20 Oktober 2020

BALTISCHE STUNDE 27. Oktober 2020

20 Jahre "Baltische Stunde" !


Neues und Aktuelles aus den baltischen Landen bringt die

BALTISCHE STUNDE


mit viel Musik aus Estland, Lettland und Litauen
Dienstag, 27.Oktober 2020, 19.00-21.00 Uhr

Wiederholung am Samstag, den 7. Nevember 2020, 16.00 - 18.00 Uhr

  wie immer auf UKW 92,5 on air - oder 101,85 im  Kabelnetz im Raum Bremen
 
LIVESTREAM:
www.radioweser.tv
oder "Medialab Nord"
 
oder nachzuhören auf www.baltische-stunde.de


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S C H W E R P U N K T
 

B-A-L-T-I-S-C-H-E 

L-I-T-E-R-A-T-U-R

K-L-A-S-S-I-K-E-R


Keine Lust auf virtuelle Buchmessen? Aber auf ein gutes Buch möchten wir lieber nicht verzichten. Wie wär's einfach mal wieder mit Vorlesen? 
 
Die "Baltische Stunde" bemüht sich, den guten Lesestoff bereit zu halten. Wir stellen vor: Klassiker der estnischen, lettischen und litauischen Literatur. Ganz einfach zum Zuhören.
 
Getestet und für gut befunden!



L-E-S-E-S-T-O-F-F

 

Antanas Škėma: Apokalyptische Variationen

OT "Apokaliptinės Variacijos", aus dem Litauischen und mit einem Nachwort von Claudia Sinnig. Guggolz Verlag, Berlin 2020. 421 Seiten, ISBN 978-3-945370-26-1 .
€ 25 [D] | € 25,80 [A]

Verlagsinfo:

Antanas Škėma (1910–1961) arbeitete sein ganzes Leben daran, das von ihm Durchlebte in Literatur zu verwandeln. Sein einziger Roman, »Das weiße Leintuch«, gibt Zeugnis von seinem New Yorker Exil. Daneben sind aus allen Phasen seines Lebens literarische Stücke überliefert: Erzählungen, Skizzen, Szenen und Verdichtungen. Es sind in Blickwinkel und literarischer Gestaltung einzigartige Schlüsselszenen der Weltgeschichte: die Kindheit während des Ersten Weltkriegs und des Bürgerkriegs in der russischen und ukrainischen Provinz, Schulzeit und Studium, frühe literarische Versuche im unabhängigen Zwischenkriegslitauen sowie unter sowjetischer und deutscher Besatzung, die dramatische Flucht vor den Sowjets, das Leben als displaced person in Thüringen und Bayern und als Neuankömmling in Chicago und New York. All das spiegelt sich in facettenreichen Prosastücken.

»Apokalyptische Variationen« umspielt die Verheerungen der Geschichte des 20. Jahrhunderts und den Riss, der die Existenzen durchzieht. Schreibend vergewissert sich Škėma seiner Biografie und versucht Sinn und Bedeutung in ihren Splittern aufzuspüren. Wir können lesend nachvollziehen, wie sich die Aussichtslosigkeit in seine Sprache einschreibt, wie diese immer mehr zerspringt, sich auflöst – und wie aus der sprachlichen Entgrenzung eine ganz neue Form entsteht. Claudia Sinnig greift in ihrer Übersetzung die Vielfalt von Škėmas Erzählstilen auf, schürft tief im Sprachmaterial, lotet Trauer und Dunkelheit aus und geht auch der Hoffnung und dem Vorwärtsstreben auf den Grund. Erlösung findet sich vielleicht nicht in Škėmas Leben, aber in seiner Literatur.

 
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Jaan Kross: Der Verrückte des Zaren. 
Roman. Aus dem Estnischen von Helga Viira. 
Carl Hanser Verlag 1990
DTV 1994
 

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 Anšlavs Eglītis: Homo Novus
 Aus dem Lettischen übersetzt von Berthold Forssman.
Weidle Verlag, Bonn 2006
 

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Jurga Ivanauskaite: PLACEBO
Aus dem Litauischen von Markus Roduner. 
Deutscher Taschenbuchverlag, München 2005.


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Viivi Luik: Der siebte Friedensfrühling
Roman. Aus dem Estnischen von Horst Bernhardt.
Rowohlt Verlag 1991.


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M-U-S-I-K-S-C-H-W-E-R-P-U-N-K-T


 Legenden - Leģendas

- LAIMA VAIKULE -

 - Šerloks Holmss -
- Mazs dialogs (Mazais panks) pied. Gunārs Kalniņš -
- Nāc dejot riņķa deju -
- Tas ir mans ceļš -
- Vārna -
- Māte mani auklējusi -
- Viss nāk un aiziet tālumā -
- Nesteidzies -
- Caur manu naivu sirdi -
- O, kādi zēni (bez puišiem nevar) pied. Mirdza Zīvere -

  
Laima Vaikule
(aus dem Album "Leģendas - Laima Vaikule)

 
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VORSCHAU
DIE BALTISCHE STUNDE
Nächster Sendetermin:
Dienstag, 24. November 2020 - 19.00 - 21.00 Uhr
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DIE BALTISCHE STUNDE
im Radio im Bremern Raum auf UKW 92.5
& ÜBERALL ZU EMPFANGEN im Internet
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21 September 2020

