09 Februar 2021

BALTISCHE STUNDE 16. Februar 2021

 

 Neues aus ESTLAND, LETTLAND und LITAUEN bringt die


BALTISCHE STUNDE


mit viel Musik aus Estland, Lettland und Litauen
Dienstag, 16. Februar 2021, 19.00-21.00 Uhr

Wiederholung am Samstag, den 27. Februar 2021, 16.00 - 18.00 Uhr

  wie immer auf UKW 92,5 on air - oder 101,85 im  Kabelnetz im Raum Bremen
 
LIVESTREAM:
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GESPRÄCHSGAST

   
Lutz H. Peper (Honorarkonsul der Republik Lettland)

An der Infrastruktur liegt's nicht ....

 
Über die Funktion eines Honorarkonsuls, Mitmenschen und Vorgaben der lettischen Regierung, über Zuständigkeiten im Rathaus Bremen und über das Aufspüren von Lett/innen in der Fläche. Von geschichtlichen Parallelen, Ansprechpartner für Lett/innen in Deutschland, Zuständigkeiten der Lettischen Botschaft in Berlin und digitale Organisation von lettischen Parlamentswahlen. Vom Kennenlernen und Dialogbedürfnis, lettischer Stimmunglage und Einkaufsmöglichikeiten lettischer Lebensmittel in Bremen. Von litauischen Restaurants in Hamburg, ähnlichen lettischen Projekten und Fördermöglichkeiten. Von lettischen Kontakten im Bremer Umland und Unstetigkeiten in der Städtepartnerschaft Bremen - Riga. Vom Aufbau von Wirtschaftskontakten nach Riga in den 1990iger Jahren, Schwierigkeiten beim Wirtschaftsumbruch in Lettland, und dem Aufbau von Firmenrepräsentanzen in Lettland. 
Von schwedischen Banken, notwendigen Verkäufen und beständigen Kontakten. Von der Idee einen Honorarkonsul in Bremen zu bekommen, einer Lehre bei SIEMENS, die Arbeit für die Bremer Sparkasse und die Handelskammer, und der Zeit als Abgeordneter in der Bremischen Bürgerschaft. Von altruistischen Ambitionen, der Compagnie der Schwarzen Häupter, die Diskussion um den Rigaer Silberschatz und der Auslobung eines Musikpreises in Lettland.
Über eventuell unzulässige Bevorzugung Rigas, die Bedeutung der lettischen Hafenstädte, Lettland als Tür zwischen Ost und West, Änderungen bei den Warenströme und anpassungsfähige Letten. Über Wirtschaftskrisen und Wohlstand, lettischem Brain-Drain und hochwertigen Arbeitsplätzen in Lettland. Vom Stellenwert von Start-Ups und Informationstechnologie, deutschen Lippenbekenntnissen und lettischen Möglichkeiten. Von optimierter Wertschöpfung, Missverständnisse bei deutschen Unternehmern und dem notwendigen Erhalt lettischer Naturreservate. 
Von Kreuzfahrtschiffen und Tourismus, dem Bestreben nicht korrumpierbar zu sein, einer zurückgetretenen Gesundheitsministerin, großen Firmen hinter lettischen Parteien, Schwächen des deutschen politischen Systems und die Schwierigkeiten im deutschen Öffentlichen Dienst. Von krassen Einschnitten während der Wirtschaftskrise in Lettland, notwendiger Bürokratie und scheinbar leistungslosem Geldverdienen. Vom deutschen Verständnis des "Homeoffice", der lettischen Hoffnung auf Wohlstandszuwachs und dem Auf und Ab der Wirtschaftsentwicklung. 
Von schönen Oldtimern und anderen Hobbys, noch ausbaufähigen Projektideen und nicht mehr existierenden Autobus- und Mofaherstellern in Lettland. Von der Mitgliedersuche der Compagnie der Schwarzen Häupter, Traditionen der früheren deutschen Oberschicht und dem neu geschaffenen Ausbau des Lettischen Honorarkonsulats. 
Über einen Großvater mit dunkler Vergangenheit, Fischerhude als früherer Familiensitz, notwendiger Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und einem Besuch in Haifa. Von verschiedenen Generationen, deutscher Schuld und Spenden für eine Synagoge. Von Aktionen gegen Antisemitismus, Kritik von der Linken und Projekte zwischen Bremen und Riga. Von der Auseinandersetzung mit dem gängigen Mainstream, neuen Nazi-Vorwürfen und einer wehrhaften Demokratie. Vom Vorbild Helmut Schmidts und der Notwendigkeit eines neuen Diskurs.
Vom Geschichtsverständnis auf lettischer Seite, dem Stellenwert des Beitritts zu EU und NATO, dem scheinbar übermächtigen Nachbarn Russland, erledigten Hausaufgaben und europäischen Merkwürdigkeiten. Von der Zukunft Europas, mangelnde Handlungsfähigkeit und große Geldmengen, Verbesserungswürdiges und den wenigen lettischen Abgeordneten im Europäischen Parlament. Von Richtlinien der lettischen Regierung, Demonstrationen in Bremen, SS-Kollaborateure und vorgegebenen Argumentationen.

Honorarkonsulat Lettland für Bremen 
 
 


L-E-S-E-S-T-O-F-F

 

Frida Michelson: Ich überlebte Rumbula

Europäische Verlagsanstalt, Hamburg 2020. 222 Seiten, ISBN 978-3-86393-093-6, 22,00 Euro.

Verlagsinfo:
„Der vergessene Holocaust“ - die Verbrechen der Deutschen im Osten Europas, die schon in den ersten Tagen ihres Eroberungsfeldzugs mit Massakern begannen und bald in systematische Massenerschießungen übergingen - wurden erst nach und nach in Nachkriegsdeutschland bekannt und dokumentiert.
Der authentische Bericht von Frida Michelson über den Einmarsch der deutschen Truppen in Lettland, den Beginn der Ausgrenzung, Verfolgung, Zwangsarbeit, Ghettoisierung und anschließender Vernichtung im Wald von Rumbula, der sie durch einen Zufall entkam, ist ein einzigartiges Dokument.
Frida Michelson, geb. 1906, lebte und arbeitete zur Zeit der deutschen Besetzung als Schneiderin in Riga. Ihr unglaublicher Bericht über das Schicksal der jüdischen Bevölkerung, über Zwangsarbeit, Ghettoisierung und den anschließenden Massenmord im Wald von Rumbula, dem sie knapp entkam, ist ein einzigartiges authentisches Dokument. Ende 1971 konnte Frida Michelson mit ihren beiden Söhnen nach Israel auswandern. Sie starb dort im Jahr 1982.
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Was ist dir widerfahren, Isaak?

