18 November 2019

BALTISCHE STUNDE 26. November 2019

KINO KINO KINO
Neues aus ESTLAND, LETTLAND und LITAUEN bringt die

BALTISCHE STUNDE

mit viel Musik aus Estland, Lettland und Litauen und Studiogästen
Dienstag, 26.November 2019 - 19.00-21.00 Uhr

Wiederholung am Samstag, den 7. Dezember 2019, 16.00 - 18.00 Uhr

  wie immer auf UKW 92,5 on air - oder 101,85 im  Kabelnetz im Raum Bremen
 
LIVESTREAM:
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oder "Medialab Nord"
 
oder nachzuhören auf www.baltische-stunde.de


Unser Hörangebot diesmal


GESPRÄCHSGAST
Giedrė Simanauskaitė
(Leiterin des Filmfestivals "LT Kino Goes Berlin")


Kino ist der beste Weg zu zeigen wie wir sind !

Über die Entstehung und Entwicklung des Festivals "LT Kino goes Berlin", über die Platzierung des Festivals in Berlin, persönliche Erfahrungen und berufliche Hintergründe und Reisen in andere Länder. Von Kulturmanagement und Kino, die Wandlung vom einmaligen Experiment zur Festivalreihe, ein Stipendium in Berlin und Freundschaften zu Kinos in Berlin. Über eine "Marktlücke", Kontakte zur litauischen Filmindustrie und erste Erfolge beim Berliner Publikum. Über das wachsende Programm des Festivals, kleine Anfänge und viel Arbeit auf dem Weg zur Beständigkeit.
Über die Chance zur Präsentation litauischer Filme in Deutschland, Arbeit in der litauischen Filmakademie, bestehende Netzwerke, wechselnde Jahreszeiten und die Einladung an "our foreign guests". Über die litauische "Summer Edition", den Filmherbst und das Bemühen und Beständigkeit und Verlässlichkeit. Über die Bedeutung und Wichtigkeit eines tollen (Helfer/innen-)-Teams, die Mischung aus Ehrenamtlichkeit und geringen finanziellen Förderungen, und dem Willen "das die Arbeit gemacht wird". Über Finanzrahmen, Unterstützung aus litauischen Quellen, die Wahrnehmung des Festivals von Litauen aus, und "LT Kino goes Berlin" als einziges Festival litauischer Filme in Europa.
Über litauische Filmpremieren, das Festival Karlovy-Vary und Lübeck, die Ausnahmestellung der Berlinale und Werbung für das litauische Kino. Über den Film "Motherland", Anregungen für andere Filmreihen in Berlin, das Bewußtsein für ein "Nischenfestival", zurückhaltende Ambitionen freudige Reaktionen bei den litauischen Filmemachern. Über steigende Qualitäten des litauischen Kinos, das Wachsen der Filmindustrie und die Konzentration auf englisch-litauische Kommunikation.
 Über die Internationalität von Berlin, Bindung an das bisherige Publikum und notwendige Beschränkung des Finanzrahmens. Über Vergleiche mit Filmfestivals in Cottbus und Leipzig, über mögliche Produktionen von Filmen mit deutschen Untertiteln und verbesserte Qualität von Filmen aus Litauen. Über junge Filmemacher, neue Themen und Ideen, neue Spielfilme und eine verbreiterte Auswahl guter Filme. Über "Tadas Blindas" und die notwendige Werbung für Filme aus Litauen, Arthouse Kino und kommerzielles Kino, wachsendes Interesse für litauisches Kino und Erweiterung der Zielgruppen. Über geringe Erwartungen und falsche Vorstellungen beim deutschen Publikum, die Notwendigkeit
 genauer hinzusehen, den Film "Motherland" und die Vorteile einer Kurzfilmauswahl.
Zur Möglichkeit Kulturen über Filme kennenzulernen, die Eigenarten Litauens, das Leben in Deutschland und Rückkehr nach Litauen. Über das Leben in Berlin, die Perspektive einer Litauerin, notwendige Nähe zur eigenen Familie, die Kritik anderer an den Verhältnissen in Litauen und den Nutzen internationaler Erfahrungen. Über die Notwendigkeit der Eigeninitiative, das Hoffen auf den Staat und die mühsame Arbeit an Veränderungen. Von Veränderungen in Vilnius, Arbeiten im Ausland, einem neuen Bild von Litauen und dem nötigen Schuss Optimismus. Von falschen Vorstellungen, notwendiger Akzeptanz von Spielregeln und gesellschaftlichen Umständen, den besonderen Verhältnissen der international geprägten Atmosphäre in Berlin. Vom Ausreisen und Heimkommen, die litauische Art der Teamarbeit, die gut organisierten Deutschen, das anstehende 10-jährige Jubiläum von "LT Kino goes Berlin 2020", möglichen Verwechslungen beim Googeln und zukünftigen Projekten in Vilnius.

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L-E-S-E-S-T-O-F-F

 

Māra Zālīte: Fünf Finger

Roman. Aus dem Lettischen von Nicole Nau. KLAK-Verlag, Berlin 2019, 306 Seiten, ISBN 978-3-948156-18-3, 16,90 €.

Verlagsinfo:

Laura ist fünf, als sie das erste Mal lettischen Boden betritt. Ein Land, das sie nur aus den üppigen Beschreibungen im Gulag kennt. Die Erwachsenen sind mit sich selbst und dem Neuanfang beschäftigt. Laura erkundet mit Freiheitsdrang ihre dörfliche Umwelt. Ebenso real wie magisch spricht sie mit Menschen, Tieren und mythischen Gestalten. Wir erfahren aus einer kindlichen Perspektive von den Schwierigkeiten des Zusammenlebens, den täglichen Absurditäten der Gesellschaft, bevor Schule und sowjetische Erziehung den Rahmen vorgeben. Mit Phantasie, Humor und Klugheit erzählt Mara Zalite über die Schrecken und Erfahrung einer ganzen Generation. Der in mehrere Sprachen übersetzte Roman „Fünf Finger“ wurde in Lettland zu einem Bestseller und mit dem Jahrespreis für Literatur ausgezeichnet. Er steht aufgrund einer großen Leserumfrage in Lettland auf der Liste der „100 wichtigsten Bücher (der Weltliteratur)“.

