30 Januar 2025

BALTISCHE STUNDE 11.Februar 2025

  25 JAHRE BALTISCHE STUNDE - ganz exklusiv für Ihre Ohren!

 

Die

BALTISCHE STUNDE


 - im Radio in Bremen & per Livestream online -
mit viel Musik aus Estland, Lettland und Litauen,
Buchtipps und Gesprächsgästen

Dienstag, 11. Februar  2025, 19.00-21.00 Uhr

Wiederholung am Samstag, den 22. Februar 2025 16.00 - 18.00 Uhr

in Bremen - wie immer auf UKW 92,5 on air -

oder per LIVESTREAM:
www.radioweser.tv
oder "Medialab Nord"

 
oder nachzuhören auf www.baltische-stunde.de

 

Unser Hörangebot diesmal:

 
 

GESPRÄCHSGAST

 

Veronika Čičinskaite-Golovanova
(Sängerin, Komponistin)

 

Mit etwas Disziplin lernen, Träume zu verwirklichen!

Über Spaß mit Kindern, Litauen als Land der Sängerinnen und Sänger, Chortradition und Musikschulen. Über Grundlagen der Musikerziehung, improvisieren und Selbstbewusstein bei Kindern. Über gemeinsames Singen, Vermeiden mitsingen zu müssen, litauisches Liederfest, alte Volkslieder und die Mutter als Chordirigentin. Über Singen in Deutschland, Lieder auf litauischen Hochzeiten und zu Sowjetzeiten, Volkslieder im Nationalsozialismus, und der litauische Stolz auf die eigene Kulturgeschichte. Über den Mut zu Experimenten, eine klassische Musikausbildung, Opernarien und Klavierunterricht. Über das Ausprobieren von Instrumenten und der eigenen Stimme, Singen mit Klavierbegleitung, klangliche Experimente und die Angst vor Free Jazz. Über Liudas Mockūnas, ein Lied für den Vater, Tanzlieder und Wege, Litauerinnen und Litauer zu begeistern. 
Über Rock'n Roll in Estland, der Retro-Swing mit den "Ditties", Vergleiche mit Max Raabe und eine Bandgründung von jungen Studentinnen. Über drei gleichberechtigte Stimmen, Musik im Litauen der 1920iger und 30iger, Estrada-Musik zu Sowjetzeiten, und neue Kompositionen im eigenen Stil. Über Jazz in der jungen Generation, Jazz-Kneipen in Vilnius, Litauen als Land des Jazz, Ganelin, Tarasov, Višņauskas und die heutigen litauischen Jazzfestivals. Über Versuche, die Jazz-Community und die Zusammenarbeit zu stärken, introvertierte Litauer und den litauischen Jazzverband. 
Über ein neues Album mit "Elephanten-Jazz" für Kinder und den Bedarf für gute Musik für Kinder. Über den Fehler, Fähigkeiten von Kindern zu unterschätzen. Über einfache, aber gute Lieder. Über Rückmeldungen von Eltern, die pandemische Situation während Covid-19 und das Musikmachen mit den eigenen Kindern. Über Kindsein in der Sowjetzeit, Regeln im katholischen Litauen, der Umgang mit den eigenen Kindern und das Kennenlernen der eigenen Fähigkeiten. Über wechselnde Vorlieben von Kindern, Disziplin, und den Einsatz für die eigenen Träume.


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L-E-S-E-S-T-O-F-F

 

Arnis Aleinikovas: Das Meer

Gedichte. Illustrationen von Jules Sacco. Verlag Kulturjournal "Turtle Magazin", München 2024. Übersetzung ins Englische von Dominyka Budinavičiūtė, aus dem Englischen ins Deutsche von Lara Wüster, Sabrina Laue, Leonie Winter, Marleen Uebler. 140 Seiten, 15 Euro. 

Arnis Aleinikovas

Verlagsinfo: 

Arnis hat auf litauisch seine Gedichte geschrieben und gesammelt, während die wunderbare Jules Sacco passende und eindrucksvolle Illustrationen gezeichnet hat. Wir haben die Gedichte gemeinsam mit Arnis ins Deutsche übersetzt und an der Anordnung gearbeitet! In seinem Debütgedichtband verschmelzen im Hier und Jetzt eingefangene Momente mit Erinnerungen, Träumen und Illusionen. Der Autor untersucht sensibel Themen wie Identität, Angst, Realität und Beziehungen und lädt den Leser ein, das „Meer“ aus verschiedenen, ständig wechselnden Perspektiven zu betrachten.

„Blitze von Alltagsmomenten, wie die Sonne, die in den Gischt der Meereswellen glitzert und verschwindet—hinein in die Sehnsucht nach Sinn, die Sehnsucht nach einem geliebten Menschen, die Sehnsucht nach einem friedlichen Dasein. Wir werden eingeladen, Zeugen und Begleiter dieser Blitze zu sein—dort, wo der Schnee sorgfältig und langsam geräumt wurde, wo die Knospen der Blumen bereits sprießen.“ (Schriftstellerin und Dramatikerin Virginija Rimkaitė).