BALTISCHE STUNDE 29. September 2020

  20 Jahre "Baltische Stunde" !


Neues und Aktuelles aus den baltischen Landen bringt die

BALTISCHE STUNDE


mit viel Musik aus Estland, Lettland und Litauen
Dienstag, 29.September 2020, 19.00-21.00 Uhr

Wiederholung am Samstag, den 10. Oktober 2020, 16.00 - 18.00 Uhr

  wie immer auf UKW 92,5 on air - oder 101,85 im  Kabelnetz im Raum Bremen
 
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SCHWERPUNKT
 

B-A-L-T-I-S-C-H-E-R  

B-Ü-C-H-E-R-M-A-R-K-T



 
Wenn Buchmessen ausfallen oder ins digitale Nirwana verlegt werden, wenn Literaturgäste aus dem Ausland schon die Bedingungen ihrer Anreise kaum kalkulieren können, wenn Buchläden zeitweise ganz geschlossen werden müssen, und wenn die Selbstisolation zu einer ganz neuen (Selbst-)erfahrung wird ....
 
Die "Baltische Stunde" bemüht sich, den guten Lesestoff dennoch bereit zu halten.
Diesmal: eine Sendung, voll gepackt mit Schmökerfreuden, Wissensquellen und kreativen Anregungen.



L-E-S-E-S-T-O-F-F

 

Krišjānis Zeļģis: Wilde Tiere

Gedichte. Aus dem Lettischen von Adrian Kasnitz. Parasitenpresse Köln 2020, 78 Seiten, 12,- €

Verlagsinfo:
Nüchtern, fast unterkühlt beobachtet und notiert der lettische Dichter Krišjānis Zeļģis Alltag und Leben in seinem Gedichtband Wilde Tiere. Manchmal so akribisch, dass man den Eindruck hat, er steht neben sich selbst, beobachtet und beschreibt, was gerade mit ihm und den Personen um ihn herum passiert, zum Beispiel einem Paar beim Ausflug an den See. Bei Familienfeiern, Treffen mit alten Freunden, zufälligen Begegnungen bei Bus- und Bahnfahrten stellt sich schnell ein Gefühl der Entfremdung ein, „ich fürchte ich kenne diese Leute nicht“. Im Kapitel „die Fachmänner“ werden Menschen und ihre Berufe fast wie Tiere im Zoo präsentiert. Jeder Fachmann wundersamer als der andere. Vertrauter wirken da die wilden Tiere, die uns in der Landschaft begegnen: „in der Nacht kam ein Hund und setzte sich zu uns“. Wenigstens die Tiere könnten unsere Freunde sein, wären die Menschen nicht so bösartig und hockten auf dem „Hochsitz im Wald / wo du alle leichtgläubigen Tiere abknallen kannst“.
Fremdheit, Leere, Trauer sind wiederkehrende Themen der Gedichte. Längst Verdrängtes poppt ungefragt auf, wenn der Gesang eines „bös verschlagenen Vogels“ plötzlich daran erinnert, dass der Bruder im See ertrunken ist. Auch an einem wohl vertrauten Ort kann sich die Abwesenheit von Dingen wie ein schwarzes Loch auftun und alles verschlingen, wie im folgenden Gedicht aus dem Band.
 
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Monika Bednarcuk (Hg.): Kulturtransfer in der Provinz - Wilna als Ort deutscher Kultur und Wissenschaft (1803-1832)

Mit Beiträgen von Monika Bednarczuk, Katarzyna Filutowska, Marta Kopij-Weiß und Mirja Lecke. Harrassowitz-Verlag, Wiesbaden 2020, 252 Seiten. ISBN: 978-3-447-11403-5, 68,00 Eur[D] / 70,00 Eur[A].

Verlagsinfo:
Die 1578 gegründete Universität Wilna erlebte ihre Blütezeit nach 1803, als sie unter dem russischen Zaren Alexander I. in Kaiserliche Universität Wilna umbenannt wurde und sich daraufhin zur größten Universität im Russischen Reich entwickelte. Die ersten Jahre der reformierten Universität Wilna standen unter dem Zeichen der transnationalen, westeuropäisch geprägten Wissenschaft. Waren dabei zunächst Kontakte zu Frankreich entscheidend, so gewann ab Anfang des 19. Jahrhunderts die deutsche Kultur zusehends an Bedeutung.
In Kulturtransfer in der Provinz untersuchen Monika Bednarczuk, Katarzyna Filutowska, Mirja Lecke und Marta Kopij-Weiß die verschiedenen Aspekte und Facetten des deutsch-polnischen Wissenschafts- und Kulturtransfers. Beginnend mit dem Fachbereich Philosophie über Klassische Philologie, Orientalistik und Literatur bis hin zu den Naturwissenschaften werden die internationalen Kontexte der Wilnaer Wissenschaftsszene in nuancierten Interpretationen dargestellt. Im Vordergrund steht die Verbindung von Personen-, Raum- und Konzeptebene, Vermittlern, Ideen, Orten, Medien und Praktiken sowie das gegenseitige Sich-Durchdringen verschiedener Sphären in Kultur und Gesellschaft.
 