Māra Zālīte wurde im sibirischen Krasnojarsk (Russland) geboren, wohin ihre Familie 1941 aus Lettland deportiert worden war. 1956, als sie vier Jahre alt war, durfte die Familie zurückkehren. Nach dem Studium der Philologie arbeitete sie im lettischen Autorenverband, dessen Präsidentin sie neben anderen wichtigen Funktionen von 2000-2008 war. Zalite schreibt Gedichte, Essays, Theaterstücke, Dramen, Prosa, Kinderbücher und Libretti für Musicals und Rockopern. Ihre Werke wurden in viele Sprachen übersetzt, darunter Russisch, Englisch, Deutsch, Schwedisch, Estnisch und Französisch. Als eine der wichtigsten lettischen Autorinnen der Gegenwart ist sie durch ihre öffentlichen Stellungnahmen zu Politik und Gesellschaft bekannt. Sie erhielt zahlreiche Preise, u.a. den Herder-Preis (Deutschland 1993) und den Lettischen Literaturpreis (2001, 2004, 2014).
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Klaus Modick: Keyserlings Geheimnis

Roman, Verlag Kiepenheuer & Witsch 2019, (KiWi-Taschenbuch), 240 Seiten, ISBN: 978-3-462-05335-7, 10.00 € (A 10.30€).

Verlagsinfo:
Sommer 1901 am Starnberger See. Lovis Corinth porträtiert Eduard Graf von Keyserling, Schriftsteller und Dandy aus baltischem Adel, den seine geheimnisumwitterte Vergangenheit einholt, als unvermutet eine durchreisende Sängerin erscheint. Handelt es sich womöglich um jene Frau, die ihn vor mehr als zwanzig Jahren in den Skandal verwickelte, der ihn zur Flucht nach Wien zwang und in Adelskreisen zur persona non grata werden ließ?
Geistreich, einfühlsam, voller Witz und Verve spürt Klaus Modick den emotionalen und gesellschaftlichen Widersprüchen der Jahrhundertwende nach und erzählt davon, wie ein Außenseiter zu jenem brillanten Schriftsteller wurde, der den Zerfall der eigenen Klasse mit Melancholie und scharfsinniger Ironie beschrieb.

Klaus Modick, geboren 1951, studierte in Hamburg Germanistik, Geschichte und Pädagogik, promovierte mit einer Arbeit über Lion Feuchtwanger und arbeitete danach u.a. als Lehrbeauftragter und Werbetexter. Seit 1984 ist er freier Schriftsteller und Übersetzer und lebt nach diversen Auslandsaufenthalten und Dozenturen wieder in seiner Geburtsstadt Oldenburg. 

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M-U-S-I-K-S-C-H-W-E-R-P-U-N-K-T

  

SHISHI

Dominyka Kriščiūnaitė (bass, vocals),
Elena Neniškytė (drums, vocals),
Giedrė Nalivaikaitė (guitar, vocals) 

- you are -
- Don't talk -
- Love -
- Istanbul -
- Homeless -
- Human-plant communication -
- Oh God -
- I get up -

(aus der CD "NA x 80")
Facebook

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RYGA

Bass – Armands Butkevičs
Guitar – Rihards Lībietis
Synth, Drums, Vocals, – Mārcis Judzis
Vocals – Anita Intaite, Dzeguzīte, Ieva Segļiņa


- Black friday -
- Give me your love -
- I break your heart -
- Say you love me now -
- Bunny Munro waltz -
(aus der CD "Catch her groove")


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VORSCHAU
DIE BALTISCHE STUNDE
Nächster Sendetermin:
Dienstag, 24. Dezember 2019 - 19.00 - 21.00 Uhr
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24 Oktober 2019

BALTISCHE STUNDE 29. Oktober 2019

Lettisch historisch - mit litauischen Nussliebhabern!
 Neues aus ESTLAND, LETTLAND und LITAUEN bringt die

BALTISCHE STUNDE

mit viel Musik aus Estland, Lettland und Litauen und Studiogästen
Dienstag, 29.Oktober 2019 - 19.00-21.00 Uhr

Wiederholung am Samstag, den 9. November 2019, 16.00 - 18.00 Uhr

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GESPRÄCHSGAST
Prof. Dr. Valters Nollendorfs
(Germanist, Lehrer, Autor und Herausgeber)

  Es ist wichtig, die Wurzeln nicht zu vergessen, woher man kommt!

Über eine Kindheit im Lettland der 1930iger Jahre, Flucht in den Westen, und Neuanfang in den USA. Über die Herausgabe der Zeitschrift "Jauna Gaita", die Beschäftigung mit der Germanistik und deutscher Literatur, einer Zwischenstation am Lettischen Gymnasium Münster, und die Rückkehr nach Lettland mit Hilfe eines Fulbright-Stipendiums. Über den Aufbau des lettischen Museums der Okkupationen, ehrenamtliche Arbeit in Lettland und die Arbeit in der Historikerkommission des lettischen Präsidenten. Zur Verleihung des Bundesverdienstkreuzes, über eigene Gedichte und die Absicht diese auch mal zu veröffentlichen. Über die erste Schule in Riga, einen Umzug nach Ruijena mit den Eltern, und ein Sommerhäuschen in Inčukalns (deutsch = Hinzenberg). Über die Gefahr der Deportierung nach Sibirien, die deutsche Besatzung, und die Flucht nach Westen. Über einen sehr inspirierenden lettischen Lehrer (Jānis Mencis) und ein Wiedersehen in den späten 1980iger Jahren. 
Über die Erinnerungen von Janis Jaunsudrabiņš, DP-Lager in Deutschland, Jaunsudrabiņš als Zeichenlehrer und die lettische Notengebung. Über die Natur in Lettland, die Perspektive eines Kindes gegenüber Besatzungsmächten, Gespräche des Vaters mit Bekannten, und eine Schiffsreise 1950 ab Bremerhaven. Über Heimatgefühle eines Letten und die Landschaft in Wisconsin, die Arbeit an der dortigen Universität Madison und die Vorstellung der dortigen Menschen von Lettland. Von der Beschäftigung auch mit der lettischen Literatur, das Selbstverständnis als Einwanderer in den USA und Ängste und Patriotismus in der amerikanischen Provinz. 
Über die USA unter Trump, Germanistik in den USA, ein angefangenes Ingenieurstudium, Orientierung durch die Studienberatung und eine Ausbildung in Pädagogik, einige Glücksfälle und Wegbegleiter. Über die Begeisterung für den Lehrerberuf, Aufmerksamkeit für die Ereignisse und interessante Entwicklungen in Sowjet-Lettland, und das Lesen zwischen den Zeilen. Über die Arbeit bei "Jauna Gaita", das lettische Gymnasium in Greven und in Münster, und Meinungsverschiedenheiten mit der älteren Generation der Letten im Exil. Über ehemalige Ulmanis-Anhänger, Verständnis für Menschen im Sowjetsystem und Einsatz für eine demokratische Entwicklung. 
Über die Idealisierung und die Ideologie der exillettischen Gesellschaft, Rebellion der Jugend und unabhängiges Denken. Über Ideologie und denkende Menschen, Paradigmenwechsel und Kontakte zwischen Ost und West im Kalten Krieg. 
Über die Rückkehr nach Lettland, eine Einladung nach Riga inmitten der Unabhängigkeitsbewegung, Goethe und Rainis und die baltische Exilliteratur. Über Erwartungen und Illusionen, das Wiederfinden des Schulwegs und das Sortieren der Erinnerungen. 
Über die Veränderungen seit 1990, Rahmenbedingungen der Unabhängigkeit und geschlossene Wissenslücken. Über den eisernen Vorhang als Vorhang des Vergessens, Ossis in Deutschland und verwestlichte Letten. Über ehrliche Kommunisten, Geschäftemacher, Unerfahrenheit und ernste Absichten. Über den Beitritt Lettlands zur Europäischen Union, den Vergleich mit anderen Beitrittskandidaten, und das Unverständnis des Westens gegenüber dem Osten. Über Wissenslücken des Westens, Bequemlichkeiten und Unterschätzung der Menschen in Osteuropa. Über die Verbrechen von Stalin und Hitler, Völker- und Menschenrecht, und dem Lernen aus der Geschichte. 
Über Letten und Lettinnen in Brüssel, die Mühen der lettischen Abgeordneten im Europaparlament und die Folgen der Besetzung durch die Sowjetunion.
Über die Vorbereitungen zur neuen Ausstellung des Okkupationsmuseums, Hinterlassenschaften der Sowjetarmee, der schwierige Übergang zum freien Marktwirtschaft, Weltoffenheit, nationale Identität, Letten in der ganzen Welt, die sich ändernde Weltordnung und Hoffnungen auf die Zukunft.

