13 Dezember 2012

BALTISCHE STUNDE Dienstag 18.Dezember 2012

 das vorweihnachtliche Hörangebot im Radio

Neues 
aus ESTLAND, LETTLAND und LITAUEN bringt die 


BALTISCHE STUNDE

 Dienstag, 18. Dezember 2012 - 19:00 - 21:00 Uhr
 
 
Unser Hörangebot diesmal: 
 
 
Gesprächsgast 
 Anete Jurcika
Politikwissenschaftlerin, Mitarbeiterin des Abgeordneten Ingemārs Čaklais im lettischen Parlament (Saeima)



"Lettlands Außenpolitik, das würde mich schon reizen!"
Über Einblicke in die Arbeit des lettischen Parlaments, Vertrauen in die parlamentarische Arbeit, und Jobsuche und Bewerbungsverfahren in Lettland. Über Einstellungstests, Parteinähe und Parteientreue in der Politik, politische Ausrichtungen und die Bandbreite von Auffassungen in zentralen politischen Fragen. Über leichtgläubiges Vertrauen der Wähler in bekannte Personen, Lettland als kleines Land und parteiungebundene Abstimmungen im Parlament. Über die Arbeit der Franktion und der Ausschüsse, die Vielfalt der Parteien in Lettland, schwierige Richtungsentscheidungen und ständig neue Parteigründungen. Über die Vorzüge von Regierungschef Dombrovskis und die Sehnsucht nach Stabilität. Über die bevorstehenden Kommunalwahlen in Riga, Wiederwahlchancen von Bürgermeister Ušakovs.
Über den Vorwurf mangelnder Demokratie in Lettland, Wahlrecht für Russischstämmige, Probleme mit Korruption und Bilanzen postsowjetischer Länder. Über das Problem von Russischstämmigen ohne lettische Staatsbürgerschaft, über die Verantwortung der Eltern für ihre Kinder und deren Möglichkeiten die Staatsbürgerschaft zu bekommen. Über Generationsfragen, die Motivation Lettisch zu lernen, und den Zusammenhang zwischen Staatsbürgerschaft und Staatssprache. Über die Verwendung von Russisch in Riga, bei der Jobsuche, zwischen den Generationen und über zunehmende Lettisch-Kenntnisse bei jungen Russen. Über die Arbeit zu verschiedenen Politikfeldern und über die Arbeitsbelastung im lettischen Parlament.
Über den Abschluß des Bachelor-Studiums in Lettland, nachfolgende Praktika in Österreich und Deutschland, und Studium in Konstanz und in Barcelona. Über vielfältige internationale Kontakte, Vorlesungen und Kurse in Deutsch und in Englisch, über gute Dozenten und methodisch gute Seminare. Über Einblicke in die Verwaltung des Deutschen Bundestags, über deutsche Bürokratie und Formularwirrwarr, über gute Betreuung der Bundestagsstipendiaten. Zu Überbleibseln des Sowjetsystems in Lettland, lettischer Papierkram und die Wichtigkeit der Stempelgewalt. Über die Perspektiven und Rahmenbedingungen der Arbeit im lettischen Parlament, eigene politische Ambitionen und die Vorliebe für die Außenpolitik. Über Perspektiven im Ausland oder Inland, Abgeordnetenarbeit und Arbeit in den Fachministerien, Spezialisierung und die "praktische Seite der Politik". Über Diplomatie und Deutschlandkenntnisse in der lettischen Politik und den politischen Spielraum der Auslandsbeziehungen.
Über die Notwendigkeit besserer Beziehungen Lettlands zu Russland und gesteigertem Bekanntheitsgrad Lettlands in Deutschland. Über die Unterschiede russischer, deutscher und lettischer Interessen und Sichtweisen, über adäquate Gesprächspartner und die Selbstverständlichkeit guter Beziehungen zwischen Lettland und Deutschland. Über lettische Anlehnungsstrategien an deutsche Währungspolitik, lettische Interessen in der Landwirtschaftspolitik und die Notwendigkeit stärkerer Zusammenarbeit außerhalb der rein kommerziellen Interessen. Über Zurückhaltung Lettlands in der Europapolitik, Chancen der Zusammenarbeit der drei baltischen Staaten und der Ostseekooperation. Über die Unterschiede der politischen Wege in Litauen und Estland, Zusammenarbeit mit den nordischen Staaten und die Beliebigkeit des Begriffs "Baltikum". Über vielfältige Kontakte und Netzwerke in Europa und Übersee, und familiäre Traditionen der Beziehungen zu Deutschland.