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Algirdas Sabaliauskas: Wir, die Balten

Einblicke in die Geschichte der baltischen Sprachen und Völker. Übersetzt von Sandra Herrmann (Originalausgabe "Mes baltai", 1986). Reichert Verlag, Wiesbaden 2020. ISBN: 9783954902453, 180 Seiten, 19.90 €.

Verlagsinfo:
Das Forschungsfeld des litauischen Sprachwissenschaftlers Algirdas Sabaliauskas (1929–2016) umfasst sowohl die baltischen Sprachen als auch die baltische Sprachwissenschaft. Sein Buch 'Wir, die Balten' ist ein lehrreicher und unterhaltsamer linguistischer Spaziergang durch die Geschichte der baltischen Sprachen, der für Sprachexperten wie für Baltistik-Neulinge gleicherweise vergnüglich ist. Wie kaum ein anderes verschafft dieses Buch einen leserfreundlichen Einblick in die umfassende Geschichte der baltischen Völker und Sprachen. Es führt dem Leser eine Vielfalt von Themen vor Augen: Wo konnte wohl die Heimat aller indogermanischen Sprachen gelegen haben; wann und weshalb starben die baltischen Sprachen und Stämme (Alt)Preußisch, Kurisch, Semgallisch, Selisch, Galindisch und Jatwingischaus; was haben die benachbarten Sprachen aus dem Litauischen entlehnt; ob der Übersetzer der Bibel ins Lettische tatsächlich vorhatte, Riga in Brand zu stecken; wie entwickelten sich die baltischen Schriftsprachen und wie nimmt man sie heutzutage wahr. Das Buch ist bereits in fünf Sprachen übersetzt: Englisch, Italienisch, Lettisch, Schwedisch und Ungarisch.
 
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Alexander Münninghoff: Der Stammhalter

Roman einer Familie. Aus dem Niederländischen von Andreas Ecke. Verlag C.H. Beck, München 2018. 334 Seiten, ISBN 978-3-406-72732-0. Hardcover 19,95 €, als E-book 14,95 €. 

Verlagsinfo:
Der findige Großvater mit seiner Firma, ein lebenshungriger Sohn und ein Enkel, der Stammhalter, der entführt werden muss: Zwischen diesen Generationen entspinnt sich die wahre Geschichte vom Niedergang einer Familie im 20. Jahrhundert, nicht durch den Krieg, der gut für die Geschäfte ist, sondern weil jeder für den anderen «nur das Beste» will. Alexander Münninghoff hat aus den vielschichtigen Beziehungen einer Familie, aus der versunkenen Welt zwischen Riga und Den Haag, einen zauberhaften, bewegenden Roman geschaffen.
Der niederländische Kaufmann Joannes Münninghoff führt im baltischen Riga an der Seite seiner schönen russischen Gattin Erica ein mondänes Leben. Allmählich bahnt sich ein Drama an, das mit dem Krieg seinen Lauf nimmt: Sein Sohn Frans geht zur Waffen-SS, der alte Herr setzt sich nach Den Haag ab. Weil Frans nicht zum Erben taugt, gerät der Enkel als Stammhalter ins Visier, doch seine Mutter flieht mit ihm nach Deutschland …
Alexander Münninghoff hat mit dieser wahren Geschichte eine große Familiensaga geschrieben. Mit wunderbarer Leichtigkeit lässt er seine Figuren lebendig werden, beschreibt mit wenigen Strichen unvergessliche Szenen, immer so, dass ein leises Donnergrollen im Hintergrund hörbar ist. Es kündigt nicht die eine große Katastrophe an, sondern die fast unmerkliche Auflösung von Beziehungen, Hoffnungen und Leidenschaften.




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M-U-S-I-K-S-C-H-W-E-R-P-U-N-K-T


Musik des estnischen Gitarristen

- PAUL DANIEL -

 
- introit - 
- kopanitsa -
- brazilian night -
- kreeka tuli -
- anni mirabiles -
- vahemäng -
- unelaul -
- üü yeah -
- aedbge -
Paul Daniel (Gitarre), Raun Juurikas (Tasteninstrumente), Peedu Kass (Bass), Kaspar Kalluste (Trommel), Meelis Vind (Klarinette), Aleksandra Kremenetzki (percussion), Andreas Lend (Cello)
(aus dem Album "Kreekla tuli")


 

ELLETUSE

( Paul Daniel, Marek Talts (Gitarre), Liisi Koikson (Gesang), Cätlin Jaago (Gesang, Flöte), Marko Mägi (Saxophon), Ara Yaralyan (Bass), Aleksandra Anstal (Schlagzeug, Percussion), Jaak Johanson (Maultrommel), Krista Joonas (Bansuri)
- Paistab pailu maada -
- Pääsukese balaad - 
- Sooroolinnulend - 
- Oh ütle kena neiuke - 
- Tuhat tänu - 
(aus dem Album "Laul jookseb ehenna")

 
 
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VORSCHAU
DIE BALTISCHE STUNDE
Nächster Sendetermin:
Dienstag, 27. Oktober 2020 - 19.00 - 21.00 Uhr
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25 August 2020

BALTISCHE STUNDE 1.September 2020

 20 Jahre "Baltische Stunde" !


Neues aus ESTLAND, LETTLAND und LITAUEN bringt die

BALTISCHE STUNDE


mit viel Musik aus Estland, Lettland und Litauen
Dienstag, 1.September 2020, 19.00-21.00 Uhr

