24 September 2019

BALTISCHE STUNDE 1. Oktober 2019

Estnisch melodisch, literarisch historisch, lettisch diskursiv
 Neues aus ESTLAND, LETTLAND und LITAUEN bringt die

BALTISCHE STUNDE

mit viel Musik aus Estland, Lettland und Litauen und Studiogästen
Dienstag, 1.Oktober 2019 - 19.00-21.00 Uhr

Wiederholung am Samstag, den 12. Oktober 2019, 16.00 - 18.00 Uhr

  wie immer auf UKW 92,5 on air - oder 101,85 im  Kabelnetz im Raum Bremen
 
LIVESTREAM:
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Unser Hörangebot diesmal


GESPRÄCHSGAST
Ojārs J. Rozītis
(Soziologe, Journalist, Übersetzer)

  Ich hatte das Gefühl, an Geschichte mitwirken zu können!


Über die Zeit am lettischen Gymnasium Münster, den Abiturjahrgang 1970, das Brodeln auf den Straßen und die Vorstellungen von korrekten Letten. Über das Lettisch-Sein, die Verkläriung des Vorkriegs-Lettland unter Ulmanis, der Notwendigkeit neue Ideen aufzunehmen und der Traum vom einzig wahren Lettland. Über Kritik am damaligen Sowjet-Lettland, persönliche Erfahrungen vor Ort, über Anecken in der exil-lettischen Gesellschaft und die Existenz eines staatenloses Ausländers in Deutschland. Über den Kontakt mit Sowjetbehörden, Realpolitik Ost-West, dem möglichen Interesse des KGB, Gruppen linksgerichteter Exil-Letten und den Ehrenkodex gegenüber dem Sowjetsystem. 
Über das Studium von Soziologie und Anglistik, die Tätigkeit als Redakteur der Zeitung des Bundes der lettischen Jugend in Europa und der beginnende Umbruch in Osteuropa.
Über den überraschenden Weg der Wiedergewinnung der Unabhängigkeit Lettlands, Aktivitäten und Aktionen, den erhofften Status Quo und die Hoffnung auf kulturelle Kontakte zwischen Deutschland und Lettland.
Über Willy Brandt, neue Ostpolitik, deutsche und lettische Sozialdemokraten, überraschende Entwicklungen und ständig wiederholte Reden. Über journalistische Arbeit zu aktuellen Ereignissen in Lettland, Mängel westlicher Korrespondenten, die Anforderung an professionelles journalistische Arbeiten und Änderungen auch bei den staatlichen Medien in Sowjet-Lettland.
Über die lettische Medienlandschaft im Umbruch, gute Informationsquellen, spektakuläre Aktionen, den "Baltischen Weg", "Perestroika" und "Nationales Erwachen" und die Nutzung historischer Chancen. Über Kritik der baltischen Staaten an Gorbatschow, Wiedersprüche im sowjetischen Machtapperat, die Ereignisse von 1991 und die Anerkennung der Unabhängigkeit durch Jelzin. Über Kuraufenthalte in Jurmala, die mögliche Beteiligung des KGB an den Volksfronten, die Rollen von Janis Peters und Mavriks Vulfsons, den möglichen Anteil Deutschlands am Zustandekommen der lettischen Unbhängigkeit, und die politische Zurückhaltung bei SPD und Kanzler Kohl.
Über den Weg zur internationalen Anerkennung, der passive Anwalt der Balten, der mit Russland zu vereinbarender Militärabzug und die gegenwärtige Stationierung deutscher Soldaten in Litauen. Über die Angst vorm Säbelrasseln, die Präsenz des russischen Nachbarn und die russische Minderheit in Lettland. Über Ereignisse auf der Krim, Vergleiche mit möglichen Szenarien im Osten Lettlands, Kanadier und Tiroler bei der NATO, die Perspektive von Brüssel aus gesehen und Lettlands Vorteile im Zusammenhang mit der EU-Mitgliedschaft. Über den Einfluß der Europäischen Union auf Lettland, die Notwendigkeit Demokratie zu erlernen, Schwächen des lettischen Bankensystems und die Überwindung von Wirtschaftskrisen. Über den Umzug nach Lettland, das persönliche Gefühl des relaxen könnens und Lettland als persönliches Ausland. Über eine deutsche Sozialisierung, das Land der Eltern und der Versuch das neue Heimatland zu verstehen. Über Erwartungen an vorhandene Russischkenntnisse, stockende Kommunikationswege, den nachlassenden Zwang lettische Veranstaltungen besuchen zu müssen, und die Möglichkeit einfach oder mehrfach die lettische Landschaft zu genießen.
Über den nicht mehr so vollen Terminkalender, Sorgen um die Alterssicherung und soziale Sicherheit und die Hoffnung auf Verbesserungen in der Zukunft.
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L-E-S-E-S-T-O-F-F

 

Lutz Dettmann: Anu - eine Liebe in Estland

Roman, 416 Seiten, Lehmanns Media 2019. ISBN 978-3-86541-990-3, 14,95 €. 
Verlagsinfo:
Sommer 1938. Der Medizinstudent Christoph Scheerenberg reist nach Estland, um seine familiären Wurzeln zu finden. Dort lernt er das estnische Mädchen Anu kennen und die beiden genießen einen wunderschönen Sommer.
1943 kehrt Christoph als Militärarzt nach Estland zurück, erlebt den Krieg aufseiten der deutschen Wehrmacht als „Tötungsmaschine“, die ärztliches Handeln zweifelhaft macht.
Ist es die Sehnsucht nach der Sommerliebe, die Anu und Christoph die Kraft zum Überleben gibt?
Einfühlsam wird die Geschichte zweier Menschen vor dem großen, schrecklichen Kriegspanorama erzählt. Eine spannende Schilderung der fast vergessenen Geschichte Estlands jener Zeit, das als Staat Jahrzehnte von der politischen Landkarte verschwunden war.


Lutz Dettmann: Über uns der weite Himmel

Roman, 534 Seiten, Lehmanns Media 2019. ISBN 978-3-86541-995-8, 24,95 €.

