25 Juni 2015

Baltische Stunde - 30.Juni 2015

Jung und originell - JAZZ voraus!  

Neues aus ESTLAND, LETTLAND und LITAUEN bringt die
BALTISCHE STUNDE
mit viel Musik aus Estland, Lettland und Litauen und Studiogästen
Dienstag, 30.Juni 2015 - 19.00-21.00 Uhr 
Wiederholung am Samstag, 11.Juli 2015, 16.00-18.00 Uhr !

  wie immer auf UKW 92,5 und im Kabelnetz auf 101,85 (Raum Bremen).
komplette Übersicht zu allen Orten und Frequenzen:
www.radioweser.tv hören
oder nachzuhören auf
www.baltische-stunde.de


Unser Hörangebot diesmal

Gesprächsgast
Peedu Kass, Jazzmusiker


Estnische Jazzmusik ist etwas ganz Besonderes!

Über Estland auf der Messe JAZZAHAED, Peedu Kass live in Bremen, über den estnischen Jazzverband, Bekanntschaften und Netzwerke, über Vermittlung estnischer Musiker in Europa und den ganz eigenen Weg des estnischen Jazz. Über Konzerte in Estland, die Unterschiede zur USA, junge Musiker und Komponisten, Kooperation mit Lettland und Litauen, unterschiedliche Kulturgebiete und die neue Compilation-CD 'Eesti Jazz 2015'.
Über die vielen unterschiedlichen Projekte der Jazzmusiker, kleinen Märkten und begrenzten Konzertmöglichkeiten in Estland. Über die Zusammenarbeit mit Kristjan Randalu und Toomas Rull, ähnliche Konzepte und kreative Ideen, Filmmusik und Filmindustrie und verschiedene Vermarktungsstrategien.
Über die Bassisten im Hintergrund, ihre wichtige Rolle in ihren Bands, der Weg zum Kontrabass und den Spitznamen "die Katze".
Über eine CD-Einspielung in Ludwigsburg, die Nutzung eines berühmten Studios und die damit zusammenhängende Eigendynamik. Über die Spuren von Miles Davis, Produktionsmöglichkeiten in Estland und Orientierung der Studios in Richtung Klassik oder Popmusik. Über Vermarktung international, Produktionskosten und Natur und Wetter in Estland. Über zukünftige estnische Präsentationen auf der JAZZAHEAD, Möglichkeiten für Konzerte in Deutschland, die JAZZKAAR in Estland, kostspielige Reisen, aufwändige Vorbereitung, Einwerbung von Zuschüssen und Mini-Honorare in Jazzklubs. Über estnische Kulturmanager, über die Estinnen und Esten in der Welt, über bevorstehende Projekte mit Arvo Pärt, Tourneepläne und mögliche Estland-Fans unter den Festival-Organisatoren.
(Übersetzung: Kristiina Jessen)

Peedu Kass auf der JAZZAHEAD 2015 in Bremen

Konzertausschnitt Peedu Kass MOMENTUM
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L-E-S-E-S-T-O-F-F

Anastasia Khoroshilova / Annabel von Gemmingen: Die Übrigen

Lettland zwischen gestern und heute. Hatje Cantz Verlag, Ostfildern 2015. Hrsg. Anne Maier, Vorwort von Anne Maier, Text von Annabel von Gemmingen, Gestaltung von Hermann Hülsenberg.
Text Deutsch, Englisch, Lettisch, Russisch (Übersetzungen Deutsch-Russisch Sergej Romashko, Deutsch-Englisch Brian Currid, Deutsch-Lettisch Sergej Moreino, Russisch-Deutsch Dagmar Kassek, Russisch-Englisch John C.Q. Roberts). Fotos: Anastasia Khoroshilova. 176 Seiten, 41 Abb., ISBN 978-3-7757-3934-4, 30 Euro.

Verlagsinfo:
Lettland ist nicht nur ein atemberaubend schönes Land, sondern auch reich an individuellen und kollektiven Erinnerungen – guten wie schlechten. Letten, Deutsche, Russen und Juden haben hier zwischen den Gestaden der Ostsee und weiten Wäldern ihre Spuren hinterlassen. Anastasia Khoroshilova (*1978 in Moskau) und Annabel von Gemmingen (*1979 in Düsseldorf) setzen sich, 25 Jahre nach dem Mauerfall und dem darauffolgenden Zerfall der Sowjetunion, damit auseinander, wie unterschiedlich Erinnerungen aussehen. In Fotografien und Texten betrachten die Künstlerinnen Geschichte von zwei unterschiedlichen Polen aus und justieren den Blick dabei in verschiedene Richtungen immer wieder neu, sodass eine objektivierende Lesart der Geschehnisse entsteht. Unvermittelt und eher en passant entwickelte sich ein fotoessayistisches Projekt, das persönliche Erzählungen mit gesellschaftlichen Narrationen verbindet.
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M-U-S-I-K-S-C-H-W-E-R-P-U-N-K-T

Sheep got waxed
(Litauen)
- Sheep exam -
- Fingerbang -
(aus der CD "Sheep got waxed")
Simonas Šipavičius, saxophone
Adas Gecevičius, drums
Paulius Vaškas, guitar