Wiederholung am Samstag, den 12. September 2020, 16.00 - 18.00 Uhr

  wie immer auf UKW 92,5 on air - oder 101,85 im  Kabelnetz im Raum Bremen
 
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GESPRÄCHSGAST

Dr. Rüdiger Ritter
(Osteuropahistoriker)
 

Vieles, was sich in den 1980iger Jahren ereignete, ist heute  schon fast vergessen

Von Veranstaltungen zur Kulturhauptstadt Vilnius, einem neuen Buch, die Ausbildung als Osteuropahistoriker, Lehraufträge in Bremen und ein Forschungsprojekt zur polnischen Gewerkschaft Solidarnosc. Über die Suche nach Zeitzeugen, Recherche in vielen Archiven, ein heute fast vergessenes Thema, und der Entschluß ein Buch zu schreiben. Über ein Büro der Solidarnosc in Bremen, der Blick auf Osteuropa, den Austausch zwischen Ost und West, Verständigungsschwierigkeiten und beidseitige Erwartungen. Über die Wurzeln des deutsch-deutschen Einigungsprozesses und die deutsch-polnische Versöhnung. Über Privatarchive, aufbewahrte Briefe, Gewerkschaftsaktivisten und die Rekonstruktion der Erinnerungen. 
Über langwieriges Materialsammeln, die Suche nach damaligen Aktivist*innen, drei Jahre Arbeitszeit und wechselnde Auskunftsbereitschaft. Über Brandts Ostpolitik, Wandel durch Annäherung, die demokratische Opposition im Ostblock und die politische Sonderrolle von Hans Koschnick. Über Kontakte von "Arbeiter zu Arbeiter", Vergleiche mit den deutsch-sowjetischen Beziehungen und lettische und polnische Wünsche nach Kontakten. Von Vorschlägen zur Partnerschaft Danzig-Bremen, sowjetischen Freundschafts-Netzwerken, national ausgerichtetem Kommunismus, Eigenständigkeit gegenüber Moskau und selbstbewußten Danziger*innen. Von der KSZE-Schlußakte Helsinki, das Verhältnis zur DDR, die persönlichen Kontakte Koschnicks und die beiden verschiedenen deutsch-polnischen Gesellschaften. Von dauerhaften Kontakten nach Danzig, breite Unterstützung dafür in Bremen, die Zeit des Olympiaboykotts und der Krieg in Afghanistan. Von gegenseitigen Verdächtigungen, Mangel an Information, wenige Kommunikationsmittel und fehlende Landes- und Sprachkenntnissen auf Bremischer Seite. 
Vom Einfluss des polnischen Papstes, katholischen und christlichen Prägungen, unpassenden Versuchen der Einordnung, Gründung des Solidarnosc-Büros in Bremen und Anzeichen der Überforderung. Vom Entzug der Unterstützung durch den DGB, unterschiedliche Strategien und Sichtweisen gestern und heute. Von der Verhängung des Kriegsrechts in Polen, Bremische Unterstützung und unterschiedliche Ideen auf polnischer Seite. Über den Besuch Lech Wałęsas in Bremen, die Aufmerksamkeit in Westdeutschland für Gorbatschow, schwierige Fragen des deutsch-polnischen Verhältnisses, und die Unterstützung für die Solidarnosc aus verschiedenen westdeutschen Parteien. Über die speziellen Schwierigkeiten der DKP, persönliche Verankerungen in der CDU bei den Vertriebenenverbänden, und die hitzige Diskussion in Polen heute um die Rolle der Solidarnosc. Über den friedlichen Übergang in Polen, die national orientierte und EU-kritische heutige Regierung in Polen und der Mord am Bürgermeister von Danzig. Über die Polarisierung der Gesellschaft in Polen, die Notwendigkeit umfassender Information und die Untauglichkeit festgefügter Schablonen.

Dazu der Buchtipp: Solidarität mit Schwierigkeiten. Das Bremer Koordinationsbüro der polnischen Gewerkschaft Solidarność und das Engagement Bremens für Polen in den 1980er Jahren. Edition Falkenberg, Rotenburg / Wümme 2020, 332 Seiten. ISBN 978-3-95494-219-0, 19,90 €.


L-E-S-E-S-T-O-F-F

 

Martin Roemer: Baltische Rhapsodie

Eine Reise in Gedichten und Essays. Edition exemplum, ATHENA-Verlag, Oberhausen 2020, 244 Seiten. ISBN: 978-3-7455-1092-8, 27.00 €.

Verlagsinfo:
In den letzten Jahren sind Reisen ins Baltikum häufiger geworden: Die drei Republiken lohnen mit ihrer stillen, in weiten Teilen noch unberührten Natur einen Besuch, aber auch wegen ihrer trotz mancher Kriegsschäden noch gut erhaltenen Stadtbilder. Auch ihre kulturellen Traditionen, nicht immer sofort ins Auge fallend, verdienen einen zweiten Blick. Der aufmerksame Reisende wird bald Unterschiede zwischen den Ländern entdecken. Um die Mentalität ihrer Bevölkerung und deren Eigenarten zu verstehen, bedarf es einiger historischer Kenntnisse. Dass alle drei Völker in unabhängigen Staaten leben, ist nahezu ein Novum. Meist wurden die Geschicke des Baltikums von Großmachtinteressen aus West und Ost bestimmt, und allzu oft wurde daraus – gerade im 20. Jahrhundert – eine Leidensgeschichte.
Dieses Buch ist kein Reiseführer im üblichen Sinn, sondern sucht in einer Mischung aus Essays und Lyrik eine Annäherung an Natur, Kultur und Historie.
Am Ende der Reise wird klar, warum manches so vertraut, anderes dagegen fremdartig erscheint. Und spätestens nach der Lektüre wird deutlich, warum den Balten ihre Zugehörigkeit zu Europa und der EU so wichtig ist.
 
