08 Januar 2019

BALTISCHE STUNDE 15. Januar 2019

Valmiera, estnische Sängerinnen & verwobene Kulturen
 Neues aus ESTLAND, LETTLAND und LITAUEN bringt die

BALTISCHE STUNDE


mit viel Musik aus Estland, Lettland und Litauen und Studiogästen
Dienstag, 15.Januar 2019 - 19.00-21.00 Uhr

Wiederholung am Samstag, den 26. Januar 2019, 16.00 - 18.00 Uhr

  wie immer auf UKW 92,5 on air - oder 101,85 im  Kabelnetz im Raum Bremen
 
LIVESTREAM:
www.radioweser.tv
oder "Medialab Nord"
 
oder nachzuhören auf www.baltische-stunde.de


Unser Hörangebot diesmal


GESPRÄCHSGAST 

 Rudīte Markus
(Schuldirektorin, Deutschlehrerin, Partnerschaftsbeauftragte)

 

  Valmiera ist eine wachsende, grüne Stadt!

Über den Weg Deutsch zu lernen und Germanistik zu studieren, die Bedingungen der Sowjetzeit, spärliche Kontakte nach Deutschland und die Entscheidung Lehrerin zu werden. Über die Option Physiklehrerin zu werden, eine engagierte Deutschlehrerin und die kleinen Freiheiten auch im Sowjetsystem. Über begrenzte Möglichkeiten Hochschulen besuchen zu können, eine Ärztin als Schwester und der Bildungsweg im Vergleich zur Alternative Physik zu studieren. Vom Traum mehr Kontakte mit Deutschland zu haben, Studienabschluß 1987, eine Partneruniversität und ein Sommerkurs in Rostock, das Bedürfnis Deutsch praktisch anwenden zu können und die Anfänge der Partnerschaft Valmiera's mit dem Kreis Gütersloh. Von der Heimatstadt Ape, eine Grenzstadt zu Estland, und die Wahl des Wohnorts in Valmiera. Über die Zuweisung freier Lehrer/innenplätze im Sowjetsystem, eine Bewerbung in Valmiera und der Beginn von 31 Jahren Berufspraxis in derselben Schule.
Über geringe Gehälter für Lehrerinnen und Lehrer, den Vergleich der sowjetischen mit heutigen Verhältnissen, Spaß an der Arbeit und Freude an der Arbeit mit Kindern.
Über beliebte und weniger beliebte deutsche Sprache in Lettland, Fremdsprachenunterricht in Lettland, sinkendes Interesse an Deutsch unter den lettischen Jugendlichen, Fachbücher in Russisch und die Wahl von Deutsch als zweite Fremdsprache.
Von der Praxis als Schulleiterin in Valmiera, die Fachhochschule Vidzeme und den Umgang mit Arbeitslosigheit. Über lettische Familien in Irland, England, Schweden und Norwegen, Rückkehr nach Lettland Angebote für Rückkehrer. Über Schulreform in Lettland, kleine Dorfschulen, Landflucht und Pläne zur Schließung von Schulen unter 50 Schüler/innen. Über lange Fahrzeiten zur Schule, Schulbusse, Planung mit Schulen über 400 Schüler/innen und die langandauernden Diskussionen um die Schulreform. Über große Nachfrage für Lehrer/innen der Naturwissenschaften, Stelleneinsparungen und Schulschließungen. Über Gewohnheiten in jeder Schule, Zusammenhalt im Kollegium, kleine und größere Klassen, ein hohes Durchschnittsalter unter den Lehrerinnen und Lehrern und über Generationswechsel in der Schule.
Über Arbeitgeber in Valmiera, eine grüne Stadt, Wohnungen für mehrere Familien und Fabrikarbeiter/innen. Über Kultur und Sport in Valmiera, neue Mietwohnungen für Lehrpersonal, Kunst-, Musik- und Sportschulen, den neuen Trend zum Hollenhockey, das neue olympische Sportzentrum in Valmiera und eine neue Schwimmhalle. Über den BMX-Doppel-Olympiasieger Maris Strombergs, die Tradition des Gehers Jānis Daliņš, und andere Trainingsmöglichkeiten für Sportler. Über die Nachbarstadt Sigulda als mögliche Olympiastadt, Boot- und Kanufahren auf der Gauja, den Gauja-Nationalpark, touristische Sehenswürdigkeiten, kulturelle Höhepunkte und das Theater von Valmiera.
Über den Junggesellenpark, einen neuen Konzertsaal, einen Ausflug zum Schloss Dikļi, über die Brauereien der Region, neue Radwege und die der Sage nach nie fertige Stadt Valmiera.

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L-E-S-E-S-T-O-F-F

 

Maarja Kangro: Kind aus Glas

Aus dem Estnischen von Cornelius Hasselblatt (Originaltitel: "Klaaslaps", Nähtamatu Ahv 2016). 218 Seiten, Kommode Verlag, Zürich 2018. ISBN 978-39524626-8-3, EUR 19.90.

Verlagsinfo:

„Kind aus Glas“ ist ein schonungsloser Bericht über den Verlust eines ungeborenen, lang erwarteten Kindes, vor dem Hintergrund der politischen Unruhen in der Ukraine und öffentlicher Debatten in Estland. Maarja Kangro geht die Themen Tod, Trauma, Leiden und das „bittere“ Erlebnis der Demut vor der Existenz mit düsterem, sarkastischem Humor an. Gleichzeitig legt sie sensibel und mit fast chirurgischer Präzision die innere Not frei.


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Kristina Wuss: Verwobene Kulturen im Baltikum

Zwei Musikgeschichten in Lettland von 1700 bis 1945. Isensee Verlag Oldenburg 2018, 228 Seiten. ISBN: 978-3-7308-1478-9, 12.00 Euro.