Estonian Jazz 2015
(Estonian Jazz 2015, Compilation CD)

Peedu Kass MOMENTUM -Valgast Volgaga
Kristjan Randalu, piano
Peedu Kass, double bass
Toomas Rull, drums
Peedu Kass

PAE KOLLEKTIIV - Mr.Burns
Allan Järve, Trompete
Mairo Marjamaa, Alt Saxophone
Indrek Varend, Tenor Saxophone
Keio Vutt, Bariton Saxophone
Ingvar Leerimaa, Posaune
Madis Meister, Gitarre
Kirke Karja, Piano
Siim Usin, Bass
Tõnu Tubli, drums
 Pae Kollektiiv

VILJANDI GUITAR TRIO - Morse mis ei jõudnud kohale
 Jalmar Vabarna, Argo Vals, Jaan Jaago
Viljandi Guitar Trio

TAFENAU-AIMLA-QUINTETT - Bunny
 Raivo Tavenau, Sax
Siim Aimla, Sax
Virgo Sillamaa, Gitarre
Mihkel Mälgand, double bass
Eno Kollom, drums
Siim Aimla / Raivo Tafenau


ABRAHAM'S CAFÉ - El Barrio
Marten Altrov, Klarinette
Kaspar Uljas, Akkordeon
Madis Meister, Gitarre
Martin Eero Kõresaar, double bass
Jonas Pärn, Oud
Tõnis Kuusk, drums + percussion
Abraham's Café

INGRID LUKAS - Water
 Ingrid Lukas, Voice + keyboards
Patrik Zosso, drums + electronics
Michel Gsell, Bass + Gitarre
Céline-Giulia Voser, Cello
Ingrid Lukas

DRUM PRANA - Pepu Pepu
Brian Melvin, drums + percussion
Tanel Ruben, drums + percussion
Dmitri Dmitrenko, drums + percussion
Priit Julm, DJ
Drum Prana

JOEL REMMEL TRIO - Imeline Nõuanda
Joel-Rasmus Remmel, piano
Heikko-Joseph Remmel, double bass
Aleksandra Kremetski, Schlagzeug + Glockenspiel
Joel Remmel

THREE STONES QUARTETT - Infected
Kestutis Vaiginis, Tenor sax
Dmitrij Golovanov, piano
Peedu Kass, double bass
Kaspars Kurdeko, drums
Three Stones Quartett

CARROT LIGHTS - Tabasco flowers
Laura Remmel, Gesang
Joel Rasmus Remmel, piano
Kaspar Kalluste, Schlagzeug
Carrot Lights

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VORSCHAU
DIE BALTISCHE STUNDE
nächster Sendetermin:
Dienstag, 28.Juli 2015 - 19.00 - 21.00 Uhr
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DIE
BALTISCHE STUNDE
im Radio im Bremern Raum auf UKW 92.5
& ÜBERALL ZU EMPFANGEN im Internet
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28 Mai 2015

BALTISCHE STUNDE - 2.Juni 2015

Baltische Café-zeit!  

Neues aus ESTLAND, LETTLAND und LITAUEN bringt die
BALTISCHE STUNDE
mit viel Musik aus Estland, Lettland und Litauen und Studiogästen
Dienstag, 2.Juni 2015 - 19.00-21.00 Uhr 
Wiederholung am Samstag, 13.Juni 2015, 16.00-18.00 Uhr !

  wie immer auf UKW 92,5 und im Kabelnetz auf 101,85 (Raum Bremen).
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Gesprächsgast
Kristi Daniel (Inhaberin Café Jää-äär, Berlin)


Wir bieten mehr als nur das konventionell Estnische!