Webseite Martin Roemer



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M-U-S-I-K-S-C-H-W-E-R-P-U-N-K-T


SVIESTS 8

- LOL --- Atuy so kata -
(Laurita Peleniūtė, Laima Jansone, Oki Kano)

- Ansis Jansons --- Kokļu mežs -

- ImantaDimanta un draugi --- Pitraga vējš -
(Imanta Nīgale, Katrīna Dimanta, Krišjānis Sils, Ingus Purēns, Kristaps Strods)
 
- ZeMe --- Kurzemes dzīres -
   (Laima Jansone, Uldis Cīrulis / DJ Monsta)

- Rudzurika --- Kaza grauza pabērzīti -
(Evija Uloziene, Uldis Poļakovs, Nata da Kruza, Aiga Ožehovska)
 
- Saule i tuvāk --- Aiz ezera -
(Līga Evaldsone, Zane Kugrēna, Laura Drēziņa. Blāsma Stivriņa, Didzis Šķila)
 
- Banga --- Gaigaliņa -
(Paula Ābele, Ilga Valodze Ābele, Jānis Zemgus Jātnieks, Monta Dāniele, Elīna Ellere, Elvis Rudens, Elīna Krima, Matīss Vestmanis, Mārtiņš Plāters, Digna Škapare)
 
- Pastakaste --- Melnā ūdre -
(Andrejs Grimms, Mare P. Ābele)

 (aus dem Album "SVIESTS 8")
 

SKUTELNIEKI
- Tumša nakts, zaļa zāle - 
- Sēlpils dancis -
(aus dem Album "Kokneses balss")

Musikverlag und Zentrum für Kulturmanagement LAUSKA
 
 
Für Freund*innen der FOLKMUSIK
 
Magazin FOLK GALORE
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VORSCHAU
DIE BALTISCHE STUNDE
Nächster Sendetermin:
Dienstag, 29. September 2020 - 19.00 - 21.00 Uhr
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DIE BALTISCHE STUNDE
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28 Juli 2020

BALTISCHE STUNDE 4.August 2020

Musik populär!

Neues aus ESTLAND, LETTLAND und LITAUEN bringt die

BALTISCHE STUNDE

mit viel Musik aus Estland, Lettland und Litauen
Dienstag, 4.August 2020, 19.00-21.00 Uhr

Wiederholung am Samstag, den 15. August 2020, 16.00 - 18.00 Uhr

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Legenden 

& musikalische Highlights ...

... eine musikalische Rundreise durch Jahrzehnte estnischer, lettischer und litauischer populärer Musik. 




L-E-S-E-S-T-O-F-F

 

Valdas Papievis: Odile

... oder die Einsamkeit der Flughäfen. Roman, aus dem Litauischen übersetzt von Markus Roduner. Klak-Verlag, Berlin 2020. 308 Seiten, ISBN 978-3-948156-27-5,

19,90 €.
Verlagsinfo:
Paris. Odile ist neunzig, gebildet, intelligent und an Luxus gewöhnt. Eine Heimlichtuerin. Ihre Wohnung – aus zwei mach eins. Sie vermietet ihre Dachkammer einem jungen Mann. Abends nippen sie gemeinsam ihren Whisky. Da Odile sich mit einem Rollstuhl abfinden muss, wird der neue Mieter sie auf den täglichen Spaziergängen durch Paris begleiten. Er lernt dabei Menschen und Orte kennen, denen er niemals begegnet wäre und erweist sich als sensibler Beobachter, entschlüsselt die Spuren ihres langen Lebens, ihr Glück und Unglück, ihre Gewohnheiten und Beziehungen zu Menschen, ihr Selbstwertgefühl, Stolz und Würde.
Der preisgekrönte Roman über den stilvollen Abschied einer Pariser Grande Dame von Dingen, Erinnerungen und Menschen und die Pariser Melancholie. „In den Städten ist so viel los, dass niemand außer den Allernächsten, falls vorhanden, bemerkt, wenn einer von unzähligen Bewohnern eines Tages stirbt.“ „Sie war eine Heimlichtuerin, die Lust zu erzählen oder sich gar zu öffnen, das war etwas, was bei Odile nur selten vorkam.“ „Wahrscheinlich koexistieren in jeder Stadt eine Vielzahl von Städten, wir streiften durch unsere. Durch die Stadt, die wie Odile weiß, wie sehr der Luxus des Nichtstuns manchmal schmerzt.“


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M-U-S-I-K-A-U-S-W-A-H-L

APELSIN

Ants Nuut, Harri Kõrvits Jr., Jaan Arder, Tõnu Aare
- Via Baltica -
- Me armastame ooperit -
(aus dem Album "Apelsin Nr.1")