„Arnis Aleinikovas’ oft recht einfache Zeilen, gefüllt mit poetischen und mythischen Bedeutungen, transportieren vertraute Welten über die Grenzen des individuellen Wahrnehmungsvermögens hinaus.“ (Autorin und Turtle Magazine Gründerin Lara Wuester).

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Anja Jonuleit: Sonnenwende

Roman. Penguin Verlag, München 2024. 336 Seiten, ISBN: 978-3-328-60337-5, 18,00 Euro. 

Verlagsinfo:
Der fulminante Abschluss der erfolgreichen »Kaiserwald«-Dilogie von SPIEGEL-Bestsellerautorin Anja Jonuleit

»Ich erinnere mich noch gut daran, als wir im Kaiserwald ankamen. Es war, als würde man an einen Ort reisen, den es gar nicht mehr gab.«
25 Jahre nach dem Verschwinden von Rebecca Maywald in Riga ist ihre Tochter durch einen anonymen Brief auf die Diplomatenfamilie von Prokhoff aufmerksam geworden. Deren Stiftung »Drei Linden« finanziert dubiose Ökodörfer in ganz Europa. Dass Rebeccas Tochter sich in den Sohn der Familie verliebt, war nicht vorgesehen – um keinen Preis darf er ihre wahre Identität erfahren. Und auch er verbirgt etwas vor ihr: Was hat es mit seinen nächtlichen Alpträumen auf sich? Wer ist „J“ in seinem Kalender? Ein weiterer Hinweis führt sie nach Lettland. Angeblich will sie sich das Ökodorf »Tris Liepas« anschauen. In Wahrheit aber muss sie endlich Klarheit gewinnen über das Schicksal ihrer Mutter. Doch die von Prokhoffs setzen alles daran, ein dunkles Geheimnis zu bewahren. Die grandiose Fortsetzung des Erfolgsromans »Kaiserwald« von SPIEGEL-Bestsellerautorin Anja Jonuleit

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M-U-S-I-K-S-C-H-W-E-R-P-U-N-K-T

 

 T H E    D I T T I E S 
Gesang: Kristina Svolkinaitė, Rūta Švipaitė, Veronika Čičinskaitė-Golovanova
Denis Murašov, Bass
Paulius Volkovas, Gitarre
Remigijus Rančys, Saxophon + Melodica
 
 - The man I need - 
 
(aus dem Album: "The Ditties")
 
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 - Lietuvaitė -
- Aš Mylėjau Tave Tau Nežinanat -
- Paskutinį Sekmadienį -
- Kažkas Atsitiko -
- Tu Ateik Į Pasimatymą -
- Pienė -
- Myliu Tave, Pasauli -
- Moterys -
 
 Gesang: Veronika Čičinskaitė-Golovanova, Rūta Jakulytė-Valčiukienė, Rūta Švipaitė
Piano Dmitrij Golovanov, Saxophon Tomas Botyrius, Gitarre Vadim Stankevičius
(aus dem Album "Estrada")

 
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- Mr. Jazz - 
 
Veronika Čičinskaitė-Golovanova - Gesang, Dmitrij Golovanov - piano, Heikko Remmel - bass, Augustas Baronas - Schlagzeug

(aus dem Album "Jazz from Lithuania 2018" und dem Album "A Singer of 1000 Faces")

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- Traktorius - 
- Skrenda raketa -

(aus dem Album "Dramblio džiazas")

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Zui Zu Bi
("The Ditties", Eurovision 2025)
Rūta Jakulytė-Valčiukienė, Veronika Čičinskaitė-Golovanova, Rūta Švipaitė
youtube
 
Veronika Chi Chi auf Facebook 
 
THE DITTIES auf Facebook

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VORSCHAU
DIE BALTISCHE STUNDE
Nächster Sendetermin:
Dienstag, 11.März 2025 - 19.00 - 21.00 Uhr
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DIE BALTISCHE STUNDE
im Radio im Bremern Raum auf UKW 92.5
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06 Januar 2025

BALTISCHE STUNDE 14. Januar 2025

 25 JAHRE BALTISCHE STUNDE - ganz exklusiv für Ihre Ohren!

 

Die

BALTISCHE STUNDE


 - im Radio in Bremen & per Livestream online -
mit viel Musik aus Estland, Lettland und Litauen,
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Dienstag, 14. Januar  2025, 19.00-21.00 Uhr

Wiederholung am Samstag, den 25. Januar 2025 16.00 - 18.00 Uhr

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GESPRÄCHSGAST

 


Arnis Drille
(Rechtsanwalt, Dolmetscher, Vorsitzender der Lettischen Gemeinschaft in Deutschland)

 

Gemeinsame Werte in Europa - dafür arbeiten wir! 