Über die Idee zur Gründung des Cafés JÄÄ-ÄÄR, über die Aktivitäten dort, über die Motivation Leute zusammenzubringen, über die Startbedingungen, einen Ideenwettbewerb und die Suche im Internet. Über deutsche Bürokratie, ein junges Start-up Unternehmen und die Stadtentwicklung in Berlin-Wedding. Über den Vorteil eines exotischen Namens, die Unterscheidung von den Nachbarn und das Bemühen den Stadtteil attraktiver zu machen. Über estnische Filmabende, Lesungen, Nutzung der Räume für Kongresse und Arbeitsgruppen, Gäste mit Laptop, private Parties, kostenloses W-Lan, Deutschkurse, Familien als Gäste, wechselnde Ausstellungen junger Künstler, Stand-up-Comedy und Gäste am Abend.
Über Finanzierungsstrategien und Unterstützung durch Freunde und Bekannte. Über Fans, einen Veranstaltungsraum zur Verfügung und Mund-zu-Mund-Propaganda. Über einen wachsenden Bekanntheitsgrad, 2 Jahre Anlaufzeit, den Status einer jungen Unternehmerin, neue Freunde und Erfahrungen mit Nichtregierungsorganisationen. Über notwendige Schreibarbeiten und das Bestreben, über Probleme nicht allzu lange nachzudenken sondern aktiv zu bleiben.
Über estnische Mentalität, beide Füße am Boden haben und die "organisierten" und langsameren Deutschen. Vom spontanen Eintauchen in Unbekanntes, über estnische Firmen die in Berlin tätig sind, den Vergleich Berlin-Tallinn und den unbestimmten Willen in Berlin etwas anzufangen. Über den Wert eigener Räumlichkeiten, Kommunikation und Zusammenarbeit mit estnischen Kulturschaffenden, den Wert der eigenen Ideen und das Bestreben sie zu verwirklichen.
Über die Notwendigkeit über Ideen auch zu sprechen und zu kommunizieren, über fruchtbare Diskussionen und vielfacher Hilfe, und die Einladung mitzumachen. Über die Option des Ausbaus von Angeboten am Abend, über gute Kontakte mit der estnischen Botschaft, Kooperationen mit Filmfestivals in Berlin und Stadtteilfeste in Wedding. Über Social-Media-Veranstaltungen, Unterstützung durch benachbarte Geschäftsleute und irische und schottische Abende. Über das Glück eines kleinen Landes gleich zwei Treffpunkte in Berlin zu haben, über Unterschiede zum litauischen, lettischen und "baltischen", über das Bedürfnis des Austausches mit vielen anderen Kulturen. Über den Wandel des konventionell typisch "Estnischen", dem Ausprobieren von neuen Ideen und der unmöglichen Aufgabe etwas "baltisches" zu präsentieren.
Über seltene Gemeinsamkeiten zwischen den drei baltischen Staaten, über die Gunst eine gute Nische gefunden zu haben, erfolgreiche Medienarbeit und Feiern des finnischen Unabhängigkeitstags. Über den Film "Disco und Atomic War", McGuyver zu Sowjetzeiten und finnisch-estnische Besonderheiten. Über Finnen in Berlin die bereitwillig estnisch reden, über fehlende nationale Dekorationen, angeblich traditionell Estnisches, estnische Geschichte und hilfreiche Landkarten. Über die Musik der Band "Jää-äär" und den sanften Weg nach Estland geleitet zu werden. Über die Perspektive aus der Sicht einer estnischen Geschäftsfrau, mögliche Einladungen zu Vereinigungen deutscher Unternehmerinnen, über notwendige Kreativität und Charakter zur Realisierung eigener Projekte und die Einladung an Estinnen und Esten mal vorbeizuschauen.

Jää-äär Café +Bar
Jää-äär bei Facebook
Estonian World
Jää-äär
Brunnenstraße 56
13367 Berlin (Wedding)
Öffnungszeiten: Di-So 9.30-19.30 Uhr

über die estnische Musikvband Jää-äär 

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L-E-S-E-S-T-O-F-F

Gunnar Birkerts: National Library of Latvia, Riga

Mit einer Einführung von Janis Dripe und Fotos von Indrikis Sturmanis (Text englisch). Edition Axel Menges, Stuttgart-Fellbach 2015. 60 großformatige Seiten (280x300mm), 70 Illustrationen. ISBN 978-3-932565-70-0, 36.00 Euro.

Verlagsinfo (engl.)
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Alfred Bischoff (Hg.): Reval / Tallinn

Auswahlbibliographie zur Geschichte, Politik und Kultur seit 1918. Verlag Osteuropa Zentrum Berlin (OEZ Berlin) 2014, ISBN 978-3-942437-04-2. 602 Seiten, 69,90 €.
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M-U-S-I-K-S-C-H-W-E-R-P-U-N-K-T



Alexey Kruglov - Jaak Sooäär Quartett

 - Sheharazade -
- Polovtsian Dance -
- The Old Castle -
- Flight of the Bumblebee... Of... Sorry Cezar -
- The Great Gates of Kiev -
- Nocturne In F-sharp Minor -
- Baba-Yaga (The Hut On Fowl's Legs) -
- Prince Igor's Aria -

(aus der CD "The Mighty Five")
Aleksei Kruglov – Saxophon
Jaak Sooäär – Gitarre
Mihkel Mälgand – Bass
Tanel Ruben – Schlagzeug
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VORSCHAU
DIE BALTISCHE STUNDE
nächster Sendetermin:
Dienstag, 30.Juni 2015 - 19.00 - 21.00 Uhr
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26 April 2015

BALTISCHE STUNDE - 5.Mai 2015

Des Literaturfrühlings frische Blüten!  

Neues aus ESTLAND, LETTLAND und LITAUEN bringt die
BALTISCHE STUNDE
mit viel Musik aus Estland, Lettland und Litauen und Studiogästen
Dienstag, 5.Mai 2015 - 19.00-21.00 Uhr 
Wiederholung am Samstag, 16.Mai 2015, 16.00-18.00 Uhr !

  wie immer auf UKW 92,5 und im Kabelnetz auf 101,85 (Raum Bremen).
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Gesprächsgäste
Dalia Staponkutė (Schriftstellerin, Philosophin, Übersetzerin)
Markus Roduner (Sprachwissenschaftler, Übersetzer)