Eine Spurensuche von Sybille Eberhardt. Manuela Kinzel Verlag, Göppingen 2020. ISBN 978-3-95544-145-6, 190 Seiten, € 16,50.

Verlagsinfo: Ein ungewöhnlicher Grabstein auf dem Göppinger Friedhof veranlasst die Autorin, in ihrer jüngsten Untersuchung nach Spuren des zu früh verstorbenen jüdischen Jungen Isaak aus Wilna zu suchen. Sein Schatten geistert durch die Geschichte des Wilnaer Ghettos. Er heftet sich an die Fersen eines Verwandten und zahlreicher Leidensgenossen in verschiedenen KL im Ölschiefergebiet Estlands, im Lager Stutthof und einem der „Wüste“-Lager im deutschen Südwesten in Dautmergen. Schließlich auf einen Todesmarsch getrieben, wird er bald nach der Befreiung doch noch vom Tod in einem DP-Lager in Heidenheim ereilt, ohne seine tragische Geschichte selbst erzählen zu können.

 
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M-U-S-I-K-S-C-H-W-E-R-P-U-N-K-T


KESTUTIS VAIGINIS

- Suffering of the City -
- Finding Amber -
- Still in My Mind -
- Lights of Darkness -
- Passions from Georgia -
- Traveller -

  (aus dem Album "Lights of Darkness")
 
 Kestutis Vaiginis - tenor + soprano saxophones
Alex Sipiagin - trompet & flugelhorn
David Barkman - piano
Ed Howard - double bass
Ferit Odman - drums


 
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VORSCHAU
DIE BALTISCHE STUNDE
Nächster Sendetermin:
Dienstag, 16. März 2021 - 19.00 - 21.00 Uhr
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12 Januar 2021

BALTISCHE STUNDE 19. Januar 2021

 Neues aus ESTLAND, LETTLAND und LITAUEN bringt die


BALTISCHE STUNDE


mit viel Musik aus Estland, Lettland und Litauen
Dienstag, 19. Januar 2021, 19.00-21.00 Uhr

Wiederholung am Samstag, den 30. Januar 2021, 16.00 - 18.00 Uhr

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GESPRÄCHSGÄSTE

   
Dagmar Calais (Künstlerin), Chris Steinbrecher (Kunsthistoriker)

Uns geht es darum, den Opfern einen Namen zu geben

 
Über die Arbeit als Malerin und Installationskünstlerin, Themen und das Etikett "altmodisch" zu sein. Über eine Fahrt nach Potsdam, ein neues Leben, Kontakte in Berlin und die Kultur der DDR. Über die Gründung von Kulturstiftungen, Umzug mit Kindern, Schulpolitik, Aufwachsen in Halle / Saale und die Arbeit als Galerist. Über Kunsthandel mit DDR-Funktionären, Organisation von Ausstellungen und die große Abwanderungswelle. 
Über die eigene Stasi-Akte, Kontakte zu Oppositionellen, DDR-Psychatrie und grübelnde Ärzte. 
Über das "Altmodische" und Bremen, eine leidenschaftliche Malerin und angesagte Kunsttendenzen. Über die "jungen Wilden", Ausstellungsmöglichkeiten und das Beharren auf den eigenen künstlerischen Stil. Über eine Schlagzeile im "Stern", griechische Mythologie, das Alte Testament, Installationen und begehbare Bilder. Über Themen wie Tod und Gewalt, Emotionen und eigene Bilder, das künstlerische Arbeiten in Bremen, Kontakte nach Berlin und eine spannende Zeit. Über die Auseinandersetzung mit der deutsch-deutschen Geschichte, die deutsch-deutsche Grenze und die Mauer als Projektthema, Anregungen durch Künstlerkolleginnen und einen ersten Besuch in Riga. Über einen Kontakt mit Rabbi Barkan und seinen Wunsch ähnliche Projekte auch in Riga zu machen. 
Über eine Recherche zur Geschichte Lettlands, Ideenfindung und Projektentwicklung, das Ghetto Riga und die Morde in Rumbula und Biķernieki. Über das Projekt "zwei Tage im Winter" im Ghettomuseum Riga, ähnliche Projekte in Bremen und positive Rückmeldungen von Besucherinnen und Besuchern. Über das Bestreben, den Opfern einen Namen zu geben. Über die Ausstellungseröffnung, Methoden und Formen der Ausstellungsgestaltung, Kontakte zu Überlebenden, Aufarbeitung durch internationale Forschung und Verarbeiten durch Auseinandersetzung mit dem Thema. 
Über die Bedeutung der Städtepartnerschaft Bremen-Riga, die Idee eines Gedenksteins, Strategien der Finanzierung und wichtige Textdetails. Über Unterstützung durch Bürgermeister Sieling, unterschiedliche Ideen zu Partnerschaftsprojekten und wieder aufgenommene Gespräche. Über die Unterstützung durch Bürgerschafspräsident Imhoff, die Übergabe des Gedenksteins in Riga trotz schwieriger Corona-Umstände, ein weiteres Projekt in Tschechien und die feierliche Einweihung und Übergabe am 14. Juli 2020. 
Über Projektpläne in Bremen für 2021 und Einladungen an Riga. 
Über das durch die Corona-Umstände verlassen wirkende Riga, menschenleere Straßen und den lettischen Lockdown. Über Ängste und Sorgen um die Gesundheit, stockende touristische Reiseströme und Kontakte zur Rigaer Kunstszene. Über wechselnde Bremische Zuständigkeiten für internationale Partnerschaften und fehlende Kommunikation auf beiden Seiten. Über Kunst die Politik macht, die Unterstützung durch die Delme-Werkstätten und das "Flagge zeigen" in der Partnerstadt.