Verlagsinfo:
Das Buch führt in eine reizvolle Gegend Europas, nach Lettland, wo sich über die Jahrhunderte ein intensives Musikleben herausbildete.
Die immensen Leistungen der deutschen Musikkultur trafen dabei auf die eigenständige Kraft des lettischen Daina-Liedschatzes, der heute zum Weltkulturerbe zählt. Gemeinsame musikalische Momente, und noch öfters Ungleichzeitiges aus der Kulturgeschichte beider Völker werden in der Betrachtung miteinander verwoben.
Die Begegnungen mit dem Beethoven-Freund Carl Amenda, dem Dichter Jakob Michael Reinhold Lenz, dem Theatergründer Otto Hermann von Vietinghoff, die Reiseeindrücke von Clara und Robert Schumann oder Richard Wagners Livländische Tonart sowie die Berichte von den ersten lettischen Liederfesten, der Entstehung der lettischen Nationaloper „Feuer und Nacht“ des Komponisten Janis Mediš u. v. a. m. schaffen eine Sichtweise, die die wechselseitigen Einflüsse zwischen den unterschiedlichen Kulturen erkennbar macht und die Rolle der Deutschbalten würdigt. Gestützt auf anschauliche Belege und vielsprachiges Archivmaterial betritt die Monographie wissenschaftliches Neuland.

M-U-S-I-K-S-C-H-W-E-R-P-U-N-K-T


Manfred Bründl's Silent Bass

feat. Liisi Koikson & Wolfgang Schlüter

 - Pompeji Red -
- Night Bird -
- The Sublime intro -
(aus der CD "Crosshatched")
 MANFRED BRÜNDL double-bass
HUGO READ soprano, alto saxophone
ACHIM KAUFMANN piano, rhodes
JONAS BURGWINKEL drums
LIISI KOIKSON vocals
WOLFGANG SCHLÜTER vibes
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Janika Sillamaa

- Ei Leia Ma Sõnu -
- Rahutu -
- Jälgi Jätmata -
- Köögikuninganna -
- Sõidame Võidu -
- Täiskohaga Naine -
- Kivi All Peidus -
- Hunt Minu Sees Pole Surnud -
- Wolandi Valss -
(aus der CD "Täiskohaga naine")
Virgo Sillamaa (Gitarre), Lauri Lehtsaar (Klavier), Ahto Abner (Schlagzeug), Janno Trump (Bassgitarre), Mingo Rajandi (Kontrabass), Anna-Maria Rannamägi (Geige), Merike Heidelberg (Viola), Kristian Plink (Cello).
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VORSCHAU
DIE BALTISCHE STUNDE
Nächster Sendetermin:
Dienstag, 12. Februar 2019 - 19.00 - 21.00 Uhr
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10 Dezember 2018

BALTISCHE STUNDE 18.12. 2018

Vydunas, Rom, Latgale, Latgaliete + Rothko-Jazz
 Neues aus ESTLAND, LETTLAND und LITAUEN bringt die

BALTISCHE STUNDE


mit viel Musik aus Estland, Lettland und Litauen und Studiogästen
Dienstag, 18. Dezember 2018 - 19.00-21.00 Uhr

Wiederholung am Samstag, den 29. Dezember 2018, 16.00 - 18.00 Uhr

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GESPRÄCHSGAST

Aija Mežale
(Germanistin & Latgaliete)

  Ich dachte, ich wähle einfach den schwierigsten Weg ...

Über ein Germanistik-Studium in Lettland, Deutschland-Aufenthalte, Erfahrungen in Freiburg / Breisgau und Lettisch-Kurse für Deutsche. Über die Motivation Deutsch zu lernen, eine gute Lehrerin, die Freude an verschiedenen Sprachen und eine Schule in Kārsava. Über Sprach-Olympiaden, Ehren- und Geldpreise, Urkunden und Belobigungen. Über die Unterschiede zwischen Kārsava und Riga, 300km Busfahrt frühmorgens, das Bedürfnis etwas von der Welt zu sehen, die Suche nach Gleichgesinnten und einer Studienmöglichkeit. Über Dozenten aus dem Ausland und den Unterschied zwischen Deutschsprechenden in Lettland und Deutschsprechenden in Deutschland. Über die Schulzeit in den 1990iger Jahren, Erasmus-Austauschprogramme, Zurückhaltung gegenüber Auslandsaufenthalten und Arbeit als Guide im Okkupationsmuseum in Riga.
Über Berufschancen für Germanisten, Projekte am Goetheinstitut Riga, das Image des Goetheinstituts aus lettischer Sicht, ein Projekt in Island, deutsche Professoren und ein kritischer Umgang mit dem Lehrstoff.
Über den ersten Besuch in Deutschland, ein Sommerkurs in Essen, den ersten Kontakt mit Deutschen, über Selbstzweifel und Mühen weiterzukommen. Über Schwierigkeiten im deutschen Alltag, regionale Unterschiede zwischen Essen, Freiburg, Greifswald und Berlin.
Über Berlin als "letzte Version von Europa", Lettisch-Lernende Deutsche, Stammtische in Greifswald, Kommunikation per Internet und das Bedürfnis immer mal wieder die eigene Sprache sprechen zu können.
Über mutiges Auftreten in Deutschland, Selbständigkeit und Bereitschaft sich zu ändern. Über die drei Phasen der Eingewöhnung in Deutschland, Unterschiede zur lettischen Mentalität, zögerliche Letten und Überbleibsel der Sowjetzeit. Über Offenheit und Bedenken, Eltern und Kinder, Berlin und Kārsava. Über neue Ausstellungen und Aktivitäten für junge Leute in Kārsava, Orientierung in Richtung Kultur, gestern und heute und die Nachbarstadt Ludza. Über die Selbstdefinition, Verortung in Latgale, Arbeitsmigration und Modernisierung. Über Unterstützung für junge Unternehmer/innen, Tourismus und Rückkehrer in Kārsava.
Über Aussichtstürme und Ausflugsziele, Latgale und Vidzeme, Aktivitätsangebote für deutsche Gäste, Unterschiede zwischen Lettisch und Latgallisch. Über den Konzertsaal GORS in Rēzekne, Seen, Bootfahren, Angeln und Wandertouren. Über die Altstadt von Ludza als eine der ältesten Städte Lettlands, Holzarchitektur, Kirchenbesuche und das, was nicht im Reiseführer steht. Über Touristinformationszentren, persönliche Ratgeber, Touren für Selbstversorger, traditionelles Handwerk und Tendenzen zur Modernisierung.
Über Landschaftsnutzung durch Fahrzeuge, Naturschutz und menschliche Nutzung, Umweltschutz und rücksichtsvolles Verhalten. Über Jagdgäste aus Deutschland, die wachsende Biberpopulation und die Attraktivität von Latgale als Abwechslung zu Riga.
Über die Ähnlichkeit großer Städte in Europa, deutsche Exporte und lettische Produkte.
Über neue Programmiererin, die lettische Gemeinschaft in Berlin und in anderen Städten in Deutschland. Über eine lettische Schule in Berlin, Veranstaltungen, Jugendarbeit und ehrenamtlich organisierte Netzwerkarbeit.