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L-E-S-E-S-T-O-F-F

 

Benas Bėrantas, Vilija Kvieskaitė: Nüsse haben kurze Beine

Kinderbuch, ab 3 Jahren. Übersetzt aus dem Litauischen von Saskia Drude. Text von  Benas Bėrantas, Illustrationen von Vilija Kvieskaitė. Magellan Verlag , 32 Seiten (25 x 26 cm), ISBN 978-3-7348-2064-9, 14 Euro.

Verlagsinfo:
„Lass uns jeder eine probieren“, schlägt Eichhörnchen Ekki vor, als es gemeinsam mit Rabe Knips einen Korb voller Nüsse entdeckt. Knusprige Leckerbissen, die Mama Eichhorn für einen besonderen Anlass beiseitegestellt hat. Wer wird schon merken, wenn eine Nuss fehlt?
Oder zwei? Oder drei?
Oh Schreck, plötzlich ist fast der ganze Korb leer!
Da hilft nur eine kleine Lüge. Hauptsache, Mama Eichhorn wird nicht böse. Aber ob ihre Bauchschmerzen nun wirklich bloß von den vielen Nüssen kommen?

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Nora Ikstena: Muttermilch

Voller Symbolik und Feingefühl erzählt Nora Ikstena über die Liebe zur Freiheit und das Drama des Lebens in Lettland bis zum Fall der Berliner Mauer. Roman, aus dem Lettischen übersetzt von Nicole Nau. Klak-Verlag Berlin 2019. 214 Seiten, ISBN 978-3-948156-17-6, 16,90 €. 

Verlagsinfo:
“Meine Milch war bitter, voll Ratlosigkeit, Milch der Verwesung. Ich bewahrte mein Kind davor.”
Mutter und Tochter – die Generationen von 1944 und 1969 – sind die erzählenden Stimmen des Romans.
Die Mutter wird nach einem Skandal mit einem Kriegsveteranen in die lettische Provinz verbannt. Ihre berufliche Karriere in Leningrad endet abrupt durch einen Staat, der ihr die Chance nimmt, sich beruflich und sozial zu verwirklichen. Die Isolation frisst sich in ihr Leben hinein, Bitterkeit und Ohnmacht prägen das Verhältnis zu ihrer Tochter. Die Großmutter bietet ihr, was die Mutter nicht leisten kann: Liebe und ein Zuhause, in dem sie – fast – wie eine mustergültige Sowjetbürgerin aufwächst. Die Familie trifft auf andere Ausgestoßene und Unangepasste, frömmelnde Russinnen, einen Hermaphroditen, einen oppositionellen Lehrer. Immer verlangt das Leben ihnen Kompromisse ab, die sie nicht eingehen wollen. Bis sich die Vorboten der Freiheit regen. Wozu sind sie noch fähig, als der politische Wandel im Land und in Europa beginnt?

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M-U-S-I-K-S-C-H-W-E-R-P-U-N-K-T

  

BRAVE NOISES


 - Vagabond penguin - 
- Bass music - 
- Altar of credence - 
- on the Hook -
- so deep so plain - 
- Minimalism -
- The Apocalypse -

Mantvydas Pranulis - trumpet, keyboard
Arminas Bižys - bari sax
Kazimieras Jušinskas - alto sax
Mindaugas Stumbras - guitar
Domas Snarskis - drums
Ernest Germanovič - bass


(aus der CD "Between the dreams")

Spotify / Soundcloud / Youtube

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VORSCHAU
DIE BALTISCHE STUNDE
Nächster Sendetermin:
Dienstag, 26. November 2019 - 19.00 - 21.00 Uhr
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24 September 2019

BALTISCHE STUNDE 1. Oktober 2019

Estnisch melodisch, literarisch historisch, lettisch diskursiv
 Neues aus ESTLAND, LETTLAND und LITAUEN bringt die

BALTISCHE STUNDE

mit viel Musik aus Estland, Lettland und Litauen und Studiogästen
Dienstag, 1.Oktober 2019 - 19.00-21.00 Uhr

Wiederholung am Samstag, den 12. Oktober 2019, 16.00 - 18.00 Uhr

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GESPRÄCHSGAST
Ojārs J. Rozītis
(Soziologe, Journalist, Übersetzer)

  Ich hatte das Gefühl, an Geschichte mitwirken zu können!