 - - - LESESTOFF - - -

 

Günter Lehmann: 4 1/2 Ossis suchen Ihr Glück 

Spiegelberg Verlag, 2012. 408 Seiten, ISBN: 978-3-939043-13-3, 14.95 Euro. 
Verlagsinfo:
Ermöglicht hat es die Wende. Die 4½ Ossis werden Geschäftsleute. Arbeitslosigkeit senkt das Einkommen. Mit den Einkommen kommen sie nicht aus. Brandt ist der erste in Litauen. Die anderen folgen ihm. Neue Versuche. Ein besseres Auskommen naht. Russlandaufträge fehlen. Kredite, Schutzgeldforderungen, hohe Mieten in US-Dollar. Machtteilung zwischen Mafiosi und Staat.

 

 

 

 

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Krišjānis Barons: LATVJU DAINAS / Lettische Volkslieder
 
Latvian Folksongs / Латышские народные песени. Redaktion dieser 2.verbesserten Auflage (die erste Ausgabe erschien 1984): Dace Bula, Sanita Reinsone. Übersetzungen und Redaktion Englisch: Lauma Lapa, Anna Reinolde. Übersetzungen und Redaktion Deutsch: Margita Gūtmane. Übersetzungen und Redkation Russisch: Milēna Makarova, Aleksejs Andronovs, Nadežda Aleksejeva. Coverdesign: Krišs Salmanis. LU LITERATŪRAS, FOLKLORAS UN MĀKSLAS INSTITŪTS (Institut für Literatur, Folklore und Kunst der Lettischen Universität Riga) 2012. 496 Seiten, 6.00 Lat (Preis bei Direktbezug). ISBN 978-9934-8209-8-4.

Verlagsinfo:
Die von Krišjānis Barons gesammelten Latvju dainas (1894–1915)­ die bisher umfangreichste Ausgabe lettischer Volkslieder ­— war Krönung der nationalromantischen Epoche der Kulturgeschichte Lettlands. Im Laufe der Zeit wurden die Dainas Symbol der lettischen kulturellen Identität, wobei die Volkslieder-Kartothek von Barons — der sogenannte dainu skapis (Dainu-Schrank)
heute zum UNESCO-Weltdokumentenerbe gehört. Diese Ausgabe der Interlinearübersetzungen in englischer, deutscher und russischer Sprache bietet die Möglichkeit einen Teil der Texte sowie die Struktur der Originale der Latvju dainas kennenzulernen.
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Alina Baravykaite: Grammatikübungsbuch Litauisch
 
Buske Verlag, Hamburg 2012. 199 Seiten, ISBN 978-3-87548-631-5, 22.90 Euro.

Verlagsinfo:
Anfänger mit ersten Grundkenntnissen sowie fortgeschrittene Lernende können mit diesem Übungsbuch ihre Grammatikkenntnisse parallel zum Sprachunterricht oder im Selbststudium systematisch vertiefen. Übersichtlich und leicht verständlich werden in 50 Kapiteln alle wesentlichen Aspekte der litauischen Grammatik behandelt und anhand von Erklärungen, Tabellen und Beispielsätzen veranschaulicht. Jedes Kapitel schließt mit einer Vielzahl praxisnaher Übungen zur unmittelbaren Anwendung des gelernten Stoffes.
Der Anhang enthält einen Lösungsschlüssel zu allen Übungen, ein litauisch-deutsches Vokabelverzeichnis und ein Stichwortregister.
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M-U-S-I-K-S-C-H-W-E-R-P-U-N-K-T
d e r    B a l t i s c h e n    S t u n d e

Erkki Sven Tüür
ÄRKAMINE - Awakening

Estonian Philharmonic Chamber Choir,
Sinfonietta Riga unter Leitung von Daniel Reuss

- Awakening (Ärkamine, 2011) -
für gemischten Chor und Kammerorchester
- The Wanderer's Evening Song (Rändaja öhtulaul, 2001) -
für gemischten Chor a capella
- Insula deserta (1989) -
für Streichorchester

Webseite Erkki Sven Tüür Sinfonietta Riga  / Musikverlag ONDINE
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VORSCHAU
DIE BALTISCHE STUNDE
nächster Sendetermin:
Dienstag, 15.Januar 2013 - 19.00 - 21.00 Uhr
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DIE BALTISCHE STUNDE
im Radio im Bremern Raum auf UKW 92.5
& ÜBERALL ZU EMPFANGEN im Internet
unter (Audio-Stream)
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verfügbar und wird laufend ergänzt.
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15 November 2012