Verlagsinfo:
Estland 1946. Die junge Estin Anu wird vom NKWD verhaftet, ihr deutschbaltischer Freund kann nach Schweden entkommen, während die junge Frau verurteilt und in den GULAG verbannt wird.
Estland 2006. Eine junge Estin ist auf der Suche nach der familiären Vergangenheit, will das Schweigen ihrer Mutter brechen, fordert eine Antwort auf die Frage nach ihrem Vater ein. Ihre Mutter, Teil der verstummten Generation, öffnet sich allmählich und beginnt zu erzählen. Eine Geschichte von Leid, Entbehrung, stalinistischem Terror und Tod, aber auch von Solidarität, Mut und Hoffnung. Die Geschichte einer großen Liebe.
Lutz Dettmann knüpft in seinem Roman an die Geschichte von Anu Lina und Christoph Scheerenberg an, die 2012 unter dem Titel „Anu – eine Liebe in Estland“ erschien und jetzt auch als Taschenbuch vorliegt.

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M-U-S-I-K-S-C-H-W-E-R-P-U-N-K-T

  

TORMIS QUARTET


Kadri Voorand (Gesang)
Liisi Koikson (Gesang)
Paul Daniel (Gitarre)
Jaak Sooäär (Gitarre)

- Kodu Nutab Morsjat / Home Weeps For The Bride -
- Palju Veimi / Many Gifts From The Bride -
- Kas On Minia Meelt Mööda? / Does Your Daughter-In-Law Measure Up? -
- Palju Sonu / Many Words -
- Ära Löö Noorikut! / Don't Hit The New Bride! -
- Andide Palumine / Begging For Gifts -
- Tänamine, Soovid Ja Lahkumine / Thanking, Wishes And Leaving -
- Sormemaehkimismaeng / The Finger Bandaging Game -
- Röntyskä / Röntyskä I -
- Kiigelaul I / Chastushka I -
- Kiigelaul II / Chastushka II -
- Ringmängulaul / Circle Game Song -
- Röntyskä Iii / Röntyshkä III  -

(aus der CD "Tormisele / Hommage to Veljo Tormis")



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 Liudas Mockūnas / Petras Geniušas ‎

Jūra Miške = The Sea In The Forest

- Šešių Natų Drama - Drama In Six Notes -
- Išsupti Amžinybėn = Swinging Out Into Eternity -

(aus der CD "Jūra Miške / The Sea In The Forest)
mic.lt
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DIE BALTISCHE STUNDE
Nächster Sendetermin:
Dienstag, 29. Oktober 2019 - 19.00 - 21.00 Uhr
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22 August 2019

BALTISCHE STUNDE 3. September 2019

D i e  2 5 0. S e n d u n g !
 Neues aus ESTLAND, LETTLAND und LITAUEN bringt die

BALTISCHE STUNDE

mit viel Musik aus Estland, Lettland und Litauen und Studiogästen
Dienstag, 3.September 2019 - 19.00-21.00 Uhr

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GESPRÄCHSGAST
 Prof. Dr. Schulz-Baldes
(Chemiker und Biologe, Klimastadt Bremerhaven, EU-Projekt "Act-Now")

  Die Energie- und Klimafragen sind heute bei allen präsent!


Über das Zuhause-Sein in Bremerhaven, der Herkunft aus Holstein, Studium der Chemie und Biologie, Studienaufenthalt in den USA und die Liebe zu Meer und Schiffen. Zum Fachgebiet Meeresbiologie, Jugendträume als Schiffsbauer, vom Institut für Meeresforschung und dem Alfred-Wegener-Institut, vom Projekt EUROMAR, der Arbeit des wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung und vielfältigen internationalen Erfahrungen. Von der Entstehung des Projekts "Klimastadt Bremerhaven" und der Weg zum EU-Projekt "Act-now". Über die Zusammenarbeit mit Partnern im ganzen Ostseeraum, Bremerhavens Schwesterstadt Kaliningrad, die Sonderrolle Russlands, EU-Fördersätze und den Projektstart 2017. Zu bestehenden Kontakten als Grundlage der Projekte, der Arbeit in Tandems, das Ziel des nachhaltigeren Umgangs mit Energie und die unterschiedliche Größe der Partnergemeinden. Über Elva in Estland, Gulbene in Lettland und Šilute in Litauen. Vom Ziel des Capacity-Buildings, Schulung und Training für Gemeindeverwaltungen, Gebäudemanagement, notwendige Maßnahmen für alten Gebäudebestand und die angestrebte Mitarbeit von Bürgerinnen und Bürgern.
Von Beratertätigkeit, die Wichtigkeit der Entwicklung des Ostseeraums, die Strukturen im Projekt und ein Projekttreffen in Riga. Vom Engagement der Partnerinnen und Partner, von treibenden Kräften und teilweise mühsamer Motivationsarbeit. Über die Kommunikation per Internet, Treffen in Vilnius und Tartu, notwendige Reisetätigkeit, persönliche Kontakte und Ziele. Über die Installation von automatischen Meßsystemen, die Entwicklung von Handbüchern und Leitfaden, einem Webinar und Weiterbildungs- und Schulungsmöglichkeiten per Internet. Über verpflichtende Regionalkonferenzen, Energiesparziele, regionale Kommunikation in jeweiliger Landessprache und Regeln für Projektberichte und Projektdurchführung. Über vorgeschriebene Formblätter, Bewußtseinsbildung bei den Bürgermeister/innen der Partnergemeinden, das wachsende Bewußtsein für die Klimaveränderungen und die Notwendigkeit zum Handeln.
Über technologische Innovationen in den baltischen Staaten, mögliche Umweltschäden durch Touristen und Kreuzfahrer und der Ostsee als Sondergebiet. Von notwendigen Verbesserungen bei der Schifffahrt, modernen Oberleitungsbussen, Kompromissen beim Reisen und vermehrte Videokonferenzen. Über Umweltbewußtsein in Ost und West, eine Reise durch die baltischen Staaten und das Kennenlernen der Nationalparks in Estland, Lettland und Litauen.
Von nachhaltig bewirtschafteten Hotels in Estland und dem (grauenhaften) Kontrastprogramm in den USA. Über den Vergleich zwischen einigen US-Staaten und dem Ostseeraum, die Notwendigkeit zu erneuerbaren Energien und Problemen mit Importgas.
Über die Probleme im Zusammenhang mit Gaslieferungen aus Russland, Windkraft aus Offshoreanlagen, notwendige Bewußtseinsbildung, Berichte der Gemeinden zu Veränderungen und die Logik dreijähriger EU-Projekte. Über Unterschiede zwischen Stadt und Land, ein bestehendes Wohlstandsgefälle und dem fixierten Blick auf Tagungshotels und Innenstädte. Über Alltagssorgen der Kommunen, Erfordernisse der Digitalisierung und die Zusammenarbeit mit Universitäten und Wissenschaftler/innen.
Über Ideen der Evaluierung, mögliche Kommunikation unter Partnerstädten, Einbindung neuer Ideen und Möglichkeiten des nachhaltigen und klimafreundlichen Verhaltens für Touristen.
Informationen zum EU-Projekt "Act Now"

Webseite "Act Now"
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L-E-S-E-S-T-O-F-F

Eine weitere Textauswahl aus:  

Die Ostsee - Berichte und Geschichten aus 2000 Jahren

Herausgegeben von Klaus-Jürgen Liedtke. Verlag Galiani, Berlin 2018. 656 Seiten, ISBN 978-3-86971-175-1, 39,00 € (D) / 40,10 € (A).