Über die Zeit am lettischen Gymnasium Münster, den Abiturjahrgang 1970, das Brodeln auf den Straßen und die Vorstellungen von korrekten Letten. Über das Lettisch-Sein, die Verkläriung des Vorkriegs-Lettland unter Ulmanis, der Notwendigkeit neue Ideen aufzunehmen und der Traum vom einzig wahren Lettland. Über Kritik am damaligen Sowjet-Lettland, persönliche Erfahrungen vor Ort, über Anecken in der exil-lettischen Gesellschaft und die Existenz eines staatenloses Ausländers in Deutschland. Über den Kontakt mit Sowjetbehörden, Realpolitik Ost-West, dem möglichen Interesse des KGB, Gruppen linksgerichteter Exil-Letten und den Ehrenkodex gegenüber dem Sowjetsystem. 
Über das Studium von Soziologie und Anglistik, die Tätigkeit als Redakteur der Zeitung des Bundes der lettischen Jugend in Europa und der beginnende Umbruch in Osteuropa.
Über den überraschenden Weg der Wiedergewinnung der Unabhängigkeit Lettlands, Aktivitäten und Aktionen, den erhofften Status Quo und die Hoffnung auf kulturelle Kontakte zwischen Deutschland und Lettland.
Über Willy Brandt, neue Ostpolitik, deutsche und lettische Sozialdemokraten, überraschende Entwicklungen und ständig wiederholte Reden. Über journalistische Arbeit zu aktuellen Ereignissen in Lettland, Mängel westlicher Korrespondenten, die Anforderung an professionelles journalistische Arbeiten und Änderungen auch bei den staatlichen Medien in Sowjet-Lettland.
Über die lettische Medienlandschaft im Umbruch, gute Informationsquellen, spektakuläre Aktionen, den "Baltischen Weg", "Perestroika" und "Nationales Erwachen" und die Nutzung historischer Chancen. Über Kritik der baltischen Staaten an Gorbatschow, Wiedersprüche im sowjetischen Machtapperat, die Ereignisse von 1991 und die Anerkennung der Unabhängigkeit durch Jelzin. Über Kuraufenthalte in Jurmala, die mögliche Beteiligung des KGB an den Volksfronten, die Rollen von Janis Peters und Mavriks Vulfsons, den möglichen Anteil Deutschlands am Zustandekommen der lettischen Unbhängigkeit, und die politische Zurückhaltung bei SPD und Kanzler Kohl.
Über den Weg zur internationalen Anerkennung, der passive Anwalt der Balten, der mit Russland zu vereinbarender Militärabzug und die gegenwärtige Stationierung deutscher Soldaten in Litauen. Über die Angst vorm Säbelrasseln, die Präsenz des russischen Nachbarn und die russische Minderheit in Lettland. Über Ereignisse auf der Krim, Vergleiche mit möglichen Szenarien im Osten Lettlands, Kanadier und Tiroler bei der NATO, die Perspektive von Brüssel aus gesehen und Lettlands Vorteile im Zusammenhang mit der EU-Mitgliedschaft. Über den Einfluß der Europäischen Union auf Lettland, die Notwendigkeit Demokratie zu erlernen, Schwächen des lettischen Bankensystems und die Überwindung von Wirtschaftskrisen. Über den Umzug nach Lettland, das persönliche Gefühl des relaxen könnens und Lettland als persönliches Ausland. Über eine deutsche Sozialisierung, das Land der Eltern und der Versuch das neue Heimatland zu verstehen. Über Erwartungen an vorhandene Russischkenntnisse, stockende Kommunikationswege, den nachlassenden Zwang lettische Veranstaltungen besuchen zu müssen, und die Möglichkeit einfach oder mehrfach die lettische Landschaft zu genießen.
Über den nicht mehr so vollen Terminkalender, Sorgen um die Alterssicherung und soziale Sicherheit und die Hoffnung auf Verbesserungen in der Zukunft.
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L-E-S-E-S-T-O-F-F

 

Lutz Dettmann: Anu - eine Liebe in Estland

Roman, 416 Seiten, Lehmanns Media 2019. ISBN 978-3-86541-990-3, 14,95 €. 
Verlagsinfo:
Sommer 1938. Der Medizinstudent Christoph Scheerenberg reist nach Estland, um seine familiären Wurzeln zu finden. Dort lernt er das estnische Mädchen Anu kennen und die beiden genießen einen wunderschönen Sommer.
1943 kehrt Christoph als Militärarzt nach Estland zurück, erlebt den Krieg aufseiten der deutschen Wehrmacht als „Tötungsmaschine“, die ärztliches Handeln zweifelhaft macht.
Ist es die Sehnsucht nach der Sommerliebe, die Anu und Christoph die Kraft zum Überleben gibt?
Einfühlsam wird die Geschichte zweier Menschen vor dem großen, schrecklichen Kriegspanorama erzählt. Eine spannende Schilderung der fast vergessenen Geschichte Estlands jener Zeit, das als Staat Jahrzehnte von der politischen Landkarte verschwunden war.


Lutz Dettmann: Über uns der weite Himmel

Roman, 534 Seiten, Lehmanns Media 2019. ISBN 978-3-86541-995-8, 24,95 €.

Verlagsinfo:
Estland 1946. Die junge Estin Anu wird vom NKWD verhaftet, ihr deutschbaltischer Freund kann nach Schweden entkommen, während die junge Frau verurteilt und in den GULAG verbannt wird.
Estland 2006. Eine junge Estin ist auf der Suche nach der familiären Vergangenheit, will das Schweigen ihrer Mutter brechen, fordert eine Antwort auf die Frage nach ihrem Vater ein. Ihre Mutter, Teil der verstummten Generation, öffnet sich allmählich und beginnt zu erzählen. Eine Geschichte von Leid, Entbehrung, stalinistischem Terror und Tod, aber auch von Solidarität, Mut und Hoffnung. Die Geschichte einer großen Liebe.
Lutz Dettmann knüpft in seinem Roman an die Geschichte von Anu Lina und Christoph Scheerenberg an, die 2012 unter dem Titel „Anu – eine Liebe in Estland“ erschien und jetzt auch als Taschenbuch vorliegt.