BALTISCHE STUNDE Dienstag 20.November 2012

der Novemberschmaus im Radio:

Neues aus ESTLAND, LETTLAND und LITAUEN bringt die

BALTISCHE STUNDE

mit viel Musik aus Estland, Lettland und Litauen und Studiogästen

Dienstag, 20.November 2012 - 19.00-21.00 Uhr

wie immer auf UKW 92,5 und im Kabelnetz auf 101,85 (Raum Bremen).
komplette Übersicht zu allen Orten und Frequenzen:

www.radioweser.tv

Radio Weser.TV hören

oder nachzuhören auf
www.baltische-stunde.de

Unser Hörangebot diesmal

Gesprächsgast 
 Prof. Cornelius Hasselblatt
Finnougrist, Estland-Kenner, Übersetzer und Chronist der estnischen Literatur
"Estnisch als Faszination des Exotischen - so hat es mal angefangen!"
Über den Lehrstuhl für finnisch-ugrische Sprachen und Literaturen an der Universität Groningen, über ähnliche Lehrstühle in Europa, Sprachwissenschaft und Estnischlernen in den Niederlanden. Über die Sammlung von ins Deutsche übersetzter estnischer Literatur, über das Sammeln spezieller Bücher, über Rechercheanforderungen und über neue Entdeckungen bisher unbekannter Bücher. Über Rahmenbedingungen für Publikationen, die Wahrnehmung und Rezeption estnischer Literatur und über Tendenzen zu Publikationen bestimmter Autoren. Über die Wahrnehmung estnischer Literatur in Deutschland, über die Rolle der estnischen Sprache im 19.Jahrhundert, über das estnische Nationalepos Kalevipoeg und desse Erstausgabe, über das Verhältnis zwischen Esten und Deutschen, und über den Unterschied zwischen Übersetzungen und Nacherzählungen. 
Über Motivationen zu Übersetzungen aus dem Estnischen, die Faszination des Exotischen, über das im industriealisierten Mitteleuropa Verlorene, über die Popularität eines Epos und Sammlungen von Persönlichkeiten im Zeitalter Herders. Über estnische Literatur und die Aufklärung, die estnische Volksdichtung, estnische Schulbildung und Lesen lernen. Über die Bezüge zwischen Periodika, Presse und Literatur, die Anfänge der Übersetzungen estnischer Literatur in Deutschland, über erste Anthologien und potentiell interessierte Leserinnen und Leser. Über die Verbreitung estnischer Bücher in deutschen Bibliotheken, die Übersetzungen der Werke von August Gailit, über Kontakte estnischer Autoren in Berlin und das beginnende Interesse deutscher Verlage. Über Versuche der Einflußnahme des Nationalsozialismus auf estnische Schriftsteller, über ideologische Auseinandersetzungen und Dynamiken versuchter Vereineinnahmung.  
Zu Lesetipps zu estnischer Literatur, zu in der DDR erschienenen Übersetzungen und Publikationen im Vergleich zu den in Westdeutschland publizierten Büchern. Tendenzen und Trends von Übersetzungen seit den 90er Jahren, zu Sofi Oksanen und ihren Büchern, zu Finnland als Verstärker einer Rezeption estnischer Bücher auch in Deutschland. Zu Jaan Kross als Auslöser eines kleinen estnischen Literaturbooms in Deutschland, zur Vielfalt der Übersetzungen seiner Werke und Kontakte und Diskussionen mit verschiedenen Verlagen. Über den harten Buchmarkt und die Notwendigkeit von Lobbyarbeit, über verfügbare Übersetzerstipendien und Seminare zur Weiterbildung, über estnische Institutionen zur Literaturförderung und über den Umgang mit Verlagen. Über das Image von Estland in Deutschland, Schwierigkeiten interner deutsch-deutscher Strukturen, und über Jaan Kaplinski als Beispiel eines bekannten estnischen Schriftstellers der bisher keinen deutschen Verleger gefunden hat. Über die Orientierung Estlands in Richtung des Englische, das Computerzeitalter und die virtuelle Vernetzung, über Reisetrends und Reisbücher
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 - - - LESESTOFF - - -
Eine Rezeptionsgeschichte vom 19. bis zum 21. Jahrhundert. Harrassowitz Verlag, Wiesbaden 2012, 478 Seiten, ISBN: 978-3-447-06586-3. 78,00 Eur[D] / 80,20 Eur[A] / 132,00 CHF.