Neiokõsõ
Anu Taul, Triinu Taul, Astrid Böning, Diana Põld, Kadri Uutma
- Tii -
(aus dem Album "Kuumad Eesti hitid 2004")

Helin-Mari Arder
- Su aknast näen -
(aus dem Album "Estland trifft Hamburg")

Prāta Vētra / Brainstorm
Kaspars Roga, Renārs Kaupers, Gundars Mauševics, Jānis Jubalts, Māris Mihelsons
- My star - 
- ja tu esi mans presidents - 
- viss ir tieši ta ka tu velies -
(aus den Alben "Among the suns" und "Viss ir tieši tā, kā tu vēlies")
 
Marija Naumova
- Pilsētas skice -
- Les feuilles mortes -
(aus dem Album "Nesauciet man līdzi")

MENUETS
Juris Sējāns, Jānis Blūms, Baiba Jagere, Leons Sējāns, Alberts Bartaševičs, Raimonds Bartaševičs, Juris Kulakovs, Adrians Kukuvass, Inese Pabērza
- Dziesma ar ko tu sāksies -
- Viņi dejoja vienu vasaru -
(aus dem Album "Menuets in memoriam") 

FOJE
 Arnoldas Lukošius, Darius Tarasevičius, Darius Burokas, Algis Kriščiūnas, Andrius Mamontovas
- Krantas - 
(aus dem Album "Vilnius Kaunas Klaipėda")

Andrius Mamontovas
- Jie saugo tave -
(aus dem Album "Saldi.juoda.naktis")

Žas
Linas Karalius, Marius Berenis, Tomas Rimkus, Gidonas Šapiro
- Noriu jos -
- nėr bobų, neverk -
(aus dem Album "Man ramu")

Hokšila feat. Giedrė
 Hokšila Andrade / Giedrė Kilčiauskienė
- African tears -
(aus dem Album "Note Lithuania 2007")

MILKY LASERS /
Pieno Lazeriai
Vytis Vainilaitis, Andrius Šarapovas, Vytis Smolskas, Vygintas Kisevičius, Dominykas Vyšniauskas, Giedrė Kilčiauskienė, Justė Arlauskaitė, Vytis Smolskas
- and then -
(aus dem Album "kitchen")

Tõnis Mägi
- Koit - 

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VORSCHAU
DIE BALTISCHE STUNDE
Nächster Sendetermin:
Dienstag, 1. September 2020 - 19.00 - 21.00 Uhr
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30 Juni 2020

BALTISCHE STUNDE 7. Juli 2020

Die wahren Appetithappen !

Neues aus ESTLAND, LETTLAND und LITAUEN bringt die

BALTISCHE STUNDE

mit viel Musik aus Estland, Lettland und Litauen und Studiogästen
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GESPRÄCHSGAST
Saskia Drude
(Sprachmittlerin)

Eine kulinarische Reise ...


... zu grauen Erbsen, fetter und magerer Sahne, Cepelinai ohne Salat, unverzichtbarer Brotsuppe, der lettischen Pizza, kalter Rote-Beete-Suppe die jede*r mag, baltischem Hering, Hanfsamen und baltische Gurken, einzigartige Sklandrauši, Pfifferlingen und anderen Pilzen.
Zur Auswahl der richtigen Kartoffeln, Quarksorten, Varianten mit Sauerkraut, Speckpiroggen und die Kunst, eine baltische Honigtorte zu backen. Über Wege zu einer lockeren Mousse, Kama und Karma in Estland, Vorratshaltung, Märkten, Bauernküchen, und vielen Leckereien aus Litauen, Lettland und Estland.


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dazu auch der Buchtipp:


L-E-S-E-S-T-O-F-F

   

Simon Bajada: Die Baltische Küche

Eine kulinarische Reise durch Estland, Lettland, Litauen. Dorling Kindersley Verlag GmbH 2020, 224 Seiten, 196 x 266 mm, über 100 farbige Fotos . ISBN 978-3-8310-3952-4. 24,95 €

Verlagsinfo:
Die Geheimnisse der baltischen Küche!
Salzig wie das Meer, holzig wie die Wälder und süß wie wilde Früchte: Entdecken Sie die bislang noch unbekannte, kulinarische Seite des Baltikums – sie trägt eine einzigartige Handschrift aus russischen, skandinavischen und deutschen Einflüssen. Ob Estland, Lettland oder Litauen: Lassen Sie sich mit 68 Rezepten, stimmungsvollen Landschaftsfotos von Reisezielen und interessanten Hintergründen zu lokalen Produkten an die raue Ostsee entführen.
Hommage an die traditionelle und moderne baltische Küche:
• Das erste Kochbuch zum Baltikum: Stillen Sie Ihren Reisehunger mit der baltischen Küche – von Estland über Lettland bis nach Litauen.
• 68 Rezepte der baltischen Küche: Frisch von der Küste gibt es geräucherten Fisch mit Sellerie-Remoulade, aus dem Garten kommen die Zutaten für eine herrliche Karotten-Suppe und aus der Backwerkstatt ein leckerer Rhabarber-Streusel-Kuchen.
• Wunderschöne Landschafts-Fotografie: Ob Wiesen, Wälder oder Seen – die Länder an der Ostseeküste sind wahre Schönheiten, die mit ihrer ursprünglichen Natur restlos beeindrucken.
• Hochwertige Ausstattung: Dieses Kochbuch zücken Sie auch bei Sehnsucht nach der Ferne immer wieder gerne aus dem Regal. Mit Farbschnitt und Prägung verrät es schon von außen, wie bezaubernd sein Inhalt ist.
• Interessante Hintergrundinfos: Erfahren Sie mehr über typisch baltische Produkte – zum Beispiel aus der Landwirtschaft oder dem Backhandwerk.
Das Reisekochbuch für alle Ostsee-Fans, Skandinavien-Urlauber & Baltikum-Entdecker, die sich (neu) in Kultur, Landschaft und in die osteuropäische Küche verlieben wollen.