Lettische Jugendliche in Berlin

Lettische Gemeinschaft in Berlin

Webseite der Stadt Kārsava
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L-E-S-E-S-T-O-F-F

 

Viivi Luik: Schattenspiel

Roman. Aus dem Estnischen von Cornelius Hasselblatt. 272 Seiten, Wallstein Verlag 2018. ISBN: 978-3-8353-3339-0, € 22,00 (D) | € 22,70 (A).

Verlagsinfo:
Ein Streifzug durch die Ewige Stadt und ein Spaziergang durch Europas vielfältige Geschichte.
In »Schattenspiel« ist Rom einerseits mythischer Sehnsuchtsort, anderseits eine lebendige, von liebenswerten und skurrilen Gestalten bevölkerte Stadt. Die Erzählerin trifft auf Pastoren und Bettlerinnen, auf geliebte Hühner und gerissene Taschendiebe.
Mit viel Humor schildert sie das Leben an der Seite eines estnischen Diplomaten, und blickt dabei zurück auf ihre Zeit in Berlin und die Kindheit im stalinistischen Estland.
Viivi Luik lässt ihre Protagonistin in einer Welt lange nach Fall des Eisernen Vorhangs unterwegs sein. Zwar sind die Erinnerungen an frühe Erfahrungen, in denen Rom nur ein unerreichbarer Traum war, noch ganz plastisch. Doch stets gab die Ewige Stadt einen Maßstab ab, eine Richtung vor.
Als der Traum endlich Wirklichkeit wird, ist die Erzählerin eine »gestandene« Frau, die schon in anderen Ländern Europas gelebt hat, nicht nur besuchsweise, sondern beruflich und über Jahre. Sie kennt sich aus, aber hier, am verzauberten Ort, trifft Traum auf raue Wirklichkeit, etwa wenn bei Wohnungsbesichtigungen römisches Temperament und nordisches Gemüt aufeinanderprallen. Das ist so abenteuerlich wie hochkomisch. Überhaupt scheint die Nord-Süd-Trennung durch die Alpen viel einschneidender (und plausibler) als ein abstrakter Ost-West-Gegensatz.
Viivi Luik hat mit leichter Hand einen europäischen Roman geschrieben, der durch einen fremden Blick auf das Vertraute besticht.

Viivi Luik, geb. 1946 in Tänassilma / Estland, arbeitete als Bibliothekarin und Archivarin, heute lebt sie als freiberufliche Schriftstellerin in Tallinn. Sie war Stipendiatin in Finnland,Lettland, Deutschland, Schweden und Italien. Sie hat zehn Gedichtbände, Essays, Kinderbücher und drei Romane veröffentlicht, darunter »Der siebte Friedensfrühling« (1985; deutsch 1991), der in zehn Sprachen übersetzt wurde, und »Die Schönheit der Geschichte« (1991, deutsch 1995, Übersetzungen in über ein Dutzend Sprachen). In ihren ersten beiden Romanen beschäftigte sich Viivi Luik mit der Zeit des Stalinismus und der Stagnation in Estland und den verheerenden Auswirkungen auf das individuelle Dasein von Kindheit und Jugend an. Viivi Luik gehört zu den bedeutendsten estnischen Schriftstellerinnen der Gegenwart.
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Bagdonavicius / Martisiute-Linartiene / Storost / Danys: Vydunas und Deutsche Kultur

Vacys Bagdonavicius, Ausra Martisiute-Linartiene, Brita Storost, Miroslav Danys:
Vydunas und Deutsche Kultur. Neue Perspektiven zum 150. Geburtstag des preußisch-litauischen Brückenbauers und 100. Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung Litauens
Reihe: Geschichte: Forschung und Wissenschaft, Bd. 58, 2., erweiterte Auflage, LIT Verlag, Münster 2018. 296 Seiten, 39.90 EUR (39.90 CHF), ISBN 978-3-643-13987-0.

Verlagsinfo:
"Vydunas übertraf alle Persönlichkeiten der litauischen nationalen Wiedergeburt durch seine feste Überzeugung, dass die nationale Identität nicht ein Ziel für sich, sondern eine Voraussetzung für die Entfaltung der Menschlichkeit sei." (Vacys Bagdonavičius, Ehrenvorsitzender der Vydunas Gesellschaft)
"Für das Verhältnis zwischen Deutschen und Litauern hat er Hervorragendes geleistet. Er hat eindrucksvoll die Idee der Völkerverständigung vertreten." (Matthias Mülmenstädt, Deutscher Botschafter in Litauen)

Wilhelm Storost Vydunas, geb. 1868 in Jonaten, Ostpreußen, Preußisch-litauischer Nationaldichter, Linguist, Philosoph und Theosoph, verfolgt durch das NS-Regime, ab 1944 auf der Flucht vor den Sowjets, ab 1946 Bürger in Detmold, dort verstorben 1953. Nach der Erklärung der Litauischen Unabhängigkeit exhumiert und überführt zum Nationalfriedhof am Sagenberg Rambynas (Rombinus) in Litauen.



M-U-S-I-K-S-C-H-W-E-R-P-U-N-K-T


Māris Briežkalns Quintett

Rothko In Jazz

 Against The Current / Pret Straumi - Komposition von Lolita Ritmanis
Memories Landscape / Atmiņu Ainava - Komposition von Rihards Dubra
Yellow-And-Red / Dzeltensarkans - Komposition von Artūrs Maskats
Autumnal / Rudenīgi - Komposition von Pēteris Vasks
Red-And-White / Sarkanbalts - Komposition von Jēkabs Jančevskis
Waltz / Valsis - Komposition von Vilnis Šmīdbergs
Two In Three / Divi Trijos - Komposition von Jēkabs Nīmanis
aus der CD "Rothko in Jazz"

Māris Briežkalns - Schlagzeug
Viktors Ritovs - Keyboard, Piano
Gints Pabērzs - Saxophone
Edvīns Ozols - Bass
Raimonds Macats - Cello, Harmonica

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Auld lang syne 

aus der CD "Snowman's Express"
von Kristīne Prauliņa, Ralfs Eilands & VERY COOL PEOPLE

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14 November 2018

BALTISCHE STUNDE 20. November 2018

Bücher, Büchermacher, Lesestoff & Geschichte
 Neues aus ESTLAND, LETTLAND und LITAUEN bringt die

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GESPRÄCHSGAST
Juris Visockis
(Verleger und Publizist)

  Für einen kleinen Moment war ich auch schon mal Nostradamus ...