Ich bin ein Mensch, der eigentlich nicht in Erinnerungen lebt
Über die Zeit 1988 / 89 in Litauen, Überleben in einer immer globaleren Welt, Möglichkeiten einer beruflichen Laufbahn und der Motivation nach Zypern zu gehen. Von der Perspektive einer jungen Litauerin, von Werte und Zusammenbruch, vom Reiz in die weite Welt hinauszugehen und überwundenen Grenzen. Von reifen Äpfeln, von einer Vorgeschichte in St. Petersburg, Philosopiestudium und Tätigkeit an der Universität, und Menschen die viel bedeuten.
Von Entscheidungen allein und gemeinsam, von einem Journalist in Zypern und dem Nachreisen hinter der Arbeit her.
Von einem Neuanfang und einer neuen Identität, einem neuen ABC und Einarbeiten in andere Kulturen. Von einer einzelnen Litauerin auf Zypern, verschlossenen Welten, zwei sich verändernden kleinen Ländern und dem Prozeß der Globalisierung.
Vom Besuchen in der Heimat, dem gegenseitigen Nicht-Wissen in beiden Ländern, über größere Länder und den Kommunikationsfluß aus den großen Zentren in die Peripherie, von Machtzentren und möglichen deutschen Einflüssen. Von Interesse kleinerer Länder füreinander, eigene Möglichkeiten im neuen Land, dem Vergleich mit Zuwanderern aus größeren Ländern und begrenzten Chancen. Von 15 Jahren des Einlebens in eine neue Gesellschaft, von ökonomisch stärkeren und schwächeren Ländern, verborgenen Optionen und der Auseinandersetzung mit der Literaturwissenschaft. Von Wegen zwischen Kinder groß ziehen, Famlienleben und dem Schreiben und vom Versuch alles unter ein Dach zu bringen.
Von der Angst vor dem Nichtstun, Übersetzertätigkeit Russisch-Englisch, russische und jüdische Emigranten, Zypern als Zwischenstation nach Israel, Zivilehen und Ordnung ins Leben bringen. Von der Sprache der Kinder und der Frage, ob sie sich für Litauen interessieren und von den drei Elementen des Schreibens: Schreiben als Mutter von Kindern die mehrssprachig aufwachsen, Schreiben als Übersetzungsprofi und vom Schreiben darüber, wie man außerhalb des eigenen Heimatlandes überlebt.
Von der Übersetzerin, die eigentlich die ganze Kultur derjenigen Sprache geschenkt bekommt, aus der sie übersetzt. Von den Einflüssen der griechischen Kultur und Denkart, von Litauen als Arche Noah, vom beständigen Erneuern dieser Arche, von wechselnden Ansichten und Lebensart, von der Menge der Ereignisse und dem Fortwaschen der Erinnerungen.
Von Dingen die das Leben ausmachen, vom Gefühl des Lebens in der Zeit, vom Unterschied was wir tun können und was wir nicht zu tun vermögen, von der Notwendigkeit der Liebe zu folgen und dem Unwohlsein in neuen Welten. Vom eigenen Beitrag zu fremden Kulturen und der Bereitschaft Sprachen zu lernen. Von der Kälte in Litauen, vergleichsweise verschlossenen Litauern, zurückgehaltenen Gefühlen und den Tücken der litauischen Sprache. Von Vergleichen zwischen Litauen und Zypern, der unterschiedlichen Lebensart und Bedingungen des Überlebens. Von Arbeitsweisen und Wetterbedingungen, von innerer Spaltung, vom Messen der Zeit, unterschiedlichen Orten und einem möglichen nächsten Buch.

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L-E-S-E-S-T-O-F-F

Dalia Staponkutė: Jenseits vom Entweder-Oder

Meine persönliche Odyssee. Aus dem Litauischen von Markus Roduner. Verlag Expeditionen, Hamburg 2015. 260 Seiten, ISBN-13: 978-3-943863-21-5, Preis: € 19,90.

Verlagsinfo:
Jenseits vom Entweder-Oder ist ein Buch über eine autobiographische Reise, die das Leben zwischen zwei grundlegend verschiedenen Ländern, Litauen und Zypern, beschreibt. In einem persönlichen Mythos versucht die litauische Autorin, Übersetzerin und Philosophin Dalia Staponkutė beide zu vereinen. Sie beschreibt ihr Leben als Mutter und als intellektuelle Frau, die seit mehr als zwei Jahrzehnten in Zypern lebt und arbeitet. In vielen Details offenbart sie Themen wie begrenzte Chancen für Emigranten auf eine Anstellung, die Herausforderungen, die zweisprachigen griechisch-zypriotischen Töchter in einer anderen Kultur als der ihrer Mutter aufwachsen zu sehen und die nicht leichten Beziehungen zu den beiden Heimaten – Litauen und Zypern. Gefangen in der ständigen Bewegung zwischen zwei Ländern, Sprachen und Kulturen fühlt sie sich nicht nur durch diese kulturelle Vielfalt bereichert. Ihre Ansprüche bleiben teilweise unerfüllt und sie fühlt sich in den Gegensätzen verloren. Die Frage stellt sich nach der dramatischen Möglichkeit, jenseits vom Entweder-oder der bisherigen ein weiteres – drittes – Land zu wählen.
Das Buch erhielt in 2015 die höchste literarische Auszeichnung in Litauen, den Preis der Literaturkritiker.
Mehr zu Dalia Staponkutė

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Julija Boguna: Lettland als übersetzte Nation

Reihe Ost-West-Express, Kultur und Übersetzung, Bd. 22. Frank&Timme-Verlag Berlin 2014. 410 Seiten, ISBN 978-3-7329-0103-6, 49,80 Euro.