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M-U-S-I-K-S-C-H-W-E-R-P-U-N-K-T

  

TORMIS QUARTET


Kadri Voorand (Gesang)
Liisi Koikson (Gesang)
Paul Daniel (Gitarre)
Jaak Sooäär (Gitarre)

- Kodu Nutab Morsjat / Home Weeps For The Bride -
- Palju Veimi / Many Gifts From The Bride -
- Kas On Minia Meelt Mööda? / Does Your Daughter-In-Law Measure Up? -
- Palju Sonu / Many Words -
- Ära Löö Noorikut! / Don't Hit The New Bride! -
- Andide Palumine / Begging For Gifts -
- Tänamine, Soovid Ja Lahkumine / Thanking, Wishes And Leaving -
- Sormemaehkimismaeng / The Finger Bandaging Game -
- Röntyskä / Röntyskä I -
- Kiigelaul I / Chastushka I -
- Kiigelaul II / Chastushka II -
- Ringmängulaul / Circle Game Song -
- Röntyskä Iii / Röntyshkä III  -

(aus der CD "Tormisele / Hommage to Veljo Tormis")



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 Liudas Mockūnas / Petras Geniušas ‎

Jūra Miške = The Sea In The Forest

- Šešių Natų Drama - Drama In Six Notes -
- Išsupti Amžinybėn = Swinging Out Into Eternity -

(aus der CD "Jūra Miške / The Sea In The Forest)
mic.lt
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VORSCHAU
DIE BALTISCHE STUNDE
Nächster Sendetermin:
Dienstag, 29. Oktober 2019 - 19.00 - 21.00 Uhr
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22 August 2019

BALTISCHE STUNDE 3. September 2019

D i e  2 5 0. S e n d u n g !
 Neues aus ESTLAND, LETTLAND und LITAUEN bringt die

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GESPRÄCHSGAST
 Prof. Dr. Schulz-Baldes
(Chemiker und Biologe, Klimastadt Bremerhaven, EU-Projekt "Act-Now")

  Die Energie- und Klimafragen sind heute bei allen präsent!


Über das Zuhause-Sein in Bremerhaven, der Herkunft aus Holstein, Studium der Chemie und Biologie, Studienaufenthalt in den USA und die Liebe zu Meer und Schiffen. Zum Fachgebiet Meeresbiologie, Jugendträume als Schiffsbauer, vom Institut für Meeresforschung und dem Alfred-Wegener-Institut, vom Projekt EUROMAR, der Arbeit des wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung und vielfältigen internationalen Erfahrungen. Von der Entstehung des Projekts "Klimastadt Bremerhaven" und der Weg zum EU-Projekt "Act-now". Über die Zusammenarbeit mit Partnern im ganzen Ostseeraum, Bremerhavens Schwesterstadt Kaliningrad, die Sonderrolle Russlands, EU-Fördersätze und den Projektstart 2017. Zu bestehenden Kontakten als Grundlage der Projekte, der Arbeit in Tandems, das Ziel des nachhaltigeren Umgangs mit Energie und die unterschiedliche Größe der Partnergemeinden. Über Elva in Estland, Gulbene in Lettland und Šilute in Litauen. Vom Ziel des Capacity-Buildings, Schulung und Training für Gemeindeverwaltungen, Gebäudemanagement, notwendige Maßnahmen für alten Gebäudebestand und die angestrebte Mitarbeit von Bürgerinnen und Bürgern.
Von Beratertätigkeit, die Wichtigkeit der Entwicklung des Ostseeraums, die Strukturen im Projekt und ein Projekttreffen in Riga. Vom Engagement der Partnerinnen und Partner, von treibenden Kräften und teilweise mühsamer Motivationsarbeit. Über die Kommunikation per Internet, Treffen in Vilnius und Tartu, notwendige Reisetätigkeit, persönliche Kontakte und Ziele. Über die Installation von automatischen Meßsystemen, die Entwicklung von Handbüchern und Leitfaden, einem Webinar und Weiterbildungs- und Schulungsmöglichkeiten per Internet. Über verpflichtende Regionalkonferenzen, Energiesparziele, regionale Kommunikation in jeweiliger Landessprache und Regeln für Projektberichte und Projektdurchführung. Über vorgeschriebene Formblätter, Bewußtseinsbildung bei den Bürgermeister/innen der Partnergemeinden, das wachsende Bewußtsein für die Klimaveränderungen und die Notwendigkeit zum Handeln.
Über technologische Innovationen in den baltischen Staaten, mögliche Umweltschäden durch Touristen und Kreuzfahrer und der Ostsee als Sondergebiet. Von notwendigen Verbesserungen bei der Schifffahrt, modernen Oberleitungsbussen, Kompromissen beim Reisen und vermehrte Videokonferenzen. Über Umweltbewußtsein in Ost und West, eine Reise durch die baltischen Staaten und das Kennenlernen der Nationalparks in Estland, Lettland und Litauen.
Von nachhaltig bewirtschafteten Hotels in Estland und dem (grauenhaften) Kontrastprogramm in den USA. Über den Vergleich zwischen einigen US-Staaten und dem Ostseeraum, die Notwendigkeit zu erneuerbaren Energien und Problemen mit Importgas.
Über die Probleme im Zusammenhang mit Gaslieferungen aus Russland, Windkraft aus Offshoreanlagen, notwendige Bewußtseinsbildung, Berichte der Gemeinden zu Veränderungen und die Logik dreijähriger EU-Projekte. Über Unterschiede zwischen Stadt und Land, ein bestehendes Wohlstandsgefälle und dem fixierten Blick auf Tagungshotels und Innenstädte. Über Alltagssorgen der Kommunen, Erfordernisse der Digitalisierung und die Zusammenarbeit mit Universitäten und Wissenschaftler/innen.
Über Ideen der Evaluierung, mögliche Kommunikation unter Partnerstädten, Einbindung neuer Ideen und Möglichkeiten des nachhaltigen und klimafreundlichen Verhaltens für Touristen.
Informationen zum EU-Projekt "Act Now"

Webseite "Act Now"
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L-E-S-E-S-T-O-F-F

Eine weitere Textauswahl aus:  

Die Ostsee - Berichte und Geschichten aus 2000 Jahren

Herausgegeben von Klaus-Jürgen Liedtke. Verlag Galiani, Berlin 2018. 656 Seiten, ISBN 978-3-86971-175-1, 39,00 € (D) / 40,10 € (A).