Verlagsinfo:
Das große literarische Standardwerk zur Ostsee: 128 Texte aus 2000 Jahren über Städte und Inseln, Reisen, Handel, Kriege, Liebe und Leben am und auf dem Meer. Autorinnen und Autoren aus 2000 Jahren erzählen und berichten von Reisen an Land und übers Meer, von Hansestädten und Dünenlandschaften, Geschichten und Geschichte, Schlachten und Schicksalen, florierendem Handel und Strandspaziergängen. Ein einzigartiges Buchprojekt über die Ostsee und alle angrenzenden Länder.
Kanonische Texte der Weltliteratur und Beiträge unbekannterer Stimmen. Erzählungen, Gedichte, Romanauszüge, Briefe und Tagebucheinträge. Über Vergangenes und Gegenwärtiges, über wahre Begebenheiten und erfundene, von großen Taten und kleinen Momenten, von Fundstücken und regem Treiben.
Ein literarisches Porträt einer durch die Ostsee verbundenen Region, das nationale Grenzen überwindet, weite Distanzen und Wassermassen überspannt, vergangene Welten mit heutigen Perspektiven verbindet. Von den ersten schriftlichen Erwähnungen der Ostsee in den Aufzeichnungen des Tacitus, über mittelalterliche Reiseberichte und nordische Sagas, von prägenden Denkern und großen Romanciers des 18. und 19. Jahrhunderts, über die vielfältigen Stimmen der Moderne, der Nachkriegsjahre bis heute.
Mit zahlreichen Erst- und Neuübersetzungen bietet Die Ostsee einen nie dagewesenen Zugang in die literarische Erkundung des europäischen Binnenmeers – die mentale Reisen an die See, in ferne Länder und Zeiten ermöglicht.

Textauszüge von: Jaan Kross / Aleksandrs Čaks

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M-U-S-I-K-S-C-H-W-E-R-P-U-N-K-T

  

Tõnis Mägi

- Üles Üles Hellad Vennad = Up We Go, Dear Fellows -
- Kukub Südamelt Ära = Off My Mind -
- Saagu Nii = Will It Be So -
- Elutants = The Life Dance -
- Kesk Võõraid Välju = Amidst Strange Fields -
- Nimi = The Name -
- Üle Võlli = In Full Swing -
- Muru Hansu Ingel = Muru Hans' Bride -
aus dem Album "Kogutud Kodutud = Homeless Collected"


- Tuulemeelne -

aus dem Album "ULTIMA THULE"


Tõnis Mägi -  Jäljed


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Tõnis Mägi -  KOIT
(Aufnahme des Estnischen Fernsehens ETV)

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Dienstag, 1. Oktober 2019 - 19.00 - 21.00 Uhr
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29 Juli 2019

BALTISCHE STUNDE 6. August 2019

auf dem Weg von Estrāde zum Jazz!
 Neues aus ESTLAND, LETTLAND und LITAUEN bringt die

BALTISCHE STUNDE


mit viel Musik aus Estland, Lettland und Litauen und Studiogästen
Dienstag, 6.August 2019 - 19.00-21.00 Uhr

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GESPRÄCHSGÄSTE
Dāvis Jurka + Kārlis Vanags
(Musiker)

  Für viele Menschen in Lettland ist Jazz noch relativ neu 


Über die Latvian Radio Big Band, die musikalische Ausbildung und die Rolle der Musik in der eigenen Familie. Über die Rolle von Erasmus-Austauschprogramme in Europa, Auslandsaufenthalte und die Eröffnung einer eigenen Jazz-Abteilung an der lettischen Musikhochschule. Über die Rolle des Jazz in Lettland, Wurzeln in Deutschland, die Zugänglichkeit des Jazz für Menschen zur Sowjetzeit und die relativ neue Jazztradition in Lettland. Über das Aufblühen der Jazzszene, die besondere harmonische Kraft beim Spielen in einer Bigband und den Anforderungen mit vielen anderen zusammen zu spielen. Von der großen Gemeinschaft einer Bigband, der Freiheit des Musikers, der nötigen disziplin und dem Arbeiten innerhalb eines kreativen Laboratoriums.
Von "Estrāde-Musik", ausweichenden Bezeichnungen zur Sowjetzeit, die Anfänge der Latvian Radio Bigband und die Einflüsse von Duke Ellington, Count Basie und anderen. Von der langsamen Akzeptanz auch von westlichen Einflüssen, den ersten Jazzfestivals der 1960iger Jahre in Tallinn und Riga, und den Schwierigkeiten für jüdische Musiker/innen in dieser Zeit. Über Boris Gammer und seinem Besuch in Riga, die Kompositionen von Egils Straume und Gunārs Rozenbergs, über "Cafehausmusik" und Ähnlichkeiten mit den internationalen Musiktrends. Über Livemusik im Jazzklub "Allegro", dem lettischen Jazzfestival "Vasaras Ritmi", lettischen Gästen aus Kanada und staatlichen Auflagen.
Von Veränderungen seit der Wiedererlangung der Unabhängigkeit, dem Ende der "alten" Radio Big Band, der Überwindung finanzieller Schwierigkeiten und neuen kreativen Möglichkeiten in Riga. Von neuen Chancen, der Reorganisation und Neugründung der Radio Big Band, dem neuen Jazz-Studiengang an der Musikhochschule und neuen Aufgaben in Richtung internationaler Kontakte. Von der Suche nach Konzertmöglichkeiten und musikalischen Kooperaetionsprojekten und neuer Aufmerksamkeit in der lettischen Gesellschaft. Von Erwartungen und Erfolgen auf der JAZZAHEAD, Konzerten auf der "Jazz Baltica", der Zusammenarbeit mit Randy Brecker, Nils Landgren, und der Zusammenstellung der Konzertprogramme. Über lettische Jazzkomponisten, die Vorstellung internationaler Interpreten in Lettland, und die Vorstellung des Musiklandes Lettland in der Welt.
Von der Suche nach Neuem, die Rolle eines Produzenten, von einem aktuellen Projekt mit Musiker/innen aus Frankreich, hohen Reisekosten und die Wichtigkeit persönlicher Kontakte.
Über die Einladung nach Riga, dem Besuch musikinteressierten Touristen in Lettland, Hinweise auf Konzerthallen, Festivals und Konzerte und die Möglichkeit weiterer Informationen auf radiobigband.lv