L-E-S-E-S-T-O-F-F

 

Inga Ābele: Flut

Roman, aus dem Lettischen von Matthias Knoll. Kommode Verlag, Zürich 2020, 496 Seiten. ISBN 978-3-9525014-4-3, EUR 24.00 / CHF 26.00. 

Verlagsinfo:
Inga Ābele nimmt uns mit auf eine Reise durch das Leben von Ieva, einer Lettin in ihrer Lebensmitte – rückwärts. In mehr oder weniger chronologisch umgekehrter Reihenfolge erzählt der Roman die Geschichte einer Frau, deren jugendliche Entscheidungen den Rest ihres Lebens dramatisch beeinflusst haben.
Nach und nach treffen wir die wichtigen Menschen in Ievas Leben – ihre Großmutter, ihre Mutter und ihren Vater, ihren Bruder Pāvils und ihre Tochter Monta – und die Dinge fangen an, Gestalt anzunehmen. Immer wieder kehrt die Erzählung zu zwei weiteren Personen zurück: zu ihrem toten Liebhaber Aksels und ihrem Ex-Mann Andrejs, zu den zwei Männern, die für immer durch eine Frau und ein schicksalhaftes Ereignis verbunden sind.
 
Das Aufdecken von Ievas Persönlichkeit und der Beziehung zwischen den drei Hauptfiguren macht einen grossen Teil der Anziehungskraft des Romans aus. Der volle Umfang von Ievas persönlicher Situation wird erst am Ende klar. Ābele geht den Fragen nach, wie frühere Entscheidungen unsere Lebenseinstellung für immer beeinflussen können und wieso wir an einer Vergangenheit festhalten, die uns so sehr verändert hat.
 
Inga Ābele spielt metaphorisch mit Bildern von Ebbe und Flut und ihr Roman folgt einer Struktur, in der sich reale Handlung mit imaginären Passagen, die inneren Monologen gleichen, gezeitenähnlich abwechseln.


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M-U-S-I-K-S-C-H-W-E-R-P-U-N-K-T


MAARJA NUUT

- Kargus -
- Hobusemäng -
- Sammud -
- Õdangule -
- Kellatoas -
- Kiik Tahab Kindaid -
- Siidisulis Linnukene -
- Eeva & Maarja Labajalg -
- Valss -
- Jaa-Ti-Daa -
- Kuradipolka -
- Vaga Linnuken -
  
(aus dem Album "Une Meeles")


 
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FRÄNDER
Säde Tatar (Gesang, Flöte), Daniel Dluzewski (bass), Natasja Dluzewska (Violine), Gabbi Dluzewski (Schwedische Bouzouki)
 
- Hällilaul / Vandrar stum - 
- Vabadus - 

FRÄNDER

CPL-Musikshop

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VORSCHAU
DIE BALTISCHE STUNDE
Nächster Sendetermin:
Dienstag, 16. Februar 2021 - 19.00 - 21.00 Uhr
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10 Dezember 2020

BALTISCHE STUNDE 22.Dezember 2020

 

Neues aus ESTLAND, LETTLAND und LITAUEN bringt die

BALTISCHE STUNDE


mit viel Musik aus Estland, Lettland und Litauen
Dienstag, 22. Dezember 2020, 19.00-21.00 Uhr

Wiederholung am Samstag, den 2. Januar 2021, 16.00 - 18.00 Uhr

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Ein Gruß an die Seefahrt

Über über die Bedeutung von Krišjānis Valdemārs, die Traditionen in Ainaži, Pāvilosta, Roja und Salacgrīva, das Modell der russischen Seefahrtsschulen, die Umbenennung von Sasmaka, die Schiffbautradition der Kuren, die Schiffe des Herzogs Jakob, die Gründung von Neu-Kurland und Fort Jacob, die Werften von Ventspils und Kuldiga, und den Zusammenhang von "Kuģis" und "Kogge". Über Herrn "von Dannenstern", das Ereignis des 8. Juni 1830, "Oskar" aus Schweden, und Lettlands diplomierte Kapitäne. 
Über Routen Lettland-New York, die rot-weiß-rote Maiga, Dampf- und Segelschiffe, die wichtige Funktion des Schiffes "Saratow", die Republik auf dem Wasser und 16 Schiffe im Friedensvertrag. Über die alte lettische Flotte der 1930iger Jahre, "Dzintarkrasts" und "Banga", einen stolzen Eisbrecher, und Kapitäne als Volksfeinde. 
Über die Unglücke der "Neubad" und "Majakovskis", ein spurlos verschwundener Kapitän, lettische Seeleute unter fremden Flaggen und Ausbildung für die Seefahrt. Über ein verschrottetes Ausbildungsschiff und die schwindende Bedeutung der lettischen Fischerei.
Über estnische Seeminenräumer, das Meeresmuseum in Tallinn, und das Kapitänsdorf Käsmu.

... und ein Gedicht: 
DIE BALTISCHE SEE
Autor: Ojārs Vācietis 
Übertragung ins Deutsche: Matthias Knoll
entnommen aus: "Wunder und Wunden", Riga / Berlin 1993


L-E-S-E-S-T-O-F-F

 

Jurga Vilė: Sibiro Haiku

Eine Graphik-Novel aus Litauen. Jurga Vilė, Text, und Lina Itagaki, Illustration. Aus dem Litauischen und mit einem Nachwort von Saskia Drude. Baobab Books, Basel 2020. 242 Seiten, ISBN 978-3-907277-03-4. CHF 29.00 / € (D) 25,00 / € (A) 25,70. Ab 14 Jahre.