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M-U-S-I-K-
S-C-H-W-E-R-P-U-N-K-T



Musik von

Domas Žeromskas

Domas Žeromskas (Piano, E-Piano), Jonas Drema (Schlagzeug), Vytautas Labutis (Saxophone, Bass-Klarinette), Mindaugas Vadoklis (Trompete), Aurelijus Užameckis (Bass), Eugenijus Kanevičius (Bass), Braxton Cook (Alt Saxophon), Orphée Noah (Gesang), Will Mallard (Trompete), Liutauras Janušaitis (Flöte), Žygimantas Bačkus (Gitarre), Tomas Dičiūnas (Orgel), Paulius Vaicekauskas (E-Bass), Nojus Drąsutis (E-Bass), Arman Isojan (Bass), Tarmo Hiis (Cello)

- Mad Voyage (feat. Liutauras Janušaitis) -
- Torpidity -
- White Light (feat. Braxton Cook) -
- Positive -
- Perfumes And Sounds (feat. Orphèe Noah) -
- Crossroads (feat. Will Mallard) -
- Perfumes and sounds -
(aus dem Album "Infinite Itinerant")

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 AGITA RANDO TRIO
  Agita Rando (piano), Stefan Weeke (Bass), Artis Orubs (drums)

 - Arrival -
- When Time Stops -
- Bliss -
- Reflections -
- At Home -
- Old Car -
- Quiet -
- Folk Song -
- Līgo -
- Outlook -

(aus dem Album "Reflections")

Webseite Agita Rando

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VORSCHAU
DIE BALTISCHE STUNDE
Nächster Sendetermin:
Dienstag, 4. August 2020 - 19.00 - 21.00 Uhr
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DIE BALTISCHE STUNDE
im Radio im Bremern Raum auf UKW 92.5
& ÜBERALL ZU EMPFANGEN im Internet
unter (Audio-Stream)
oder auf www.baltische-stunde.de
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Mehr Infos:
INFOBALT - Veranstaltungsübersicht
INFOBALT-Fernsehvorschau
Estland-Blog / Lettland-Blog / Litauen-Blog
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01 Juni 2020

BALTISCHE STUNDE 9. Juni 2020

durchs 20. Jahrhundert

Neues aus ESTLAND, LETTLAND und LITAUEN bringt die

BALTISCHE STUNDE

mit viel Musik aus Estland, Lettland und Litauen
Dienstag, 9. Juni 2020, 19.00-21.00 Uhr

Wiederholung am Samstag, den 20. Juni 2020, 16.00 - 18.00 Uhr

  wie immer auf UKW 92,5 on air - oder 101,85 im  Kabelnetz im Raum Bremen
 
LIVESTREAM:
www.radioweser.tv
oder "Medialab Nord"
 
oder nachzuhören auf www.baltische-stunde.de


Unser Hörangebot diesmal


Geschichte und Geschichten
aus 100 Jahren ...

... eine Sendung mit Themen aus 100 Jahren Geschichte. Über die deutsche Besetzung Litauens und Kurlands, Entscheidungsstrukturen der deutschen Armee im 1.Weltkrieg, Strategien und Visionen zu Osteuropa. 
Über einen Rabbiner aus Bremen in Kaunas, und über Jüdinnen und Juden in Litauen.
Über Ansichten alter Gutshäuser, fotografische Perspektiven.
Über Stalinverehrer*innen, Freundschaftsgesellschaften in Großbritannien, Frankreich und Deutschland.
Über Wandel durch Annäherung, Außenpolitik und engagierte Gesellschaft, Kontakte im Kalten Krieg, Austausch, Stagnation, Protest, und den Weg zur Perestroika.

L-E-S-E-S-T-O-F-F

 

 

Sonja Großmann: Falsche Freunde im Kalten Krieg?

Sowjetische Freundschaftsgesellschaften in Westeuropa als Instrument und Akteure der Cultural diplomacy. Studien zur internationalen Geschichte, Walter de Gruyter, Oldenbourg 2019. ISBN: 978-3-11-065228-4 . 612 Seiten, (ab) € 69,95.

