga, vom Verschwinden des Grimmigen und netten Rigensern. Vom Mitmachen auch bei ungewöhnlichen Angeboten, von hitzigen Diskussionen um vier große Buchstaben, von ungünstig angebrachten Herzchen und einem allseits bekannten Stadtlogo.
Von ausbleibenden Sponsoren, dem Verständnis einer Kulturhauptstadt auf Seiten der Unternehmen, von der WiFi-Ausbreitung in Riga und technologischen Neuheiten. Von Riga-Eiskrem, Riga2014-Balsam, Riga2014-Sekt, von Verkaufsstrategien und Bilanzen. Von Riga als technologischem Wunderland, der Ausbreitung von Produktwerbung in alle Bereiche, und großen und kleinen Firmen-Logos. Von den Küken im Herbst, Jahresbilanzen und Fortsetzung im nächsten Jahr. Von Netzwerken, internationalen Kontakten, vielfältigen Medienberichten und der Notwendigkeit das weiter zu nutzen. Von der gestiegenen Bandbreite der Reiseveranstalter, der Kurzfristigkeit der Medien, aktiven Bürgerinnen und Bürgern und von deutsch-lettischen Initiativen. Von neuen Kontakten nach München, Buchaustellungen und Bibliotheken, von mangelndem Interesse deutscher Verlage für Übersetzungen lettischer Literatur, und von sieben Straßen und einer Brücke. Von übermäßig strapazierten deutschbaltischen Themen, unterschiedlichen Mentalitäten, Privilegien und Gewohnheiten bei Filmemachern und Medienleuten, Stereotypen beim Blick auf Rigas Geschichte, und geänderten Sichtweisen auch bei Deutschbalten. Von Veränderungen in der Tourismuswerbung, von der Selbstdarstellung Rigas und vielfach strapazierten Stereotypen.

L-E-S-E-S-T-O-F-F

Stephanie Zloch, Izabela Lewandowska (Hg.) Das ›Pruzzenland‹ als geteilte Erinnerungsregion

Konstruktion und Repräsentation eines europäischen Geschichtsraums in Deutschland, Polen, Litauen und Russland seit 1900. Schriftenreihe Studien des Georg-Eckert-Instituts zur internationalen Bildungsmedienforschung - Band 135. Verlag V&R unipress, 1. Auflage 2014, 400 Seiten mit 30 Abbildungen, ISBN 978-3-8471-0266-3. 54,99 € (als e-book 44,99 €).

Verlagsinfo:
Das »Pruzzenland« ist eine Region im nordöstlichen Europa, die von vielfältigen kulturellen und multiethnischen Traditionen, aber auch historisch von konkurrierenden nationalen Ansprüchen zwischen Deutschland, Polen, Litauen und Russland gekennzeichnet war. Die wohl weitreichendste Zäsur stellten die Verschiebung der nationalstaatlichen Grenzen und der nahezu vollständige Austausch der Bevölkerung im Gefolge des Zweiten Weltkriegs dar. In jüngster Zeit dient der Umgang mit der Vergangenheit als wichtige Ressource für die Suche nach regionaler Identität in Polen, Litauen und Russland. Für das Medium Schulbuch ist die vorliegende Studie in einem internationalen Vergleich über das 20. Jahrhundert hinweg bis zur Gegenwart erstmals Narrativen und Repräsentationen der Region nachgegangen, systematisch gebündelt in der Analyse von mental maps und sieben zentralen Topoi: die Pruzzen, Grunwald/Tannenberg/Žalgiris, Migration, Konfessionen, Persönlichkeiten, Wirtschaft und Gesellschaft und Landschaft.

Dr. Stephanie Zloch ist Historikerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Georg-Eckert-Institut – Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung in Braunschweig.
Dr. Izabela Lewandowska ist Historikerin und Geschichtsdidaktikerin und lehrt am Institut für Geschichte und internationale Beziehungen der Ermländisch-Masurischen Universität in Olsztyn.

M-U-S-I-K-S-C-H-W-E-R-P-U-N-K-T

  d e r   B a l t i s c h e n   S t u n d e

Nepieradinātā Folka Orķestris

- Antarktīda kūst -
- Tilti sapņo par bezgalību -
- Psihopāta Mihaela deja -
- Pasaka par aizmirstu salu -
- Austrumu ekspresis -
- Saldā tuksneša upe -
- Ivans un Danmoras meitenes -
- Krepatka -
- Kalns, no kura var redzēt visu pasauli -
(aus der CD "Antarktīda kūst")

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VORSCHAU
DIE BALTISCHE STUNDE
nächster Sendetermin:
Dienstag, 16.Dezember 2014 - 19.00 - 21.00 Uhr
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DIE
BALTISCHE STUNDE
im Radio im Bremern Raum auf UKW 92.5
& ÜBERALL ZU EMPFANGEN im Internet
unter (Audio-Stream)
oder auf www.baltische-stunde.de
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17 Oktober 2014

BALTISCHE STUNDE 21.Oktober 2014

die Blätter fallen - die Radiowellen bleiben!:
 
Neues aus ESTLAND, LETTLAND und LITAUEN bringt die
BALTISCHE STUNDE
mit viel Musik aus Estland, Lettland und Litauen und Studiogästen
Dienstag, 21.Oktober 2014 - 19.00-21.00 Uhr 
Wiederholung am Samstag, 1.November 2014, 16.00-18.00 Uhr !

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Gesprächsgast

Prof. Dr. Ainārs Dimants

Journalist, Kommunikations- und Politikwissenschaftler,
Mitglied des lettischen Rats für elektronische Massenmedien
(Nacionālās elektronisko plašsaziņas līdzekļu padomes NEPLP)

Wenn alle Medien von den reichen Onkeln abhängig wären - das wäre nicht die richtige Zukunft!