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L-E-S-E-S-T-O-F-F

Textauswahl aus:  

Die Ostsee - Berichte und Geschichten aus 2000 Jahren

Herausgegeben von Klaus-Jürgen Liedtke. Verlag Galiani, Berlin 2018. 656 Seiten, ISBN 978-3-86971-175-1, 39,00 € (D) / 40,10 € (A).

Verlagsinfo:
Das große literarische Standardwerk zur Ostsee: 128 Texte aus 2000 Jahren über Städte und Inseln, Reisen, Handel, Kriege, Liebe und Leben am und auf dem Meer. Autorinnen und Autoren aus 2000 Jahren erzählen und berichten von Reisen an Land und übers Meer, von Hansestädten und Dünenlandschaften, Geschichten und Geschichte, Schlachten und Schicksalen, florierendem Handel und Strandspaziergängen. Ein einzigartiges Buchprojekt über die Ostsee und alle angrenzenden Länder.
Kanonische Texte der Weltliteratur und Beiträge unbekannterer Stimmen. Erzählungen, Gedichte, Romanauszüge, Briefe und Tagebucheinträge. Über Vergangenes und Gegenwärtiges, über wahre Begebenheiten und erfundene, von großen Taten und kleinen Momenten, von Fundstücken und regem Treiben.
Ein literarisches Porträt einer durch die Ostsee verbundenen Region, das nationale Grenzen überwindet, weite Distanzen und Wassermassen überspannt, vergangene Welten mit heutigen Perspektiven verbindet. Von den ersten schriftlichen Erwähnungen der Ostsee in den Aufzeichnungen des Tacitus, über mittelalterliche Reiseberichte und nordische Sagas, von prägenden Denkern und großen Romanciers des 18. und 19. Jahrhunderts, über die vielfältigen Stimmen der Moderne, der Nachkriegsjahre bis heute.
Mit zahlreichen Erst- und Neuübersetzungen bietet Die Ostsee einen nie dagewesenen Zugang in die literarische Erkundung des europäischen Binnenmeers – die mentale Reisen an die See, in ferne Länder und Zeiten ermöglicht.

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M-U-S-I-K-S-C-H-W-E-R-P-U-N-K-T



LATVIAN RADIO BIG BAND


- Walkin' around -
- I'm a member -
- Ice Eyes -
- Baltic waves -
- Empty live -

aus der CD "Baltic Waves"
BALTIC WAVES
Lasse Lindgren, Latvian Radio Big Band & Berit Andersson
 
radiobigband

Konzert Latvian Radio Big Band  "Jazz Baltica 2018" (feat. Randy Brecker)
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VERY COOL PEOPLE
- All Night Long -
- I Understand / feat. M.Sējāne -
- Roll with it / feat. E.Protektore -
- Pa apli feat. / Edavārdi, ansis & K.Prauliņa -
- One More Drink feat. K.Prauliņa -
aus der CD "Caution! Contains words!"
 Very Cool people
 Oskars Ozoliņš – trompete; Māris Jēkabsons – tenor sax; Laura Rozenberga – posaune. Kristaps Lubovs – baritone sax; Elvijs Grafcovs – gitarre; Māris Vitkus – orgel, rhodes piano; Valters Sprūdžs – bass; Andris Buiķis- schlagzeug, percussion
Very Cool Gusts:
Kristīne Prauliņa – Gesang, Evilena Protektore – Gesang, Ralfs Eilands – Gesang, Maija Sējāne – Gesang, Edavārdi – Gesang, ansis – Gesang, Hannah Horvath – Gesang, Erika Székely – Gesang, Andris Kauliņš – moog & synth.

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VORSCHAU
DIE BALTISCHE STUNDE
Nächster Sendetermin:
Dienstag, 3. September 2019 - 19.00 - 21.00 Uhr
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DIE BALTISCHE STUNDE
im Radio im Bremern Raum auf UKW 92.5
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01 Juli 2019

BALTISCHE STUNDE 9.Juli 2019

Theater, Theater, - litauisch, deutsch, jüdisch, weltoffen!

 Neues aus ESTLAND, LETTLAND und LITAUEN bringt die

BALTISCHE STUNDE


mit viel Musik aus Estland, Lettland und Litauen und Studiogästen
Dienstag, 9.Juli 2019 - 19.00-21.00 Uhr

Wiederholung am Samstag, den 20. Juli 2019, 16.00 - 18.00 Uhr

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GESPRÄCHSGAST 
Christian Roedig
(Buchautor, Historiker)

  Vieles was die Geschichte von Memel / Klaipeda angeht wirkt heute wie eine versunkene Welt 