Über die ersten Leseerlebnisse, lettische, sozialistische und deutsche Märchen, über Ideologie in Büchern, Goethe, deutsche Kultur und Buchreihen der DDR. Über die eingeschränkten Möglichkeiten heute in Riga Deutsch sprechen zu können, die Dominanz des Englischen und die Arbeitsmigration innerhalb Europas. Über Arbeitssuche im Westen, die Brüsseler Bürokratie, und den Bedarf an Übersetzungen. Über eine Karriere als Basketball-Nationalspieler, Arbeit als freier Journalist und die Anregung, einen Verlag zu gründen. Über Klaus Wolfermann und Janis Lusis, Anfänge als kleiner Verlag und die inzwischen aufgebauten Strukturen. Über anfängliche organisatorische Schwierigkeiten und Buchhandlungen als Defizit zu Sowjetzeiten. Über eine Phase der Privatisierung aller Verlage und der staatliche Betrieb aller Buchhandlungen.
Über die Veränderungen der 1990iger Jahre, alte Konzepte und neue Verleger, die Eröffnung eigener Buchhandlungen und Filialen und die Schwierigkeiten der Wirtschaftskrise. Über Lettland und den Euro, Bücher in Fremdsprachen und die Entwicklung von Verlagskonzepten. Über weniger erfolgreiche Bücher, die zwei Bereiche des Verlags "Jumava", anspruchsvolle Bücher und Kooperationen mit dem Wieser Verlag in Österreich. Über gut und schlecht Verkäufliches und Zusammenarbeit mit Partnern und externen Auftraggebern.
Über die Unterschiede im Vertriebssystem in Lettland und Deutschland, verschiedene Verlagskonzepte und den Verkauf im Internet. Über komplizierte Details im Buchgeschäft, kleine und große Verleger, die Zusammenarbeit mit Museen und Kulturinstitutionen und einen großen Verlag mit einer kleinen Buchhandlung. Über die Probleme bei der Suche nach guten Büchern, russische Investoren und Ideen einen zentralen Buchvertrieb in Lettland aufzubauen. Über lettische Mentalität, Schwierigkeiten bei der menschlichen Zusammenarbeit, lettische Kulturstiftungen und das Netzwerk das ein Verleger braucht. Über lettische Druckereien als Projektpartner, lettische Qualität im Vergleich und die Tendenz zu e-books. Über Trends die sich in Lettland nur langsam durchsetzen, die Buchhandlungen im Internet und das Wachsen der Pilze nach dem Regen.
Über "Books on demand", drucken auf Abruf und Dinge, die im Westen geboren werden und im Westen auch sterben. Über Lettland als nordisches Land, Lesefreude, Buchhandlungen in Konkurrenz zum übrigen Wirtschaftsleben und den Neubau der neuen lettischen Nationalbibliothek. Über das Gefühl in einer Pyramide zu sein und ein Gebäude als Symbol.
Über die Vision des Verschwindens gedruckter Bücher, über Ehrungen für den Übersetzer und Kulturmenschen Valdis Bisenieks und den Mangel an Übersetzungen lettischer Bücher ins Deutsche. Über neue Jumava-Projekte, lettische-deutsche Kontakte, ein neues deutsch-lettische Buch über den Maler Vilhelms Purvītis und die immer noch bestehenden Schwerigkeiten für die Kundinnen und Kunden, gute Bücher auch zu finden. Über die Schließung des lettischen Literaturinformationszentrums, mühsame Kontakte zum Goethe-Institut Riga und die deutsche Bürokratie. Über die Abhängigkeit von wenigen, sehr aktiven Persönlichkeiten, Aktivitäten der Deutschbalten und Domus Rigensis.
Über die Rezeption der Frankfurter Buchmesse in Lettland, die lettische Buchmesse in Riga und Pläne für die Zukunft.

www.jumava.lv 
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L-E-S-E-S-T-O-F-F

 

K.Brüggemann / N.Angermann: Geschichte der baltischen Länder

Reclam Verlag, Ditzingen 2018. ISBN: 978-3-15-011167-3. 360 Seiten, 29 Euro.

Verlagsinfo:
Seit 1989/90 sind die aus der Konkursmasse der Sowjetunion wieder erstandenen baltischen Staaten Lettland, Litauen und Estland neu in unser Blickfeld gerückt. Alle gehören der EU an, Riga war 2014 Kulturhauptstadt Europas, der Ostseetourismus boomt, Estland nimmt eine Spitzenstellung in der Digitalisierung ein. Um die aktuellen Entwicklungen verstehen zu können, ist der Blick in die Geschichte unabdingbar. Seit dem Mittelalter waren diese Länder eng mit ihren westlichen Nachbarn verflochten: Namentlich zur Blütezeit der Hanse war der deutsche Einfluss stark, Litauen war jahrhundertelang mit Polen verbunden, seit dem 17. Jahrhundert beherrschten Schweden und Russland den Raum. Alle so gern in einen Topf geworfenen Länder hatten dabei ihre je eigene Historie: auch das lässt sich mithilfe dieses Buchs begreifen.

Norbert Angermann (emeritierter Professor für Osteuropäische Geschichte der Universität Hamburg), Karsten Brüggemann (Professor für Estnische und Allgemeine Geschichte an der Universität Tallinn).
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Lauris Gundars: Hallo Walfisch!

Eine Erzählung aus Lettland. Illustrationen von Anete Melece. Aus dem Lettischen von Matthias Knoll. Baobab Books, Basel 2018. (Titel der Originalausgabe: "Sveiks, Vali!", Verlag Liels un mazs 2017). 88 Seiten, ISBN 978-3-905804-87-4, CHF 21.80 / € (D) 15,90 / € (A) 16,40.
Ab 8 Jahren.