Über die Lettische Gemeinschaft in Deutschland als älteste lettische Gemeinschaft im Ausland. Über weltweit organisierte Lettinnen und Letten, das lettische Kulturerbe, verschiedene Generationen in der "Diaspora", neue Organisationen und gemeinsame Aktivitäten. Über den Verein INFOBALT in Bremen, gemeinnützige Organisationen, Vergleiche mit Estland und Litauen, die rechtliche Situation in Lettland und Deutschland, und Aktivitäten für Familien mit Kindern. Über mögliche Unterstützung aus Lettland, Kontakt zu lettischen Behörden und lettischsprachige Kinderbücher. Über Auswandern zu Krisenzeiten, Strategien zum Überleben, Niederlassungsrecht in Deutschland und der europäische Gedanke. Über das lettische Gymnasium in Münster, dubiose Kleinanzeigen und Jobangebote, illegaler Aufenthalt in europäischen Ländern und Chancen für einen Neuanfang nach Wiedererlangung der Unabhängigkeit Lettlands. Über deutsche und lettische Beredsamkeit, zurückgehende Organisation in Vereinen, und eine neue Generation aufgewachsen mit dem Freizügigkeitsgedanken in Europa. 
Über die Weitergabe lettischer Traditionen an die nächste Generation, bedenkliche Entwicklungen in Europa, Auswirkungen des Brexit in Großbritannien, Optionen für doppelte Staatsbürgerschaft, eine Volksabstimmung in Litauen und verschiedene Chancen für Frauen und Männer. Über die Tradition des Nachnamens "Drille", die Vergabe von Domains für Webseiten, Jurastudium und Rechtsberatung für lettische Firmen in Deutschland. Über die Selbständigkeit als Anwalt, und über lettische Firmen auf dem deutschen Markt. 
Über die Situation Lettlands seit Beginn des russischen Angriffskriegs in der Ukraine, Augenöffner und Zeitenwende, Sicherheitspolitik und Kriegsängste, Putin-Freunde, Unterstützung der Ukraine und Sorge um die eigene Sicherheit. Über einiges und uneiniges Europa, über das Lettisch-Fühlen in Lettland, Russen in Lettland und Vergangenheitsbewältigung international. Über Denkmalsturz in Lettland, und gemeinsame Werte in Europa.

Kontakt: 


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L-E-S-E-S-T-O-F-F

 

Inga Gaile: Der Geschmack von schwarzer Erde

Aus dem Lettischen von Bettina Bergmann. Ultraviolett Verlag, Dresden 2024. ISBN 978-3-96887-025-0, 236 Seiten, 26.00 Euro. 

Verlagsinfo:
Poetisch und tiefgehend. Zeitgenössische Literatur aus Lettland in deutscher Erstübersetzung.
Ihre Schicksale sind ein Abbild des 20. Jahrhunderts: Violette Dauphine wird als »Politische« im Konzentrationslager Ravensbrück interniert und für eine schreckliche Arbeit ausgewählt. Der Lagerarzt Karls, ein Psychologe aus Lettland, der sich gegen das Unmenschliche kaum wehren kann – und nicht in seine Heimat zurückkommt, ist daran nicht unschuldig. Die Lettinnen Lidija und Ilze werden nach Sibirien verschleppt, während andere diesem Schicksal entkommen. Im sowjetischen Lettland treffen sie wieder aufeinander. All ihre Leben sind miteinander verbunden: durch Beziehungen, Kinder oder durch die Umstände, unter denen sie leben.
Inga Gaile verwebt die Lebensgeschichten dieser Menschen miteinander über Ländergrenzen und Generationen hinweg. »Der Geschmack von schwarzer Erde« zeigt die Traumata, die der Zweite Weltkrieg über Generationen hinterlassen hat, unabhängig von Nation und sozialer Stellung.
Inga Gaile über ihren Roman: »Ich habe versucht, einen Roman über Menschen zu schreiben, die in der Lage sind, ihre Menschlichkeit in Situationen und unter Umständen zu bewahren, in denen sie keinen Platz hat.«
Die lettische Bestsellerautorin lässt uns in ihrem zweiten Roman »Der Geschmack von schwarzer Erde« (Originaltitel »Skaistās«) tief in die dunkelste lettische und deutsche Geschichte eintauchen. Ein Meisterwerk der Literatur, brillant übersetzt von Bettina Bergmann.

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Debora Sommer: Juliane von Krüdener

Eine Baronin missioniert Europa. Francke Buch-GmbH, Marburg 2024. 400 Seiten, ISBN 978-3-96362-416-2, 16,00 €.

Verlagsinfo: 
Die hochgebildete, deutschbaltische Botschaftergattin Juliane von Krüdener (1764–1824) versetzte mit ihrem missionarischen Wirken halb Europa in Aufruhr: durch ihre Botschaft, ihren Einfluss auf die europäische Politik als Vertraute von Zar Alexander I. sowie als Sozialreformerin von West- bis Osteuropa.
Tauchen Sie ein in die Zeit der französischen Revolution. Entdecken Sie die vergessene Geschichte einer einflussreichen Schriftstellerin und Salondame, die die vorherrschenden Schranken durchbrach und im Auftrag Gottes mutig neue Wege beschritt.
Anhand neuester Forschungsergebnisse dokumentiert diese Biografie das Leben einer faszinierenden Zeitgenossin von Napoleon, Goethe und Pestalozzi, die durch einen Herrnhuter zum lebendigen Glauben an Jesus Christus fand, und gibt ihr ihren Platz in der Geschichte zurück.