Verlagsinfo:

Cornelius Hasselblatts Monographie zur Rezeptionsgeschichte der Estnischen Literatur in Deutschland behandelt alle aus dem Estnischen ins Deutsche übertragenen Texte von den frühesten folkloristischen Fragmenten aus dem 17. Jahrhundert bis hin zu modernen Romanübersetzungen und Hörbüchern aus dem 21. Jahrhundert. Damit wird die Rezeption einer ausländischen Literatur im deutschsprachigen Raum erstmals vollständig dargestellt. Es werden nicht nur Primärtexte, sondern auch etliche Sekundärtexte wie z.B. Rezensionen herangezogen. Neben den gut 300 monographischen Veröffentlichungen aus den letzten 150 Jahren werden auch zahllose verstreut publizierte Texte berücksichtigt. In dieser auf einer umfangreichen Materialsammlung basierenden Gesamtdarstellung lassen sich verschiedene Phasen wie Binnenrezeption, Pseudorezeption und "echte" Rezeption erkennen. Ein ausführlicher Anhang mit einem Verzeichnis der monographischen Veröffentlichungen und einem Personenregister verleiht dem Band Handbuchcharakter.
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Oliver Rathkolb, Imbi Sooman (Hg.): Geschichtspolitik im erweiterten Ostseeraum

und ihre aktuellen Symptome - Historical Memory Culture in the Enlarged Baltic Sea Region and its Symptoms Today. Zeitgeschichte im Kontext, Band 4. Vienna University Press bei V&R unipress, Wien 2011, ISBN 978-3-89971-803-4, 217 Seiten, 37,90 Euro.

Verlagsinfo:
Seit dem Ende des Kalten Krieges ist die Auseinandersetzung mit der Geschichte des 20. Jahrhunderts auch im erweiterten Ostseeraum geprägt von der Beschäftigung mit Geschichtspolitik und Erinnerung (Memory) sowie der Suche nach transnationalen vergleichenden europäischen Zugängen zu bisher nationalgeschichtlich geprägten Perspektiven.
Dieser Band analysiert den europäischen Raum im östlichen Norden am Beispiel der geschichtspolitischen Debatten seit 1991. Im Zentrum stehen zentrale historische Leitbilddebatten in den Transformationsphasen der estnischen, lettischen und litauischen Gesellschaften. Dabei hat die Reflexion über die kommunistische Diktatur einen hohen Stellenwert; ebenso die Auseinandersetzung mit Zweitem Weltkrieg und Holocaust. Als geschichtspolitische Kontrollgruppe werden Finnland, Schweden und Deutschland eingebunden.

aus dem Inhaltsverzeichnis:
Elena Zubkova - Sowjetische Vergangenheit der baltischen Staaten: Schwerpunkte und Kontroverse der kollektiven Erinnerung und Geschichtsschreibung
René Tebel - Das kollektive Gedächtnis Lettlands am Beispiel des „Latvijas Vēstures Atlants“ (Riga 2005)
Karsten Brüggemann - Gefangen in sowjetischen Denkmustern? Anmerkungen zum Umgang mit der sowjetischen Vergangenheit in Estland und Lettland
Vsevolod Bashkuev - Forced Migrations from Lithuania during the Soviet Period, 1940s– 1950s
Eva-Clarita Pettai - Establishing “Holocaust Memory” – A Comparison of Estonia and Latvia 159
Joachim Tauber - Vergangenheitsbewältigung in Litauen. Politik, Gesellschaft und der Holocaust nach 1945

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Marju Mertelsmann / Olaf Mertelsmann: Landreform in Estland 1919
Die Reaktion von Esten und Deutschbalten. Tartuer historische Studien, Band 2. Verlag Dr. Kovač, Hamburg 2012, 114 Seiten, ISBN 978-3-8300-6274-5, 55,00 Euro (A 56.60).