Von den verschiedenen Aufgaben zwischen Journalismus, Hochschule und Rat für elektronische Massenmedien, dem Status eines in Lettland staatlich Angestellten, gewählten Amtspersonen und Sonderaufgaben für Experten. Von der Vergangenheit Lettlands mit staatlich gelenkten Medien, dem alten Pressehaus, der Sonderrolle der Zeitschrift "Schach", von umbenannten und privatisierten Zeitungen, von Namensänderungen und beständigen Lokalmedien. Von der Gründung der "Latvijas Avize", anderen noch bestehenden umstrukturierten lettischsprachigen und russischsprachigen Medien, von den Anfängen der "Neatkarīga Rīta Avize", von Abhängigkeiten und Subventionen, und von aktuellen Problemen der Zeitung "Diena". Von verschiedenen Hintergründen und möglichen Motivationen von Zeitungsherausgebern, von Oligarchen und deren Einfluß auf die Medien, von unabhängigen Redaktionen und profitablen Zeitungen. Von unterschiedlicher politischer Ausrichtung der Medien, russischsprachigem Publikum und "unseren Helden".
Von den lettischen Oligarchen, der nationalen Linie und dem Zusammenhang mit lettischer Politik. Von fehlender unabhängiger russischsprachiger Presse, "Putins Stimme" und Ähnlichkeiten zur "Rigaer Rundschau" in den 1930er Jahren, von Fusionen, der lokalen Presse in Daugavpils und von Plänen für öffentlich-rechtliche Medien.
Von Mediennutzung im Internet, von Bedürfnissen der Mediennutzer, Finanzierung durch den Staatshaushalt, Abgaben und Gebühren die neu eingeführt werden sollen, und von Konzepten der Medienaufsicht. Von politischem Proporz, vielfältigen Funktionen des lettischen Medienrats, vom Zurückdrängen des politischen Einflusses, von Professionalität und Widerstand gegen zusätzlichen Belastungen für Mediennutzer.
Über die notwendige Bestätigung der Konzeption zur Medienreform und des politischen Willens öffentlich-rechtliche Medien zu stabilisieren. Von Bettlern vor der Regierung, notwendiger Kontrolle der Nutzer, von der Tagesordnung der neuen Regierung nach der Wahl, von Projekten auf dem Tisch und stufenweisen politischen Entscheidungen. Von Werbung im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, notwendiger Zusammenarbeit von Radio und Fernsehen, gemeinsamen Internetportalen und von Entlastungen für Studierende, Arbeitslose und Rentner. Von der fünfjährigen Wahlperiode des Medienrats und der Zusammenarbeit mit einer neu gewählten Regierung.
Über Lizenzen, Medienanstalten und drei Funktionen innerhalb einer Institution. Von Verboten sich in den öffentlich-rechtlichen Medien sich schlecht zu benehmen oder zu fluchen, von "Jargon", verbotenen Worten und Verhaltensweisen bei Sendungen im Internet. Von Arbeitsaufgaben für das Ministerium für Kultur, Interessenkonflikten und Kapazitäten, einem Medienministerium, der Sicherstellung von Transparenz, Begrenzung der Medienkonzentration und der Förderung von Vielfalt der Medienlandschaft. Von der Priorität der Freiheit, von Ethik-Kodexen und dem guten Ton, von Vergleichen mit der Wirkung von Karikaturen und von der Aufsicht in öffentlich-rechtlichen Medien. Von Pfeiftönen und schnellem Ausblenden, von Interviews mit schimpfenden Gesprächspartnern, von den Interessen auf der Seite der Herausgeber, von journalistischer Ethik und gesetzlichen Vorschriften. Von Diskussionen im Medienrat, Geldstrafen, Rügen und fehlender Objektivität. Von der Möglichkeit der Überprüfung der Entscheidungen des Medienrats durch die Gerichte, vom Unterschied von Kontrolle und Zensur, von Internetmedien und europäischen Rahmenbedingungen, und von der Definition von Massenmedien. Über den Journalismus, von Privilegien und der Polizei, von proffessionellen Standards und den Grenzen zwischen Medienarbeit und Öffentlichkeitsarbeit (Reklame). Von den Publika der Medien, von der wirtschaftlichen Grundlage journalistischer Arbeit, der Glaubwürdigkeit der Medien und fragwürdigen Varianten.
Von Einschaltquoten, Nischenprojekten im öffentlich-rechtlichen Bereich, Kinder- und Kulturprogrammen, von Zwischmühlen und erfolgreichem lettischen Radio. Von Programmen für Jugendliche, der Zukunft der Demokratie und möglichem Einfluß von Medien aus dem Ausland. Von den Interessen der Nation, nationaler Identität, hoher Kultur und Unterhaltung mit Zusatzwert. Von Informationszielen, lettischen Regionalprogrammen, Kooperationen und hoher Auflage der Regionalzeitungen. Von gemischer Print- und Internetstrategie der Zeitschrift "IR", kostenlosen Mittagessen und von schweizer Medienkommissionen. Von Grenzen der Finanzierungsmöglichkeiten durch Werbung, reichen Onkeln, Bezahlfernsehen und qualitativem Journalismus.

NEPLP

L-E-S-E-S-T-O-F-F

Indrek Hargla: Apotheker Melchior und das Rätsel der Olaikirche

Ein Hansekrimi aus dem alten Reval Aus dem Estnischen übersetzt von Uta Kührt. Europäische Verlagsanstalt, Hamburg 2014, Taschenbuch 390 Seiten. ISBN: 978-3-86393-056-1. EUR 14,80.