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M-U-S-I-K-S-C-H-W-E-R-P-U-N-K-T

   

KIRILE LOO


- Igatsus (Longing) -
- Joodiku Nädal (Drunkard’s Week) - 
- Ei Mina Mõista (I Do Not Apprehend) - 
- Saare Tants (Island Dance) - 
- Akkame, Mehed, Minema! (Let’s Go, Men!) -
(aus dem Alum "SAARE" / Fate)
 

 - God Knows -
- Swing Song -
- Let's Find Shelter -
- I Do Not Please Men -
- Dear Maids, Young Ones -
(aus dem Album "Lullabies for husbands") 
 

 

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06 Dezember 2024

Baltische Stunde 17. Dezember 2024

Ganz exklusiv für Ihre Ohren!

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Dienstag, 17. Dezember  2024, 19.00-21.00 Uhr

Wiederholung am Samstag, den 28. Dezember 2024 16.00 - 18.00 Uhr

in Bremen - wie immer auf UKW 92,5 on air -

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GESPRÄCHSGÄSTE

Toms Girvaitis und Artis Gustovskis
(Innovationszentrum Digitalisierung, Kuldiga)

 

Wir nennen es jetzt "Cool-diga"

 
Über  die Gründung des Digitalisierungszentrums in Kuldiga, die Digitalisierung kommunaler Dienstleistungen und Optionen zum Einsatz künstlicher Intelligenz. Über Unterstützung durch die Stadt, den Bedarf internationaler Kooperationen und die Zusammenarbeit mit verschiedenen Universitäten. Über den Versuch deutsche Partner für gemeinsame Projekte zu gewinnen, den frisch errungenen Status des UNESCO-Weltkulturerbe für Kuldiga, Strategien der Europäischen Union und den Finanzbedarf für Projekte. Über Projekte zum Einsatz von Digitalisierung zum Erhalt des Kulterbes, Projekte mit "ZZ-Dats" zur besseren Reinhaltung von Straßen im Winter, über "Smart-Parking" und estnische Partner. Über möglicherweise steigende Touristenzahlen in Kuldiga, den Einsatz des Smartphones auf Reisen, das Projekt "Mobilly" in Lettland und die Möglichkeit nicht nur Parktickets, sondern auch Fahrscheine für Bus und Bahn digital zu kaufen. Über die Struktur von Projekten, Personalressourcen und den Nutzen für die Gemeinde. Über "künstliche Intelligenz" als zusätzlichen Mitarbeiter und über eine Umfrage zur Wahl zwischen digitaler Bezahlmöglichkeit per Handy oder Plastikkarte. Über die Notwendigkeit zum Erhalt nicht-digitaler Varianten, über die Rückmeldung von der eigenen Mutter und die Anzahl Menschen die lieber mit Geldmünzen zahlen. 
Über deutsche Touristen, mögliche deutsche Geschäftspartner, einen Vergleich zwischen Digitalisierungsbemühungen in Deutschland und Lettland, über Bürokratie und Berge von Papier. Über Vorschriften für Dienstreisen, den Schutz der lettischen Wälder und die steigende Selbstverständlichkeit von Fähigkeiten mit der digitalen Welt umzugehen. Über die Möglichkeit aus der Ferne das Licht aus und die Alarmanlage anzuschalten und über die Vermeidung von Warteschlangen beim Arzt oder bei der Behörde. Über Schulungskurse des Digitalzentrums Kuldiga für Einwohnerinnen und Einwohner, effektiven Einsatz kommunaler Ressourcen und die Unterstützung durch EU-Förderprogramme. Über neue Projekte mit Hilfe dreidimensionaler digitaler Techniken ("augmented reality") und interaktive Möglichkeiten.

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L-E-S-E-S-T-O-F-F

 

 

Meelis Friedenthal: Die Bienen

Aus dem Estnischen von Cornelius Hasselblatt. Kommode Verlag, Zürich 2024, 300 Seiten, ISBN 978-3-905574-34-0, 28.00 Euro. 

Verlagsinfo:
Mit einer Reisetasche und einem neugierigen Papagei kommt der junge Student Laurentius Hylas Ende des 17. Jahrhunderts im winterlichen Estland an. Auf der Flucht vor einer düsteren Vergangenheit und dem Verdacht der Ketzerei macht er sich auf den Weg nach Tartu, der „Stadt der Musen“. In diesem wissenschaftlichen und philosophischen Umfeld, das in der Zukunft zum Zeitalter der Aufklärung führen sollte, sucht Laurentius wie besessen nach einem Heilmittel für die Krankheit, die ihn quält und die seine Zeitgenossen Melancholie nennen, eine Depression. Doch je mehr er sich mit Fragen beschäftigt, die er nicht beantworten kann – Woher kommt die Seele? Welche Beziehung besteht zwischen ihr und dem Körper? - desto mehr wird er von der Welt des Aberglaubens und der Heilmittel der Bauern auf dem Land angezogen. Eine Welt, die er schon als Kind kannte, als er an Hexenjagden teilnahm, und die ihn in Träumen und Visionen heimsucht. Und eine Welt, die er fürchtet und die sich mit der Realität zu vermischen beginnt.

Friedenthal taucht tief ins Mittelalter ein, um von der Entstehung eines neuen Zeitalters der Vernunft zu erzählen. Eine Zeit, in der sich die moderne Medizin ihren Weg durch Ängste und den alten Glauben an die Alchemie bahnt. Der dunkle Norden von der strahlenden Antike träumt und von der Harmonie einer Welt, die vielleicht durch eine Sehnsucht nach Licht, Gold und Honig heilen kann.