Verlagsinfo:
Ein Blick zurück: Litauen im Juni 1941. Das Land wurde vor Kurzem von sowjetischen Truppen besetzt. Eines Morgens wird Algis und seine Familie unsanft von sowjetischen Soldaten geweckt. Sie haben nur wenige Minuten Zeit, um zu packen. Algis nimmt seinen Ganter Martin unter den Arm und sein Vater drückt ihm einen Eimer Äpfel in die Hand. Dann werden sie mit vielen anderen Litauern in Eisenbahnwaggons gepfercht, ahnungslos, wohin die Reise gehen wird.
Die Endstation ist ein Lager in Sibirien. Die Bedingungen hier sind unmenschlich, der Hunger groß, die Winter bitter. Mit Galgenhumor und bemerkenswertem Ideenreichtum begegnet die Lagergemeinschaft ihrem Elend. Algis' Tante schwärmt für Japan und hat es geschafft, ein Buch mit japanischen Haiku ins Lager zu schmuggeln. Es ist nicht zuletzt diese karge Poesie, die die gefangenen Litauer nicht verzweifeln lässt. Und um ihr Heimweh zu lindern, gründen sie auch einen Chor: den Apfelchor. Apfelbäume wachsen in Sibirien zwar nicht, aber das Singen gibt der Hoffnung Auftrieb, dass dieser Albtraum bald vorüber sein wird. Schließlich gib es eine Vereinbarung, dass zumindest Kinder nach Litauen zurückdürfen. Und so entkommen Algis und seine Schwester dem Schrecken.
Jurga Vilė schildert diese ungeheuerliche Geschichte aus der kindlichen Perspektive von Algis – ihrem eigenen Vater. Die Illustratorin Lina Itagaki hat dazu eine einzigartige Bildwelt geschaffen, in welcher sich Text und Bild zu einem vielschichtigen und wahrlich aussergewöhnlichen Gesamtkunstwerk­ verweben. Ergreifend und ermutigend zugleich. In Litauen wurde das Werk mit zahlreichen Preisen geehrte, nun liegt es bei Baobab Books in deutscher Übersetzung vor.

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Piret Raud: Das Ohr

32 Seiten, Midas Kinderbuch, 2020. Text und Illustrationen: Piret Raud. Original: "Kõrv", Verlag Tänapäev. ISBN 978-3-03876-156-3, Euro (D) 15 | Euro (A) 15.70 | CHF 22

Verlagsinfo:
Eine einprägsame Geschichte über das Zuhören und den Wert der Freundschaft.
Als das Ohr eines Morgens aufwachte, stellte es fest, dass es ganz allein war. Wo war der Kopf, auf dem es sein Leben lang gewohnt hatte? Ohne ihn scheint es zunächst völlig »kopflos« zu agieren und weiß zunächst gar nichts mit sich anzufangen. Doch dann bitten immer mehr Tiere um Hilfe. Es tut das, was ein Ohr am besten kann: zuhören. Dabei findet es neue Freunde und einen Platz im Leben. Der unverwechselbare Zeichenstil von Piret Raud, Estlands bekannteste Kinderbuchautorin, macht dieses Buch zu einem Klassiker, den man immer wieder gerne liest.

Die Autorin/Illustratorin:
PIRET RAUD ist Estlands berühmteste Kinderbuch-Autorin und Künstlerin. Sie wurde als Tochter des Schriftstellerehepaars Eno Raud (»Drei lustige Gesellen«) und Aino Pervik in eine landesweit bekannte Schriftstellerfamilie geboren. Sie ging in Tallinn zur Schule und studierte dort nach dem Abitur an der Kunsthochschule. 1995 schloss sie ihr Studium mit dem Bachelor of Arts und 1998 mit dem Master of Arts als Grafikerin ab. Sie war unter anderem als Kunstlehrerin und Redakteurin einer Kinderzeitschrift tätig und lebt als freischaffende Künstlerin und Schriftstellerin in Tallinn.


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M-U-S-I-K-S-C-H-W-E-R-P-U-N-K-T


JŪRAS VILKI

- Brauc Jūrnieks -
- Jūrniekam ir šķirties -
- Es Uzvilku -
- Nu Zēni Lai Mēs Ejam -
- Kur Tu Iesi -
- Tēviņ, Tēviņ -
- Jau Austrumos -
- Pie Alus Galda -
- Kur Vilciņi -
- Jau Lidinās -
- Jaukāks Nekas -
- Es Aizgāju Sievas -
- Pār Gauju -
- Smagi, Samgi -
- 13.Vīru -
- Jūrniekiem Iestājas -
 

  

 
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Väikeste Lõõtspillide Ühing
 
 Marko Matvere - Gesang, Banjo, Mandoline, Gitarre, Knopfakkordeon, Dudelsack, Pfeife
Erkki-Kalle Esop - Bass, Kontrabass, Gitarre, Gesang
Joel Sarv - Geige, Gesang
Mait Seger - Gitarre, Gesang
Raido Koppel - Knopfakkordeon, Gesang
 
- Merineid -
(aus dem Album "Jää Jumulaga Eestimaa")
 
- Meremehe põli -
 - Mere peal mina sündind olen -
- Londoni laia reidi peal -
(aus dem Album "Grand Marino")
 
- Vahva meremees -
(aus dem Album "Kui on kuraasi")
 

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VORSCHAU
DIE BALTISCHE STUNDE
Nächster Sendetermin:
Dienstag, 19. Januar 2021 - 19.00 - 21.00 Uhr
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DIE BALTISCHE STUNDE
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18 November 2020

BALTISCHE STUNDE 24. November 2020


 


Neues aus ESTLAND, LETTLAND und LITAUEN bringt die

BALTISCHE STUNDE


mit viel Musik aus Estland, Lettland und Litauen
Dienstag, 24. November 2020, 19.00-21.00 Uhr

Wiederholung am Samstag, den 5. Dezember 2020, 16.00 - 18.00 Uhr

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GESPRÄCHSGAST

Frankas Kulikauskas
(Politikwissenschaftler, Fahrradaktivist, Velo Vilnius)
 