Verlagsinfo:
Diese Geschichte handelt von Mücke und Walfisch. Die beiden haben auch normale Namen, aber Mückes Spitznamen hat Walfisch erfunden und Walfischs Spitznamen Mücke. Doch das ist schon lange her, und darum geht es in dieser Geschichte nicht. Der Großvater und seine Enkelin sind im lettischen Riga zuhause und verbringen oft und gerne Zeit miteinander.
Es gibt immer vieles, das Mücke beschäftigt. »Walfisch, warum grüßt du die Menschen nicht?«, fragt sie eines Tages geradeheraus. Ihr war beigebracht worden, immer und überall zu grüßen, sogar den unwirschen Verkäufer im Eckladen. Der Großvater ringt um eine Erklärung, doch die erscheint Mücke nicht plausibel. Sie rückt nicht mehr von ihrem Plan ab: Der Großvater muss lernen zu grüßen, auch wenn das in früheren Zeiten so ganz und gar nicht üblich gewesen war. Und wenn sich Mücke etwas in den Kopf gesetzt hat, dann …
Der umtriebige lettische Autor und Regisseur Lauris Gundars lässt uns die gewitzte Mücke und den etwas brummigen Walfisch im Nu ans Herz wachsen. Anete Melece versetzt uns mit ihren markanten Filzstiftstrichen  in den Stadtpark von Riga. Und so hören wir Großvater und Enkelin auf der Parkbank beim Parlieren, Streiten und Sich-Versöhnen zu.



M-U-S-I-K-S-C-H-W-E-R-P-U-N-K-T



NOTE LITHUANIA

Musik Information Centre Lithuania
mic.lt

Golden Parazyth - In the Night
Colours of Bubbles - Flags (Music / Lyrics: Julijus Aleksovas)
Domas Strupinskas - Nicotine
Kamanių šilelis - Aidi
Alina Orlova - Sailor (Music: Alina Orlova, Aurelijus Sirgedas)
Garbanotas Bosistas - Places, Planes and Trains
Without Letters - Inverted Cycles
Beissoul & Einius - Chamillion (Music: Einius Jarutis, Artūras Žabas, Lyrics: Artūras Žabas)
The Roop - Be Mine
Alice Way - Home (Music: Leonas Somovas, Vaida Kalkauskaitė, Lyrics: Vaida Kalkauskaitė)
Soul Moustache - Haters Gonna Love (Music: Vytautė Pupšytė, Vytis Smolskas, Lyrics: Vytautė Pupšytė)
Keymono - Morning (Lyrics: Daiva Starinskaitė)
Ministry of Echology feat. Eazystyle MC - Laikas Meilei (Lyrics: Juozas Ramanauskas)


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VORSCHAU
DIE BALTISCHE STUNDE
Nächster Sendetermin:
Dienstag, 18. Dezember 2018 - 19.00 - 21.00 Uhr
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17 Oktober 2018

BALTISCHE STUNDE 23.Oktober 2018

Neues aus dem lettischen Parlament
 Neues aus ESTLAND, LETTLAND und LITAUEN bringt die

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GESPRÄCHSGAST

 
Ainārs Dimants
(Politik- und Medienwissenschaftler, Journalist)

Die lettische Parlamentswahl war auch eine Richtungsentscheidung!

Über Demokratie und Autoritarismus, konservative und liberale Tendenzen in der lettischen Politik, über Populismus und neue Parteien im Parlament. Über einfache Parolen und interne Demokratie, autoritären Führungsstil und die kurze Geschichte der lettischen Demokratie. Über Medienzensur, Vorstellungen von Führern und guten alten Zeiten, und dem Kern der kommenden Regierungskoalition. Über europäische Themen, die liberale Demokratie und die politische Ausrichtung der zur Parlamentswahl antretenden Wahllisten. Über die Rolle der liberalen Kräfte in Lettland, über demokratiegefährdende Tendenzen, soziale Notwendigkeiten in der lettischen Gesellschaft und den Kommunikationsstil der Parteien.
Über soziale Gerechtigkeit, Renten und Gehälter, und anerkannte Lebensgemeinschaften. Über Gleichstellung der Frauen, Offenheit gegenüber ethnischen Minderheiten und die Problematik der Zusammenarbeit mit der Partei "Saskaņa" ("Harmonie"). Über Spuren der Sozialdemokratie in der lettischen Politik, Pro-Kreml-Parteien und neue Gesichter unter den Kandidat/innen. Über solidarischen Führungsstil, neue Sozialdemokraten als "Progressive", und postmoderne Themen. Über das Fehlen sozialer Gerechtigkeit und Sonderabgaben in der lettischen Energiepolitik. Über die Diskussion um die "obligatorische Ankaufskomponente" (lett. Abkürzung "OIK") und deren Bedeutung und Auswirkung für Unternehmen und Verbraucher. Über Wasserkraft in Lettland, Thermoelektrozentralen und die Abhängigkeit vom russischen Gas. Über die Verwendung der Steuereinnahmen aus der "OIK", Subventionen im Vergleich zur Lage lettischer Energieunternehmen, Verträge der Firmen mit dem Staat und die Varianten geplanter Änderungen.
Über die Interessen und Verknüpfungen mit sogenannten "lettischen Oligarchen", über lettisches Politbusiness, die Wettbewerbsfähigkeit lettischer Unternehmen, und die Belastung der privaten Verbraucher. Über Kandidaten und fehlende Kandidatinnen, den Frauenanteil im Parlament, starke Frauen in Lettland und die Rolle des lettischen Präsidenten bei der Regierungsbildung.
Über die Schwierigkeiten der im Parlament vertretenen Parteien miteinander und die außenpolitische Orientierung der "Saskaņa" ("Harmonie") zugunsten Russlands und gegen Sanktionen wegen der Annektion der Krim. Über Vergleiche mit der Situation in der Ukraine, Wahlentscheidungen der ethnischen Russen in Lettland und Schwierigkeiten mit Korruption in der Verwaltung. Über politische Einflußnahme auf russischsprachige Medien in Lettland, die Rolle der Populisten und den Prozeß der Mehrheitsbildung für eine neue Regierung.
Über die Chancen die Massenauswanderung in Lettland zu stoppen, die Ziele der neuen Parteien im Parlament, über "rote Linien" und notwendige neue Politik. Über Szenarien möglicher Regierungsbildung, innerparteiliche Strömungen, den verbleibenden Einfluß der "Oligarchen" und mögliche neue Parteienspaltungen.
Über mögliche Rückkehr von Lettinnen und Letten nach Lettland, die Gräben zwischen sehr armen und sehr reichen Menschen und der notwendige soziale Frieden. Über neue und alte Kräfte und einen erwünschten neuen Aufbruch.
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L-E-S-E-S-T-O-F-F


Karsten Brüggemann: Licht und Luft des Imperiums

Legitimations- und Repräsentationsstrategien russischer Herrschaft in den Ostseeprovinzen im 19. und frühen 20. Jahrhundert. Veröffentlichungen des Nordost-Instituts, Band 21. Harrassowitz Verlag, Wiesbaden 2018, 536 Seiten, ISBN 978-3-447-10820-1. 53,00 Euro [D] / 54,50 Euro [A].