Verlagsinfo:
Das kulturnationale Modell des 'nation building' erfuhr im 19. Jahrhundert eine große Verbreitung in Nordosteuropa. Einen wichtigen Baustein bildete die Suche nach 'nationalen' Ur-Texten, die als Zeugnisse für die Existenz der 'Nation' dienten. In Lettland (damals Livland) stieß dieses Auf(er)finden von Texten auf besondere Bedingungen: Die Ur-Texte erklangen nicht auf Lettisch, sondern auf Deutsch, in der Sprache der deutschbaltischen Oberschicht. Der 'nationale' Text also eine Übersetzung? Welcher Transformationen bedarf es, um zu einem (lettischen) 'nationalen' Text zu werden? Dieser Frage wird mit Hilfe von kultursemiotischen und translationswissenschaftlichen Ansätzen am Beispiel der Übersetzungsgeschichte von Garlieb Merkels abolitionistischer Schrift 'Die Letten' (1796) nachgegangen. Die Autorin schlägt vor, Übersetzungsgeschichte als Teil der Rezeptions- und Literaturgeschichte zu lesen.

Zu den Herausgebern:
Julija Boguna studierte Übersetzen und Dolmetschen am Fachbereich Translations-, Sprach- und Kulturwissenschaft der Universität Mainz in Germersheim, 2013 folgte die Promotion im Fach Interkulturelle Germanistik. Seit 2005 ist sie als freiberufliche Dolmetscherin und wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Mainz (FTSK, Arbeitsbereiche: Interkulturelle Germanistik, Russisch) tätig.
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M-U-S-I-K-S-C-H-W-E-R-P-U-N-K-T



SKA FAKTOR (EE)
- Isemoodi tüdruk -
- Tantsupeole -
- Cia mees -
- Real big money -
- Aeg on uus -
- Vale -
- Pidu ja pillerkaar -
- Sa mulle ei meeldi -
- Sa tule nüüd -
Isemoodi tüdruk (esitab Põltsamaa ÜG orkester)
aus der CD "Aeg on uus"

www.skafaktor.ee
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VORSCHAU
DIE BALTISCHE STUNDE
nächster Sendetermin:
Dienstag, 2.Juni 2015 - 19.00 - 21.00 Uhr
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01 April 2015

BALTISCHE STUNDE 7.April 2015

Nachösterliche Pflege fürs Ohr!  

Neues aus ESTLAND, LETTLAND und LITAUEN bringt die
BALTISCHE STUNDE
mit viel Musik aus Estland, Lettland und Litauen und Studiogästen
Dienstag, 7.April 2015 - 19.00-21.00 Uhr 
Wiederholung am Samstag, 18.April 2015, 16.00-18.00 Uhr !

  wie immer auf UKW 92,5 und im Kabelnetz auf 101,85 (Raum Bremen).
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Unser Hörangebot diesmal

Gesprächsgast
Philipp Meuser (Architekt und Verleger)
Bis 2017 wollen wir alle Hauptstädte ehemaliger Sowjetrepubliken vorgestellt haben!
Über ein Buchprojekt das auf einer Messe geboren wurde. Über die Zusammenarbeit mit litauischen Partnern, über Lizenzgeschäfte, Förderung aus Litauen, 13 verschiedene Autoren und eine gemeinsame Konzeption. Über unterschiedliche Bücher der Reihe, über die Grenzen der Möglichkeiten und effektives Arbeiten. Über die Suche nach Autoren, über Architektur unabhängig von Sehenswürdigkeiten, Hässliches und dennoch Interessantes, über Plattenbauten und sowjetischen Wohnungsbau.
Über die Arbeit der Lektorinnen und Lektoren, über korrekte Fakten und notwendige Korrekturen, über Verlässlichkeit und Baudokumentationen zeitgenössischer Architekur. Über verständliche Sprache, Betreuung von Autoren und Zeichen der Zivilgesellschaft. Über den Architekturdiskurs in kleineren europäischen Ländern, Vergleiche zwischen den Büchern über Riga und Vilnius, über das Verlagslogo und die Ausgestaltung der Bücher.
Über die Vorstellung von Gebäuden, notwendige Recherche, dünne und dicke Bücher, über verlegerische Vorlieben und architekturafine Menschen. Über Städtereisende, schöne Städte, das Weglassen von Partytipps und das Befassen mit der gebauten Welt.
Über Pläne zu Architekturführern zu Kaunas und Tallinn, Reisen zu Hause im Couchsessel und einer guten Tasse Tee.

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L-E-S-E-S-T-O-F-F

 

Dr. Claudio Cantele: Im Visier der Heuschrecken

Ein Wirtschaftsthriller. Styria Krimi, Wien 2014. 192 Seiten, ISBN 978-3-222-13444-9, 12,99 Euro.