 
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Anšlavs Eglītis: Schwäbisches Capriccio

Originaltitel: "Švābu Kapričo" (1951). Aus dem Lettischen von Berthold Forssman. Guggolz-Verlag, Berlin 2024. 314 Seiten, ISBN 987-3-945370-47-6, 25 Euro. 

Verlagsinfo:
Anšlavs Eglītis (1906–1993) nutzte die eigene Lebensgeschichte – seine Flucht 1944 vor der Roten Armee nach Deutschland – als Vorlage für einen bitterkomischen Episodenroman. Der ausgebombte lettische Flüchtling Pēteris Drusts strandet von Berlin aus in dem kleinen Städtchen Pfifferlingen auf der Schwäbischen Alb, einer vermeintlichen Durchgangsstation auf dem Weg in die Schweiz. Der Zweite Weltkrieg wütet noch, doch die Pfifferlinger gehen fernab von den Gefechten an der Front und den Bombardierungen der Metropolen ungerührt ihren Alltagsgeschäften nach. In dieser hinterwäldlerischen Provinz eckt der Rigaer Pēteris Drusts mit seinen großstädtischen Manieren an: Einerseits ist er auf die Güte der einheimischen Bevölkerung angewiesen, etwa für ein Dach über dem Kopf und ein warmes Essen – andererseits sind ihm die Pfifferlinger intellektuell und kulturell meilenweit unterlegen. Doch er darf ihre Bauernschläue nicht unterschätzen.
Die Episoden sind wie an einer Perlenschnur aufgereiht. Einige berichten von Drusts kuriosen Begegnungen und Verwicklungen mit den alt eingesessenen kauzigen Kleinstädtern, andere erzählen schildbürgerartige Begebenheiten der Stadtgeschichte. Berthold Forssman trifft in seiner scharf ausbalancierten Übersetzung genau die zugespitzte Komik von Anšlavs Eglītis, die aus dem Aufeinandertreffen der existenziellen Lebenssituation eines Geflüchteten mit der Behäbigkeit und Begriffsstutzigkeit der Einheimischen entsteht. Der doppelbödige Humor ist von Schmerz gezeichnet – nur mit befreiendem Gelächter ist die grausame Absurdität des Lebens zu ertragen.


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Jānis Joņevs: Dezember

Dokumentarischer Roman. Aus dem Lettischen von Bettina Bergmann, 224 Seiten, 16,- €. Erschienen bei Parasitenpresse, Verlag für neue Literatur, Köln 2024.

Verlagsinfo:
„Nach einer Weile kehrte ich zum »nicht existierenden Wahnsinnigen«, zu den »ausgedachten« Dingen zurück. Die Sache ließ mir keine Ruhe mehr. Prokrastination im Internet ist immer produktiv, und schon sehr schnell konnte ich es präzisieren. Die Sache war im Jahr 1997 »nicht passiert«. Aber im Internet fand ich darüber wenig. Ein guter Grund, es ruhen zu lassen. Damals scheute ich mich noch davor, Leute zu befragen. Das Thema erschien mir nicht korrekt, nicht geistreich. Aber es gab andere Quellen, nach denen man suchen konnte. Deshalb zog ich mich von den geistreichen Gesprächen auf der Terrasse zurück in die Bibliothek und begann, in der Presse aus jener Zeit zu blättern.“

Der lettische Schriftsteller Jānis Joņevs nimmt uns mit auf eine Spurensuche zurück in die 1990er Jahre. Brutale Morde in Riga, die von der Presse zu einer Mordserie aufgebauscht werden, werden noch einmal untersucht, durch Befragungen und Recherche in alten Zeitungsberichten. Eine True-Crime-Geschichte, die zugleich ein Panoptikum der wilden Nachwende-Jahre ist, in der alles möglich schien.

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Stephan Kessler (Hrsg.): Baltische Sprachen und Kulturen in der Diaspora

Schriftenreihe der Gesellschaft für Baltische Studien 6 (SGBS 6), Baar Verlag Hamburg 2024, ISBN 978-3-935536-85-1, 249 Seiten, 72,00 €. 

Verlagsinfo:
In der öffentlichen Wahrnehmung wird das Thema „Migration“ in der Regel mit wenigen Herkunftsregionen weltweit assoziiert. Wenig bekannt ist im deutsch-sprachigen Raum hingegen die Migration aus dem Baltikum, obwohl sie gerade dort eine große politische und soziale Rolle spielt. Wie viele lettische und litauische Wanderungsgenerationen gibt es und wohin sind die Auswandernden gegangen? Warum haben sie ihre Heimat verlassen und wie erging es ihnen an ihren neuen Lebensmittelpunkten? Der vorliegende Band dokumentiert die verschiedenen Weisen, in denen Migration aus Lettland und Litauen gelebt wurde bzw. wird, und er will dazu anregen, die lettische und litauische Diaspora der Gegenwart differenziert zu betrachten. Neben fundierten historischen, literarischen und soziologischen Beiträgen behandelt er auch außergewöhnliche Alltagsfacetten der baltischen Diaspora: z. B. eine von Eltern organisierte Sonntagsschule in den Vereinigten Arabischen Emiraten; litauische Internet-Memes, die sich über die seltsamen Verhaltensweisen der Expats lustig machen; die Bedeutung der heimischen Küche für die, die in der Diaspora „anders essen“; oder die Motive, nach denen baltische Diasporians Vornamen für ihre Kinder wählen. (siehe Tagungsprogramm)