Verlagsinfo:
Über Jahrhunderte hatten die Gutshöfe deutschbaltischer Großgrund­besitzer die Landschaft des Baltikums geprägt und zu einer erheblichen sozialen Ungleichheit der Gesellschaft geführt. Als sich nach dem Ersten Weltkrieg die Republik Estland als unabhängiger Staat etablierte und von 1918 bis 1920 einen Freiheitskrieg gegen Sowjetrussland führte, stand eine lang erwartete Landreform an, die 1919 durchgeführt wurde. Diese war die radikalste sämtlicher derartiger Reformen in Ost- und Mitteleuropa mit Ausnahme der Sowjetunion. Diese Landreform stellte eine der wichtigsten politischen Maßnahmen der jungen Republik dar und sie wurde von den Zeitgenossen erhitzt debattiert. Ziel der Reform war eine Zerstörung des Großgrundbesitzes, ein Brechen der deutschbaltischen Vorherrschaft auf dem Lande und die Etablierung einer breiten Schicht von staatstreuen Landwirten. Soziale, wirtschaftliche und nationale Ziele überlagerten sich somit. Die Reform war weiterhin ein wichtiger Schritt auf dem Weg der Deutschbalten von einer dominierenden Schicht hin zu einer nationalen Minderheit.
Die Monographie untersucht anhand der damaligen estländischen Presse, wie die Reaktion von Esten und Deutschbalten auf diese Landreform aussah. Diese war keinesfalls innerhalb beider Gruppen einheitlich und Stimmen der Kritik erhoben sich von mehreren Seiten. Die Autoren argumentieren, dass eine weniger radikale Landreform möglicherweise die deutschbaltische Minderheit besser in das junge Staatswesen integriert sowie zu geringeren ökonomischen Verlusten geführt hätte. 

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M-U-S-I-K-S-C-H-W-E-R-P-U-N-K-T
d e r    B a l t i s c h e n    S t u n d e

Ewert & the two Dragons

- (in the End) there is only love -
- Jolene -
- Burning Bush -
- Sailor man - 
- Road to the hill -
- You had me At Hello -

Webseite
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VORSCHAU
DIE BALTISCHE STUNDE
nächster Sendetermin:
Dienstag, 18.Dezember 2012 - 19.00 - 21.00 Uhr
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18 Oktober 2012

BALTISCHE STUNDE Dienstag 23.Oktober 2012

 bunte Blätter an den Bäumen, und im Radio:

Neues aus ESTLAND, LETTLAND und LITAUEN bringt die

BALTISCHE STUNDE

mit viel Musik aus Estland, Lettland und Litauen und Studiogästen

Dienstag, 23.Oktober 2012 - 19.00-21.00 Uhr

wie immer auf UKW 92,5 und im Kabelnetz auf 101,85 (Raum Bremen).
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Unser Hörangebot diesmal

Gesprächsgast 
 Uwe Rada
Journalist und Buchautor
"Grenzüberschreitende Flüsse sind die besten Botschafter Europas!"
Über die Geschichte von Flüssen, Schichten von Vergangenheit und grenzüberschreitende Erzählungen. Über Erinnerungsorte, Kurische Nehrung und Memeldelta, Spuren der Memelländer und Gewohnheiten deutscher Touristen. Über ostpreußische Erinnerungsliteratur, Flüsse aus verschiedenen Perspektiven und über spannende Abschnitte von Nemunas / Memel. Über Burgen, Museen und litauische Historiker, Kaunas als Hauptstadt Litauens und Kaunas als Stadt mit der geringsten Anzahl nationaler Minderheiten. Über fehlende Hinwendung zum Fluss, die Rückseite von Einkaufszentren, litauische Bürgerlichkeit und junge Leute im Sonnenuntergang. Über die Infrastruktur für Radtouristen, das Faszinosum Kleinlitauen, und junge litauische Touristen im Memeldelta auf der Suche nach dem eigenen kulturellen Erbe. Über konkurrierende Erzählungen von der litauischen Geschichte, das Großfürstentum als Gebiet des Zusammenlebens verschiedener Kulturen, und Litauen als Opfer des Stalinismus. 
Über Re-Nationalisierung von Erinnerung, Partisanenkampf und Blutvergießen, und romantische Vorstellungen über die Vergangenheit. Über Haupt- und Nebenströme, die weißrussische und belorussische Geschichte, Staatssprachen und Sprachenstreit. Über Tomas Venclova und dessen Rezeption in Europa und Litauen. Über Venclovas Konzept, über eine Stadt zu schreiben als wäre sie ein Fluß. Über Perspektiven, die Flüsse einfordern, kreisende Blickwinkel, Denkangebote und litauisch-polnische Verständigung. Über Litauen als Schwerpunkt der Frankfurter Buchmesse, Übersetzungen litauischer Literatur und enge deutsche Perspektiven. Über die Begegnung mit Antanas Gailius, die sowjetische Zeit an der Memel, die Hippiebewegung in Kaunas, und die Transformation weltoffener Städte im Sowjetsystem. Über das Projekt "Geschichte im Fluss", die Notwendigkeit von Übersetzungen und die Memel aus polnischer Sicht. Über die erste Strophe des Deutschlandlieds, die mythischen Gebiete des polnischen Ostens und den Umgang mit sogenannten "verlorenen Gebieten". Über endgültige Grenzen in Europa, die Popularität polnischer Dichter in Belarus, grenzüberschreitende Begrifflichkeiten, den Bund der Polen in Litauen und litauische Rechtssprechung. Über grenzüberschreitende Konzerte und Kinoprojekte, polnisches Selbstverständnis in Litauen, Polen und litauische Unabhängigkeit und über katholische, polnischsprechende Weißrussen.
Über verfilmte Flüsse, Sowjetlitauen im Film, litauisch-irische Kulturkooperation, die Verfilmung von Ernst Wiecherts Schacktarp, und Bilder im Kopf der Buchleser. Über den Naturrraum Fluss von der Quelle bis zur Mündung, die angeblich letzten Biber und wiederentdeckte Flusslagen in den Städten. Über Flussradwege, litauische und lettische Flußexpeditionen, freies Reisen aus Sicht der wieder unabhängig gewordenen baltischen Staaten. Über die nächsten Projekte, brüderliche Zusammenarbeit, den Fluß als Held der Geschichte, Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Estland, Lettland und Litauen, sich neu entwickelnde Räume, den Umgang mit Minderheiten und die Überflüssigkeit der Dachmarke "Baltikum".