Verlagsinfo:
Alles beginnt mit einer Verwechslung: In einer Wiener Tiefgarage wird aus Versehen ein Rechtsanwalt überfallen und ihm sein Aktenkoffer entwendet … Im Koffer befinden sich hoch brisante Unterlagen: der detaillierte Plan einer skrupellosen US-Investorengruppe, die einen Finanzangriff auf Lettland plant, um sich an den zu erwartenden Kursschwankungen bereichern zu können. Zunächst läuft für die Investoren alles nach Plan, doch bald ändert sich das Bild. Flavio Contarini, ein ehemaliger Banker, versucht mit Hilfe eines italienischen Journalisten und eines schwedischen Finanzfachmanns das Land zu retten. Ein packender Wirtschaftsthriller zwischen Wien und Padua, der Insel Mainau, Litauen und Lettland.

Claudio Cantele, Dr., geboren 1953 in Budapest, Studium der Volkswirtschaft in Wien, danach bei Banken und Versicherungen tätig, seit 2008 selbstständig als Gerichtssachverständiger für Wertpapiere und Vermögensverwaltung tätig. Bei Styriabooks erschienen ist die Wirtschaftskrimi-Trilogie „Das stille“ Geld“, „Das schnelle Geld“, „Das dunkle Geld“ rund um die Hauptfigur Flavio Contarini (2012–2013).
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Jānis Krastiņš: Architekturführer Riga

Zweite und erweiterte deutsche Ausgabe: Dom Publishers, Berlin 2014. ISBN 978-3-86922-277-6, 400 Seiten, 48.00 Euro.

Verlagsinfo:
Das bauliche Bild der lettischen Hauptstadt Riga ist bestimmt von einer Fülle an unterschiedlichsten Architekturstilen. 1201 von einem Bremer Bischof gegründet, haben wechselnde Fremdherrschaften die Stadt über Jahrhunderte geprägt. Aus dem Zusammenfließen vieler Kulturen auf engem Raum ist so eine vielschichtige, einzigartige städtische Struktur entstanden: Neben der von der Hansezeit geprägten Altstadt, die seit 1997 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, finden sich hier die weltweit größte Ansammlung an Jugendstilgebäuden, traditionell geprägte Holzarchitektur, majestätische Bauten des Funktionalismus und die Sowjetmoderne in unmittelbarer Nachbarschaft. Seit Erlangung der Unabhängigkeit Lettlands im Jahr 1991 knüpft die Stadt wieder an ihre reiche Architekturtradition an.
Jānis Krastiņš, ausgewiesener Experte für die Architektur seiner Heimatstadt, stellt rund 800 Bauten aus allen Epochen der Rigaer Baugeschichte vor. Damit bietet der Architekturführer Riga eine profunde Übersicht über die Architektur und die städtebauliche Entwicklung der lettischen Hauptstadt – ein Must-have für alle diejenigen, die sich für die vielfältige Baukunst und Kulturgeschichte Europas interessieren. 
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Julija Reklaitė / Ruta Leitanaitė (Hg.): Architekturführer Vilnius

Deutsche Ausfgabe. Verlag DOM Publishers, Berlin 2015. ISBN 978-3-86922-356-8, 252 Seiten, 28 Euro.

Verlagsinfo:
An der Schwelle zwischen Mittel- und Osteuropa vermischen sich in Vilnius seit Jahrhunderten die Traditionen und Kulturen vieler Völker. Die wechselvolle Geschichte spiegelt sich auch im Stadtbild wider: Neben einem reichen architektonischen Erbe finden sich hier alle Stilrichtungen der jüngeren und jüngsten Architekturgeschichte. Ungeachtet der wechselnden politischen Verhältnisse waren die in Vilnius bauenden Architekten stets bestrebt, eine eigene, litauische Baukunst zu schaffen, indem sie traditionelle Motive mit internationalen Einflüssen verbanden. Dieser Architekturführer ist der Baukunst ab 1900 gewidmet: Zusammengestellt von einem Expertenteam aus Architekten und Stadthistorikern, werden über 230 Bauten und Projekte vorgestellt – reizvolle Jugendstilvillen, Bauwerke der klassischen Moderne und des Funktionalismus, Gebäude der Sowjetzeit vom Sozialistischen Klassizismus bis hin zum seriellen Plattenbau, spät- und postmoderne Experimente sowie die jüngsten Zeugnisse des Baubooms seit der Erlangung der Unabhängigkeit Litauens 1990.

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M-U-S-I-K-S-C-H-W-E-R-P-U-N-K-T


ALINA ORLOVA
 Širdis
Šilkas
Lichoradka
Vaikelis
Čudesa
Anyway
Kibirkštėlė
Amerika
Ajajai
Čia
Fireflies
Forewa

(aus der CD "MUTABOR")


Mehr zu Alina Orlova: DISCOGS / Myspace
Alina Orlova Blog (russisch) / FARGO Records
Soundcloud

Alina Orlova live in Berlin 2015 (Ausschnitt)
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Ārpus Laika 
 - Visu Ceļu Neteicu -
- Dzīdit, Meitys, Vokorā -
Andris Kapusts, Aīda Rancāne, Eino Kolists
aus der CD "Intuīcija"

Discogs / Youtube / Tumusicamovil
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VORSCHAU
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Dienstag, 5.Mai 2015 - 19.00 - 21.00 Uhr
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05 März 2015

BALTISCHE STUNDE 10.März 2015

Baltischer Frühling - mit Überraschungen!  