Über Würzburg, den Weg in den Nordosten, Memel als nördlicher Posten des Theaterlebens und als Karrieresprungbrett für Schauspieler des 19. Jahrhunderts. Über eine Verwandtschaftsbeziehung zum Schauspieler und Intendant Heinrich Albers, Archivrecherche in Wismar und Kiel, den beruflichen Hintergrund eines Historikers, und Memel als versunkene Welt. Zu Archivmaterialien zum Thema Theater, Lebensgeschichten, Theaterzettel und Heinrich Albers als Schauspieldirektor in Kiel. Über Albers als Opfer des Nationalsozialismus, ein Stolperstein vor dem Kieler Schauspielhaus und Hilfen bei den Recherchen. Über den guten Ruf der Franken, vorausgehende lehrwissenschaftliche Arbeiten, regionalwissenschaftliche Studien und den vorzeitigen Ruhestand. Über einen homosexueller Theaterdirektor in Wismar, eine Ausstellung in Mecklenburg-Vorpommern, den Kieler Geschichtsverein, dem Schweigen in der eigenen Familie und Gerüchte und falsche Behauptungen zum Schicksal des Großonkels. Über das Gerichtsverfahren gegen Albers, die Drohung mit der Einweisung ins KZ und die Vernichtung einer Existenz.
Zu den Zeugnissen des Schicksals von Heinrich Albers, seine Verhaftung mit ungwissem Schicksal und seinen Freitod. Über Parallelen zu Gustav Gründgens, Homosexualität als Lebensform, Rollen und Masken als Spiel und den alles zerstörenden Nationalsozialismus.
Über einen ersten Besuch in Litauen, eine erste Ansicht des Simon-Dach-Brunnens und dem "Deutschen" Theater als Erfindung des Nazi-Propagandaministeriums. Über die Einbeziehung des jüdischen Theaters und die Bevölkerungsbreite des Jahres 1934. Über Grenzüberschreitung, Gastspiele in Kaunas, die litauische Nationaloper, den Austausch der Bühnen und verschiedensprachigen Aufführungen. Über litauisches Jiddisch, die Geschichte der Theatergebäude in Memel / Klaipeda, auf Theaterbalkon und Theaterplatz als Schauplatz der Geschichte.
Über die im Buch erwähnten Theaterstücke, den irreführenden Begriff eines Provinztheaters, Offenheit sogar für von den Nazis verbotene Stücke, die frühere Theatersaison und die Aufgaben der Schauspieler außerhalb des Schauspielens. Über Schminktipps, den Schauspieler Rose und die Chronologie verschiedener Schauspielerleben. Von Festschriften, eine Theaterzettelsammlung in der Akademie der Künste in Berlin, alte Programmhefte auf dem Markt der Antiquariate und die Suche nach Bildmaterial. Über Richard Wagner, Minnas Tätigkeit in Königsberg und den Posten eines Hilfsdirigenten. Über die Reisen von Schauspielern, den Autonomiestatus des Memelgebiets im Zusammenhang mit dem Kulturleben und verdeckten Stiftungen unterstützt vom deutschen Auswärtigen Amt. Über die Gleichschaltung mit Hilfe des Kulturbundes, den Versuch des Verbots nationalsozialistischer Vereinigungen, Reglementierungen und Bespitzelungen.
Über August Kotzebue als meistgespielten Dramatiker des 19. Jahrhunderts, bühnenwirksame Unterhaltungsstücke und Kotzebues Reise über Klaipeda nach Riga. Über Reiseschilderungen von Schauspielern, die Vorliebe für Anekdoten und Kuriositäten und die schwerigen Reisezeiten im Herbst und im Frühjahr. Über das Saisonende am Palmsonntag, Sommer- und Kurtheater, das Frieren im Theater und den Reiz des zugefrorenen Haffs. Über die Fülle des Archivstoffs, Recherche in der historischen Memeler Presse mit Hilfe von Fernleihe und des Dortmunder Zeitungsarchivs und das Bücherschreiben als Lebensinhalt. Über das Vorwort des Bürgermeisters von Klaipeda, die Zusammenarbeit mit der Gesellschaft Prussia, den Kontakt des Museums für Kleinlitauen und mögliche weitere Buchinteressenten. Über Hinweise zur Geschichte des Theaters in Klaipeda vor Ort, den Umgang mit der Geschichte in Litauen heute, dem Überwinden von Sprachgrenzen und der möglichen Präsentation des Buches in Litauen.Vom Wahrnehmen des Litauischsprachigen von Seiten der Deutschen, der Sichtweise auf Litauen zur Zeit Bismarks, und den weltoffenen Künstlern. Vom reichlich finanziell geförderten deutschsprachigen Theater im Vergleich zum litauischsprachigen Theater, dem Komponist Šimkus und seiner Tätigkeit im Theaterorchester. Von den Plänen zum nächsten Buchprojekt in Luzern und Bezügen zwischen Würzburg und Litauen.

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L-E-S-E-S-T-O-F-F

  


Christian Rödig: Theater im fernen Norden

Memels Schauspielhaus zwischen Preußen, Deutschem Reich und litauischer Republik.
Werk 52 der PRUSSIA-Schriftenreihe, Husum Verlag 2018. 268 Seiten, ISBN 978-3-89876-951-8, 34,95 €.

Verlagsinfo:
Eine Theatergeschichte, wie sie wechselhafter kaum sein könnte, entfaltet sich in Christian Roedigs Darstellung der Entwicklung des 1860 eröffneten Schauspielhauses in Memel (Klaipeda). Den Leser erwarten lebendige Schilderungen des Hauses in unterschiedlichsten politischen Verhältnissen: bis 1918 unter dem preußischen König und deutschen Kaiser, während der französischen Besatzung, in der Republik Litauen und schließlich im Dritten Reich. Der Band dokumentiert nicht nur die Geschichte des Hauses, die Intendanz und die Spielpläne, sondern auch den Inhalt vieler heute längst vergessener Stücke sowie die Biografien des oft hervorragenden Bühnenpersonals. Die Abhängigkeiten von den wechselnden Staatsführungen spiegeln sich im Theaterleben ebenso wie die vorurteilsfreien Beziehungen der Künstler untereinander. Die Dokumentation ist ein wertvoller Beitrag zum deutsch-litauischen Dialog über unsere gemeinsame Geschichte.

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Karl Ristikivi: Die Nacht der Seelen

Aus dem Estnischen von Maximilian Murmann, mit einem Nachwort von Rein Raud. Titel der Originalausgabe "Tingede öö" (1953). Guggolz Verlag, Berlin 2019. 376 Seiten, ISBN 978-3-945370-20-9, € 24 [D] | € 24,70 [A].