Litauer sind ziemlich pragmatisch denkende Menschen

 Über Studium in Deutschland, Heirat in Litauen, deutsche und litauische Namen und Schreibweisen, die "Baltic-Cycle-Radtouren" und die internationale Zusammenarbeit der Fahrradaktivisten. Über Fahrradverleih in Vilnius, Erinnerungen an eine Bremer Bürgerreise, der "Corona-Lockdown" in Litauen und die Krisenbewältigung 2020. Über Maskenpflicht, litauische Kindergärten und Cafés in Vilnius während der Krise. Über kulturelle Angebote zu Corona-Zeiten, finanzielle Unterstützung von Seiten des litauischen Staates, und Strategien während der Corona-Krise. 
Über Radfahren als Modeerscheinung und Boom, neue Fahrradtouren in Vilnius und Abhängigkeiten vom ausbleibenden Tourismus. 
Über die Abwahl der bisherigen litauischen Regierung bei den Parlamentswahlen, Übergänge von einem Konzept der "Expertenregierung" zu parteinahen Strukturen, kleine Skandale und eine ganz besondere neugebaute Straße. Über die Liste der polnischen Wahlaktion, die politische Vertretung der polnischen und die russischen Minderheiten, und das Verschwinden des bisherigen Außenministers Linkevičius. Über die Spaltung der litauischen Sozialdemokraten, ein eigener Wahlbezirk für Auslandslitauer und die Arbeitsmigration in Europa. Über Arbeitsbedingungen und litauischen Mindestlohn, ein Vergleich mit der Situation in Polen, Unterschiede zwischen Stadt und Land, der Ausfall der Billigflieger und Zwangsquarantäne in Litauen. 
Über neue Frauenkarrieren in der litauischen Politik, über Konservative, Bauern und Christdemokraten in der litauischen Politik, über Ideen und schwache Umsetzung, Vorschläge zur Legalisierung von Cannabis, Abtreibungsfragen und der Einfluss der katholizischen Kirche. Über pragmatische Litauer*innen, katholisch sein als Teil der Kultur und die zwei liberalen Parteien Litauens. Über Korruptionsskandale, Geld im Conjackarton, alte und neue Generationen. Über litauische Hipster, Transgender und Behindertenrechte, Einsatz für Minderheiten und das Sammelbecken der Liberalen. Über das Bedürfnis nach Spaß in der litauischen Politik, Verbotsparteien und freundliche Ermahnungen, Selbstverantwortlichkeit und gleichgeschlechtliche Partnerschaften. 
Über litauische Aktivitäten pro Belarus, Jugendliche die den Geist von 1989 beleben wollen, dauerhafte Protestaktionen und "Freiheits-TV" im Internet. Über Vergleiche der Situation in Belarus mit Litauen 1989, Proteste gegen Lukashenko und das belarussische Verhältnis zur Europäischen Union. Über die Suche nach einer belarussischer Identität, der Verzahnung mit der russischen Wirtschaft und viele offene Fragen.
Über ein neues Atomkraftwerk in Belarus, Boykott des Strombezugs durch das ehemalige Atomland Litauen und die Verfeuerung der litauischen Wälder. Über die Beeinträchtigung geschützter Wälder, Litauer und der Mythos Wald, die litauische Holzlobby und Möbel für Ikea. Über die grüne Bewegung in Litauen Ende der 1980iger Jahre und heute, nachhaltige Konzepte für Veranstaltungen, Abschaffung der Einwegtaschen, litauisches Flaschenpfand und Recycling von Autoreifen. 
Über den litauischen Küstenradweg, alte und neue Radwege und fehlende Vernetzung. Über die Perspektive des Lebens in Litauen, virtuelle Kontakte und soziale Netzwerke. Über Online-Konferenzen, der begrenzte Nutzen von Google und Beratung für Radler*innen. Über den Ausbau des Eurovelo-Wegenetzes, Ratschläge zur Geduld mit Litauen, deutsche starre Regeln und die litauischen Fähigkeiten zu pragmatischen, flexiblen Lösungen. 



L-E-S-E-S-T-O-F-F

 

Katrin Reichelt: Von der Unmöglichkeit, die richtige Entscheidung zu treffen

Hilfe für verfolgte Juden im deutsch besetzen Litauen 1941–1944. Lucas-Verlag, Berlin 2020, 476 Seiten, ISBN 978-3-86732-343-7, 25,– €.

Verlagsinfo:
Als die deutsche Wehrmacht Vilnius erreichte, lebte der vierzigjährige Juozas Rutkauskas allein und unauffällig in der Stadt. Sein Ruf war tadellos, die deutschen Besatzer vertrauten ihm und übertrugen ihm die Leitung eines Büros für Melde- und Passangelegenheiten. Viele hielten ihn für einen Gewinner der neuen politischen Zustände. Er tat nichts, um diesen Eindruck zu zerstreuen. Die Massaker an den Juden wurden in aller Offenheit vor den Augen der Stadtbewohner durchgeführt. Juozas Rutkauskas besaß Zugang zu wichtigen Unterlagen, mit denen er neue Identitäten erschaffen konnte. Bis zu seiner Enttarnung 1944 verhalf er schätzungsweise 150 Menschen zu neuen Identitäten, womit sie eine Chance erhielten, der Vernichtung zu entkommen.
Während ein Teil der Landesbevölkerung mit den deutschen Besatzern kollaborierte und ein anderer Teil unbeteiligt blieb, gab es eine Reihe nichtjüdischer Einwohner Litauens, die sich den Verbrechen an der jüdischen Bevölkerung entgegenstellten und Leben retteten. In diesem Band der Gedenkstätte Stille Helden wird in zwölf Geschichten von Hilfsbereitschaft, Kompromissen und Opferbereitschaft bis zur Selbstaufgabe berichtet. Dazu gehören die des japanischen Konsuls Chiune Sugihara, der ohne Zustimmung seiner Regierung Visa für Verfolgte ausstellte, und auch die des deutschen Majors Karl Plagge und des österreichischen Feldwebels Anton Schmid, die jeweils in ihrem eigenen Rahmen agierten. Doch in den meisten Fällen waren es litauische Frauen und Männer, die Wege, Orte, Kanäle und Informationsmöglichkeiten schufen. Die Gefahr, entdeckt zu werden, war allgegenwärtig und bedeutete den Tod für alle Beteiligten.