Neues aus ESTLAND, LETTLAND und LITAUEN bringt die
BALTISCHE STUNDE
mit viel Musik aus Estland, Lettland und Litauen und Studiogästen
Dienstag, 10.März 2015 - 19.00-21.00 Uhr 
Wiederholung am Samstag, 21.März 2015, 16.00-18.00 Uhr !

  wie immer auf UKW 92,5 und im Kabelnetz auf 101,85 (Raum Bremen).
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Unser Hörangebot diesmal


Gegen jahreszeitlich bedingte Müdigkeit:
Der Schiet und das Frühjahr
Vor neuen Jahreszeiten sollte man sich nicht verstecken - und die Blumen
gleich dort ansprechen, wo sie wachsen! 
Der estnische Schriftsteller Andrus Kivirähk schrieb dieses wunderbare 
Kinderbuch, und dank der Übersetzung durch Prof. Cornelius Hasselblatt 
liegt es jetzt auch in deutscher Sprache vor. 
Vierzehn Geschichten zum Schmunzeln und Wundern enthält das Buch - einige davon stellt die 
"Baltische Stunde" in dieser Sendung vor.
Die Illustrationen im Buch stammen von Meike Teichmann. 
 Die Geschichten von Andrus Kivirähk verdrehen die reale Welt ganz leicht, und gerade so 
weit, dass wunderliche Dinge entstehen können, die sonst 
vielleicht für unlogisch oder irreal erklärt werden würden. 
Ein Buch für alle, die auf ungewohnte Weise einen Einstieg ins
Frühjahr finden wollen - und sich dabei von seltsamen Ereignissen nicht 
irritieren lassen. 
erschienen im WILLEGOOS Verlag, Potsdam, 82 Seiten, 14,95 Euro. 
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Ein Spiegel im Flur,  eine Pistole im Keller, 
und vielfach optimistische Lebenseinstellung im Wandel der Zeiten
bietet unter anderem das Buch
Das Haus in der Palissadnaja
Ja, die Straße namens "Palissadnaja" gab es wirklich in Riga. 
Heute heißt sie "Krāslavas iela", und auch ein Haus mit der Nummer 21 gibt es. 
Ob Jelena Katischonok, die in Riga geboren wurde und bis zum Jahr 1991 dort 
lebte, je das Innere des real existierenden Hauses selbst gesehen hat, verrät
sie den Leserinnen und Lesern vorerst nicht. 
Sie tauscht vielmehr ihre Perspektive als Autorin mit der des ganzen Hauses,
lässt es manchmal tuscheln und tratschen, ähnlich wie die Bewohner, die 
ab 1927 einziehen. Vielleicht hallen auch die sehr unterschiedlichen 
Lebensgeschichten der Bewohner auch nur im Hausflur wieder, oder der 
große Spiegel fängt das ein oder andere Lächeln auf.
Lehrer und Ärzte, aber auch Offiziere und Klavierstimmer, eine Künstlerin und 
ein Antiquar bilden zum Beispiel die Hausgemeinschaft.
Im Jahr ihres Einzugs erscheint das wenige Jahre zuvor 
unabhängig gewordene Lettland noch stabil und friedlich einer
blühenden Zukunft entgegen zu gehen. In den 1930er und 1940er Jahren, die in
Folgekapiteln den zeitlichen Schwerpunkt bilden, wirbeln die große Politik, 
die Kriegsereignisse, verschiedene Besatzungen und persönliche Schicksalsschläge die Lage kräftig durcheinander, im Haus selbst und auch nicht weit entfernt, wo von der Nazi-Besatzung ein Zaungezogen wird zur Einrichtung eines Ghettos. 
Und wenn auch nicht alle Bewohner direkt vom Schicksal 
getroffen werden (einige überstehen durch mehr oder weniger 
glückliche Umstände alle wechselnden Zeiten), so spiegeln sich auch in 
den Geschichten zu Verwandten und Bekannten der Hausbewohner viele Varianten
der lettischen Geschichte, der lettischen Verhältnisse und der ungewollten 
Fortsetzung nach dem Krieg als erzwungener Teil Sowjetrusslands: die einen 
schließen sich den "Waldbrüdern" an, die anderen sind Widerstandskämpfer
gegen die Nazis, die nächsten gehen angesichts der erneut einmarschierenden 
Roten Armee in die Wälder, wieder andere erleiden eine Verbannung nach Sibieren. Nur wenige jüdische Schicksale enden glücklich, 
insgesamt leert sich das Haus mehr und mehr - gespiegelt auch in den 
immer mehr verblassenden goldenen Ziffern der Hausnummer 21.
"Sie kommen zurück!" meint das Haus am Schluß zu entdecken, und meint damit 
ehemalige Hausbewohner. "Nein, nicht alle kommen zurück!" lautet dann 
die Selbstkorrektur. Das Haus steht noch - und am Ende der Lektüre, während derer man sich sicherlich nach Riga versetzt fühlt - werden Leserinnen und Leser sicherlich erstaunt feststellen: "Seit 1927 ist wirklich viel passiert!" Dieses Buch erzählt davon in 
unkomplizierter Weise. Jelena Katischonok, die inzwischen in Boston / USA lebt, 
bietet sich als Chronistin der Geschehnisse in und mit einem Haus an, 
das nicht die Schlagzeilen der politischen Ereignisse in den Mittelpunkt stellt, 
sondern der Menschen, die manchmal unvermittelt davon betroffen sind. 
Auch wer Riga schon kennt, wird in diesem Buch einerseits Neues
erfahren, und andererseits die lettische Hauptstadt gut beschrieben finden. Es ist 
keinesfalls die "typisch russische" Perspektive, deren Begrenzungen
Lettinnen und Letten meist klar wird, wenn ihnen dann davon erzählt wird. Einzig die hartnäckige Beschreibung der Rigaer Petrikirche (die Beschreibung ist eindeutig!) als "Rigaer Dom" mag als vielleicht individuell geprägte Erinnerungsunschärfe der Autorin 
(sie verließ 1991 Riga) durchgehen müssen.
Alles andere ist bester Lesestoff für Riga- und Lettland-Fans!