Verlagsinfo:
Tallinn (früher Reval) im Jahre 1409: Auf dem Domberg wird ein hochrangiger Ordensritter, der von Visby unterwegs nach Marienburg ist, auf grausame Weise ermordet. Alles deutet darauf hin, dass der Mörder vom Domberg in die Stadt geflohen ist. Denn weitere Morde versetzen die Stadt in Aufregung. Stadtapotheker Melchior Wakenstede sucht gemeinsam mit dem Gerichtsvogt Wentzel Dorn nach der Lösung der Mordserie. Auf seiner Suche nach dem Mörder stößt er auf die unterschiedlichsten Menschen und deren mögliche Motive: auf festlichen Gelagen in der Gilde der Schwarzhäupter, in prächtigen Kaufmannshäusern, im Kloster der Dominikanermönche und in zweifelhaften Kneipen außerhalb der Stadtmauern. Einen zentralen Platz im Geschehen nimmt die gotische St. Olaikirche mit ihren alten, mystischen Legenden ein – damals einer der höchsten Türme der Welt.
Kaum scheint der Apotheker der Lösung ein Stückchen näher zu sein, als der Mörder erneut zuschlägt und neue Rätsel aufgibt. War es jedes Mal Mord – oder etwa Selbstmord? Unkonventionelle Mittel wie z.B. ein Schachspiel und unvollständige Gedichtstrophen helfen dem Apotheker zum Ziel zu kommen, er fügt die Bruchstücke des Rätsels zusammen und stellt so den tatsächlichen Täter bloß. Der Mörder scheint gefasst und der Fall abgeschlossen – doch am Ende des Romans wartet eine weitere Überraschung...

Indrek Hargla ist einer der beliebtesten Science-Fiction- und Fantasy-Autoren Estlands. Mit dem vorliegenden Roman hat er sich erstmals dem reinen Krimi-Genre zugewandt und damit seinen bisher größten Erfolg verzeichnet. Inspiration für den Roman fand er in der Geschichte des mittelalterlichen Tallinn und in alten Legenden, die sich um die Stadt ranken. In der Reihe über den Apotheker Melchior sollen in Estland insgesamt mindestens fünf Bände erscheinen. In den bisherigen vier Bänden, die jeweils im Abstand von einigen Jahren spielen, spürt der scharfsinnige Apotheker gefährlichen Mördern nach, die aus verschiedensten Motiven heraus die Sicherheit seiner Heimatstadt bedrohen, sei es aus über Generationen hinweg gehegtem Hass, oder aus bloßer Habgier.

M-U-S-I-K-S-C-H-W-E-R-P-U-N-K-T

  d e r   B a l t i s c h e n   S t u n d e

- Parmu matus -
- Tere õhtust -
- Sarvelugu - 
aus der CD "Teisele Kaldale" 
TUULE KANN / JAAK SOOÄÄR
 myspace
virufolk
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- Preliudas – aus „Mažasis spektaklis / the small spectacle“ (1975, für 2 Geigen, 2 Klaviere und eine Schauspielerin) -

- Monologue – aus „Mažasis spektaklis / the small spectacle“ (1975, für 2 Geigen, 2 Klaviere und eine Schauspielerin) -

- Postliudas – aus „Mažasis spektaklis / the small spectacle“ (1975, für 2 Geigen, 2 Klaviere und eine Schauspielerin) -

- Pianissimo – aus „Sonata fortepijonui / Piano Sonata“ (1975) -
- Perpetuum mobile 1979 (für Cello und Klavier) –

- Prutena / Užpustytas kaimas Prutena / sand-covered village (1977, für Geige, Orgel und Glocken) -
(Kompositionen von Bronius Kutavičius aus der CD "„Mažasis spektaklis / the small spectacle“ LMIPC 2011)

Litauisches Musikinformationszentrum

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VORSCHAU
DIE BALTISCHE STUNDE
nächster Sendetermin:
Dienstag, 18.November 2014 - 19.00 - 21.00 Uhr
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19 September 2014

BALTISCHE STUNDE 23.September 2014

in Gedenken an "25 Jahre Baltischer Weg":
 
Neues aus ESTLAND, LETTLAND und LITAUEN bringt die
BALTISCHE STUNDE
mit viel Musik aus Estland, Lettland und Litauen und Studiogästen
Dienstag, 23.September 2014 - 19.00-21.00 Uhr 
Wiederholung am Samstag, 4.Oktober 2014, 16.00-18.00 Uhr !

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Gesprächsgäste

Prof. Dr. Eberhard Demm, 
Historiker, Autor, Herausgeber
Dr. Christina Nikolajew

Historikerin, Herausgeberin, Übersetzerin

Für ein unabhängiges Litauen wurde im Ersten Weltkrieg gebetet und gesammelt - das Geld ging auf ein einziges Konto!

Von dem Werdegang der Beschäftigung mit Juozas Gabrys, Arbeiten über Alfred Weber und dessen Ostpolitik, über Friedrich von der Ropp und den Aufzeichnungen von Juozas Gabrys. Von Besuchen im Historischen Institut Vilnius, von der Kommunikation und Kontakten zwischen Hüttenfeld und Vilnius, von der Russischen Revolution und ersten Initiativen für die Unabhängigkeit Litauens während des 1.Weltkriegs. Von Propaganda für eine freies Litauen mit Informationsbüro in Paris, von Kontakten zu anderen nach Unabhängigkeit strebenden Nationalitäten, und von der "Union des Nationalités". Von russischem Geheimdienst in Paris, von Forderungen zwischen Autonomie und Unabhängigkeit und versuchten Zusagen an die zaristische russische Seite.
Vom republikanischen Paris als Zufluchtsort vieler Revolutionäre, Kontakten zu Letten und Esten, der Herausgabe verschiedener Publikationen, Unterschieden und Gemeinsamkeiten gegenüber dem späteren Projekt der "Vereinten Nationen", von unerlösten Nationalitäten und der Frage internationaler Anerkennung. Von Nationalitätenkongressen, politischen Salons, dem ausbrechenden Weltkrieg, unklaren Grenzziehungen und Abgrenzungen zu Polen. Von Zeiten vor der polnisch-litauischen Union, Groß-Litauen, einem Festungsdreieck und von der Entscheidung Litauer zu sein.
Vom Umzug nach Lausanne, der neutrale Schweiz im 1.Weltkrieg, von Spionen, Agenten und Revolutionären, und vom Schlüssel in Berlin. Von der deutschen Besetzung Litauens, kaiserlichen Vorstellungen von der Neuordnung Osteuropas, von Satellitenstaaten und deutschen Fürsten, und der Rolle des Herzogs von Urach. Von sächsischen Avancen, Annektionsstrategien und deutschen Kolonisten. Von Spenden der amerikanischen Litauer, vom Konkurrenzkampf zwischen Smetona, Voldemaras und Yčas, und von Autokraten und Christdemokraten. Von Kontakten und Fundraising in den USA, vom Aufbau eines litauischen Informationsbüros und der schwierigen Verhandlungslage Litauens zwischen Polen, Russland, Deutschland, England und Frankreich. Vom gemeinsamen Vorgehen einiger Nationalitäten, Bestechungsgeldern für Zeitungen, katholischen Elementen und einem ethnischen Unternehmer. Von einem Bet- und Sammeltag für Litauen, Konten in der Schweiz und Putschversuchen in Litauen. Von erträumten Karrieren und großen Geschäften, von Bezügen zum heutigen Osteuropa und von der Recherche internationaler Aktenbestände. Über die Herkunft der handschriftlichen Erinnerungen von Juozas Gabrys, Ideen zu einer litauisch-englischen Ausgabe, stockende Kooperation mit Partnern in Kaunas und die Schwierigkeiten bisheriger litauischer Ausgaben. Von der litauischen Taryba und dem Betreben ein unabhängiges Litauen an Deutschland zu binden, von den Ungenauigkeiten den 16.Februar als Unabhängigkeitstag zu feiern und der Erklärung vom 11.Dezember 1917.