Inhalt:
Stephan Kessler: »Die lettische und litauische Diaspora heute: Eine Einführung in das Thema und in den Tagungsband«
Aleksej Andronov / Lidija Leikuma: »Unbekannte östliche Diaspora: Vergangenheit und Gegenwart der Lettgaller Sibiriens«
Helmut Schaller: »Die Baltische Philologie an der Universität München«
Dalia Kiseliūnaitė: »Das Nehrungskurische nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland und Schweden«
Geert Franzenburg: »Die Bedeutung des Lettischen Gymnasiums Münster für die lettische Diaspora aus religionspsychologischer Sicht«
Inguna Daukste-Silasproģe: »Lettische Exilliteratur im Spannungsfeld zwischen nationaler Selbstisolation und fremden kulturellen Einflüssen«
Eleonore Kruse: »Leben in zwei Welten – die Integration der lettischen Diaspora in Kanada«
Albert Caspari: »Die Sichtweise deutscher Initiativen und Nichtregierungsorganisationen: Die baltische Diaspora als potentielle Mittlerin im Kultur- und Erfahrungsaustausch«
Inga Sindi: »Chancen und Herausforderungen einer multilinguistischen Erziehung in Dubai am Beispiel von Kindern aus lettischsprachigen Familien«
Alina Baravykaitė: »Litauisch als (›kleine‹) Fremdsprache an der Universität Greifswald«
Anastasija Kostiučenko: »Zum Emigrant*innenbild in der litauisch-sprachigen Virtual Community (am Beispiel von Internet-Memes)«
Ojārs Lāms / Mārtiņš Laizāns: »Die Mensa der Gastarbeiter: Wenn der Bauch unter Heimweh leidet«
Christiane Schiller: »Motive der Vornamenwahl für Kinder von in Deutschland lebenden Litauerinenn und Litauern«

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M-U-S-I-K-S-C-H-W-E-R-P-U-N-K-T

   

XYZ (Elektroninė Operos Fantazija)

 Mitwirkende:
Mario Basanov, Lauryna Bendžiūnaitė, Few Nolder, Joana Gedmintaitė, Asmik Grigorian, Rafailas Karpis, Jeronimas Milius, Edgaras Montvidas, Laimonas Pautienius, Leon Somov, Dainius Stumbras, Jovita Vaškevičiūtė, Vidis

Regie: Dalia Ibelhauptaitė, Produzent Arūnas Matačius

 

 - Caro Nome (G. Verdi "Rigoletto") Music By Leon Somov, Lauryna Bendžiūnaitė -
-  Finch'han Del Vino (W. A. Mozart "Don Giovanni") Dainius Stumbras, Leon Somov -
- Mi Par D'udir Ancora (G. Bizet "Les Pecherus de Perles") Jeronimas Milius, Mario Basanov -
- Habanera (G. Bizet "Carmen") Asmik Grigorian, Few Nolder -
- Eri Tu Che Macchiavi Quell'anima (G. Verdi "Un Ballo In Maschera") Laimonas Pautienius, Leon Somov -
- Papagena & Papageno Duet (W. A. Mozart "Die Zauberflote")    Joana Gedmintaitė, Rafailas Karpis, Mario Basanov, Vidis -
- Quando M'en Vo (G. Puccini "La Boheme") Asmik Grigorian, Mario Basanov, Vidis -
- Del Holle Rache (W. A. Mozart "Die Zauberflote") Joana Gedmintaitė, Mario Basanov, Vidis -
- Flower Duet (L. Delibes "Lakme") Asmik Grigorian, Laura Bendžiūnaitė, Leon Somov -




Youtube
 
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"Baložu Pilni Pagalmi"

 
Māris Šverns (Gitarre, Mandoline, Gesang), Jānis Cīrulis (Tasteninstrumente), Oskars Burovs (Bass, Mandoline, Gesang), Uldis Gedra (Schlagzeug), Juris Alksnis (Gitarre, Mandoline), Laura Ziemele (Gesang), Kristīne Blekte (Gesang), Jourelis (Gesang), Signe Sirmā (Saxophon)
 
- Mans zirgs - 
(aus dem Album "Jauni iespaidi")
 
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05 November 2024

BALTISCHE STUNDE 19. November 2024

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GESPRÄCHSGAST

Dr. Antje Johanning-Radžienė
(Literaturwissenschaftlerin / Herder-Institut Marburg)

 

Ein neues Projekt des Herder-Instituts: Copernico bietet jetzt spannend aufbereitete Beiträge