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Katrin Reichelt: Rettung kennt keine Konventionen

Hilfe für verfolgte Juden im deutsch besetzten Lettland 1941–1945. Lucas Verlag, Berlin. 264 Seiten, ISBN 978-3-86732-255-3, 25,– €

Verlagsinfo:
Am Morgen des 30. November 1941 sah der lettische Hafenarbeiter Jānis Lipke, wie tausende Rigaer Juden in langen Kolonnen zu ihrer Ermordung getrieben wurden. In Jānis’ Entsetzen mischte sich Wut über die rohe und willkürliche Gewalt. Sie mündete in dem Entschluss, etwas gegen diese Grausamkeiten zu tun, und er beschloss zu handeln. Bis zum Ende der deutschen Besatzung in Lettland 1945 rettete er insgesamt 54 Menschen vor der Erschießung.
Er war nicht der Einzige, der sich und seine Familie der drohenden Todesstrafe für die Hilfeleistung gegenüber Verfolgten aussetzte. Häufig aus spontanem Mitgefühl halfen Letten und Russen nicht nur jüdischen Bekannten und Freunden, sondern in vielen Fällen auch Fremden, sich der Ermordung zu entziehen.
Der Band thematisiert eindringlich die Bedingungen und Dimensionen der Rettung von Juden durch die einheimische Bevölkerung und stellt mehrere Fälle vor, die die besonderen Schwierigkeiten und Gefahren dieser Hilfeleistungen vergegenwärtigen. Beide Seiten, die Retter und die Geretteten, trugen in jeder Hinsicht das tödliche Risiko gemeinsam.


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M-U-S-I-K-S-C-H-W-E-R-P-U-N-K-T


DŽIAZLAIF

Kazimieras Jušinskas – sopr. sax
Arminas Bižys – alto sax
Danielius Pancerovas – bar. sax
Paulius Vaškas – Gitarre
Aurelijus Užameckis – Bass
Ignas Kasikauskas – Drums
 
 - Kriminal Boi -
- Be Same Much -
- Linijos Pt. 2, 3, 5 -
- Ra/Fall -

 
 
 
 
Bandcamp   /   Discogs   /   soundcloud 
 
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UNITED JAZZ COLLECTIVE

Deniss Paškevičs – Saxophone (Lettland)
Andrei Kondakov – Piano (Russland)
Rickard Malmsten – Bass (Schweden)
Tanel Ruben – Schlagzeug, Percussion (Estland)

JOLANTA GULBE-PAŠKEVIČA (Gesang)

- Hopp -
- Sense of blue -
- Brooklyn dreams -
- Tuules -

aus dem Album "United"
 
Deniss Paškevičs   /   Tanel Ruben      / Jazz.ee 
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VORSCHAU
DIE BALTISCHE STUNDE
Nächster Sendetermin:
Dienstag, 22. Dezember 2020 - 19.00 - 21.00 Uhr
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DIE BALTISCHE STUNDE
im Radio im Bremern Raum auf UKW 92.5
& ÜBERALL ZU EMPFANGEN im Internet
unter (Audio-Stream)
oder auf www.baltische-stunde.de
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Mehr Infos:
INFOBALT - Veranstaltungsübersicht
INFOBALT-Fernsehvorschau
Estland-Blog / Lettland-Blog / Litauen-Blog
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20 Oktober 2020

BALTISCHE STUNDE 27. Oktober 2020

20 Jahre "Baltische Stunde" !


Neues und Aktuelles aus den baltischen Landen bringt die

BALTISCHE STUNDE


mit viel Musik aus Estland, Lettland und Litauen
Dienstag, 27.Oktober 2020, 19.00-21.00 Uhr

Wiederholung am Samstag, den 7. Nevember 2020, 16.00 - 18.00 Uhr

  wie immer auf UKW 92,5 on air - oder 101,85 im  Kabelnetz im Raum Bremen
 
LIVESTREAM:
www.radioweser.tv
oder "Medialab Nord"
 
oder nachzuhören auf www.baltische-stunde.de


Unser Hörangebot diesmal

  

S C H W E R P U N K T
 

B-A-L-T-I-S-C-H-E 

L-I-T-E-R-A-T-U-R

K-L-A-S-S-I-K-E-R


Keine Lust auf virtuelle Buchmessen? Aber auf ein gutes Buch möchten wir lieber nicht verzichten. Wie wär's einfach mal wieder mit Vorlesen? 
 
Die "Baltische Stunde" bemüht sich, den guten Lesestoff bereit zu halten. Wir stellen vor: Klassiker der estnischen, lettischen und litauischen Literatur. Ganz einfach zum Zuhören.
 
Getestet und für gut befunden!



L-E-S-E-S-T-O-F-F

 

Antanas Škėma: Apokalyptische Variationen

OT "Apokaliptinės Variacijos", aus dem Litauischen und mit einem Nachwort von Claudia Sinnig. Guggolz Verlag, Berlin 2020. 421 Seiten, ISBN 978-3-945370-26-1 .
€ 25 [D] | € 25,80 [A]

Verlagsinfo:

Antanas Škėma (1910–1961) arbeitete sein ganzes Leben daran, das von ihm Durchlebte in Literatur zu verwandeln. Sein einziger Roman, »Das weiße Leintuch«, gibt Zeugnis von seinem New Yorker Exil. Daneben sind aus allen Phasen seines Lebens literarische Stücke überliefert: Erzählungen, Skizzen, Szenen und Verdichtungen. Es sind in Blickwinkel und literarischer Gestaltung einzigartige Schlüsselszenen der Weltgeschichte: die Kindheit während des Ersten Weltkriegs und des Bürgerkriegs in der russischen und ukrainischen Provinz, Schulzeit und Studium, frühe literarische Versuche im unabhängigen Zwischenkriegslitauen sowie unter sowjetischer und deutscher Besatzung, die dramatische Flucht vor den Sowjets, das Leben als displaced person in Thüringen und Bayern und als Neuankömmling in Chicago und New York. All das spiegelt sich in facettenreichen Prosastücken.

»Apokalyptische Variationen« umspielt die Verheerungen der Geschichte des 20. Jahrhunderts und den Riss, der die Existenzen durchzieht. Schreibend vergewissert sich Škėma seiner Biografie und versucht Sinn und Bedeutung in ihren Splittern aufzuspüren. Wir können lesend nachvollziehen, wie sich die Aussichtslosigkeit in seine Sprache einschreibt, wie diese immer mehr zerspringt, sich auflöst – und wie aus der sprachlichen Entgrenzung eine ganz neue Form entsteht. Claudia Sinnig greift in ihrer Übersetzung die Vielfalt von Škėmas Erzählstilen auf, schürft tief im Sprachmaterial, lotet Trauer und Dunkelheit aus und geht auch der Hoffnung und dem Vorwärtsstreben auf den Grund. Erlösung findet sich vielleicht nicht in Škėmas Leben, aber in seiner Literatur.