L-E-S-E-S-T-O-F-F

Eberhard Demm / Christina Nikolajew (Hrsg.):
Auf Wache für die Nation

Erinnerungen. Der Weltkriegsagent Juozas Gabrys berichtet (1911-1918). Unter Mitwirkung von Nathalie Chamba. Verlag Peter Lang, 2013. 399 Seiten, ISBN 978-3-631-64451-5 br.  (Softcover), ISBN 978-3-653-03148-5 (eBook). 57,95 Euro.

Verlagsinfo:
In seinen Erinnerungen enthüllt ein ethnischer Unternehmer, wie er sich ab 1911 mit seiner «Nationalitätenunion» für die Befreiung der unterdrückten Nationalitäten Europas einsetzte, im Ersten Weltkrieg als Agent des Auswärtigen Amtes für die Befreiung Litauens von der russischen Herrschaft agitierte und wie er schließlich zwischen den deutschen Annexionswünschen und den großpolnischen Plänen der Alliierten jonglieren musste: massive Propagandakampagnen, schwierige protodiplomatische Verhandlungen, Spionage, Intrigen, trickreiche Geldbeschaffung und Pressebestechung gehörten zu seinem Repertoire. Besonders informativ sind die auf Grund seines Tagebuchs wortgetreu überlieferten Gespräche mit deutschen, alliierten und litauischen Politikern, Diplomaten, Offizieren, Emissären und Agenten, wie sie in den Ministerialakten zumeist nur resümiert werden. Eine unverzichtbare Quellenlektüre für jeden, der die Sprengkraft des «Selbstbestimmungsrechts der Völker» und die Stoßwirkung der Nationalitätenbewegungen im Weltkrieg, aber auch Strategie und Taktik der deutschen imperialistischen Ostpolitik verstehen will. Der direkt aus den Originalkopien im Litauischen Kulturinstitut Lampertheim übersetzte Text enthält eine ausführliche sachliche und biographische Kommentierung.

Eberhard Demm, o. Professor i.R. der Universität Lyon III; Publikationen über Alfred Weber, Erster Weltkrieg, Wilhelminische Zeit.
Christina Nikolajew, Dr. phil., Privatgelehrte; Übersetzerin und Mitherausgeberin der Annaberger Annalen; Publikationen über Religion und Kirche in Litauen.
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E.A.Hermann: Litauisches Grün

& Der Schlittschuhläufer. Roman. 304 Seiten, United P.C. Verlag / Novum Publishing, Neckenmarkt Österreich 2014. ISBN: 978-3-7103-1328-8, 20,90 Euro.

Verlagsinfo:
Arabische, russische und israelische Geheimdienste be-stimmen kurzfristig das Geschehen in Litauens Hauptstadt Vilnius. Die handelnden Personen veranschaulichen temporeich das Gute wie das Böse, die Auswirkungen sind für alle dramatisch, letztlich auch für Harry und die hübsche Dolmetscherin Regina, die beide unfreiwillig in diese Machenschaften geraten. Im Ganzen verinnerlicht, ein durchaus geeigneter Stoff für ein Filmwerk à la Gorky Park.


M-U-S-I-K-S-C-H-W-E-R-P-U-N-K-T

  d e r   B a l t i s c h e n   S t u n d e

- Chor aus dem 2.Akt „Der fliegende Holländer“ (Richard Wagner) –
- Chor aus dem 3.Akt „Mephistopheles“ (Arigo Boito) -
- Chor aus dem 1.Akt „Carmen“ (George Bizet) –
- Chor der Hexen aus dem 1.Akt „Macbeth“ (Guiseppe Verdi) –
- Chor aus dem 1.Akt „Macbeth“ (Guiseppe Verdi) –
- Chor aus dem 3.Akt „Ruslan und Lyudmila“ (Mikhail Glinka) -
- Chor aus dem Oper „Russalka“ (Alexander Dargomishky) -
- Chor aus der Oper „Prinz Igor“ (Alexander Borodin) -
- Chor aus dem 1.Akt der Oper „Pik Dame“ (Peter Tschaikovsky) -
- Chor aus dem 1.Akt der Oper „Eugene Onegin“ (Peter Tschaikovsky) -
Latvijas Nationālais simfoniskais orķestris – diriģents Aleksandrs Viļumanis
Sieviešu koris DZINTARS

aus der CD
"Great Opera Choruses"
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VORSCHAU
DIE BALTISCHE STUNDE
nächster Sendetermin:
Dienstag, 21.Oktober 2014 - 19.00 - 21.00 Uhr
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19 August 2014

BALTISCHE STUNDE 26.August 2014

der Spätsommergenuß:
 
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Wiederholung am Samstag, 7.September 2014, 16.00-18.00 Uhr !