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M-U-S-I-K-S-C-H-W-E-R-P-U-N-K-T


Vaida Vairaitė

 Išaušo Vasaros Diena     
Jaučiu Visur Ir Visada
Laiškas Tėvams     
Vienišas Žmogus     
Mano Mielas Drauge     
Prisiminimai     
Trokštam Mes     
Tauta
(aus der CD "Prisiminimai")


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05 Februar 2015

BALTISCHE STUNDE 10.Februar 2015

baltisches "best of" ...  

Neues aus ESTLAND, LETTLAND und LITAUEN bringt die
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mit viel Musik aus Estland, Lettland und Litauen und Studiogästen
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Wiederholung am Samstag, 21.Februar 2015, 16.00-18.00 Uhr !

  wie immer auf UKW 92,5 und im Kabelnetz auf 101,85 (Raum Bremen).
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Līvi
lettische Rocklegende 

Šķiršanās blūzs - Līvi
 Pārpalikums - Līvi
Saldus Saule - Līvi
 Kāpēc Nr.1 - Līvi
 Ziņģe par bailēm - Līvi
 Rock'n'roll muzikant - Līvi
Dzelzgriezējs - Līvi
Dzimtā valoda - Līvi
(aus der CD / DVD “Līvi” & Liepājas Simfoniskais orķestris, 2006)

--- zabaku dziesma - Līvi ---
(aus: "Roks pret Skrundas lokators", Skrunda live 1994)

Bruģakmeņi - Līvi 
(aus: "Mēs Liepājai 375 gadu jubilejā", 2000)
   
 Pārāk Maz
(aus "Līvi Dzīvi", 1994)

Saules Ceļš
Kurzeme
(aus "Kurzemei - Saules Ceļš", 1988)

Informationen zur Gründungs- und Bandgeschichte von Līvi, von Liven und Kuren, zur musikalischen Tradition von Liepāja, von Metalurgs Liepāja und dem Kulturhaus des Betriebes und der Gründung von Līvi. Von Rock'n Roll in Lettland, dem legendären Musikfestival "Saldus Saule", vom ebenos legendären Musiker und Komponist Ēriks Ķiģelis, von "Līvi dzīvi", und von "Roks pret Skrundas lokatoru". Zur Geschichte Kurlands und Livlands, von Gotthard Kettler, Herzog Jakob und Kurländischen Kolonien. Vom Singen über Ängste, Angst vor und um Gesang, von Pflastersteinen, dem Löwen von Kurland, von Linden und der Ostseeküste, dem Dorf "Liva" und der Stadt Saldus und dem Maler Janis Rozentāls. Von Pete Anderson und den "Arhivi", Roberts Gobziņš, Jānis Grodums, Fēlikss Ķiģelis und Māris Čaklais.

L-E-S-E-S-T-O-F-F

Franz Preissler: Bestimmungsfaktoren auswärtiger Minderheitenpolitik

Russland und die Frage der Russischsprachigen im Baltikum, 1991-2004 (unter besonderer Berücksichtigung Lettlands). Band 20 der Reihe "Studien zu Konflikt und Kooperation im Osten", Lit Verlag, Münster 2014, 472 Seiten, ISBN 978-3-643-12380-0, 49.90 EUR.

Verlagsinfo:
Instrumentalisiert Russland die russischsprachigen Minderheiten in den Nachbarstaaten primär zur Durchsetzung hegemonialer Interessen?
Am Beispiel der baltischen Staaten Lettland und Estland zeigt der Autor, dass Russland die Minderheitenfrage durchaus instrumentalisiert hat - Mitte der neunziger Jahre (und 2008 in Georgien) zur Verteidigung des sicherheitspolitischen Status quo. Noch häufiger instrumentalisierte Russland die Minderheitenfrage im Baltikum aber für politische Interessen, insbesondere die Abwehr westlichen Drucks in Menschenrechts- und Demokratiefragen. Russland setzte sich für die Minderheiten auch ein.
Insgesamt trägt die Studie zu einem besseren Verständnis der Außenpolitik Russlands seit 1991 bei. Die Erkenntnisse sind von Bedeutung für die zukünftige europäische Sicherheitspolitik. Das im Buch entwickelte Modell auswärtiger Minderheitenpolitik kann für die Analyse anderer Fälle fruchtbar gemacht werden.

Dr. Franz Preissler promovierte 2012 am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Er ist seitdem unter anderem als Lehrbeauftragter tätig.
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