 
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Jaan Kross: Der Verrückte des Zaren. 
Roman. Aus dem Estnischen von Helga Viira. 
Carl Hanser Verlag 1990
DTV 1994
 

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 Anšlavs Eglītis: Homo Novus
 Aus dem Lettischen übersetzt von Berthold Forssman.
Weidle Verlag, Bonn 2006
 

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Jurga Ivanauskaite: PLACEBO
Aus dem Litauischen von Markus Roduner. 
Deutscher Taschenbuchverlag, München 2005.


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Viivi Luik: Der siebte Friedensfrühling
Roman. Aus dem Estnischen von Horst Bernhardt.
Rowohlt Verlag 1991.


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M-U-S-I-K-S-C-H-W-E-R-P-U-N-K-T


 Legenden - Leģendas

- LAIMA VAIKULE -

 - Šerloks Holmss -
- Mazs dialogs (Mazais panks) pied. Gunārs Kalniņš -
- Nāc dejot riņķa deju -
- Tas ir mans ceļš -
- Vārna -
- Māte mani auklējusi -
- Viss nāk un aiziet tālumā -
- Nesteidzies -
- Caur manu naivu sirdi -
- O, kādi zēni (bez puišiem nevar) pied. Mirdza Zīvere -

  
Laima Vaikule
(aus dem Album "Leģendas - Laima Vaikule)

 
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VORSCHAU
DIE BALTISCHE STUNDE
Nächster Sendetermin:
Dienstag, 24. November 2020 - 19.00 - 21.00 Uhr
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DIE BALTISCHE STUNDE
im Radio im Bremern Raum auf UKW 92.5
& ÜBERALL ZU EMPFANGEN im Internet
unter (Audio-Stream)
oder auf www.baltische-stunde.de
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21 September 2020

BALTISCHE STUNDE 29. September 2020

  20 Jahre "Baltische Stunde" !


Neues und Aktuelles aus den baltischen Landen bringt die

BALTISCHE STUNDE


mit viel Musik aus Estland, Lettland und Litauen
Dienstag, 29.September 2020, 19.00-21.00 Uhr

Wiederholung am Samstag, den 10. Oktober 2020, 16.00 - 18.00 Uhr

  wie immer auf UKW 92,5 on air - oder 101,85 im  Kabelnetz im Raum Bremen
 
LIVESTREAM:
www.radioweser.tv
oder "Medialab Nord"
 
oder nachzuhören auf www.baltische-stunde.de


Unser Hörangebot diesmal

  

SCHWERPUNKT
 

B-A-L-T-I-S-C-H-E-R  

B-Ü-C-H-E-R-M-A-R-K-T



 
Wenn Buchmessen ausfallen oder ins digitale Nirwana verlegt werden, wenn Literaturgäste aus dem Ausland schon die Bedingungen ihrer Anreise kaum kalkulieren können, wenn Buchläden zeitweise ganz geschlossen werden müssen, und wenn die Selbstisolation zu einer ganz neuen (Selbst-)erfahrung wird ....
 
Die "Baltische Stunde" bemüht sich, den guten Lesestoff dennoch bereit zu halten.
Diesmal: eine Sendung, voll gepackt mit Schmökerfreuden, Wissensquellen und kreativen Anregungen.



L-E-S-E-S-T-O-F-F

 

Krišjānis Zeļģis: Wilde Tiere

Gedichte. Aus dem Lettischen von Adrian Kasnitz. Parasitenpresse Köln 2020, 78 Seiten, 12,- €

Verlagsinfo:
Nüchtern, fast unterkühlt beobachtet und notiert der lettische Dichter Krišjānis Zeļģis Alltag und Leben in seinem Gedichtband Wilde Tiere. Manchmal so akribisch, dass man den Eindruck hat, er steht neben sich selbst, beobachtet und beschreibt, was gerade mit ihm und den Personen um ihn herum passiert, zum Beispiel einem Paar beim Ausflug an den See. Bei Familienfeiern, Treffen mit alten Freunden, zufälligen Begegnungen bei Bus- und Bahnfahrten stellt sich schnell ein Gefühl der Entfremdung ein, „ich fürchte ich kenne diese Leute nicht“. Im Kapitel „die Fachmänner“ werden Menschen und ihre Berufe fast wie Tiere im Zoo präsentiert. Jeder Fachmann wundersamer als der andere. Vertrauter wirken da die wilden Tiere, die uns in der Landschaft begegnen: „in der Nacht kam ein Hund und setzte sich zu uns“. Wenigstens die Tiere könnten unsere Freunde sein, wären die Menschen nicht so bösartig und hockten auf dem „Hochsitz im Wald / wo du alle leichtgläubigen Tiere abknallen kannst“.
Fremdheit, Leere, Trauer sind wiederkehrende Themen der Gedichte. Längst Verdrängtes poppt ungefragt auf, wenn der Gesang eines „bös verschlagenen Vogels“ plötzlich daran erinnert, dass der Bruder im See ertrunken ist. Auch an einem wohl vertrauten Ort kann sich die Abwesenheit von Dingen wie ein schwarzes Loch auftun und alles verschlingen, wie im folgenden Gedicht aus dem Band.
 
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Monika Bednarcuk (Hg.): Kulturtransfer in der Provinz - Wilna als Ort deutscher Kultur und Wissenschaft (1803-1832)

Mit Beiträgen von Monika Bednarczuk, Katarzyna Filutowska, Marta Kopij-Weiß und Mirja Lecke. Harrassowitz-Verlag, Wiesbaden 2020, 252 Seiten. ISBN: 978-3-447-11403-5, 68,00 Eur[D] / 70,00 Eur[A].