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Irja Grönholm

Estnisch-Übersetzerin

Wichtig ist, in den Köpfen der Leserinnen und Leser  Bilder entstehen zu lassen!

Von estnischen Kinderbüchern und Möglichkeiten deutscher Übersetzung, von den Arbeiten am Buch von Kairi Look, von estnischen Lemuren und der Umsetzung der deutschen Buchfassung. Von symbolischen Wäldern, dem Schauen über den Tellerrand und dem nicht Estland-Typischen. Von Ville, der Illustratorin des Buches und der Frage, ob Lemuren Socken tragen. Von der Vorliebe für Gestreiftes, der Vermenschlichung von Tieren, einer einfachen Sprache und dem Geschichteerzählen für Kinder. Von deutschen und estnischen Sprichwörtern und Redensarten, Wortneuschöpfungen und Absprachen mit der Autorin. Von bildhafter Sprache, der Wiedergabe von Stimmungen und Atmosphäre, von einer jungen Autorin und ihrem erstem Buch. Vom Großvater als Vorbild für den Affenvater, neugierigen Kindern und dem Verhältnis von Estinnen und Esten zu Paris.
Von erwachsenen Kinderbuchlesern, möglicher Unterschätzung von Kindern und einer Grenzlinie zwischen Kindern und Erwachsenen. Von Khatern in Amsterdam, dem Spiel mit Rechtschreibmöglichkeiten und Verhaltensregeln für gute Lemuren. Von ausführlichen Sockenbetrachtungen, dem Lachen beim 8ten Mal, estnischem Sommerschlußverkauf, möglichen Fortsetzungen des Buches und den Planungen der Buchautorin. Von den Unterschieden zwischen "Kultur" und "Museum", unbedarften Waldbewohnern und leicht blasierten Eichhörnchen. Von Mona Lisa mit Hakennase, anstrengendem Nüssesammeln, kleinen Schöpsen, vom Regnen in Strippen und vom Mythos der großen Wand.
Vom estnischen Kinderbuchwettbewerb und neuen Geschichten von Ungeziefer auf dem Flughafen.

Lesung mit Ausschnitten aus "Ville macht sich auf die Socken" 

BALTART Verlag

L-E-S-E-S-T-O-F-F

Kairi Look: Ville macht sich auf die Socken

Band 5 in der Reihe «Baltische Bibliothek» im BaltArt-Verlag, Langenthal (Schweiz), Dezember 2013. Estnischer Originaltitel «Leemuripoeg Ville teeb sääred». Übersetzt aus dem Estnischen von Irja Grönholm, Illustriert von Elina Sildre. Lektorat / Korrektorat: Arnd Mathias Schuppius. ISBN: 978-3-9523109-6-0, 25 Euro / 32 SFR (plus Porto). 
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HANS WERNER RICHTER -STIFTUNG
JUNGE LITERATUR IN EUROPA 2013
14. Internationale Autorentagung, 7.-9.November 2013, Internationales Begegnungszentrum der Universität Greifswald
enthält:

„Andrei Hvostov – Sillamäe Passion“ (Romanauszug)


M-U-S-I-K-S-C-H-W-E-R-P-U-N-K-T

  d e r   B a l t i s c h e n   S t u n d e

Marga Muzika --- Turėjo Liepa
Saulius Petreikis --- Vyrų Žaidimas
Visi --- Miežis Atsakė
Algirdas Klova --- Kaimo Smuikininko Melodija
Linas Rimša --- Apie Apeigas
Shorena --- Didou Nana
Merope --- Sodai
Daiva Vyčinienė + Evaldas Vyčinas --- Smūtna Liūdna Mano Širdele
Skirmantas Sasnauskas --- Dūda
MaLituanie (Indrė Jurgelevičiūtė, Saulius Petreikis, Victor Diawara, Baba Sissoko, Laurita Peleniūtė) --- Leyila

aus der CD "FOLK WORLD - NOTE LITHUANIA"
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VORSCHAU
DIE BALTISCHE STUNDE
nächster Sendetermin:
Dienstag, 23.September 2014 - 19.00 - 21.00 Uhr
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DIE
BALTISCHE STUNDE
im Radio im Bremern Raum auf UKW 92.5
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Estland-Blog / Lettland-Blog / Litauen-Blog
 
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24 Juli 2014

BALTISCHE STUNDE 29.Juli 2014

für einen schönen Sommerabend:
 
Neues aus ESTLAND, LETTLAND und LITAUEN bringt die
BALTISCHE STUNDE
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Dienstag, 29.Juli 2014 - 19.00-21.00 Uhr 
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Iveta Vecenāne 