www.uwe-rada.de
Projekt "Geschichte im Fluß"
Buch "Die Memel" / Buch "Baltische Begegnungen"

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 - - - LESESTOFF - - -

Unterwegs ins Glück. Projekte Verlag, Halle/Saale 2012. 102 Seiten, ISBN Nr.: 978-3-86237-735-0, 14,50 Euro.

Verlagsinfo:
Zwischen den Schülern der Hauptschule Seitenstetten-Biberbach (Österreich) und dem Kedainiai Sviesioji Gymnasium (Litauen) entstand dieses Buchprojekt über die Liebe zwischen einem litauischen Mädchen und einem österreichischen Jungen, die sich im Internet kennelernen und in Paris zu einem Treffen verabreden - ohne dass ihre Eltern davon etwas wissen.
In diesem interessant gestalteten "Wendebuch" wird die Geschichte gleich zweimal aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt.
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Ulrich Kronauer (Hg.): Aufklärer im Baltikum

Europäischer Kontext und regionale Besonderheiten. Universitätsverlag Winter, Heidelberg 2012. ISBN 978-3-8253-5921-8, 265 Seiten, 32 Euro.

Verlagsinfo:
Die baltische Aufklärungsbewegung ist eng mit der deutschen Aufklärung verbunden. Baltische Deutsche, Theologen, Historiker, Erzieher, Juristen engagierten sich als streitbare Publizisten, als gelehrte Sammler und Herausgeber von historischen Dokumenten und von Zeitschriften, als akademische Lehrer und Reformer. Sie argumentierten und publizierten, bis weit in das 19. Jahrhundert hinein, vor dem Hintergrund der deutschen, aber auch der französischen und englischen Aufklärung. Sie taten dies unter russischer Oberherrschaft in deutscher Sprache, einer Sprache, die die überwiegende Mehrheit der Esten und Letten nicht erreichte.

Dem Versuch Garlieb Merkels, die Kluft zwischen Aufklärern und Aufzuklärenden wenigstens ansatzweise zu überwinden, ist ein Beitrag des Sammelbandes gewidmet, der aus einer Tagung der Heidelberger Akademie der Wissenschaften hervorgegangen ist. Andere Beiträge porträtieren bedeutende Sammler und ‚Litterärhistoriker’, beschäftigen sich mit Merkel und Carl Gustav Jochmann, mit Elisa von der Reckes Entlarvung Cagliostros. Schließlich werden die Reformen unter Katharina II. als Politik des aufgeklärten Absolutismus interpretiert. 
M-U-S-I-K-S-C-H-W-E-R-P-U-N-K-T
d e r    B a l t i s c h e n    S t u n d e