Verlagsinfo:
Die 1578 gegründete Universität Wilna erlebte ihre Blütezeit nach 1803, als sie unter dem russischen Zaren Alexander I. in Kaiserliche Universität Wilna umbenannt wurde und sich daraufhin zur größten Universität im Russischen Reich entwickelte. Die ersten Jahre der reformierten Universität Wilna standen unter dem Zeichen der transnationalen, westeuropäisch geprägten Wissenschaft. Waren dabei zunächst Kontakte zu Frankreich entscheidend, so gewann ab Anfang des 19. Jahrhunderts die deutsche Kultur zusehends an Bedeutung.
In Kulturtransfer in der Provinz untersuchen Monika Bednarczuk, Katarzyna Filutowska, Mirja Lecke und Marta Kopij-Weiß die verschiedenen Aspekte und Facetten des deutsch-polnischen Wissenschafts- und Kulturtransfers. Beginnend mit dem Fachbereich Philosophie über Klassische Philologie, Orientalistik und Literatur bis hin zu den Naturwissenschaften werden die internationalen Kontexte der Wilnaer Wissenschaftsszene in nuancierten Interpretationen dargestellt. Im Vordergrund steht die Verbindung von Personen-, Raum- und Konzeptebene, Vermittlern, Ideen, Orten, Medien und Praktiken sowie das gegenseitige Sich-Durchdringen verschiedener Sphären in Kultur und Gesellschaft.
 
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Algirdas Sabaliauskas: Wir, die Balten

Einblicke in die Geschichte der baltischen Sprachen und Völker. Übersetzt von Sandra Herrmann (Originalausgabe "Mes baltai", 1986). Reichert Verlag, Wiesbaden 2020. ISBN: 9783954902453, 180 Seiten, 19.90 €.

Verlagsinfo:
Das Forschungsfeld des litauischen Sprachwissenschaftlers Algirdas Sabaliauskas (1929–2016) umfasst sowohl die baltischen Sprachen als auch die baltische Sprachwissenschaft. Sein Buch 'Wir, die Balten' ist ein lehrreicher und unterhaltsamer linguistischer Spaziergang durch die Geschichte der baltischen Sprachen, der für Sprachexperten wie für Baltistik-Neulinge gleicherweise vergnüglich ist. Wie kaum ein anderes verschafft dieses Buch einen leserfreundlichen Einblick in die umfassende Geschichte der baltischen Völker und Sprachen. Es führt dem Leser eine Vielfalt von Themen vor Augen: Wo konnte wohl die Heimat aller indogermanischen Sprachen gelegen haben; wann und weshalb starben die baltischen Sprachen und Stämme (Alt)Preußisch, Kurisch, Semgallisch, Selisch, Galindisch und Jatwingischaus; was haben die benachbarten Sprachen aus dem Litauischen entlehnt; ob der Übersetzer der Bibel ins Lettische tatsächlich vorhatte, Riga in Brand zu stecken; wie entwickelten sich die baltischen Schriftsprachen und wie nimmt man sie heutzutage wahr. Das Buch ist bereits in fünf Sprachen übersetzt: Englisch, Italienisch, Lettisch, Schwedisch und Ungarisch.
 
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Alexander Münninghoff: Der Stammhalter

Roman einer Familie. Aus dem Niederländischen von Andreas Ecke. Verlag C.H. Beck, München 2018. 334 Seiten, ISBN 978-3-406-72732-0. Hardcover 19,95 €, als E-book 14,95 €. 

Verlagsinfo:
Der findige Großvater mit seiner Firma, ein lebenshungriger Sohn und ein Enkel, der Stammhalter, der entführt werden muss: Zwischen diesen Generationen entspinnt sich die wahre Geschichte vom Niedergang einer Familie im 20. Jahrhundert, nicht durch den Krieg, der gut für die Geschäfte ist, sondern weil jeder für den anderen «nur das Beste» will. Alexander Münninghoff hat aus den vielschichtigen Beziehungen einer Familie, aus der versunkenen Welt zwischen Riga und Den Haag, einen zauberhaften, bewegenden Roman geschaffen.
Der niederländische Kaufmann Joannes Münninghoff führt im baltischen Riga an der Seite seiner schönen russischen Gattin Erica ein mondänes Leben. Allmählich bahnt sich ein Drama an, das mit dem Krieg seinen Lauf nimmt: Sein Sohn Frans geht zur Waffen-SS, der alte Herr setzt sich nach Den Haag ab. Weil Frans nicht zum Erben taugt, gerät der Enkel als Stammhalter ins Visier, doch seine Mutter flieht mit ihm nach Deutschland …
Alexander Münninghoff hat mit dieser wahren Geschichte eine große Familiensaga geschrieben. Mit wunderbarer Leichtigkeit lässt er seine Figuren lebendig werden, beschreibt mit wenigen Strichen unvergessliche Szenen, immer so, dass ein leises Donnergrollen im Hintergrund hörbar ist. Es kündigt nicht die eine große Katastrophe an, sondern die fast unmerkliche Auflösung von Beziehungen, Hoffnungen und Leidenschaften.




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M-U-S-I-K-S-C-H-W-E-R-P-U-N-K-T


Musik des estnischen Gitarristen

- PAUL DANIEL -

 
- introit - 
- kopanitsa -
- brazilian night -
- kreeka tuli -
- anni mirabiles -
- vahemäng -
- unelaul -
- üü yeah -
- aedbge -
Paul Daniel (Gitarre), Raun Juurikas (Tasteninstrumente), Peedu Kass (Bass), Kaspar Kalluste (Trommel), Meelis Vind (Klarinette), Aleksandra Kremenetzki (percussion), Andreas Lend (Cello)
(aus dem Album "Kreekla tuli")


 

ELLETUSE

( Paul Daniel, Marek Talts (Gitarre), Liisi Koikson (Gesang), Cätlin Jaago (Gesang, Flöte), Marko Mägi (Saxophon), Ara Yaralyan (Bass), Aleksandra Anstal (Schlagzeug, Percussion), Jaak Johanson (Maultrommel), Krista Joonas (Bansuri)
- Paistab pailu maada -
- Pääsukese balaad - 
- Sooroolinnulend - 
- Oh ütle kena neiuke - 
- Tuhat tänu - 
(aus dem Album "Laul jookseb ehenna")

 
 
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VORSCHAU
DIE BALTISCHE STUNDE
Nächster Sendetermin:
Dienstag, 27. Oktober 2020 - 19.00 - 21.00 Uhr
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DIE BALTISCHE STUNDE
im Radio im Bremern Raum auf UKW 92.5
& ÜBERALL ZU EMPFANGEN im Internet
unter (Audio-Stream)
oder auf www.baltische-stunde.de
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