Künstlerin

Als ich angefangen habe, das war die Zeit des Idealismus

Zur Entstehung der Ausstellung "Bernsteinsammler" in Berlin, von Kontakten zwischen Riga und Berlin, die Zusammenarbeit mit der Galeristin, und den einfacher gewordenen Kontakten zwischen Deutschland und Lettland. Von impulsiven Projekten, von arbeitssuchenden Künstlerkollegen, dem Bedürfnis der Künstlerin nach einer Heimat und der Verpflichtung gegenüber dem eigenen Volk. Von der Sprache, die aus der Vergangenheit kommt, und der Kunst die den Menschen formt. Von Riga als kreativem Zentrum, dem Arbeiten zu Hause in der eigenen Wohnung, vom Aufwachsen der Kinder zusammen mit den künstlerischen Arbeiten und von den beruflichen Plänen der Töchter als Schriftstellerinnen und Geografinnen.
Von der heutigen Zeit und den Chancen der jungen lettischen Künstlerinnen und Künstlern, von Projektanträgen und Überlebensstrategien, den Nachteilen derer sie noch im Sowjetsystem geboren wurden und der Notwendigkeit der Kommunikation und des Erfahrungsaustausches zwischen Jung und Alt. Von den 1980er und 1990er-Jahren als der Zeit des Idealismus - als Künstler weniger an Geld denken mussten.
Von der Romantik der Rückschau auf alte Zeiten, den ersten Erfolgen und Ausstellungen, dem Studium an der Kunstakademie und den wunderlichen Unterschieden bei Westprojekten im Vergleich mit der Generation der Eltern. Von verrückten Geldwechselkursen, schwierigen Zeiten und von Gedanken den Webstuhl lieber vernichten zu wollen.Von Botschafteraufträgen und Entscheidungsmomenten, von Gesprächen mit der Tochter deren Ratschlägen, und von der Aussage eines Besuchers: der Gobelin, das bist du!
Von dem, was mehr wert ist als alles Geld, von der Wichtigkeit der Materialbeschaffung für die Arbeiten, von Arbeitsvorgängen, dem Arbeiten mit Farbskizzen und den Arbeitsresultaten. Vom gefühlsmäßigen Arbeiten, vom Arbeiten am frühen Morgen bei Sonnenaufgang, und vom Weben bei guter Laune. Von den sichtbaren 20Zentimetern, dem kreativem Arbeiten im Kopf, und von drei bis vier Monaten konzentrierter Webarbeit.
Vom Leben in der Stadt und auf dem Lande, von einem Sommerhaus am Ostseestrand, dem festen Platz für den Webstuhl in Riga, die Inspiration auf dem Lande, dem Arbeiten auf dem Kartoffelfeld und beim Kühemelken. Von Einladungen in den Präsidentenpalast und der Erholung auf dem Lande. Von Ähnlichkeiten zu Aussagen von Elīna Garanča, vom kosmischen Akt des Kühemelkens und anderen magischen Momenten. Von lettischer Denkweise, die man auch in Volksliedern wiederfindet: von der Natur, der Zukunft, über die Kinder. Von Mittsommernächten mit Liedern und Tänzen, Singen bis zum Sonnenaufgang und den besonderen Kräften an diesem Tag.
Von Änderungen seit Wiedererlangung der lettischen Unabhähngigkeit, von der Unmöglichkeit zu Sowjetzeiten öffentlich über Dinge zu reden, von versteckten Botschaften und besonderer Kommunikation unter den Lettischsprachigen. Von starken demokratischen Grundsätzen, Gesellschaftskritik und öffentlicher Meinungsäußerung, vom Stolz aufs eigene Land und die eigene Identität und deren Widerspiegelung in der Kunst.
Von kommenden Ausstellungen in Washington und im Rahmen der lettischen EU-Ratspräsidentschaft, internationalen Textilkunstausstellungen in Riga und Cesis als Heimat und Ursprung der lettischen Flagge.
www.galery.lvBotschaft Lettland / Cafe des Artistes, Berlin / Ausstellung Washington / Ausstellung Frankreich / Ausstellung Sigulda / Agentur Vietinghoff-Scheel / Ausstellung Brüssel /
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L-E-S-E-S-T-O-F-F

Viktoras Pivonas: Esel im dritten Frühlingsmond
Verlag Matthes & Seitz, Berlin 2013. 220 Seiten, ISBN: 978-3-88221-031-6. Preis: 19,90 € / 26,90 CHF
Verlagsinfo:
In diesem geistreichen Salon-Roman gerät der Ich-Erzähler in ein verwirrendes Netz aus erotischen Abenteuern, deren Fäden in einer Person zusammenlaufen, über deren Existenz der Leser nur über Dritte erfährt: der berühmte Therapeut Trockeneisz, der das Leben seines Patienten Bob Puder literarisch ausschlachtet und damit zu einigem Ruhm gelangt. In einer eleganten und rhythmischen Sprache verführt Viktoras Pivonas den Leser in eine Welt zügelloser Neurosen. Der hinterhältige Witz und die pointierten Dialoge, durch die die (Un-)möglichkeiten der Verführung anschaulich werden, hätten auch Oscar Wilde zum Lachen gebracht. Am Ende der Abenteuer und Turbulenzen stellt sich die Frage nach wahrer und falscher Autorschaft, die Frage, wer von wem klaut, wer wen betrügt und wer wessen Identitäten annimmt.
Info zum Autor
Viktoras Pivonas wurde 1933 in Litauen geboren. Nach Jahren kriegsbedingter Flucht studierte er in Deutschland Medizin, Psychologie, Philosophie und Astronomie. Neben seiner schriftstellerischen Arbeit war er u. a. als Redakteur tätig und gründete ein Sozial- und Wirtschaftsforschungsinstitut. Pivonas lebt in Wiesbaden.

M-U-S-I-K-S-C-H-W-E-R-P-U-N-K-T

  d e r   B a l t i s c h e n   S t u n d e

Villu Veski

- Life is a journey - 
- A nova imagem do amor -
- Let's dance all night long - 
- The history of Rap - 
- Highway to heaven - 
- Club Kahena -
- Silence -
- Jazz no mar alto - 
- Angel -
aus der CD "iLife Jazz Party"

Villu Veski / Tiit Kalluste

- Rändaja laul - 
- Kui üksainus suvi -
aus der CD "Nordic Sounds Vol.3 / Sounds of the Nordic Islands"
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VORSCHAU
DIE BALTISCHE STUNDE
nächster Sendetermin:
Dienstag, 26.August 2014 - 19.00 - 21.00 Uhr
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DIE
BALTISCHE STUNDE
im Radio im Bremern Raum auf UKW 92.5
& ÜBERALL ZU EMPFANGEN im Internet
unter (Audio-Stream)
oder auf www.baltische-stunde.de
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Mehr Infos:
INFOBALT - Veranstaltungsübersicht
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Estland-Blog / Lettland-Blog / Litauen-Blog
 