Kristina Šlyžiūtė

singt litauische Lieder
 Valsas ir polka - Walzer und Polka (gespielt auf der Kanklė)
Pro mažą kaimelį upelis tekėjo - Durch ein kleines Dorf fliesst ein Bach 
Močiute, kon padare - Mama, was hast du gemacht (Hochzeitslied aus Žemaitija)
Eisva mudu abudu - Wir werden gehen (Hochzeitslied aus dem Memelland)
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VILNELĖ

- Lygioj' Pevela -
- Oi Dū Dū Dū Dū -
- Aš Atsisakiau Savo Močiutei -
- Tuojoj Ulyčiuoj -
- Pjaukite, Mergos -
- Ko Sėdzi, Sasula -
- Padora Padora -
- Tenai, Kur Žali Medžiai -
aus der CD "Anoj Pusej Ažera. Lietuvių Liaudies Dainos Ir Šokia"
Kulturzentrum Vilnius / Discogs / Sutaras.lt
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VORSCHAU
DIE BALTISCHE STUNDE
nächster Sendetermin:
Dienstag, 20.November 2012 - 19.00 - 21.00 Uhr
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19 September 2012

BALTISCHE STUNDE Dienstag 25.September 2012

Einstimmung zum Herbstanfang:

Neues aus ESTLAND, LETTLAND und LITAUEN bringt die

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mit viel Musik aus Estland, Lettland und Litauen und Studiogästen

Dienstag, 25.September 2012 - 19.00-21.00 Uhr

wie immer auf UKW 92,5 und im Kabelnetz auf 101,85 (Raum Bremen).
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Themenschwerpunkt

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Frank Goyke: Mörder im Zug

Reihe "Ostsee-Krimi", Hinstorff Verlag Rostock, 352 Seiten, ISBN 978-3-356-01422-8, 9,95 Euro.

Verlagsinfo:
Auf einer nächtlichen S-Bahn-Fahrt nach Rostock wird ein junger Mann brutal erstochen. Tiefe Stichwunden und Spuren von verzweifelter Gegenwehr weisen auf ein Hassverbrechen hin. Mordmotive finden die Ermittler im beruflichen und privaten Umfeld des Opfers reichlich. Doch offenbar übersehen sie immer wieder etwas.
Der Ermordete war Andriejus Medanauskas, ein Fischzuchtexperte aus Lettland. Der junge Mann wollte einen Betriebsrat gründen und hatte sich seinen Chef, einen einflussreichen Güstrower Unternehmer, damit zum Feind gemacht. Zudem betreibt seine Verwandtschaft auffällig gering frequentierte italienische Restaurants und wohnt dennoch in einer Villa in bester Lage fast am Meer. Auch sein Privatleben erweist sich als Fundgrube für Verletzungen und Rachegefühle. Autor Frank Goyke schickt ein typisch norddeutsch-knorriges Kommissarenduo auf Spurensuche. Bei ihren Ermittlungen durchqueren Barbara „Dampframme“ Riedbiester und Jonas Uplegger einen Sumpf aus menschlichen Makeln, dumpfen Vorurteilen und tiefen Abgründen und bleiben dabei selbst nicht unangetastet. Dem Mörder allerdings kommen sie keinen Schritt näher. Denn wenn alles offensichtlich ist, muss man ein zweites Mal hinsehen ...
Frank Goyke, geboren 1961 in Rostock, studierte Theaterwissenschaften in Leipzig und arbeitete als Redakteur und Dramaturg in Berlin. Seit 1997 wirkt er hier als freier Schriftsteller, Lektor und Herausgeber.In der Reihe Ostseekrimi schreibt er Fälle aus Rostock.
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Wolfgang Klietz: Ostseefähren im Kalten Krieg

Ch. Links Verlag, Berlin 2012. 192 Seiten, 112 Abbildungen, ISBN 978-3-86153-673-4. 29,90 Euro (D), 30,80 Euro (A), 41,90 sFr.
Verlagsinfo: Zwischen 1982 und 1986 wurde bei Sassnitz auf Rügen das größte Verkehrsprojekt der DDR verwirklicht: Für zwei Milliarden Mark errichteten in Mukran Tausende Arbeiter und Hunderte Bausoldaten einen vier Kilometer langen Fährhafen mit 120 Kilometern Gleisanlagen. Fünf riesige Doppelstockfähren mit Breitspurgleisen wickelten fortan einen großen Teil des Güterverkehrs mit der Sowjetunion von hier aus ab, wodurch ein zeit- und kostenaufwändiger Transit durch Polen vermieden wurde. Zugleich war es damit möglich, unbemerkt von Dritten gefährliche Militärgüter über die Ostsee zu transportieren. Die Fähren besaßen dafür in ihrem Inneren geheime Mannschaftsräume für 300 Soldaten.
Wolfgang Klietz legt eine anschauliche Dokumentation dieses Fährverkehrs im Kalten Krieg vor, wobei er die politischen Hintergründe genauso beleuchtet wie die Überwachungsaktionen der Geheimdienste und die Planungen für analoge Verbindungen nach Lübeck und Kiel.
Video zum Buch 
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Orbita - Worüber schweigen Freunde