Verlagsinfo:
Karl Ristikivi (1912–1977) ist einer von Tausenden Esten, die 1944 vor den Sowjets in den Westen flohen. Bis zu seinem Tod lebte er in Stockholm. »Die Nacht der Seelen« erschien 1953, ein existenzialistischer Exilroman mit surrealistischen Zügen, der seine persönliche Lebenssituation aufgreift. Der Ich-Erzähler, Ristikivis Alter Ego, betritt in der Silvesternacht ein offenstehendes Haus aus Neugier und in der Erwartung, dort Gesellschaft und Unterhaltung zu finden. Schnell wird aber klar, dass der Weg immer tiefer in das Haus hinein auch ein Weg in das eigene Innere, in die eigene Geschichte ist. Plötzlich fällt der Strom aus – es muss ein Verbrechen passiert sein. Der Prozess, der anschließend abgehalten wird, fokussiert aber gar nicht so sehr das mögliche Verbrechen, sondern richtet den Blick vielmehr auf das Menschenleben an sich und die Verfehlungen des Ich-Erzählers im Besonderen.
Meisterhaft versteht es Ristikivi, uns Leser mit Spannung und einer existenziellen Verunsicherung wie den Protagonisten immer tiefer in das Buch hineinzuführen. Von Raum zu Raum, von Szenerie zu Szenerie, von Begegnung zu Begegnung wandeln wir durch das rätselhafte Haus und kommen doch nur bei uns selbst an. »Die Nacht der Seelen« ist ein widerspenstiger und tiefgreifender Roman über eine existenzielle Einsamkeit, aber auch ein Buch über das Schreiben, die Kunst und über die Schöpfungskraft der Phantasie. Maximilian Murmanns Übersetzung legt mit klarer und präziser Sprache den Blick auf einen Text frei, der alles zeigt und freimütig erzählt und der uns Leser dennoch wie ein scharfkantig funkelnder Spiegel auf uns selbst zurückwirft.

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M-U-S-I-K-S-C-H-W-E-R-P-U-N-K-T




Dainius Pulauskas Group


- Moon -
- 13/8 -
- Green -
- Orca -
- Ilgesys -
- Safaga -
- Cape Point -
- Impromtu -
aus der CD "Dainius Pulauskas Group ‎– The Best Of 20 Years"




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DIE BALTISCHE STUNDE
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04 Juni 2019

BALTISCHE STUNDE 11. Juni 2019

It's all about Jazz - plus Preussisch-Litauen!

 Neues aus ESTLAND, LETTLAND und LITAUEN bringt die

BALTISCHE STUNDE


mit viel Musik aus Estland, Lettland und Litauen und Studiogästen
Dienstag, 11.Juni 2019 - 19.00-21.00 Uhr

Wiederholung am Samstag, den 22. Juni 2019, 16.00 - 18.00 Uhr

  wie immer auf UKW 92,5 on air - oder 101,85 im  Kabelnetz im Raum Bremen
 
LIVESTREAM:
www.radioweser.tv
oder "Medialab Nord"
 
oder nachzuhören auf www.baltische-stunde.de


Unser Hörangebot diesmal


GESPRÄCHSGAST

Mareks Ameriks
(JERSIKA Records, Riga)

  Die Wiederentdeckung der Vinyl-Schallplatten - das fand bei uns an einem Mitsommerabend statt! 

Über Herkunft und Entstehung des Namens "Ameriks", die Familie Ameriks und den berühmten Urgroßvater Alberts Ameriks, über die Zeit als Musiker, ein Studium der Geschichte und der Museumswissenschaft, Jobs als DJ und der Weg zum Musikliebhaber. Über die eigenen Erfahrungen als Musiker, Schlagzeuger und Mitglied verschiedener Bands, und die Idee einer Firma zur Herstellung von Vinyl-Schallplatten. Über die Konzentration auf experimentelle Musik und Jazzmusik, das Sammeln von Musikkassetten und das Vorbild der Eltern. Über die eingeschränkten Möglichkeiten zu Sowjetzeiten, Piraten-Kassetten und illegale Kopien, das Leben in Jelgava Mitte der 1990iger Jahre und einen lettischen Roman, der genau diese Zeiten beschreibt.
Über Bücher, CDs und einen legendären Mitsommerabend. Über die Wiederentdeckung der in Lettland produzierten Schallplatten, den Kauf eines Plattenspielers und die Hinwendung zum Jazz. Über die Anfänge des Plattensammelns, einen Bekannten mit sehr guten Fähigkeiten bei der Aufnahmetechnik, gemeinsame Ideen und die Gründung des Studios. Über die erste Plattenaufnahme zu Ostern, die Kenntnis großer Vorbilder und das Bedürfnis Musikerinnen und Musikern das zu geben was sie brauchen.
Über gut vorbereitete Aufnahmen, die Vorbilder anderer guter Jazz-Alben, die Energie bei Live-Aufnahmen und die Vorteile des analogen Konzepts. Zur Geschichte der ersten Plattenaufnahme für Jersika-Records, den "Locomotive-Room" und die Nachfrage nach Jazz aus Lettland. Über den Jazz-Lehrstuhl an der Musikakademie in Riga, das Heranwachsen einer neuen Generation von lettischen Jazzmusikern, persönliche Kontakte und die Rahmenbedingungen für eine gute Aufnahme.
Über mangelnde Zeit im Musikbusiness, positive Reaktionen bei den Musikern, die Idee eines Labels auch für "baltischen" Jazz, und das Projekt mit Ganelin, Paškevičs und Gotesman. Über eine Aufnahme in der "Pferdepost", die Suche nach den Wurzeln des lettischen Jazz und die Gründung der Jack-Michalitzki.Stiftung (Džeka Mihaļicka Fonds) in Erinnerung an den ersten lettischen Jazzpianisten von internationalem Format - der leider von den Nazis in Rumbula ermordet wurde.
Über ein Filmprojekt, den Mitgründer von "Blue Microphones", und die Notwendigkeit der Verdeutlichung der Ursprünge des Jazz in Lettland. Über den Nutzen der Messe "Jazzahead", Vergleiche mit großen Plattenlabels, die Suche nach Vertriebsmöglichkeiten und die Produktion geringer Auflagen. Über Pressekontakte, den "Tag des Jazz" in Riga, ein neues Buch über Jazz in Lettland 1922 bis 1940, notwendigen Erfahrungsaustausch und ein gutes Cover-Design. Über Miles Davis, die Individualität von Künstlern und die besonderen Orte von Jazzkonzerten in Lettland. Über Vergleiche mit Litauen und Norwegen, lettische Festivalorganisatoren, gute Musik und gutes Bier, "Showcases" auf der JAZZAHEAD, Jazz aus Estland und nationale Erfolge. Über lettische Jazz-Sängerinnen, lettische Bigbands, die Arbeit von Māris Briežkalns mit jungen Nachwuchskomponisten, die lettische Zeitschrift "JazzIn", Ideen zur Gründung eines eigenen Jazz-Award und Aufgaben und Ziele lettischer Kulturpolitik.
Über lettischen Jazz als international verständliches Produkt, das Festival "Skaņu mežs" in Riga, Jan Gabarek, und das Firmenmotto "alles was aufgenommen ist bleibt bestehen".