Verlagsinfo:
Das große literarische Standardwerk zur Ostsee: 128 Texte aus 2000 Jahren über Städte und Inseln, Reisen, Handel, Kriege, Liebe und Leben am und auf dem Meer. Autorinnen und Autoren aus 2000 Jahren erzählen und berichten von Reisen an Land und übers Meer, von Hansestädten und Dünenlandschaften, Geschichten und Geschichte, Schlachten und Schicksalen, florierendem Handel und Strandspaziergängen. Ein einzigartiges Buchprojekt über die Ostsee und alle angrenzenden Länder.
Kanonische Texte der Weltliteratur und Beiträge unbekannterer Stimmen. Erzählungen, Gedichte, Romanauszüge, Briefe und Tagebucheinträge. Über Vergangenes und Gegenwärtiges, über wahre Begebenheiten und erfundene, von großen Taten und kleinen Momenten, von Fundstücken und regem Treiben.
Ein literarisches Porträt einer durch die Ostsee verbundenen Region, das nationale Grenzen überwindet, weite Distanzen und Wassermassen überspannt, vergangene Welten mit heutigen Perspektiven verbindet. Von den ersten schriftlichen Erwähnungen der Ostsee in den Aufzeichnungen des Tacitus, über mittelalterliche Reiseberichte und nordische Sagas, von prägenden Denkern und großen Romanciers des 18. und 19. Jahrhunderts, über die vielfältigen Stimmen der Moderne, der Nachkriegsjahre bis heute.
Mit zahlreichen Erst- und Neuübersetzungen bietet Die Ostsee einen nie dagewesenen Zugang in die literarische Erkundung des europäischen Binnenmeers – die mentale Reisen an die See, in ferne Länder und Zeiten ermöglicht.

Textauszüge von: Jaan Kross / Aleksandrs Čaks

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M-U-S-I-K-S-C-H-W-E-R-P-U-N-K-T

  

Tõnis Mägi

- Üles Üles Hellad Vennad = Up We Go, Dear Fellows -
- Kukub Südamelt Ära = Off My Mind -
- Saagu Nii = Will It Be So -
- Elutants = The Life Dance -
- Kesk Võõraid Välju = Amidst Strange Fields -
- Nimi = The Name -
- Üle Võlli = In Full Swing -
- Muru Hansu Ingel = Muru Hans' Bride -
aus dem Album "Kogutud Kodutud = Homeless Collected"


- Tuulemeelne -

aus dem Album "ULTIMA THULE"


Tõnis Mägi -  Jäljed


-
Tõnis Mägi -  KOIT
(Aufnahme des Estnischen Fernsehens ETV)

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VORSCHAU
DIE BALTISCHE STUNDE
Nächster Sendetermin:
Dienstag, 1. Oktober 2019 - 19.00 - 21.00 Uhr
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DIE BALTISCHE STUNDE
im Radio im Bremern Raum auf UKW 92.5
& ÜBERALL ZU EMPFANGEN im Internet
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29 Juli 2019

BALTISCHE STUNDE 6. August 2019

auf dem Weg von Estrāde zum Jazz!
 Neues aus ESTLAND, LETTLAND und LITAUEN bringt die

BALTISCHE STUNDE


mit viel Musik aus Estland, Lettland und Litauen und Studiogästen
Dienstag, 6.August 2019 - 19.00-21.00 Uhr

Wiederholung am Samstag, den 17. August 2019, 16.00 - 18.00 Uhr

  wie immer auf UKW 92,5 on air - oder 101,85 im  Kabelnetz im Raum Bremen
 
LIVESTREAM:
www.radioweser.tv
oder "Medialab Nord"
 
oder nachzuhören auf www.baltische-stunde.de


Unser Hörangebot diesmal


GESPRÄCHSGÄSTE
Dāvis Jurka + Kārlis Vanags
(Musiker)

  Für viele Menschen in Lettland ist Jazz noch relativ neu 


Über die Latvian Radio Big Band, die musikalische Ausbildung und die Rolle der Musik in der eigenen Familie. Über die Rolle von Erasmus-Austauschprogramme in Europa, Auslandsaufenthalte und die Eröffnung einer eigenen Jazz-Abteilung an der lettischen Musikhochschule. Über die Rolle des Jazz in Lettland, Wurzeln in Deutschland, die Zugänglichkeit des Jazz für Menschen zur Sowjetzeit und die relativ neue Jazztradition in Lettland. Über das Aufblühen der Jazzszene, die besondere harmonische Kraft beim Spielen in einer Bigband und den Anforderungen mit vielen anderen zusammen zu spielen. Von der großen Gemeinschaft einer Bigband, der Freiheit des Musikers, der nötigen disziplin und dem Arbeiten innerhalb eines kreativen Laboratoriums.
Von "Estrāde-Musik", ausweichenden Bezeichnungen zur Sowjetzeit, die Anfänge der Latvian Radio Bigband und die Einflüsse von Duke Ellington, Count Basie und anderen. Von der langsamen Akzeptanz auch von westlichen Einflüssen, den ersten Jazzfestivals der 1960iger Jahre in Tallinn und Riga, und den Schwierigkeiten für jüdische Musiker/innen in dieser Zeit. Über Boris Gammer und seinem Besuch in Riga, die Kompositionen von Egils Straume und Gunārs Rozenbergs, über "Cafehausmusik" und Ähnlichkeiten mit den internationalen Musiktrends. Über Livemusik im Jazzklub "Allegro", dem lettischen Jazzfestival "Vasaras Ritmi", lettischen Gästen aus Kanada und staatlichen Auflagen.
Von Veränderungen seit der Wiedererlangung der Unabhängigkeit, dem Ende der "alten" Radio Big Band, der Überwindung finanzieller Schwierigkeiten und neuen kreativen Möglichkeiten in Riga. Von neuen Chancen, der Reorganisation und Neugründung der Radio Big Band, dem neuen Jazz-Studiengang an der Musikhochschule und neuen Aufgaben in Richtung internationaler Kontakte. Von der Suche nach Konzertmöglichkeiten und musikalischen Kooperaetionsprojekten und neuer Aufmerksamkeit in der lettischen Gesellschaft. Von Erwartungen und Erfolgen auf der JAZZAHEAD, Konzerten auf der "Jazz Baltica", der Zusammenarbeit mit Randy Brecker, Nils Landgren, und der Zusammenstellung der Konzertprogramme. Über lettische Jazzkomponisten, die Vorstellung internationaler Interpreten in Lettland, und die Vorstellung des Musiklandes Lettland in der Welt.
Von der Suche nach Neuem, die Rolle eines Produzenten, von einem aktuellen Projekt mit Musiker/innen aus Frankreich, hohen Reisekosten und die Wichtigkeit persönlicher Kontakte.
Über die Einladung nach Riga, dem Besuch musikinteressierten Touristen in Lettland, Hinweise auf Konzerthallen, Festivals und Konzerte und die Möglichkeit weiterer Informationen auf radiobigband.lv

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L-E-S-E-S-T-O-F-F

Textauswahl aus:  

Die Ostsee - Berichte und Geschichten aus 2000 Jahren

Herausgegeben von Klaus-Jürgen Liedtke. Verlag Galiani, Berlin 2018. 656 Seiten, ISBN 978-3-86971-175-1, 39,00 € (D) / 40,10 € (A).