Verlagsinfo:
Das Verhältnis Russlands zu den baltischen Staaten ist seit Jahrhunderten ein Kernproblem der nordosteuropäischen Geschichte. Diese Studie untersucht erstmals detailliert den Wandel der russischen Perzeption von Land und Leuten an der Ostseeküste im 19. Jahrhundert. Galt die Region unter Nikolaus I. noch als der wertvollste Besitz der Krone, da sie das russische Imperium - nicht zuletzt aufgrund der deutschen Dominanz - zu einem wahrhaft europäischen Staat machte, war unter dem Einfluss des russischen Nationalismus eine bemerkenswerte Verschiebung zu registrieren. Seit etwa der Mitte des Jahrhunderts und verstärkt nach der Gründung des Deutschen Reiches 1871 erklärten russische Intellektuelle die Region zu einem potenziellen Gefahrenherd für das Imperium. Verständlich wird diese Umwertung durch den mentalen Aneignungsprozess, in dem russische Eliten die Ostseeprovinzen als einen legitimen russischen Besitz definierten - mit geografischen, historischen und kulturellen Argumenten. Diese mentale Russischmachung, die weitaus wirkungsmächtiger war als jedwede spätere „Russifizierungspolitik“ der Regierung, ließ die deutsche Vormacht als illegitim erscheinen und machte aus Esten und Letten potenzielle Bündnisgenossen für die Festigung der russischen Sache an der Ostsee. Neben intellektuellen Auseinandersetzungen mit dem Ort der Ostseeprovinzen im Imperium nutzt diese Studie Reiseberichte, literarische und ethnografische Arbeiten sowie Erinnerungen als Quellen, um dem Bild, das sich das späte Zarenreich von Est-, Liv- und Kurland machte, auf die Spur zu kommen.
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M-U-S-I-K-S-C-H-W-E-R-P-U-N-K-T



CELIA ROOSE 


- Tohi-i puttu! -
- Unõst ilmsis -
- Sõnakerä -
- Kunnõ kodu -
- Illus naanõ -
- Õnnõ kotus -

(aus der CD "Regijoon")

Celia Roose - laul/vocal
Robert Jürjendal - kitarrid, poogen, Ebow, elektroonika/guitars, bow, Ebow, electronics
Reigo Ahven - löökpillid/percussion
Cätlin Mägi - parmupillid/jew's harps
Koor/choir: Kelly Vask, Mari Meentalo, Anni Vitsberg, Kairi Leivo, Järgen Bergmann, Kulno Malva




ALGIRDAS MARTINAITIS

Rojaus paukščiai / Birds of Eden (1981)     - elektroninei violončelei ir įrašui / for electric cello and recording
Paskutinių sodų muzika / Music of the Last gardens (1979) - Antroji elegija / Second Elegy
Cantus ad futurum (1982)
- Dešiniojo sparno kanonas / Canon of the Right Wing
- Paukščių takas / Milky Way

(aus der CD "The book of living nature")
 



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DIE BALTISCHE STUNDE
Nächster Sendetermin:
Dienstag, 20.November 2018 - 19.00 - 21.00 Uhr
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19 September 2018

BALTISCHE STUNDE 25.September 2018

Akkordea, akkordeu, akkordeon!
 Neues aus ESTLAND, LETTLAND und LITAUEN bringt die

BALTISCHE STUNDE


mit viel Musik aus Estland, Lettland und Litauen und Studiogästen
Dienstag, 25. September 2018 - 19.00-21.00 Uhr

Wiederholung am Samstag, den 6. Oktober 2018, 16.00 - 18.00 Uhr

  wie immer auf UKW 92,5 und imuf 101,85 ( Kabelnetz im Raum Bremen).
 
LIVESTREAM:
www.radioweser.tv
oder "Medialab Nord"
 
oder nachzuhören auf www.baltische-stunde.de


Unser Hörangebot diesmal


GESPRÄCHSGAST
Martynas Levickis
(Musiker)

Nur mit mutigen Schritten lässt sich etwas Großes erreichen!

Über Superlative in der Musik, die Vergänglichkeit des Ruhms, die Akkordeonweltmeisterschaft 2010 und der geringe Bekanntheitsgrad von Akkordeonmusik in Deutschland. Zu Erfahrungen in Deutschland, die Anfänge des Akkordeonspielens im Alter von 3 Jahren, Schule, Volkstanz und Chorgesang und ein Landhaus im Wald.
Über ein litauisches Musikgymnasium, Umzug nach Šiauliai, Notenlernen und eine zweite Geburt. Über ein Studium in London, eine alleinerziehende Mutter, der Royal Akademie of Music und eine ganz eigene Art Akkordeon zu spielen. Über den Drang zum Rebellieren, braves Studieren und das Bedürfnis viel nachholen zu wollen und das Gefühl mehr zu wollen als nur zu gehorchen. Über den Bekanntheitsgrad als Musiker, die Ratschläge von Verwandten und Familie, das wachsende Bewußtsein als Künstler und für Bühnenpräsenz.
Über die Sommer der Kindheit, und die Teilnahme bei "Lietuvos Talentai" als willkommene Abwechslung zum Studium. Über die Unterschiede zu einer Karriere in England wie Ruta Meilutyte, das Bekanntwerden erst in Litauen und danach in Großbritannien. Über den gemeinsamen Auftritt mit David Garrett, einen Vertrag mit Decca und die britische Classical Artists Albums Charts. Über das Wohnen und Arbeiten von Vilnius aus, als Kurator eines Festivals, Leiter einer Akkordeon-Werkstatt und Konzerte mit dem eigenen Orchester.
Über die Besonderheiten des deutschen Musikmarkts, Auftritte beim Festival Mecklenburg-Vorpommern und beim Schleswig-Holstein Musikfestival, ein Litauen-Konzert in Frankfurt und die Wirkung von Akkordeon-Musik auf das Publikum in verschiedenen Ländern. Über die Rezeption in Deutschland, das Musikland und die Musiktradition in Deutschland und die Gründung des "Mikroorchesters". Über Versuche die eigene Musik noch weiter zu verbreiten, Inspirationen durch Streicher und Zusammenarbeit mit Streichern im Orchester. Über ein Orchester als musikalisches Labor und das Herausarbeiten von Individualität. Über Martynas als Tourismusbotschafter, den EU-Präsidentschaft Litauens und sehr positive Berichte in der deutschen Presse.
Über spezielle Bauweisen des Akkordeons, Instrumentenbauer in Österreich und Italien, das erste Akkordeon-Patent 1829, das Akkordeon als junges Instrument und regionale Unterschiede beim Akkordeonbau und Gebrauch. Über verwandte Instrumente, Konzert-Akkordeone, spezielle Klaviaturen und im Einzelnen sehr individuell gebaute Instrumente.
Über das Wechseln zwischen verschiedener Instrumente, spielen verschiedener Musik und selten gespielte Instrumente. Über Akkordeonbauer als Familienbetrieb und Akkordeontradition in Litauen und in anderen Ländern.