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26 Juni 2014

Baltische Stunde 1.Juli 2014

  Auf dem Weg in den baltischen Sommer !
Neues aus ESTLAND, LETTLAND und LITAUEN bringt die
BALTISCHE STUNDE
mit viel Musik aus Estland, Lettland und Litauen und Studiogästen
Dienstag, 1.Juli 2014 - 19.00-21.00 Uhr 
Wiederholung am Samstag, 12.Juli 2014, 16.00-18.00 Uhr !

  wie immer auf UKW 92,5 und im Kabelnetz auf 101,85 (Raum Bremen).
komplette Übersicht zu allen Orten und Frequenzen:
www.radioweser.tv hören
oder nachzuhören auf
www.baltische-stunde.de

Unser Hörangebot diesmal

Gesprächsgast
Vytenė Muschik
Übersetzerin, Herausgeberin, Kulturmanagerin

Von der Geschichte eines Manuskripts und einer sehr besonderen Persönlichkeit
Über die Bedeutung der Aufzeichnungen von Dalia Grinkevičiūtė für Litauen, die Verbannung von Litauerinnen und Litauern im Juni 1941 nach Sibirien, den Ablauf dieser Transporte, Zwischenstationen im Westural und Weitertransport nach Norden. Über verbannte Litauer am Laptewsee, frühe Aufzeichungen und spannende Geschichte eines Manuskripts. Über illegale Rückkehr nach Litauen zusammen mit der Mutter, schwierige Grenzüberquerungen, versteckte Notizen, vergrabene Blätter und erneute Verhaftung. Über ein Begräbnis im Keller eines Hauses, Erinnerungen im Einmachglas, Gefängnis in Kaunas und Zurückweisung von KGB-Angeboten. Über erneute Verbannung, Rückkehr nach Stalins Tod, Studium in Litauen und Neuanfang als Ärztin. 
Über die Veröffentlichung der Aufzeichnungen in Litauen, herausragende Beobachtungsgabe, literarische Qualität und menschliches Leben unter Extrembedingungen. Über chronische Fehler im Sowjetsystem, direkte Sprache ohne Beschönigungen, und Menschlichkeit im Terrorsystem. Über die schwierige Situation von Hunger leidenden Müttern mit Kindern, ungebrochene Menschenwürde und aktuelle Tendenzen zur Verklärung der Sowjetzeit. Über Stehlen, Lügen und Betrügen als System, Hunger und Verschwendung, Funktionäre, Oberflächlichkeit und Selbstbetrug. Über scheinbare und tatsächliche Gründe für die Verbannung, herausgerissen werden aus der Kindheit, zähen Willen zum Überleben und das Bewußtsein darüber was menschliches Leiden ausmacht. Über das Streben nach sinnvollem Leben, Schule und Studium während der Verbannung und das "rote Diplom". Über die Idee der Hilfe für die Provinz, Aufbau eines Krankenhauses, über Unbequeme und Unbeugsame im Widerstreit mit den sowjetischen Mechanismen. Über Bürokratie, gute und schlechte Biographien und vergeschobene Entlassung als Chefärztin. 
Über Kommissionen aus Moskau, Vorzeigebetriebe und ideologische Unzulänglichkeiten. Über Sippenhaft, verfolgte Intelligenzia und Tschingis Aitmatow. Über den jüdischen Anteil am Leben in der Verbannung, Zusammentreffen mit Finnen, Esten und Letten, und die Schwierigkeit für Deutsche diese Verbannungssituation und die politische Situation im Litauen der Zwischenkriegszeit nachvollziehen zu können. Über den Dialog mit der Co-Herausgeberin, eine lange Namensliste und die Notwendigkeit von Anmerkungen. Über zwei verschiedene Fassungen der Aufzeichnungen, Beschreibungen fast unvorstellbaren Grauens und dem was bleibt. Vom Überlebenswillen, von Lernhungrigen und kostbarer Normalität. Vom Schreiben im Präsens, Wechsel von Zeitebenen und weitsichtigen Leitsätzen des Vaters. Vom Vertrauen auf eigene Fähigkeiten, vom Glauben an das Wunderland Amerika und Flucht in Illusionen. Vom Überleben im polaren Winter, Büchern von Meinhard Stark, Frauen und Kinder politischer Häftlinge und Gesprächen mit Zeitzeugen. 
Vom notwendigen Neubeginn der wissenschaftlichen Forschung in Litauen in den 1990er Jahren, verschiedenen Aspekten des historischen Gesamtbildes, europäisch ausgerichtetem Interesse an den Nachbarländern, Zusammenarbeit mit den Lektorinnen und Illustratoren. Von der schwierigen Zugänglichkeit historischer Dokumente und von möglichen neuen Projekten.

Dalia Grinkevičiūtė: Aber der Himmel - grandios

Matthes & Seitz Verlag, Berlin 2014. 206 Seiten, aus dem Litauischen von Vytene Muschick. ISBN 978-3-88221-387-4. 19,90 € / 27,90 CHF.

Verlagsinfo:
Nach der Annektion Litauens 1941 wird Dalia Grinkevičiūtė zusammen mit ihrer Mutter und ihrem Bruder von den Sowjets nach Sibirien deportiert. Ihre Jugendjahre verbringt sie in der Verbannung im Altai Gebiet und in der Arktis. 21-jährig gelingt Grinkevičiūtė die Flucht. Zurück in Litauen schreibt sie ihre Erinnerungen an die Verbannung in großer Eile auf lose Blätter und vergräbt sie aus Angst vor der Entdeckung durch den KGB in einem Einweckglas im Garten. Kurz darauf wird sie vom KGB verhaftet und erneut deportiert. Nach ihrer Entlassung bleiben die Erinnerungen verschollen, erst nach Dalia Grinkevičiūtės Tod werden die Aufzeichnungen wie durch ein Wunder 1991 gefunden. Die lose Blattsammlung ist zu einem der wichtigsten Dokumente der litauischen Geschichte geworden und zeigt mit ungeheurer Sprachgewalt das Schicksal eines 14-jährigen Mädchens in der Verbannung auf.