JERSIKA RECORDS (Bandcamp)
Jersika-Records bei Facebook

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L-E-S-E-S-T-O-F-F

 

 

Ieva Simonaityte: Vilius Karalius

Roman. Baltische Bibliothek im BaltArt-Verlag, Band XI. Langenthal, Schweiz 2019. Titel der Originalausgabe: Vilius Karalius, Alma Littera 2011. Übersetzung aus dem Litauischen von Markus Roduner. 712 Seiten, ISBN 978-3-9524559-4-4.

Verlagsinfo:
Das Familienepos «Vilius Karalius» von Ieva Simonaitytė – ein literarisches Denkmal für das Memelland.
Der Roman «Vilius Karalius» ist das wichtigste und auch umfangreichste Werk der grossen litauischen Erzählerin Ieva Simonaitytė. Ein Epos, das die familiären Verflech-tungen und die damit verbundenen menschlichen Komö-dien und Tragödien der Familie Karalius und ihres Um-felds erzählt. Die Handlung erstreckt sich über die ersten zwei Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts und spielt im Memelland.
Das Werk legt seinen Fokus aber nicht nur auf das Schicksal dieser Familie. Vielmehr bietet es auch einen Einblick in die Geschichte und die politischen Turbulenzen dieses Landstrichs vor dem und im Ersten Weltkrieg, der bis 1918 zu Deutschland gehörte, dann unter Verwaltung des Völkerbundes stand und 1923 Litauen angegliedert wurde.
Mit viel Feingefühl für das Detail breitet Ieva Simonaitytė in «Vilius Karalius» ein ganzes Panorama der sozialen, politischen und familiären Verhältnisse der Litauer im ländlichen Memelland aus.
Ein Gebiet, das infolge der Wirren des Zweiten Weltkriegs und dessen Auswirkungen heute von eine weitgehend anderen Bevölkerung bewohnt wird, als vor dem Krieg.
Mit «Vilius Karalius» hat Ieva Simonaitytė einer gleichenteils von Litauern und Deutschen geprägten, untergegangenen Kultur ein literarisches Denkmal ersten Ranges gesetzt.

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M-U-S-I-K-S-C-H-W-E-R-P-U-N-K-T



Vyacheslav Ganelin 
piano, synthesizers, percussions
Deniss Paškēvičs 
tenor saxophone
Arkady Gotesman 
drums, percussions
Ausschnitte aus dem Album "Variations" (Jersika Records)
Arkady Gotesman

Ganelin Trio Priority
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Amorālā Psihoze


Ausschnitte aus dem Album "MILKY WAY / PIENA CEĻŠ"

Gitarre, Kalimba – Raimonds Lagimovs
Bass – Ivo Stankēvičs
Schlagzeug – Jānis Burmeisters
Percussion – Didzis Erra
Flöte – Sniedze Prauliņa
Keyboards – Kaspars Putriņš
  Gesang– Santa Miščenkova


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 - policija brauc -
Satellites LV
(aus der CD "Bezvadu")
Wikipedia 
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- sakāmvārdi -
Amorālā Psihoze
aus der CD "Sviests 6"
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Dienstag, 9. Juli 2019 - 19.00 - 21.00 Uhr
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07 Mai 2019

BALTISCHE STUNDE 14. Mai 2019

Scherenschnitt + estnische Klänge

 Neues aus ESTLAND, LETTLAND und LITAUEN bringt die

BALTISCHE STUNDE


mit viel Musik aus Estland, Lettland und Litauen und Studiogästen
Dienstag, 14. Mai 2019 - 19.00-21.00 Uhr

Wiederholung am Samstag, den 25. Mai 2019, 16.00 - 18.00 Uhr

  wie immer auf UKW 92,5 on air - oder 101,85 im  Kabelnetz im Raum Bremen
 
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GESPRÄCHSGÄSTE


Haio + Gunthild Zimmermann
(Ärchäologe / Scherenschnittexpertin)

 

Für uns war Litauen ein enormes Erlebnis! 

Über persönliche Erfahrungen mit dem Scherenschnitt, Anfänge im Alter von 11 Jahren im Frankenwald, Verwendung mit Schulklassen und die bisherige Tätigkeit im deutschen Scherenschnittverein. Über Kontakte in die Niederlande und die Schweiz, eine Fahrt nach Lettland und die Suche nach Scherenschnitt-Künstler/innen. Über Motive des bäuerlichen Lebens, Brüderchen und Schwesterchen, und erste eigene Ideen. Über eine Kutterfahrt vor Amrum, die Zeitschrift des deutschen Scherenschnitt-Vereins und Kontakte die sich über einen Scherenschnitt-Schüler entwickelten. Über Hinweise in Wien und in Moskau auf litauischen Scherenschnitt, die Tätigkeit als Archäologe, und die Suche nach Scherenschneidern in Irland und in Lettland. Über die Ausgrabung eines Dorfes Dalem und eventuelle Bezüge zur lettischen Grabungsstätte auf der Insel Dole in der Daugava. 
Über ein lettisches Kaufhaus, die ersten Besuche in Vilnius und Utena und zwei Ausstellungen an einem Tag. Über die Wahl der Werkzeuge, Abstraktes und Gegenständliches und persönliche Kontakte zu Scherenschnitt-Künstlerinnen. Über die litauischen Volkslieder (Dainos), den Verband der Volkskünstler/innen und litauische Ausstellungen in Osteuropa. Über Kontakte zur Kunsthochschule Vilnius, litauische Lebensbäume und andere Motive der Scherenschnitte. Über private Ateliers, Bücher und Veröffentlichungen zum Scherenschnitt und die Motive von Engel, Tod und Glauben.
Über das ethnografische Museum Vilnius, alte noch bewahrte Motivbeispiele und litauischen Scherenschnitt als Fenstergardine. Über die Verwendung von Computern, historische Papiersiegel in Litauen, Gebrauchskunst im 19. Jahrhundert und Scherenschnitt an Deckenbalken, Schränken und Fenstern. Über Papiermühlen, gute Werkzeuge und das Beispiel eines Schweizer Scherenschneiders mit einer Schafsschere. Über verschiedene Nagelscheren als Werkzeuge, Nachschärfen, genaues Arbeiten und das Wiederauflebens des litauischen Scherenschnittes im Jahr 1956. Über Julija Daniliauskienė, Verbannung und Rückkehr nach Litauen, Übernahme von Motiven alter Volkskunst. Über Hausschlangen, Falttechnik, farbige Arbeiten und eine im Dezember geplante Sonderausstellung zum modernen Scherenschnitt in Litauen.
Über Scherenschnitt in Israel und in Polen, Arbeiten aus einem Stück, schneiden ohne und mit Vorzeichnung und das Mut machen zum Scherenschnitt. Über Frauen und Männer als Scherenschnitt-Künstler/innen, alte Poesiealben, das Bedürfnis zu schmücken, litauische und polnische Bauernhäuser und die litauischen Holzschnitzer. Über Litauer als "letzte Heiden Europas" und gläubige Menschen, Naturverbundenheit und Aberglauben, den Ruf eines Kuckucks und Ehre und Pflege für die Ringelnattern zum Schutz des Hauses.
Über religiöse Darstellungen, Bibeln an den Decken von Kirchen, Himmel und Hölle, den Berg der Kreuze und die litauischen Teufelchen. Über Engelsymbole, die Sehnsucht nach Freiheit und Barrikaden gegen Panzer.
Über Pläne für Wanderausstellungen, Tipps und Kontakte in Litauen, notwendige Aufarbeitung von persönlichen Nachlässen, Hoffnung auf jüngere Generationen und vielseitigen Künster/innen auch mit Strohkunst. Über internationale Kontakte mit den Niederlanden, Polen, Weißrussland, der Ukraine und nach Japan. Über die Pfege der Traditionen in Litauen, Dank an Dr. Ralf Vogeding vom Kreismuseum Syke und die Möglichkeiten, litauische hochwertige Kunstwerke in Syke noch günstig zu erwerben.