Artur Punte, Semen Hanin, Sergej TimofejevVladimir Svetlov, Zhorzh Uallik. Auswahl und Übertragung aus dem Russischen: Viktor Hoffmann. Edition Bodoni, Berlin 2012. ISBN  978-3-940781-26-0, 15,00 €.

Verlagsinfo:
Zum ersten Mal kommt ein Lyrikband der lettischen Text-Gruppe Orbita in deutscher Sprache heraus. Mit dieser Ausgabe reiht sich edition bodoni in die Orbita-Publikationen ein, die bereits in Englisch, Italienisch, Schwedisch sowie in osteuropäischen Sprachen erschienen sind.
Die Gründungsmitglieder der Gruppe und Autoren dieses Bandes: Artur Punte, Sergej Timofejev, Semen Hanin, Vladimir Svetlov und Zhorzh Uallik leben in Riga, schreiben in Russisch und gehören zur Generation der heute Dreißigjährigen. Sie sehen sich in der vielfach gebrochenen Tradition der russischsprachigen Literatur im baltischen Raum.
Im Jahre 1999 vereinten sich fünf Freunde zu einer multimedialen Text-Gruppe, gaben sich den kosmischen Namen Orbita und machten sich zur Aufgabe, die Dichtung in die zeitgenössische Kunstlandschaft zu integrieren. Eines der Orbita-Gründungsmitglieder, Sergej Timofejev, erläutert ihre damalige Haltung wie folgt: »Als wir angefangen haben, hatten die Literaturautoren wenig mit Musikern oder bildenden Künstlern zu tun. Die Literatur schien sogar in einer stolzen Opposition zur gegenwärtigen Kultur zu sein. Wir sind schon unter anderen Umständen aufgewachsen, wir nährten uns von allem: von Video-Kunst, neuen Medien, Autorenfilmen, aber natürlich auch von der zeitgenössischen Dichtung und Musik. Deswegen empfanden wir es als selbstverständlich, das alles zusammenzubringen.«

Die Auswahl der Gedichte und ihre ebenbürtige Übertragung aus dem Russischen – für die der deutsche Leser zu danken hat – oblag Viktor Hoffmann, selbst ein Poet und Barde. 
M-U-S-I-K-S-C-H-W-E-R-P-U-N-K-T-E
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RAIMONDS PAULS

A CAPELLA
 - Māte saule -
- Tavam mūžam -
- Vairs nesēro -
- Dziesma no k/f Cīrulīši -
- Divas mīlestības -
- Virs uguns rokas turi -
- Tu esi korī -

Cikls „Dziesmas par Latvijas upēm”
- Salaca -
- Gauja -
- Lielupe -
- Ogres Siciliana -
- Venta -
- Irbe -
- Aiviekste -
- Daugava -
Liedtexte von Jānis Peters, Egīls Plaudis, Leons Briedis, Arvīds Skalbe und William Shakespeare. Der Zyklus „Dziesmas par Latvijas upēm” (Texte über Flüsse Lettlands) verwendet Texte der Dichterin Inese Zandere.
An der CD beteiligte Chöre:
Jāzepa Vītola Latvijas Mūzikas akadēmija (JVLMA) Mūzikas skolotāju nodaļas sieviešu koris (Frauenchor der Musiklehrerabteilung an der Lettischen Musikakademie Jāzeps Vītols), vīru kori „Ķekava” un „Absolventi” (die Männerchöre „Ķekava” und „Absolventi”), und der gemischte Chor „Arvīda Platpera draugi” (Freunde von Arvīds Platpers). 
Alle Lieder komponiert von Raimonds Pauls.
Diese CD bei "Microphone Records" (MICREC)
Infoseite zu Raimonds Pauls
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VORSCHAU
DIE BALTISCHE STUNDE
nächster Sendetermin:
Dienstag, 23.Oktober 2012 - 19.00 - 21.00 Uhr
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