Verlagsinfo:
Das große literarische Standardwerk zur Ostsee: 128 Texte aus 2000 Jahren über Städte und Inseln, Reisen, Handel, Kriege, Liebe und Leben am und auf dem Meer. Autorinnen und Autoren aus 2000 Jahren erzählen und berichten von Reisen an Land und übers Meer, von Hansestädten und Dünenlandschaften, Geschichten und Geschichte, Schlachten und Schicksalen, florierendem Handel und Strandspaziergängen. Ein einzigartiges Buchprojekt über die Ostsee und alle angrenzenden Länder.
Kanonische Texte der Weltliteratur und Beiträge unbekannterer Stimmen. Erzählungen, Gedichte, Romanauszüge, Briefe und Tagebucheinträge. Über Vergangenes und Gegenwärtiges, über wahre Begebenheiten und erfundene, von großen Taten und kleinen Momenten, von Fundstücken und regem Treiben.
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Mit zahlreichen Erst- und Neuübersetzungen bietet Die Ostsee einen nie dagewesenen Zugang in die literarische Erkundung des europäischen Binnenmeers – die mentale Reisen an die See, in ferne Länder und Zeiten ermöglicht.

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M-U-S-I-K-S-C-H-W-E-R-P-U-N-K-T



LATVIAN RADIO BIG BAND


- Walkin' around -
- I'm a member -
- Ice Eyes -
- Baltic waves -
- Empty live -

aus der CD "Baltic Waves"
BALTIC WAVES
Lasse Lindgren, Latvian Radio Big Band & Berit Andersson
 
radiobigband

Konzert Latvian Radio Big Band  "Jazz Baltica 2018" (feat. Randy Brecker)
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VERY COOL PEOPLE
- All Night Long -
- I Understand / feat. M.Sējāne -
- Roll with it / feat. E.Protektore -
- Pa apli feat. / Edavārdi, ansis & K.Prauliņa -
- One More Drink feat. K.Prauliņa -
aus der CD "Caution! Contains words!"
 Very Cool people
 Oskars Ozoliņš – trompete; Māris Jēkabsons – tenor sax; Laura Rozenberga – posaune. Kristaps Lubovs – baritone sax; Elvijs Grafcovs – gitarre; Māris Vitkus – orgel, rhodes piano; Valters Sprūdžs – bass; Andris Buiķis- schlagzeug, percussion
Very Cool Gusts:
Kristīne Prauliņa – Gesang, Evilena Protektore – Gesang, Ralfs Eilands – Gesang, Maija Sējāne – Gesang, Edavārdi – Gesang, ansis – Gesang, Hannah Horvath – Gesang, Erika Székely – Gesang, Andris Kauliņš – moog & synth.

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VORSCHAU
DIE BALTISCHE STUNDE
Nächster Sendetermin:
Dienstag, 3. September 2019 - 19.00 - 21.00 Uhr
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01 Juli 2019

BALTISCHE STUNDE 9.Juli 2019

Theater, Theater, - litauisch, deutsch, jüdisch, weltoffen!

 Neues aus ESTLAND, LETTLAND und LITAUEN bringt die

BALTISCHE STUNDE


mit viel Musik aus Estland, Lettland und Litauen und Studiogästen
Dienstag, 9.Juli 2019 - 19.00-21.00 Uhr

Wiederholung am Samstag, den 20. Juli 2019, 16.00 - 18.00 Uhr

  wie immer auf UKW 92,5 on air - oder 101,85 im  Kabelnetz im Raum Bremen
 
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GESPRÄCHSGAST 
Christian Roedig
(Buchautor, Historiker)

  Vieles was die Geschichte von Memel / Klaipeda angeht wirkt heute wie eine versunkene Welt 

Über Würzburg, den Weg in den Nordosten, Memel als nördlicher Posten des Theaterlebens und als Karrieresprungbrett für Schauspieler des 19. Jahrhunderts. Über eine Verwandtschaftsbeziehung zum Schauspieler und Intendant Heinrich Albers, Archivrecherche in Wismar und Kiel, den beruflichen Hintergrund eines Historikers, und Memel als versunkene Welt. Zu Archivmaterialien zum Thema Theater, Lebensgeschichten, Theaterzettel und Heinrich Albers als Schauspieldirektor in Kiel. Über Albers als Opfer des Nationalsozialismus, ein Stolperstein vor dem Kieler Schauspielhaus und Hilfen bei den Recherchen. Über den guten Ruf der Franken, vorausgehende lehrwissenschaftliche Arbeiten, regionalwissenschaftliche Studien und den vorzeitigen Ruhestand. Über einen homosexueller Theaterdirektor in Wismar, eine Ausstellung in Mecklenburg-Vorpommern, den Kieler Geschichtsverein, dem Schweigen in der eigenen Familie und Gerüchte und falsche Behauptungen zum Schicksal des Großonkels. Über das Gerichtsverfahren gegen Albers, die Drohung mit der Einweisung ins KZ und die Vernichtung einer Existenz.
Zu den Zeugnissen des Schicksals von Heinrich Albers, seine Verhaftung mit ungwissem Schicksal und seinen Freitod. Über Parallelen zu Gustav Gründgens, Homosexualität als Lebensform, Rollen und Masken als Spiel und den alles zerstörenden Nationalsozialismus.
Über einen ersten Besuch in Litauen, eine erste Ansicht des Simon-Dach-Brunnens und dem "Deutschen" Theater als Erfindung des Nazi-Propagandaministeriums. Über die Einbeziehung des jüdischen Theaters und die Bevölkerungsbreite des Jahres 1934. Über Grenzüberschreitung, Gastspiele in Kaunas, die litauische Nationaloper, den Austausch der Bühnen und verschiedensprachigen Aufführungen. Über litauisches Jiddisch, die Geschichte der Theatergebäude in Memel / Klaipeda, auf Theaterbalkon und Theaterplatz als Schauplatz der Geschichte.
Über die im Buch erwähnten Theaterstücke, den irreführenden Begriff eines Provinztheaters, Offenheit sogar für von den Nazis verbotene Stücke, die frühere Theatersaison und die Aufgaben der Schauspieler außerhalb des Schauspielens. Über Schminktipps, den Schauspieler Rose und die Chronologie verschiedener Schauspielerleben. Von Festschriften, eine Theaterzettelsammlung in der Akademie der Künste in Berlin, alte Programmhefte auf dem Markt der Antiquariate und die Suche nach Bildmaterial. Über Richard Wagner, Minnas Tätigkeit in Königsberg und den Posten eines Hilfsdirigenten. Über die Reisen von Schauspielern, den Autonomiestatus des Memelgebiets im Zusammenhang mit dem Kulturleben und verdeckten Stiftungen unterstützt vom deutschen Auswärtigen Amt. Über die Gleichschaltung mit Hilfe des Kulturbundes, den Versuch des Verbots nationalsozialistischer Vereinigungen, Reglementierungen und Bespitzelungen.
Über August Kotzebue als meistgespielten Dramatiker des 19. Jahrhunderts, bühnenwirksame Unterhaltungsstücke und Kotzebues Reise über Klaipeda nach Riga. Über Reiseschilderungen von Schauspielern, die Vorliebe für Anekdoten und Kuriositäten und die schwerigen Reisezeiten im Herbst und im Frühjahr. Über das Saisonende am Palmsonntag, Sommer- und Kurtheater, das Frieren im Theater und den Reiz des zugefrorenen Haffs. Über die Fülle des Archivstoffs, Recherche in der historischen Memeler Presse mit Hilfe von Fernleihe und des Dortmunder Zeitungsarchivs und das Bücherschreiben als Lebensinhalt. Über das Vorwort des Bürgermeisters von Klaipeda, die Zusammenarbeit mit der Gesellschaft Prussia, den Kontakt des Museums für Kleinlitauen und mögliche weitere Buchinteressenten. Über Hinweise zur Geschichte des Theaters in Klaipeda vor Ort, den Umgang mit der Geschichte in Litauen heute, dem Überwinden von Sprachgrenzen und der möglichen Präsentation des Buches in Litauen.Vom Wahrnehmen des Litauischsprachigen von Seiten der Deutschen, der Sichtweise auf Litauen zur Zeit Bismarks, und den weltoffenen Künstlern. Vom reichlich finanziell geförderten deutschsprachigen Theater im Vergleich zum litauischsprachigen Theater, dem Komponist Šimkus und seiner Tätigkeit im Theaterorchester. Von den Plänen zum nächsten Buchprojekt in Luzern und Bezügen zwischen Würzburg und Litauen.