dazu:
ein Lied gesungen von Scherenschnitt-Künstlerin Lina Kabelkaite

Ausgestellt im Kreismuseum Syke sind Scherenschnitte (lit.= Karpiniai) von Irma Barauskaite-Klimkiene (Vilnius), Laimute-Benešiūnaite-Fedosejeva (Vilnius), Aušra Būgiene (Utena), Roma Gudaitiene (Vilnius), Bronislava Jankaitiene (Panevežys), Nijole Angele Jureniene (Vilnius), Lina Kabelkaite (Druskininkai), Irena Katinauskiene (Irena), Rischarda Kozubovskaya (Trakai), Diana Lukošiūnaite (Druskininkai), Albina Mackevičiene (Kedainiai), Klaidas Navickas (Vilnius), Lina Paukštiene (Utena), Rasa Slesoriūniene (Utena), Vilija Šmitaite-Jurkuviene (Taurage), Odeta Tumenaite-Braženiene (Utena), Rūta Vanagickiene (Utena), Vilija Visockiene (Zarasai) und Aurika Urboniene (Vilnius).

Weitere Informationen: 

Kreismuseum Syke

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L-E-S-E-S-T-O-F-F

 

Undiné Radzevičiūtė: Das Blut ist blau

aus dem Litauischen übersetzt von Cornelius Hell. Residenz Verlag, Salzburg / Wien 2019, 400 Seiten, ISBN: 9783701717002, 24 Euro. 

Verlagsinfo:
Das Adelsgeschlecht von der Borch war nicht minder einflussreich und machtgierig als ihre italienischen Verwandten, die berühmten Borgia. An der Schwelle zwischen Mittelalter und früher Neuzeit kämpft Bernhard von der Borch, Landmeister des Deutschritterordens, in Livland um den Erhalt seiner Macht, er will einen neuen Kreuzzug ins Leben rufen – doch die Zeiten der Ritterlichkeit sind vorbei. Undiné Radzevičiūtė, in deren Adern das blaue Blut der Borchs fließt, folgt ihrer eigenen Familiengeschichte und erzählt fesselnd und gewitzt vom Kampf der letzten Ordensritter um ihre Vormachtstellung. Wird es Bernhard von der Borch gelingen, sich mit Putsch und Intrige in einer Welt zu behaupten, die bereits in Auflösung ist?

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Markas Petuchauskas: Der Preis der Eintracht

Erinnerungen, Künstlerportraits, kulturelle Wechselbeziehungen. Übersetzt aus dem Litauischen von Markus Roduner, nach dem Originalmanuskript "Santarves kaina". Reihe "Anpassung - Selbstbehauptung - Widerstand", Band 45. LIT-Verlag, Münster / Berlin 2019, 272 Seiten, ISBN 978-3-643-14130-9, 44.90 EUR / 44.90 CHF.

Verlagsinfo:
"Der Preis der Eintracht" erzählt vom Leben und dem Theater im Wilnaer Getto. Von der Rettung des Autors durch Mitbürger mit Gewissen. Vom Leben als Jude und Intellektueller unter der Sowjetherrschaft und später im wieder freien Litauen. Vom Engagement für das Wiederaufleben der jüdischen Kultur in Vilnius und ganz Litauen sowie dem Einsatz für den Dialog der Kulturen. Der Leser trifft auf weltberühmte und weniger bekannte Litwaken. Und schließlich berichtet Markas Petuchauskas von der exemplarischen Geschichte seiner Familie, deren Mitglieder über die ganze Welt verstreut leben. Ein Buch, das zur Versöhnung und Eintracht aufruft und ihren Preis aufzeigt.

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M-U-S-I-K-S-C-H-W-E-R-P-U-N-K-T




  KADRI VOORAND QUARTETT


- Papagoid = Parrots -
- Kui Need Laiad Meretuuled = When The Stormy Winds Do Blow -
- A Woman = Naine -
- Improlude ''Silence'' = "Vaikus" -
- Armupurjus = Love Intoxication -
- Agony = Piin -
- Eluhelbed = Flakes Of Life -
- Ärgata = To Wake -
- Ää Mine Uhkele Mehele = Don't Marry The Lofty -

Marek Talts – Gitarre
Taavo Remmel – Bass
Kadri Voorand – Gesang, Piano, el.Effekte, Kalimba
Ahto Abner – Schlagzeug, Percussion
 (vom Album "Armupurjus")
Webseite

Armupurjud
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Laura Põldvere / Villu Veski

- HoneyBunny Blues -

Info Laura Põldvere / Laura + Villu



IVI RAUSI

- Kevadöö -

Info zu Ivi Rausi

(aus dem Album "Best selection of Estonian Jazz Music" 2109)

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