Übersetzung Litauisch-Deutsch: Jolita Rolf

MARTYNAS
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L-E-S-E-S-T-O-F-F


Ivars Ījabs, Jan Kusber, Ilgvars Misāns, Erwin Oberländer:
Lettland 1918 - 2018

Ein Jahrhundert Staatlichkeit. Ferdinand Schönigh-Verlag, Paderborn 2018. 272 Seiten,
ISBN: 978-3-506-78905-1, EUR 39.90 / CHF 48.70. 

Verlagsinfo:
Ein informatives und fundiertes Panorama der lettischen Geschichte und Kultur, Wirtschaft und Politik seit der Unabhängigkeitserklärung 1918.
Die Republik Lettland, heute EU- und NATO-Mitglied, wurde 1918 mit großen Hoffnungen und demokratischen Zielsetzungen ins Leben gerufen, geriet aber unter sowjetische, nationalsozialistische und sowjetische Herrschaft, ehe sie 1990 wieder unabhängig wurde. Ausgewiesene Expertinnen und Experten aus Lettland, Deutschland und Dänemark bieten in diesem Band einen Überblick über die wichtigsten Zäsuren und Themen des ersten Jahrhunderts lettischer Staatlichkeit.
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Liebes Mienel ...

Der Kapellmeister Richard Wagner an seine Frau. Edition Eichhorn, Berlin. ISBN 978-3-8442-4590-5, 124 Seiten, 12,99 Euro.

Verlagsinfo:
Die Sängerin + Schauspielerin Minna Planer begleitete den berühmten Kapellmeister und Opernkomponisten Richard Wagner auf dem Weg seiner kreativsten Schaffensphase.
Wir folgen ihr und seinen Briefen von Magdeburg über Königsberg und Riga nach Paris und Dresden, verfolgen das häusliche Leben mit seinen Alltäglichkeiten und begleiten die beiden auf einem Weg, der, wie vieles bei Richard Wagner, in der Flucht endete. 

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Małgorzata Szejnert: Das Beet des Zaddiks

Reportage. Aus dem Polnischen von Benjamin Voelkel. Reihe: Göttinger Sudelblätter (hg. von Heinz Ludwig Arnold, Thorsten Ahrend und Thedel v. Wallmoden), 64 Seiten, Wallstein Verlag, Göttingen 2018. ISBN: 978-3-8353-3262-1, € 12,90 (D) | € 13,30 (A)

Verlagsinfo:
»Das Beet des Zaddiks« erzählt über jüdisches Leben vom Mittelalter bis heute in Polesien, einem großen Sumpfgebiet zwischen den Flüssen Bug und Pripjat, das im Mittelalter zur Kiewer Rus und später zu Polen-Litauen gehörte. Heute ist es ein Teil von Weißrussland.
Die Autorin gibt in ihrer eindringlichen literarischen Reportage einen tiefen Einblick in die Geschichte der osteuropäischen Juden und thematisiert zugleich ganz und gar Heutiges, indem sie ihr eigenes Schicksal mit Verweisen auf das historische Geschehen verwebt.
Magorzata Szejnert erzählt Lebensgeschichten einiger Familien aus Pinsk, einer weißrussischen Stadt nahe der ukrainischen Grenze. Sie schafft damit Momentaufnahmen einer komplexen großen Weltgeschichte und verdeutlicht so, warum diese Gegend im Osten Europas vor allem als »Bloodlands« in Erinnerung geblieben ist.

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M-U-S-I-K-S-C-H-W-E-R-P-U-N-K-T



MARTYNAS
Levickis


Mozart - Piano Concerto No. 12 in A, K414
Vivaldi - Concerto No. 4 in F minor, Op. 8, RV 297 “L’inverno” (Winter)
Camille Saint-Saëns - Introduction et Rondo capriccioso, op. 28
Tchaikovsky - Marsch aus "Der Nußknacker"
Mozart - Rondo alla Turca from Piano Sonata No. 11 in A K331
Vivaldi - Presto from Concerto No. 2 in G minor, Op. 8, RV 315 “L’estate” (Sommer)
Sting - She's too good for me
Enio Morricone - La califfa, "Cinema Paradiso"
Bizet/Rodríguez - Trilogie aus Carmen
Verdi - Thema aus La Forza Del Destino (Die Macht des Schicksals)
Lady Gaga - Telephone
 Johannes Brahms - Ungarischer Tanz Nr. 5
Chopin - Walzer op. 64 Nr.2 C-moll

aus der DVD "Classic Live Show"
weitere Info: Webseite Martynas
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DIE BALTISCHE STUNDE
Nächster Sendetermin:
Dienstag, 23.Oktober 2018 - 19.00 - 21.00 Uhr
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20 August 2018

BALTISCHE STUNDE 28.8.2018

Musikallisch, fantasievoll, kulturhistorisch!
 Neues aus ESTLAND, LETTLAND und LITAUEN bringt die

BALTISCHE STUNDE


mit viel Musik aus Estland, Lettland und Litauen und Studiogästen
Dienstag, 28. August 2018 - 19.00-21.00 Uhr

Wiederholung am Samstag, den 8. September 2018, 16.00 - 18.00 Uhr

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GESPRÄCHSGAST
Auste Ovsiukaitė
(Musikerin)

Bratsche zu spielen, das war die beste Entscheidung meines Lebens!