 
Über das Herder-Institut in Riga und Marburg und historische Ostmitteleuropaforschung. Über Herder in Riga, Lieder der Völker, eine große Bibliothek und umfangreiche Archive. Über Sammlungsschwerpunkte, Marburg nach dem 2.Weltkrieg und die Unterschiede zur Osteuropaforschung. Über Studienaufenthalte in Polen und sechs Jahre in Litauen. Über Gerhard Hauptmann, Schlesien, Thomas Mann und die Ostsee. Über Eindrücke in Kaunas, die jüdisch geprägte Vergangenheit und der Holocaust. Über Trends im Tourismus, Spurensuche zur deutschen Literatur und Sammy Gronemann als Beispiel für Schriftsteller im Besatzungsgebiet "Ober-Ost" im 1.Weltkrieg. Über den Maler Hermann Struck, den Schriftsteller Herbert Eulenberg, Arnold Zweig und deutsche, polnische und litauische Bezeichnungen für Orte in Litauen. Über in Litauen tätige deutsche Institute und Einrichtungen, Vilnius und Kaunas als europäische Kulturhauptstädte, und die Gründung einer Familie in Litauen. 
Über litauische Familiennamen und ein weiterer Studienaufenthalt in Daugavpils. Über das katholisch geprägte Latgallen, das industrialisierte Daugavpils und die Ansiedlung von Arbeitern aus Russland dort. Über das Mark-Rothko-Zentrum, über pro-europäische und pro-russische Einstellungen unter der Bevölkerung. Über den lettischen Aliens-Pass, Renten aus Russland und Themen der Integration aller Bevölkerungsteile.
Über das Projekt des Portals "Copernico", Migrationsgeschichten und Musikkultur, digitale Angebote und Osteuropa postkolonial. Über koloniale Praktiken, die deutschbaltische Oberschicht in Estland und Lettland, Leibeigenschaft und die Aufklärer wie Garlieb Merkel. Über deutsche Kriegsziele im ersten und zweiten Weltkrieg und die wissenschaftliche Begutachtung der Beiträge für "Copernico". Über das Zusammenspiel unterschiedlicher Kulturen, Erklärfilme, eine Storymap und Freiheitsbewegungen im östlichen Europa. Über Möglichkeiten der Digitalisierung und eine Einladung für einen Besuch in Marburg.


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L-E-S-E-S-T-O-F-F

 

Manfred Stahnke: Aliutė Mečys

Eine Malerin im Deutungsnetz mit Lyotard und Maturana - Ligeti war auch dabei. 174 Seiten, ISBN-13: 9783759722942, Verlag: BoD - Books on Demand, Norderstedt 2024. 35.00 Euro

Verlagsinfo:
Aliute Mecys ist eine große, bisher ziemlich unbekannte Hamburger Malerin, die nach und nach eine immer tiefere Beziehung zu Litauen gewann. Sie wurde am 4. April 1943 in Koblenz als Kind einer deutschen Mutter und eines litauischen Vaters geboren und starb 2013 in Hamburg.
Sie spielt mit den Möglichkeiten und den "Spielen" des Sehens, und genau das sehe ich bei ihr als primär an, und gar nicht die Komponente einer persönlichen "Schreckensdarstellung". Diese erscheint nur auf einer ersten Oberfläche unseres Sehens. Mecys hat sich immer wieder in diese Richtung geäußert:
"Was ich male, ist für mich nicht makaber. Für mich ist das ganz real. Für mich sind das keine Erfindungen. Ich denke viel in Bildern, und ich sehe bildhaft vor mir, was ich höre oder lese."
Ich nehme Mecys gewissermaßen als sehr menschliches, sehr schmerzliches Beispiel für den heutigen Zusammenbruch aller liebgewordenen Klarheiten über unser Weltverständnis, und gleichzeitig auch für die Notwendigkeit, uns neu zu positionieren. Das betrifft unsere Sinne (Maturana) und das betrifft unser Weltkonzept (Lyotard). Beide haben für mich auch miteinander zu tun, und sie erklären den Freiheitsdrang von Mecys: Jean-François Lyotard sieht - und fordert letztlich - die Befreiung von alten ideologischen Denkmustern Europas. Humberto Maturana sieht ganz ähnlich das Zusammenbrechen einer alten Vorstellung, nämlich dass die Welt draußen kalt vor uns steht und wir deren Idee nur entblättern müssten. Im Gegenteil sind wir für ihn als Beobachter selbst die Erbauer der Welt. Durch Lyotard und Maturana können wir einen philosophisch-gesellschaftlichen und einen wissenschaftlich-psychologischen Zugang zu Aliute Mecys finden.

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Abraham Sutzkever: Vierkantige Lettern

Gedichte 1935–1995. Übertragen aus dem Jiddischen von Kurt Kreiler. Verlag Königshausen & Neumann, Würzburg, 318 Seiten, ISBN 978-3-8260-8383-9, 30,00 Euro.

Verlagsinfo: Der jiddische Poet Abraham Sutzkever (1913–2010) gehört zu den bedeutendsten Lyrikern des 20. Jahrhunderts. Nicht sein Schicksal ist einmalig, sondern seine Fähigkeit, den Gang durch die Hölle lyrisch beschreiben zu können.
Sutzkever, in Litauen geboren, verlebte seine Kindheit in Sibirien, zog nach dem Tod des Vaters zurück nach Wilna, galt unter den jiddischen Schriftstellern als Einzelgänger. Er erlebte den mörderischen Überfall der Deutschen, Ghettoisierung und Holocaust. Ihm gelang die Flucht in die Wälder, sagte als jüdischer Zeuge in Nürnberg aus, emigrierte nach Israel, war Herausgeber der bedeutendsten Zeitschrift für jiddische Literatur: Di goldene kejt.