Dalia Grinkevičiūtė, wurde 1927 in Kaunas, der provisorischen Hauptstadt Litauens, als Tochter eines hohen Beamten der Nationalbank geboren. 1941 wurde sie mit Mutter und Bruder aus Litauen an die Lenamündung verbannt. 1949 flieht sie mit der Mutter aus der Verbannung und verbringt 1949–1950 illegal in Kaunas, bevor sie erneut nach Sibirien deportiert werden. 1954 erfolgt die Entlassung. Nach einem Medizinstudium war sie ab 1960 als Ärztin tätig. 1977 wird ihr Antrag auf Emigration nach Frankreich abgelehnt. 1987 stirbt Dalia Grinkevičiūtė in Kaunas.
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L-E-S-E-S-T-O-F-F

Alfons Dür: Unerhörter Mut

Eine Liebe in der Zeit des Rassenwahns. Haymon Verlag, Wien / Innsbruck 2012, 200 Seiten, ISBN 978-3-85218-735-8, EUR 19,90 / CHF 28,90.

Verlagsinfo:
Zu Ostern 1942 befreit der 22-jährige Deutsche Heinrich Heinen unter lebensgefährlichen Bedingungen seine jüdische Braut Edith Meyer aus dem Ghetto von Riga. Gemeinsam flüchten sie Richtung Schweiz, wo sie hoffen, eine Zukunft für ihre Liebe zu finden. In Feldkirch an der Grenze zur Schweiz scheitert ihre Flucht. Heinen wird wegen Rassenschande verurteilt, versucht aber im Gefängnis ein zweites Mal, seine Braut zu retten und mit ihr in die Schweiz zu fliehen. Gemeinsam mit anderen Häftlingen durchforstet er Zelle für Zelle nach seiner Braut – vergeblich, denn sie befindet sich bereits auf dem Weg Richtung Auschwitz. Und auch Heinen und seine Mithäftlinge werden die rettende Schweiz nicht mehr erreichen.
Lebendig und packend erzählt Alfons Dür anhand von Originaldokumenten und Bildzeugnissen die berührende und erschütternde Geschichte eines Liebespaares auf der Flucht vor dem Rassenwahn. 

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 Grigori Kanowitsch: Ewiger Sabbat

Aus dem Russischen von Waltraud Ahrndt. Band 351 der Reihe "Die andere Bibliothek", Berlin 2014. 606 Seiten, ISBN 9783847703518, 38,00 EUR (Preis im Abo: 35.50 EUR).

Verlagsinfo:
»Ich bin kein jüdischer Schriftsteller, weil ich russisch schreibe, kein russischer Schriftsteller weil ich über Juden schreibe, und kein litauischer Schriftsteller, weil ich nicht litauisch schreibe.«
Grigori Kanowitsch (Grigorijus Kanovicius) ist ein Autor zwischen den Sprachen: In Litauen geboren, ist das Jiddische seine Schtetl-Muttersprache. Das Russische eignete er sich als Dreizehnjähriger an, dem Genozid entkommen nach Kasachstan. In seinem literarischen Werk, übersetzt in zwölf Sprachen, vergegenwärtigt er immer wieder das litauische jüdische Leben. Es ist sein Lebensthema.
Es nährt das Kolorit seiner Prosa, ihren Klang und Ihre Gestimmtheit zwischen bitterer Ausweglosigkeit und unerschöpflichem Lebensglauben, zwischen skurrilem Witz und heiterer Melancholie: »Jetzt habe ich begriffen. Der Tod ist ein Feiertag. Das Ende der Arbeit. Der Tod ist ein ewiger Sabbat.«
Swetschi na wetru/Kerzen im Wind (1979) hieß Grigori Kanowitschs erster Roman, der nun unter dem Titel Ewiger Sabbat wiederzuentdecken ist. Anfang der 30er-Jahre – in einem kleinen Dorf bei Vilnius lebt Daniel zunächst bei Großvater, dem Uhrmacher, und Großmutter, der Vater sitzt wegen politischer Umtriebe im Gefängnis. In einen Vogel möchte sich dieser träumende Junge verwandeln: Dann flöge er über Synagogendiener Chaim hinweg, über Fleischermeister Hillels Laden, die Frisierstube von Aaron Damski, den ersten Lehrherrn, sähe den Hochzeitsmusikanten Leiser und Doktor Gutman, und alle die Bewohner dieses Fleckens aus der Ferne. Vor allem bräuchte er nicht länger auf dem jüdischen Friedhof mit all den Krähen und beim einbeinigen Totengräber Josef zu wohnen – er sähe die Welt. Daniel wird sie bald im Ghetto kennenlernen.

M-U-S-I-K-S-C-H-W-E-R-P-U-N-K-T
 
d e r   B a l t i s c h e n   S t u n d e

Neeme Punder
The Flutish Kingdom
 
- Pavaen lachrymae -
- Ballette Gravesand -
- Amarilli Mia Bella -
- Onse Vader In Hemelryck -
- The Flutish Kingdom -
- Engels Nachtegaltje -
- Doen Daphne D’Over Schoone Maeght -

 Variationen über Stücke von Jacob van Eyck

Neeme Punder (recorders, transverse flutes, folk-like flutes)
English handbell ensemble Arsis (#5, 10, 11) directed by Aivar Mäe
The natural nightingale recorded in the forests of Northern Estonia
Peeter Vähi (keyboards) 

aus der CD "The Flutish Kingdom" (Erdenklang Records 1996)

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VORSCHAU
DIE BALTISCHE STUNDE
nächster Sendetermin:
Dienstag, 29.Juli 2014 - 19.00 - 21.00 Uhr
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DIE
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& ÜBERALL ZU EMPFANGEN im Internet
unter (Audio-Stream)
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