Über die Herkunft des litauischen Vornamens Auste, die Göttin der Bienen, Klaipeda als Geburtsstadt, deutsche Vergangenheit des Gebiets, und Tourismus heute. Über das Aufwachsen mit Musik, Kindheit in einer Musikerfamilie, ein Musikgymnasium und den Wunsch Geige zu lernen. Über den Wechsel zur Bratsche, Charakteristik und Klang des Instruments, über litauische Komponisten in Vergangenheit und Gegenwart, neugierige Nachfragen und ein Studium in Vilnius und in Berlin. Über die Teilnahme an Meisterkursen, den Ideenaustausch mit Kolleginnen und Kollegen, Bewerbungen und Vorspielen vor einer Jury.
Über das Kennenlernen verschiedener Städte und Landschaften in Europa, Vorteile studentischer Flexibilität, Kennenlernen anderer Orchester und den Spaß am Spiel. Über Gastauftritte, Musikerinnen als Aushilfe, verschiedene Anfragen und das Glück einer festen Anstellung. Über Heimatgefühle in Bremen, Spaß bei der Arbeit und ein Hobby als Beruf. Über Musiker aus verschiedenen Ländern, persönlicher Umgang und professionelles Zusammenspielen, Erfahrungen in Kassel und lustige Leute im Umfeld.
Über Zeit für Mittagsspaziergänge, Erlebnisse in Montreaux und Innsbruck, die Minuten des Genießens und das Leben das ganze Jahr über außerhalb von Litauen. Über Konzerttermine zu Weihnachten, den Kontakt zur Familie und das Planen mit verschiedenen Projekten. Über einen Geschwister in Schweden und in Japan, Zeitunterschiede und die Möglichkeiten des Internet. Über das Eingewöhnen in Deutschland, über Sprachkenntnisse und konservative und zurückhaltende Deutsche. Über Offenheit, schwarzen Humor und direkten Umgang. Über alte Freundinnen, neue Leute und kleine Kulturschocks. Über die Motivation Neues zu finden, enges Litauen, das große Berlin, Heimweh nach Litauen und den Willen sich durchzusetzen.
Über persönliche Pläne, tolle litauische Jazzfestivals, das Meeresfest in Klaipeda, die schöne litauische Natur und Wege am Ufer des Nemunas. Über Fahrradurlaub, die Sehenswürdigkeiten am Nemunas und die Vorstellung litauischer Kultur in Bremen.

Bremer Philharmoniker
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L-E-S-E-S-T-O-F-F



Gina Ochsner: Die versteckten Briefe

DTV, München 2018, aus dem amerikanischen Englisch von Pociao (Originaltitel: "The hidden letters of Belta B.", New Yorck 2016). ISBN 978-3-423-28154-6, 398 Seiten, 24 Euro.

Verlagsinfo:
Eine rostige Blechdose mit Briefen? Eigentlich wollte der zwölfjährige Maris nur den Familienstammbaum sehen. Doch Inara beschließt, ihrem Sohn endlich die tragische Geschichte ihrer Familie anzuvertrauen. Sie weiß: Bei Maris, der mit seinen großen Ohren sogar die Geheimnisse der Toten zu hören vermag, ist sie gut aufgehoben. Und so erzählt sie: von Urgroßvater Oskars, der nach Sibirien verbannt wurde, weil er eine Bibel besaß; von Urgroßvater Ferdinands, der in ein Arbeitslager verschleppt wurde; von Aalfang bei Mondschein, heimlichen Küssen beim Sonnenwendfest – und von der Briefeschreiberin Velta, über die es hieß: Schweigen habe diese Frau verzehrt, als hätte sie einen Ozean aus Stille verschluckt. 

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Wilhelm Storost Vydunas: Sieben Hundert Jahre deutsch-litauischer Beziehungen

Kulturhistorische Überlegungen. Dritte Auflage zum 150. Geburtstages des Autors (Erstausgabe 1932). Herausgegeben von Brita Storost, Koordination: Miroslav Danys. LIT-Verlag, Münster. Erschienen in der Reihe "Geschichte - Forschung und Wissenschaft", Bd. 53, 2017, 428 Seiten, ISBN 978-3-643-13683-1. 49.90 EUR, 49.90 CHF.

Verlagsinfo:
Wilhelm Storost Vydunas war ein litauischer Preuße beider Kulturen, der deutschen und der litauischen. Die Erstauflage dieses Werkes (Tilsit 1932) wurde nach der Nazi-Machtübernahme noch vor dem Ausliefern auf den Buchmarkt fast vollständig vernichtet. Er selbst ist dem Inferno des Zweiten Weltkrieges nur knapp entkommen. Vydunas, Ehrenmitglied des PEN-Clubs, seine edle Persönlichkeit und sein uvre, das 60 deutsche und litauische Werke fast aller literarischen Gattungen umfasst, zählt zum Bedeutendsten, was die Litauer aus den Flammen des Krieges und vor der "Sowjetisierung" retten und bewahren konnten.

Wilhelm Storost Vydunas, geb. 1868 in Jonaten, Ostpreußen; Preußisch-litauischer Nationaldichter, Linguist, Philosoph und Theosoph, verfolgt durch das NS-Regime, ab 1944 auf der Flucht vor den Sowjets, ab 1946 Bürger in Detmold, dort verstorben 1953 (1991 exhumiert und überführt zum Rambynas (Bitthenen) in Litauen. 

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M-U-S-I-K-S-C-H-W-E-R-P-U-N-K-T



SVIESTS 7

Vilciņš - RTU vīru koris Gaudeamus
Īdona īzona – Elza Rozentāle un Bur Mani feat. DJ Monsta
Pēdējais lībietis – Vārna
Sniegi sniga - Rāva
Koklītes koklēja – Rūta un Valdis Muktupāvels
Sajāja bramaņi - Stiprās sievas un Raimonds Tiguls
Zīmeņa – Ceidari un Kārlis Kazāks
Ormans – Jauno Jāņu orķestris
Nospiedumi – Misters
Bebru regejs – Bezgalībieši
Balāde par pulkvedi – Oskars Jansons
Veļu laiks – Edgars Lipors
(aus der CD "SVIESTS 7")

  Zentrum für Kulturmanagement „Lauska"
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Dienstag, 25.September 2018 - 19.00 - 21.00 Uhr
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