Manches im Jiddischen klingt süß, manches pathetisch. Sutzkevers ernst empfängliche Natur widersteht dem Pathos durch Zartheit und Phantasie. Seine Gedichte, ob sie von Liebe, Tod, Verfolgung oder vom existenziellen Drama handeln, sind geschrieben mit dem »blanken, flehenden Messer«. Der Poet berührt den offenen Nerv der deutschen Geschichte: Verfolgung und Widerstand, Grausamkeit und das Wunder der Rettung. Obwohl ihn die Erfahrung des menschengemachten Grauens für immer prägte, war Sutzkever nie nur der ›Dichter des Holocaust‹, sondern ein Poet der conditio humana, ein schreibender Hiob und Schöpfer einer unverwechselbar eigenen, phantasievollen Bildsprache.

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Riss durch Europa | Rift through Europe

Die Folgen des Hitler-Stalin-Pakts. Perspektiven aus Ostmitteleuropa. Herausgegeben von Anke Hilbrenner, Christoph Meißner und Jörg Morré. Wallstein Verlag, Göttingen 2024. 296 Seiten, ISBN 978-3-8353-5781-5, € 26,00 (D) / € 26,80 (A)

Verlagsinfo:
Mit dem Hitler-Stalin-Pakt begann vor 85 Jahren der Zweite Weltkrieg in Europa. Die Erinnerungen an dieses Abkommen trennt bis heute die Erinnerungsgemeinschaften in Ost und West.

Für die Länder Ost- und Mitteleuropas hatte die Unterzeichnung des Hitler-Stalin-Pakts am 23. August 1939 schwerwiegende Folgen. Eine Woche später überfiel Deutschland Polen und löste den Zweiten Weltkrieg aus. Nur weitere zwei Wochen später begann auch die Sowjetunion mit Angriffen auf die Länder Ost- und Mitteleuropas. Beide Seiten annektierten gewaltsam Territorien und beendeten die Unabhängigkeit ganzer Staaten. Ihre Besatzungspolitik war von massenhafter tödlicher Gewalt geprägt. Mit dem Angriff des Deutschen Reichs auf Sowjetunion am 22. Juni 1941 endete die Übereinkunft der Diktatoren abrupt. Die Folgen des Pakts aber blieben in Ost- und Mitteleuropa durch die erneute sowjetische Okkupation 1944 und den sich anschließenden Kalten Krieg bis zum Zerfall der Sowjetunion 1991 bestehen. Viele der heutigen europäischen Grenzen gehen auf diesen Pakt zurück. Deshalb leben die Erinnerungen an die Ereignisse von 1939 bis 1941 fort und prägen die Gesellschaft und Politik der Staaten Ost- und Mitteleuropas bis heute. Mit der Osterweiterung der Europäischen Union 2004 wurden diese Perspektiven zwar zunehmend lauter geäußert, dennoch wollen sie bis heute nicht alle hören. Der Band erscheint zur gleichnamigen Ausstellung, die anlässlich des 85. Jahrestags der Unterzeichnung des Paktes ab dem 23. August 2024 im Museum Berlin-Karlshorst gezeigt wird.

Der Band ist zweisprachig - Deutsch und Englisch.
 
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VERANSTALTUNGSHINWEIS
 
Fotoausstellung 

Gabriele Witter: Riga - Blicke auf Bremens Partnerstadt

Landesvertretung Bremen, Hiroshimastraße 24, 10785 Berlin
(bis 31. März 2025)


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M-U-S-I-K-S-C-H-W-E-R-P-U-N-K-T

   
RITA RAY
 
- So Sweet -
- Ms. Steal-Your-Man, Pt. 1 -
- Ms. Steal-Your-Man, Pt. 2 -
- Sing It With Love -
- Please Wait For Me -

Rita Ray - Gesang
Artis Boriss - Piano
Kristen Kütner - Gitarre
Jasper Alamaa - Bass
Ott Adamson - Schlagzeug
Johannes Laas - akustische Gitarre
Martin Laksberg - Bass
& Pärnu City Orchestra

(aus dem Album "A life of its own")


 
 

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JULIJA ZAKIROVA
"Golden Hour"
 
- Nations - 
- Last night -
- Connected - 

Julija Zakirova - Gesang
Andris Buiķis - Schlagzeug
Pēteris Liepiņš, Deniss Djakons, Andris Buiķis - Bass
Jānis Pastars, Andris Buiķis - Gitarre
Miķelis Dzenuška - Vibraphone
Raimonds Melderis - Violine, Viola
Gatis Gorkuša, Oskars Ozoliņš - Trompete
Māris Jekabsons, Kristaps Lubovs - Saxophon
Laura Rozenberga - Posaune

(aus dem Album "Golden Hour")

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VORSCHAU
DIE BALTISCHE STUNDE
Nächster Sendetermin:
Dienstag, 17. Dezember 2024 - 19.00 - 21.00 Uhr
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DIE BALTISCHE STUNDE
im Radio im Bremern Raum auf UKW 92.5
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oder auf www.baltische-stunde.de
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