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L-E-S-E-S-T-O-F-F

  


Christian Rödig: Theater im fernen Norden

Memels Schauspielhaus zwischen Preußen, Deutschem Reich und litauischer Republik.
Werk 52 der PRUSSIA-Schriftenreihe, Husum Verlag 2018. 268 Seiten, ISBN 978-3-89876-951-8, 34,95 €.

Verlagsinfo:
Eine Theatergeschichte, wie sie wechselhafter kaum sein könnte, entfaltet sich in Christian Roedigs Darstellung der Entwicklung des 1860 eröffneten Schauspielhauses in Memel (Klaipeda). Den Leser erwarten lebendige Schilderungen des Hauses in unterschiedlichsten politischen Verhältnissen: bis 1918 unter dem preußischen König und deutschen Kaiser, während der französischen Besatzung, in der Republik Litauen und schließlich im Dritten Reich. Der Band dokumentiert nicht nur die Geschichte des Hauses, die Intendanz und die Spielpläne, sondern auch den Inhalt vieler heute längst vergessener Stücke sowie die Biografien des oft hervorragenden Bühnenpersonals. Die Abhängigkeiten von den wechselnden Staatsführungen spiegeln sich im Theaterleben ebenso wie die vorurteilsfreien Beziehungen der Künstler untereinander. Die Dokumentation ist ein wertvoller Beitrag zum deutsch-litauischen Dialog über unsere gemeinsame Geschichte.

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Karl Ristikivi: Die Nacht der Seelen

Aus dem Estnischen von Maximilian Murmann, mit einem Nachwort von Rein Raud. Titel der Originalausgabe "Tingede öö" (1953). Guggolz Verlag, Berlin 2019. 376 Seiten, ISBN 978-3-945370-20-9, € 24 [D] | € 24,70 [A].

Verlagsinfo:
Karl Ristikivi (1912–1977) ist einer von Tausenden Esten, die 1944 vor den Sowjets in den Westen flohen. Bis zu seinem Tod lebte er in Stockholm. »Die Nacht der Seelen« erschien 1953, ein existenzialistischer Exilroman mit surrealistischen Zügen, der seine persönliche Lebenssituation aufgreift. Der Ich-Erzähler, Ristikivis Alter Ego, betritt in der Silvesternacht ein offenstehendes Haus aus Neugier und in der Erwartung, dort Gesellschaft und Unterhaltung zu finden. Schnell wird aber klar, dass der Weg immer tiefer in das Haus hinein auch ein Weg in das eigene Innere, in die eigene Geschichte ist. Plötzlich fällt der Strom aus – es muss ein Verbrechen passiert sein. Der Prozess, der anschließend abgehalten wird, fokussiert aber gar nicht so sehr das mögliche Verbrechen, sondern richtet den Blick vielmehr auf das Menschenleben an sich und die Verfehlungen des Ich-Erzählers im Besonderen.
Meisterhaft versteht es Ristikivi, uns Leser mit Spannung und einer existenziellen Verunsicherung wie den Protagonisten immer tiefer in das Buch hineinzuführen. Von Raum zu Raum, von Szenerie zu Szenerie, von Begegnung zu Begegnung wandeln wir durch das rätselhafte Haus und kommen doch nur bei uns selbst an. »Die Nacht der Seelen« ist ein widerspenstiger und tiefgreifender Roman über eine existenzielle Einsamkeit, aber auch ein Buch über das Schreiben, die Kunst und über die Schöpfungskraft der Phantasie. Maximilian Murmanns Übersetzung legt mit klarer und präziser Sprache den Blick auf einen Text frei, der alles zeigt und freimütig erzählt und der uns Leser dennoch wie ein scharfkantig funkelnder Spiegel auf uns selbst zurückwirft.

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M-U-S-I-K-S-C-H-W-E-R-P-U-N-K-T




Dainius Pulauskas Group


- Moon -
- 13/8 -
- Green -
- Orca -
- Ilgesys -
- Safaga -
- Cape Point -
- Impromtu -
aus der CD "Dainius Pulauskas Group ‎– The Best Of 20 Years"




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Nächster Sendetermin:
Dienstag, 6. August 2019 - 19.00 - 21.00 Uhr
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