Verlagsinfo:
Warum engagierten sich zahlreiche Westeuropäer im Kalten Krieg für die Sowjetunion? Waren dies von Moskau gesteuerte ideologisch verblendete Kommunisten? Inwiefern förderten sie tatsächlich den kulturellen und gesellschaftlichen Austausch? Sonja Großmann analysiert erstmals vergleichend die Entwicklung sowjetischer Freundschaftsgesellschaften in Frankreich, Großbritannien und der Bundesrepublik vom Zweiten Weltkrieg bis zum Zusammenbruch der Sowjetunion. Von diesen gesellschaftlichen Akteuren ausgehend eröffnet das Buch neue Perspektiven auf die Formen und Methoden sowjetischer Selbstdarstellung gegenüber dem Ausland, auf das Zusammenspiel staatlicher und gesellschaftlicher Akteure über den ,Eisernen Vorhang' hinweg und auf kommunistische Organisationen im Westen. Das Bild der Sowjetunion in den verschiedenen Ländern spielt ebenso eine Rolle wie konkrete Felder des kulturellen Austausches in Kunst und Wissenschaft, Tourismus oder Städteverbindungen. Das Buch liefert einen innovativen Beitrag zur Internationalen Geschichte, indem es ost- und westeuropäische Geschichte, Diplomatie- und Kulturgeschichte sowie top-down mit bottom-up Ansätzen zusammenführt. 
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Karl-Achim Klare: Imperium ante portas

Die deutsche Expansion in Mittel- und Osteuropa zwischen Weltpolitik und Lebensraum (1914–1918). Reihe Veröffentlichungen des Nordost-Instituts, Band 27. Harrossowitz Verlag, Wiesbaden 2020. ISBN: 978-3-447-11355-7. 588 Seiten, 68,00 Eur[D] / 70,00 Eur[A].

Verlagsinfo:
Oft wenig beachtet strebte das Deutsche Reich während des Ersten Weltkrieges in den von Russland eroberten Territorien in Mittel- und Osteuropa die Schaffung einer kontinentalen Hegemonie an. Die Langzeitwirkung dieses Imperiums ante portas reichte bis weit in die Weimarer Republik und den Nationalsozialismus hinein.
Kai-Achim Klare widmet sich in seiner umfassenden Studie zur Etablierung dieses Herrschaftsraums zunächst der Genese zeitgenössischer deutscher Osteuropa-Vorstellungen, die als wichtige Grundlage für die Ausformulierung politischer Ziele dienten. Auf der Basis umfangreicher Quellen werden weiter nicht nur vorherrschende Ideologien und imperialistische Strategien in Militär- und Staatsführung eingehend untersucht, sondern insbesondere Handlungsspielräume und Motive der Besatzer vor Ort ausgelotet. Durch die gleichzeitige Betrachtung von Zentrum und Peripherie gelingt es Klare, die gegenseitige Beeinflussung von Heimat- und Kolonialgesellschaft durch unterschiedliche imperiale Modelle offenzulegen. Die detaillierte Analyse des Besatzungsgebietes „Ober Ost“ vermittelt dabei erstmals ein viel ausgeprägteres Spektrum an widersprüchlichen Erfahrungen als dies bisher in der Historiographie angenommen wurde. Abschließend diskutiert Klare kritisch die dominante Lesart, nach der die reichsdeutsche Ostpolitik und die lokale Okkupationspraxis zusammen nur ein Präludium für die radikale Eroberungspolitik im Zweiten Weltkrieg darstellten.

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Anja Putensen: Das Gut

(The Manor / Muiža / Mõis). Auf den Spuren baltischer Gutshauskultur. Texte von Anja Putensen, Gestaltung von Kathrin Haas. Kerber Verlag 2020, ISBN 978-3-7356-0597-9,92 Seiten / 57 farbige Abbildungen,Texte in Deutsch, Englisch, Estnisch, Lettisch. 24,00 € (29,47 CHF).

Verlagsinfo:
Die ländlichen Gebiete Estlands und Lettlands sind geprägt durch zahlreiche Gutshäuser. In den vergangenen Jahrzehnten wurden einige renoviert, ein großer Teil verfällt. Anja Putensens Das Gut ist eine subjektive fotografische Recherche, die an jene historischen Orte baltischer Gutshauskultur führt. Wie auch die Erinnerung oft aus teils faktischen, teils fiktiven Blickrichtungen besteht, ist auch ihre Perspektive eine poetisch-magische. Ergänzt wird diese durch zahlreiche historische estnische, lettische und deutschbaltische Kindheitserinnerungen.
Die Fotografin Anja Putensen (*1977) hat sich auf die Spuren dieser Gutshäuser begeben und zeichnet mit »Das Gut« eine sehr persönliche Erinnerungsreise. Ihre Fotografien sind während zahlreicher Sommer-und Winterreisen mit einer analogen Mittelformatkamera auf Rollfilm entstanden.

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Sammy Gronemann: Hawdoloh und Zapfenstreich. Erinnerungen an die ostjüdische Etappe 1916-1918. Mit Zeichnungen von Magnus Zeller. Jüdischer Verlag Athenäum, Königstein / Ts.1984 (Berlin 1924)


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M-U-S-I-K-S-C-H-W-E-R-P-U-N-K-T

 

  S&T Syndicate ‎– Interaction


- Green Light To The Wild Things -
- Funky Roach -
- Midnight Circus -
- Friends Are Coming -
- Reflections -
- Berlin -
- Tornado -
- The Old Harbour Town -

Mārtiņš Jurjāns - Keyboards, Piano
Rihards Vāvere - Schlagzeug 
Nauris Kolmanis - Saxophone
Kaspars Balodis - Gitarre
Oto Andrejļūns - Spezialeffekte

Gäste:
Elvijs Gravcovs - Gitarre
Ernests Rasa - Gitarre



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Nächster Sendetermin:
Dienstag, 7. Juli 2020 - 19.00 - 21.00 Uhr
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